The German Text

Heyden Sachen

Br. Martin Macks Diarium von seiner Reise nach und Aufenthalt in Schomoko, den Sept. Oct. Nov. 1745///

 

Diarium vom. 13. Septem. Neurer Stylum 1745

Br. Macks Reise nach Schomokin

Den 13ten machten wir uns fertig
Beim Michel Schüffer um fort
Zu reisen. Unsere Reis Gefährten
Also Anderros und seine Frau
Kind kamen von Conrad Weiser. brachten
Mir eine Post mit und einen
Brief wo zu er uns beiden viel
Glück zu unser Reise wünschet
Michel Schüffers versorgte uns
mit einigen Nothwendigkeiten auf
unsere Reise. Wir reiseten fort,
Bey Christoph Weiser liessen wir unsere
Pferde beschlagen. Die Leute waren
Sehr freundlich. Wir giengen noch
etliche Meilen fort und da
Blieben wir übernacht. Anderross
Hate 6 Gallen Brandt
Wein gekaufft die nahm er mit.[1]

Den 14ten

Giengen wir bis an den
Anderen Blauen Berg und da
Blieben wir übernacht. Wir
Dachten den selbigen Abend viel
An unser liebes Bethlehem und
Besonders an die selige Stunde
Die man da hat.///
Wir batten das Lamm mit viel-
en Tränen er solte uns doch
In der seligen Conexion mit
Der lieben Gemeine erhalten
Das wir weder durchs Fleisch
Noch durst liest des Friedens und
Möge von dem seligen Gefühl ab-
Bringen lassen.

Den 15ten.

Giengen wir über den Thürnstein[2]
Kamen den Tag ein ziemliches
Stück. Waren vergnügt und wol
Das seliche lebe das wir unter
euch genosen haben kostete uns wieder
manche Tränen. Doch gingen wir
vom ganzen Hertzen nach Shomokin
konten die selbigen Indianer dem
Lamm in sein Herzen legen dass
er uns auch da die Thüren des Herzen
möchte aufthun.

Den 16ten

Gingen wir bis Shamokin.
Ich fragte auch den Anderius ob
Er den denke wo ich mit meiner frau
Uns konnten aufhalten. Er sagte er
Wüßte es selber nicht, er hätte ein
Sehr kleines Hüttischen. Ich fragte
Ihn ob es nicht würde angehn wenn
Ich mir ein klein Hüttischen bey
Seinem machte. Er sagte, es wär vor///
Die Zeit schwer ein Hüttischen zu
Machen. Man konte kein Bark mehr
Kriegen. Es wäre zu spät im Jahr
Er sagte das ihm Conrad Weiser
Schon da von gesagt hätte, dass
Ihm lieber wäre, wenn wir könnten
Mehr bey ihm wohnen, denn bey
Dem Schükelimi. Wir giengen
mit ihm nach seinem Haus. Er wohnte auf
dem Eiland.[3] Wir kamen des Abends
hin. Die alte Mutter war
sehr froh, dass wir sie besuchen
kommen, sie räumete uns gleich
ein Plätzlichein ein in ihrer Hütte.
Anderius fragte ob wir dächten
das wir damit bestehen könnten
weil seine Hüte so sehr klein
wäre. Wir nahmens mit vielen
Dank an, obs gleich sehr klein
war.

Den 17ten.
Blieben wir zu haus Anderius gieng
Seine Schwieger Eltern besuchen.
Die alte Mutter erzehlte meiner
Frau dass ihrer Sohn ihr viel erzehlt
Hätte von Bethlehem und das da
Solche guten Leute wären. Sie dachte
Wenn sie doch auch könnte dahin kommen
Und da sterben so würde sie wol
Selig sterben. Sie fragte auch was
Vor Indianer den in Bethlehem///
Währen, ob den auch schon von den
Delawar waren, die uns da lieb
Hätten. Meine Frau erzehlte ihr vieles
Was der Heiland an den Indianern
die in Bethlehem waren schon
gethan hätte und wie sies dem
Heiland mit vielen Thränen da,
Eben das er ihr Augen hätte aufgethan
Und hätte ihnen was von Seinem
Blute ihn ihre ihere Hertzen
Gegeben. Die alte Mutter bejammerte
Sehr, dass hier noch alles so todt
Ist und dass sie von nichts wissen
Als von Sauffen und von Tanzen
Die Anna erzehlte ihr woher
es käme, dass die Leute noch so thun
müßten, weil sie nicht an den Herrn
Jesum glaubten, und das wäre
Nur die Früchte davon. des
Abends war über all ein großer
Lärm weil fast alles besoffen war,
was hierum wohnte. Es kamen auch
welche in unsre Hütte, die ziemlich
fürchterlich aussahen und brülleten
wie das Vieh. Die alte Mutter fasste
alles zusammen und versteckte es im
Busch. Wir befohlen uns dem Lamm
Und seinem leibigen Engelein das die
Uns bewachten und behüten wollten.

Den 18ten
Giengen wir Besuchen übers Wasser[4]///
Besuchten auch den Schickelimi
Er war sehr freundlich und auch
Seine Söhne krigten uns alle beyde
Sehr woll, führten uns in sein
Haus, waren aber kaum eine
Viertel Stund da kamen gleich 4
Besoffene. Wir giengen dann wieder
Aufs Eiland. Besuchten noch einige
Hütten. Anna fand eine artige
Frau, die sich gut schickte zum
Weise Gottes. Wir gingen wieder
Nach Haus. Die alte Mutter war
Sehr bekümmert um uns, dass sie
Heute den gantzen Tag nichts hat
Können zu kochen wegen den besoffenen
Indianern. des nacht würde wieder
Ein grosser Lerm allenthalb von
Schiessen und Schreien . Anderius sagte
Er müsste auch wieder gehn. Es
Würde wohl jemand todt geschlachtet
Oder todtgeschossen sein. Martin und
Anna hielten eine Singstunde und
Beten das Lamm mit vielen Thränen er
Solte über uns wachen und dem
Wuth des Feindes Steuern. Der
Satan Rumohrt gewaltig weil er
Fürchtet sein Reich würder uneinig
Werden.

Den 19ten
Blieben wir zu Haus weil///
Fast alles besoffen ist. Wir beteten zum
Lamm, weil doch unser Haupt-Plan
Vor die Zeit der ist: beten, weinen,
Denken wir es etwa noch wird
Fassen uns einen neuen Muth dass
Das Lamm sich auch noch hier wird
Beweisen mit Seiner heiligen
Wunden die ihm auch geschlagen
Sind vor dieses Volck. Der Feind
Stellts darauf an, uns abzuschrecken
Und uns kleingläubig zu
Machen, wir wissens aber das wir
Nicht auf unser Kosten es machen
Sondern verlassen uns das Blut
Des Lamms und auf das gebett
Der Gemeine. Wir wissen wol
Wer wir sind. Arme Kinder die
Nichts können und auch nichts können
Wollen wenn nichts Lamm unsere
Stärke ist. Abends hielten wir ein
Gesegnete Singstunde. Es kamen
auch heute Abend einige Freunde von
der alten Mutter. Ihrer Schwester
Kind, Der Catarina ihre Rechtsmutter ???
Sie ist eine weisse Frau hat aber einen
Indianer zu ihrem Mann. Sie kommen
Beynahe bey 400 Meilen. Sie
Wohnen noch über 200 Meilen über
Aligene.[5] Sie gehen nach ///
Philadelphia mit Hirschfellen.
Sie haben bey 20 Pferde be-
Laden, sind sehr freundlich.
Von der Frau die sprach etwas Englisch und wohnte nicht
Sehr weit von den Sherigis[6]
Es ist aber in Neu-Frank-
Reich.[7]

Den 20ten
Anna wurde heute sehr krank.
Ihre Schmertzen fingen an mit
Fieber und stechen, es griff
Sie sehr an. Sie habe wol schon
Etliche Tage zu vor geklagt, das
Sie sehr matt wäre, sie wüste nicht
Was ihr fehlte, bis es früh so an

Fing, das sie auf einmal muste

Nieder liegen, und es war manch-

Mal als ob ihr das Rachen

Wolte das hertz abtrücken, wir

Befahlens dem Lamm, und sagten

Ihm, das er uns auch wolle die liebe

Kräfte geben, die wir zu diesen

Geschäften nötig täten, weil wir um

Seinetwillen hier herkommen wären

Und auch ferner um seinetwillen

Hier sein wollen so lange als es

Ihn und seiner Creutz-Gemeine

Gefiele. Des Abends hat ich ///

Gelegenheit mit dem Anderius zu

Reden, und erzehlete was von dem

Leibes Hertze Jesu wie das gestellt

War gegen solche armen Menschen

Als wir hier in Shamokin sind

Als ich es will gerne helfen und

Erretten wer sich nur will gerne helfen

Und erretten lassen, weil doch

Das alles was sich hier zeugt unter

Den Indianern als fressen, Saufen, huren

Stehlen morden Lügen bestehn alles

Nur Früchte dass sie nicht glauben

An dem Jesum Christum der darum

Gestorben dass er alle die sachen

Will weg nehmen und wer nicht

An dem glaubt der muss es

Thun er mag wollen oder nicht

Weil die Sünde Macht über einen

Hat.

 

Den 21sten

Ging ich besuchen hatte auch Ge-

Legenheit in einer Hüte wo viele

Zusammen waren etwas zu er-

Zehlen warum wir sind hergekommen.

Das Lamm bewies sich auch das ich

Mit Freudigkeit ihnen konnte etwas er-

zehlen von seiner grossen liebe///

den Abend kriegte Anna groses Reisen

und hitzte bis früh.

 

Den 22sten

Hielt ihre Krankheit sie wurde sehr

Schwach ihn ihrer Kraft. Wir konnten

Nichts thun als es dem Lamme

Befehlen, der unsre umstände hier

Weist. Des abends beteten wir

Mit ein ander das Lamm er hörte

Uns wir waren sehr selig bey

Ein ander dankten dem Lamm mit

Einem gedrücktem Hertzen, das wir seine

Sünder sind und er uns aus

Gnaden hat angenommen, Ach es wird

Uns schwer zumuthe sein wenn

Wir das nicht würden bey der Gleichen

Umständen wir konnten von ganzem Hertzen

Sagen auch von des Lammes Blut nicht

Wer wir würden uns doch das leben

Schwer werden. Anna suchte zu wendig

Das nichts gewüs wüsste. Das du\

Lamm mein Lamm, wenn ich würde

Vergehen, es presste uns manche

Thränen aus und wir hatten selige

Und Thränens volle Stunden

Wir dachten auch viel an unser

Seliges Volk in Bethlehem und

was wir da genossen haben, konnten

von gantzem Hertzen glauben das sie

in ihrem andenken vorm Lamm

werde bleiben.///

 

den 23ten

 

früh kamen 2 besoffene Indianer in

unsere Hütte. Die hatten bey

etlichen Stunden einen ziemlichen

Lerm gemacht. Anna war sehr matt

Hat grosse Hitze und Reisen in allen

Gliedern. Des Nacht liess das

Reisen etwas nach. Wir dankten

dem Lamme mit vielen Thränen

das ers Gebet seiner Kinder er-

höret

 

den 24ten

 

fing Anna wieder besser zu werden.

Unsre Hertze war gebeugt weils

Lamm uns gnädig ist und wir

Fühlen dass er unserem Hertze

Nahe ist. Fanden mancher segen

in seine Verwahrung zu

Geben

 

Den 25ten

 

Anna wurde immer besser, es kam

Auch heute ein Brestbetirman (Presbyterien)

Wünschte uns zu besuchen. Sein

Nahme ist Brauer. Er war sehr

Freundlich. Kam die Indianer

Zu besuchen, und ihnen zu

Predigen. Er klagt sehr über sie

Das sie solche böse Leute sind

Und das sie die meiste Zeit///

Besoffen wären. Er sagte, man konte

Sie kein Mal zu samen kriegen

Ihnen einige Worte von Gott zu

Sagen. Er wüste bald nicht was

An zu fangen was er

Logirt beim Shikellemi

War dis Frühjahr schon ein

Mal hier.

 

[Sonntag] 26ten

dachten wir sehr viel an unsere

selige Gemeine in Bethlehem

und die wirklichen Gelegenheiten

die man da hat. Martin u. Anna

Haben auch ein kleines liebes

Mal mit einander unser hertzen

Waren nahe schmeltzen dabey. Das

Wir kaum wusten wie uns

Geschah, weil uns dabey so

Besonders auf ging die grosse

Liebe des lamm zu sein Sünder-

Volk hat. es war uns recht

Wol dabey weil wir auch darzu

Gezehlet sind, wir machten

einen Neuen Bund mit einander

uns vors Lamm ganz zu verzehren

seine und Seine Herzens Gemeine

ganz in eines zu sein, alle

unsere Kräfte auf zu opfern vor

den der sein ofper für uns ///

geworden. Des nachmittags

schrieb ich einen Brief an Bruder

Joseph und meldete unserer Um-

Stände. Des Abends redete ich

Mit Anderius, wegen meinem

Wohnen in seinem Haus, weil

Er morgen gedenckt weg zu gehen

nach Philadelphia. Ich fragte

ihn ob ich wol so lange konte

mit meiner Frau in seiner

Hütte wohnen bey seiner Frau

Und alten Mutter bis er etwa

wieder zurück käme. Er sagte

wir wären wilkommen in seiner

Hütte zu wohnen, so lang als es

Uns gefiele. Es wäre eine sehr

Schlechte Hütte wenn wir meist

Drin Plätzigen bestehen konnten das

Wir häten, so wars ihm lieb

Wir bedankten uns sehr dafür

Und sachten, dass wir recht wol

Damit zufrieden wären und

Es wär uns wohler in seiner

Hütte als wenn wir in Philadelphia in

Schönstem Haus wohnen thäten. Er freute

Sich sehr darüber das wir so vergnügt ///

In seiner Hütte sind. Des abends

Waren Martin und Anna

Selig und vergnügt und

Erbeutlich gegen unser liebes

Lamm und in Sonderheit gegen

Seine Väterliche treu und für

Sorge gegen Seine arme

Sünder. Wir konnten ihn auch von ganzen

Hertzen danken, auch vor dieses Plätzgen

Und baten ihn er solte es diesem

Hause vergelten und solte es die

Leute fühlen lassen das wir ihnen

Ein Segen sind. Wir befohlen

Sie und uns dem Lamm in einem

Hertzlichen Gebett.

 

Den 27sten

Anderius ging heute früh fort mit

Seinen Freunden nach Philadelphia zu

Mr. Bräner[8] kam uns heute noch

Mals besuchen. Anna wurde immer

Besser, das lam wird ihr bald stärke

Geben, das wir werden können besuchen

Gehen

 

Den 28sten

Martin ging heute übers Wasser

Einige Hütten zu besuchen. Fand welche

Sehr freundlich.

 

Den 29sten

Hulfen wir unsren Leuten an ihrem

Welschkorn ein zu ernten:

Des abends hielten wir eine gesegnete

Singstunde mit einander in

Englisch, deutsch, Mahickan. Dankten

Auch unserem Lam mit einem ge-

Beuchten Hertzen. Das er bis daher

Noch unter uns und mit uns

Gewesen ist und das seine

Wunden uns fiehl besser sind in

Unserem Herzten.

 

Den 30sten

Halfen wir unsre Leute wider

An ihrem Welschkorn. Martin u.

Anna gingen weg heute wieder

Zum ersten Mal miteinander andre

Besuchen, konnten nicht anders

Als dem Lamm mit Thränen danken

Der uns so gnädiglich erhört

Hat.

 

Den 1. October

Waren wir wieder die Haushalter

Unsrer Leute

 

Den 2ten

Dachten wir viel an unser liebes

Bethlehem. Wir wahren innig wohl und hat ein

Besonderes Gefühl von ihren Gelegen-

heiten das liebe Lamm lies es uns

mit geniessen. Anna hatte heute auch

Gelegenheit einer Indianerin etwas

Von unseres lieben Lammes seiner

Grossen liebe, die er zu den

Armen Menschen hat, etwas zu

Erzehlen. Konnten von Hertzen

Vor sie bitten, das ihr dieses wort

in ihrem Herzen möchte zum Segen

sein.

 

[Sonntag] Den 3ten

Besuchten wir wieder etliche Hütten

Auf dem Eiland fanden die Leute

Sehr freundlich gegen uns.

 

Den 4ten

Gingen wir übers Wasser besuchen

Kanten uns viele da besonders

Des königes Frau[9] noch vor 3 Jahren

Her. Der König[10] bewilkommte uns auch

Lies uns bald etwas zu essen.///

Fanden viele Indianer die uns

Sehr liebreich in ihren Hütten auf

Nahmen. Wir erzehlten ihnen das

Wir sie lieb hätten und darum

wären wir auch hier her gekommen

sie wieder einmal zu besuchen

Sie wunderten sich sehr darüber das

Wir aus liebe so einen weiten weg

Kommen, konnten weiter nichts sagen als

Herzlich vor sie beten, das ihnen

Das Lamm wolle die Augen öffnen

Und ihnen durch den Heiligen Geist

Ihnen ihren Herzten klar machen was

Ihnen fehlt. Waren viele Indianer

Da! War uns aber in unsrern

Hertzen so, das wir ihnen weiter

Nichts konnten sagen, weil wir

Fühlten es würde wol vergebens

Sein, konnten aber von Hertzen glauben

Das die Zeit auch noch kommen wird

Das des Lammes Wunden auch hier noch

Öffentlich gepredigt werden.

Abends wars uns innig wol unsre

Hertzen flossen in Thränen über deß

Lammes nahe Gegenwart—wir konten

von Hertzen beten und wissen dass

das Lamm sich bald verwahrlichen wolle//

Des abends redeten wir mit einander was uns

Denn wohl fehlte, das wir manchmal

so beklemmt sind, das uns

manchmal drück als wen etwas

was schwerer auf unsrem Hertzen läge

fanden wol sonst nichts als das

einige, das wir gerne Brüder und

Schwestern hätten, von diesem

Volke hier in Shamokin. Auch ein

Gemeinlein fehlt uns, allein

Uns zu lassen Hier unter so

Viel Indianer fellt uns gar

Zu schwer das Lamm wolle unser

Und seine Gemeine seuftzen und

Flehen bald erhören, und uns

unsere Hertzen erfreuen auch mit

diesem noch sehr wildem Volck.

 

Den 5ten

Wolten wir wieder auf eine andre

Seite von dem Eilande gehen

Weil auf beiden Seiten von

Dem Eiland Indianer wohnen

Konnte aber nicht hinüber kommen

Weil wir kein Canoe konnten finden.

Die Cano wahren alle auf der ///

Andren Seite ruften wol bey 2

Stunden holten uns aber nicht ab

Gingen wieder nach Hause und

Beteten vor sie.

 

Den 6ten und den 7ten

Waren wir wieder zu Haus halfen

Unseren Leuten ihre Welschkorn

Einerndten, die Indianer hatten

Ein grosses Fest waren alle bey-

Sammen, gieng ziemlich lustig

Zu nach ihrer Art.

 

Den 8ten

Gingen wir früh auf die andre

Seite weil wir Gelegenheit hatten

Baten unser Lamm er sollte doch

Auch diesen Besuch gesegnet sein er-

Lauben und uns die selen eid

laben, die nach seinem Sinne sind.

Besuchten alle die Delawares nahmen

Uns fast in allen Hütten freundlich

Auf, fragten uns aber in allen

Hütten wenn wir gedencken, weg zu

Gehen. Hatten in einer Hütte, da ein Mann

Und eine Frau waren, Gelegenheit

Von unserem Lamm zu zeugen und

Von seiner grossen lieb die er zu///

Uns armen Menschen hätte, er hat

Uns so lieb das er sein Leben

Für uns gelassen hatte. Es war uns

Sehr wol bey diesen 2 Leuten

Hörten sehr aufmerksam zu. Der

Gleichen wir hier noch nicht gefunden

Haben ach wie freute sich unser

Hertzen und dachten vielleicht sind

Diese die ersten, Lachen sie

Dem Lamm an Sein Herzen, sie

Beweisen viele Liebe wir erzeh-

Leten ihnen auch von unsren Indianern

Von Shekomeko wie sies dem

Heilande mit Thränen danckten

Das er ihre Hertzen häte anders

Gemacht und ihre Augen geöffnet

Und das sie nun nicht mehr

Dächten so leben wie sie zu

Vor Getan hätten sondern konten

Durch das Glauben an Jesum

Selig sein und sich von Herzen

freuen, das sie den Gott kenne

Der auch vor solche Bade

Indianer als wir sie gewesen

Wären gestorben ist, und hätte

Durch sein Sterben uns ein ander

Leben zu werke gebracht.///

Wir fragten sie ob sie uns den

Recht verstanden hätten. Sie sachten

Alle beyde Ja. Sie hätten uns

Verstanden wir sagten wir wolten

Sie mehr besuchen, Der Mann sagte

Es wäre ihm lieb gewesen wenn

Wir ihn mehr besucht hätten, er war

Aber willends morgen an der

Jagd zu gehen und würde

Wol in 3 Monath nicht wieder

Zu Haus kommen. Unser Hertze

War vor sie zu beten und zu

Weine. Nahmen Abschied von

Ihnen, baten sie nicht zu ver-

Gessen, was wir mit ihnen geredet

Haben, giegen die andere Hütten

  1. abends zu besuchen und denn

wars abends. So giengen wir wieder

nach Haus danckten dem lamm vor

diesen Besuch und baten kindlich

das sein Geist wolle diese

Worte die wir auch heute zu

Den Indianern geredet haben wahr

Selbst in den Hertzen klar machen///

 

[Samstag], Den 9ten

Waren wir zu Haus halfen unsren

Leuten etwas arbeiten. Abends gingen

5 Canu voll Indianer hier vor bey

die in Krieg ziehen. Es sind von

den Delawares die auf Wonckliler

Banck und bey wajomak wohnen

Es kam auch einer in unsrer Hütte

Er that sehr gros und erzehlete

Das er morgen in Krieg gienge wieder

Die flat he Blat kopf.[11]

 

Den 11ten

Giengen wir wieder besuchen über

Wasser fanden aber niemanden

Zu haus als den alten könig.

Er sagte sie wären alle auf die

Andere Seite gegangen hätten ihn ganz

Alleine gelassen. Er wollte uns

Gerne etwas zu essen geben. Er hätte

Aber alleweil nichts. Wir

Bedankten uns sehr vor seine

Liebe. Er war sehr freundlich

Klagete das er nicht hören konnte. Er

Wollte uns sonst gerne hören

Wir sollten wieder andre besuchen

Und mit ihnen reden. Er erzehlt

Uns auch das er vor etlichen Tagen///

Wäre sehr besoffen gewesen und

Da wäre er ins Feuer gefallen[12] und

Da hätte er sich das Fleisch all

Von seiner Hand gebrandt und

Itzund hätte er grosse Schmertzen

Wir bedauerten ihn sehr .

Abends wahren wir sehr gepresst

Über einige umstände (in unserem haus) konnten

Nicht anderst als dem Lamm mit

Vielen Thränen an sein Hertze

Legen. Es war uns schon eine

Ziemliche Weihe das wir uns

Befürchten, der Feind wird

Auf der Seite etwas anfangen

Weil’s ihn sehr zuwieder ist‚

das wir hier unter den Indianern

wohnen sollen, und so probiert

er auf alle Art und Weise wie

er uns gerne wieder

weg hätte, denn wir sind ihm

ein Dorn in sein Auge, das

bemercken wir vielmal

das lamm wolle uns durch

helfen und uns selber logische

weise durch seinen heiligen Geist

bey diesen Menschen und wol///

sie es wissen lassen, das wir

ein Segens-Volck sind. Und

das wir aus keiner ander Ursache

hier unter ihnen sind als um

ihrer Seelen willen.

 

Den 12ten

Wahren wir wieder besuchen über

Wasser. Besuchten die Tüttelers

Und die Delawares. Die ersten

Waren sehr leichtsinnig und thaten

Sehr spöttisch. Könten weiter nichts

Thun als vor sie zum Lamme

Seuftzen. Die Delawares

Welche wahren freundlich,

welche wahren fleisig mit

Carten spielen, hatte nicht Zeit

Uns an zu sehen, fanden

Also keine Gelegenheit ihnen etwas

Anders bey zu bringen und

Wenn wirs auch Gelegenheiten

So hätte es keinen guten Affect ge-

Habt. Und so wahren wir still

Und beteten zum Lamme mit

Herztens-Thränen er sollte uns

Doch nicht lang so alleine lassen///

Sondern sollte uns bald erfreuen

Auch unter diesem Volk hier

Weil sie auch ein Lohn von seinen

Schmertzen sind so wol als wir.

 

Den 13ten

Wahren wir wieder besuchen überm

Wasser fanden wenig zu Haus

Besuchten auch auf dem Eiland

Fanden Gelegenheit bey einem

Delaware etwas von der Liebe

Gottes zu erzehlen, und wie er

Uns so sehr liebte dass er

Sein Leben für uns gelassen hätte

Das wir nicht mehr durften

Knechte der Sünde sein wenn

Wir an ihn glaubten, und das

Wir hier schon konnten selig sein

Und wen wir aus der Hütte

Giengen so dorften wir uns nicht

Fürchten vorm Tode, sondern wir

Fühlten Freudigkeit in unsren

Hertzen und wüsten das wir

Nun zu unserem lieben Herrn

Würden gehen da wir ewig konnten

Selig sein weil er uns zu

Seinen Kinder hat angenommen///

Ich fragte in ob er’s sich nicht

Würde vor ein glück sehen wenn ein

Grosser König were der würde

In zu einem Kinde annehmen.

Er sagte Ja er würde sich sehr

Freuen darüber. Ich sagte darnach

Das der grosse Gott der himmel

Und erde gemacht hat, und der

Herr ist über alle König auf der

Welt und über alle Menschen

Der hätte uns so lieb gehabt

Das er um unsert willen

Were auf die welt gekommen

Und häte bekandt gemacht

Das er alle menschen von der Knecht-

Schaft der Sünde und des

Teuffels wollte los machen

wer nur an ihn glauben wollte

Den wollte er zu seinem Kinde zu

Seinem Erbeigenthum annehmen

Und das häte er gepredigt

Und darnach were er festlich

Geschlachtet worden und sicher sein

Blut vergossen und dadurch hätte

Er uns eine Kraft zu wege///
Gebracht, das es itzund nur dar///

auf ankommt das wir an ihn glauben

in annehmen vor unser Gott und

den nimmt er uns an zu seinen Kinde

giebt uns ewige Seligkeiten:

und wenn wir an ihn glaubten

so macht er uns alle die suchen

ein herz klar und offenbar

und den freuen wir uns das er

unser Gott ist und wir sind seine

Kinder, und den danken wir

Im das er unsre Augen   und Hertz

Geöffnet hatte. Das wir nun

Sehen was wir an ihn haben.

Der Indianer war sehr aufmerck-

Sam. Er versteht gut Englisch.

Wir giengen den wieder nach Hause

Und befohlen ihm dem Lamm

Und beteten vor ihn zum Lamm

Er wundert sich auch sehr dass wir

So lang unter ihnen bleiben

Ich sagte es were kein ander Grund

Als ihnen von der liebe Gottes

Bekannt zu machen.///

 

Den 14ten

Waren wir zu haus. Halfen unsern

Leuten bohnen brechen. Waren alle

Beyde selig und vergnügt weil

Wir wissen wer wir sind, Sünder

Die aus seiner Fülle leben, wen

Das nicht wer so würde uns

Angst und bange werden.

Aber Gottelob das wir ein

Lamm haben das ein leises

Ohr hat und immer höret.

 

Den 15ten

Besuchten wir eine kranke

Frau, war sehr artig. Erzehlte

Ihr auch etwas von unserem

lieben Gott, der am Creutz

sich zu Todt geblutet hat.

 

Den 16ten

War ich überm Wasser besuchen

Konnte aber weiter nichts machen

Weil alles besoffen war.

Wollten mich etliche zwingen

Ich besuchte auch einmal einmal mit

Truncke. Ich bedankte mich aber

und kam noch so ziemlich von //

Ihnen. Es sahen welche ziemlich

Grimmig und blutig aus

Ging wieder nach Haus abends

Hatten wir eine Singstunde

Und legten dem Lamm mit

Vielen Thränen all unserer Um-

Stände an sein Hertz in sonder-

Heit über unsere Haus und Um-

Stände die wir eine Zeit her ziem-

Lich schwer gefühlt haben.—

Des Anderros Frau gieng auch

Heute weg, war nicht wol auf

Geräumt. Die Uhrsachen wissen

Wir nicht eigentlich.

 

[Sonntag] Den 17ten

Dachten wir viel an unser liebes

Bethlehem und an die seligen

Stunden die man da geniest

Das Lamm teilte uns auch etwas

Mit. Wir fühlten wie genau wir mit euch

Verbunden sind, und wie unsre

Hertzen mit theil nahmen von euren

Segen und von eurer liebe. Dies lam

Mittheilt. Anna besuchte auch heute

Wieder eine kranke Frau gute gelegenheit///

Dabey mit ihr zu reden von

Heiland. Sie hörte ihr fleissig zu habe

Schon etliche mal mit ihr geredt

Baten das liebe lamm er sollte doch

Diese woche der frau

Selbst klar machen durch seinen Geist

Unsrer alten mutter wo wir im

Haus sind war auch heute sehr be-

Kümmert weil Andereas so lange aus

Bleibt. sie sachte sie müsten Ja

Meisten erhungert Häten schon bey 4 Wochen

Bald kein Bisonfleisch[13] gehabt

Alle Tage nichts als Welschkorn

Fragte uns ob wirs dennoch ausstehen

Konnten bey dem Welschkorn. Wir

Sagten wir währen sehr wol zu-

Frieden damit, wir währen nicht darum

Hierher gekommen, ums gute Essens willen

Wir hätten uns nicht besser vor gestellt

Wir weren dafür dem lieben Gott dank-

Bar, der uns das Welschkorn gedeyen

Lesst, wir weren eigentlich um der Seelen-

Willen hergekommen ihnen wies um

Unsren lieben Gotte und Herrn bekannt

Zu machen der die Menschen erlösen

Will von ihrer Sklaverey der Sünden

Darin sie liegen von Natur und wissens

Nicht weil ihm der Gott dieser Welt

Der Satan ihrer Augen verblendet hat

Wir erzählten ihr vieles von unsrerm Zweck warum

Wir sind hier her gekommen///

 

Den 18ten

Besuchten wir des königs Haus übern

Wasser. Er war freundlich, gab uns gleich

Etwas zu essen aus seine Schüsel waren

Aber sonst wenig zu haus.

 

Den 19ten

Gingen wir über wasser bey Shikelimis

Unter wegens begegnete uns ein Indianer

Mit seiner Frau, die uns beyde wolkannte

Weil wir sie schon etliche mal besucht

Hatten. Der mann ging besuchen seine Frau

Auf dem Eiland. Er hat in einem kleinen

Säckgen etlich kleinen Brodte von Welschkorn

seine Frau sagte zu ihm, gieb doch den

2 leuten ein Brodt, sie werden wol

Hunger haben. Der mann setzte sich

Gleich nieder und nahm das Gröste

Aus seinem Sacke heraus und gabs

Uns mit grosser Freudigkeit wir

Nahmens an mit vielem Dank

Die 2 leute haben uns lieb haben

Schon etliche mal mit ihnen geredet

Wir giengen dan weiter fort

In die Stadt, waren kaum eine viertel

Stunde da so kamen gleich 3 besoffene

Die alle blutich Köpfe häten, hörten auch

Bald das die meisten besoffen waren

Sahen sehr blutgierig aus hatten grosse Bosheit

Giengen bald wieder nach Haus.

Abends giengen 2 Canu voll Indianer vor

Bey die in Krieg ziehen, Sie kamen vom

Canadischen.///

Des nachts kam auch des Andereuses

Sein Bruder hier an. er wohnt in

Canada wollte gerne einmal

Seinen Bruder sehen Geht auch mit

In Kriege. Gieng aber früh wieder

Fort weil Andereas nicht zu haus

war und sein Compani wo der

bey ist wolt nicht länger warten.

Des nachmittags kam Andereas

Wieder von Philadelphia nach

Haus. War sehr freundlich. Er

Erzehlet uns das er Bruder Joseph[14]

In Philadelphia gesprochen hatte. Hatte

Auch einige Briefe an uns. Hätte

Sie aber nicht hier sondern sie waren

Mit seiner Compani morgen

Oder über morgen

Kommen, er war über seine Um-

Stände in seinem Haus ziemlich unzu-

Frieden besonders weil seiner Frau

Weg gegangen ist, und hat uns

Alleine gelassen. Er fragte uns

Auch ob wir nicht wüssten warum

Sie weg gegangen were, wir sageten

Sie hätte uns weiter nichts gesagt

Als sie wollte ihre Mutter besuchen

Die über 80 Meil von hier ab wohnt.

 

Den 21sten

Gieng Andereas wieder fort sagte er

Wollte sehen ob er seinen Bruder noch

Könnte antreffen. Er hätte in sein leben///

Noch nie gesehen und es wäre sein

Rechter Bruder. Sie währen von

Einer Mutter. Er gieng über Osten

Wakin.[15] Da begegnet ihm seine Frau,

die sagte ihm, dass sein Bruder schon

fort wäre. Wir baten den lieben

Heiland mit vielen Thränen, erhalte

Doch des Anderers sein Hertz leuken?

Das er durch keine Umstände weg

Gehe; uns ein Genossen werde sondern solte

Ihm halten, das er’s erkennen möge das

Wir aus liebe zu den armen Indianern

Hier sind,.

 

Den 22sten

Kam des Andereas

Seine Compani hier an. Wir hätten

Sehr verlangt nach den Briefen.

Sie gabens uns auch bald. Die

Frau war sehr freundlich und

Konnte nicht genug erzählen, wie unter

Leute in Philadelphia sie in solcher

Grosser liebe hätte aufgenommen, und

Insonderheit das sie die Weibsleute

Geküsset hätte. Sie sagte es wäre ihr auch

Durch ihr Hertze durch gegangen, sie

Sagete so häten ihnen noch keine weisse

Leute begegnet Brachte uns auch

Was Provision mit von unseren Geschwistern

Aus Tolpehocken, wofür wir hertzlich

Dankbar wahren, weil wir so sagen

Die fürsorge des lieben Heilands vor

Seine Kinder war uns wieder aufs

Neue gros in unserem Herze was der///

Liebe Heiland zu seinen Jüngern

Sagte, habt ihr auch jemals Mangel

Gehabt, wir müssen sagen, Herr

Nie keinen, er sorgt immer vor uns

Wir werden in der That zu frieden

Wenn wir so sehen wie’s der liebe

Heiland so treu mit uns meint

Und sein Vater Hertz gegen uns auf-

Hält. Auch hier in diesem Orte hat er

Uns schon so manches gezeigt—und

Unsre Leben erhalten wie gnädig

Wie barmhertzig, wie treu er’s mit seinen

Kinder meint. Die Briefe schmeckten

Uns sehr gut. Stärkt uns aufs

Neue in unserem Plan weil uns

So Heilands Herz und das Herz

seiner Kinder uns wieder erquickt,o erfrischten

dabey wie genau unser Hertz mit

den Euren verbunden ist und wie

in einem Geist und Hertze mit

euch wandeln und handeln

und wie uns das Lam

unterrichtet durch den Geist der

in der Gemeine regiert. o es beugt

uns im Grunde weil’s Lam uns

so nahe und gnädig ist.///

 

den 23ten

 

Anna besuchte heute eine kranke Frau

Erzehlte ihr was wie gerne der liebe

Heiland den Sündern hilft und

Sie ewig will selig machen wers

Nur annehmen will dann giebt

er’s wieder seis nicht erst taufen

oder ab verdienen sondern er ist

so voll von liebe das er’s

von sonst giebt. Die Frau war sehr

aufmerksam. Des abends kamen

auch Andereas und seine Frau wieder

zu Haus, wahren alle beyde

sehr freundlich welches uns eine

grosse freude machte, und wir

so sahen die gnädiglich erhörung

des lieben Heilands unserer Hertzen

danckte in Thränen.

 

[Sonntag] Den 24sten

 

Gingen wir besuchen übers Wasser

Die Delawares. Sie hatten ein Fest

Fragten sie obs sie nichts

Dargegen hätten, wen wir hier bleiben. Sie

Sagten wir könnten ihrenthalber immer hier

Bleiben. Es wahren da bey 6 Männer

Und 6 Weiber. Hätten einen gantzen

Hirsch gekocht und 2 kessel Kürbis///

Und 12 Brodt. Das Fleisch thaten

Sie auf 12 Hauf und thaten auch

Jeden hauf ein Brod, und die Kürbis

theilten sie auch in die Kessel die

die Gürte mitbracht. Sie setzten

sich alle 12 und assen so viel

als ihnen schmeckte das übrige nahmen

sie mit. Es wahren meistens

lauter allte Leute der mann

ders gab war ein junger Mann

er und seine Frau assen keinen bissen

davon. Es gieng sehr ordentlich

und bescheiden zu und wie

sie gethan hatten mit essen so danckten

sie auf ihrer Art. Rauchten 3 mal

so See welches sie sehr lang zogen

und da stunden sie auf. Da

sagte einer lasst uns doch unser

freunden auch etwas zu essen geben

brachte uns von seinem Theil

ein Stück Fleisch und auch et-

was Kürbis welches wir mit

danck annahmen. Sie giengen denn nach

Haus wir besuchten sie in ihren

Hütten. Hatten auch Gelegenheit bey

Einem alten Mann///

Im Jesu Liebe anzusprechen

O wie freut sich unser Hertze wenn

Wen wir Gelegenheit finden, ihnen was

Von unserem Lamm zu erzehlen

Weil wir noch so wenig Gelegen-

Heiten hier haben, weil sie die

Meiste Zeit besoffen sind. So

Ists uns doch lieb wenn wir hier

Und da einen finden, den wir

Was erzehlen können. Bis dahero

haben wir noch keine Gelegenheit

gesehen etwas anderes zu thun

weil’s unser Sache nicht ist, die

Leute zu zwingen sondern sie

In Liebe zu suchen, und so

Lange warten bis der Heiland

Selber Gelegenheit machte weiter

Was zu thun zum offenlichen

Predigen ist noch kein weg.

Und wenn wirs auch jetzt und thun

Wollte so wäre es wol gegen unsren

Plan und gegen das Gefühl

Unsres Hertzens, darum sehen

Wir wie gut es ist bey unserer

Methode zu bleiben und das

Ist. dabei beten weinen bis uns der

Heiland ein ander Weg zeigt////

Das Exempel des Mr Brainerds ein

Bresbyterier Minister der sich

Dieses Früh Jahr hier gewesen ist und

Sich viele Mühe gegeben hatte, die Indianer

Zusammen zu ruffen und ihnen zu predigen

Hat auch etliche zu sammen gekriegt

Es hate aber keinen guten Affect gehabt

Er war diesen Herbst wieder hier. Da sind

Sie ihn ausgewichen wo sie nur ge-

Konnt haben. Der liebe Heiland

Lehre uns durch seinen heiligen Geist

Weislich handeln. Damit wir

Ihn nichts Verderben in seiner Sache

Abends hatten wir Gelegenheit in unserem

Hause etwas zu erzelen von der

Wirklichkeit der Taufe wie es uns

Dabey ist und was wir vor einen

Begriff davon haben, und das

Es uns niemand übel nehmen

Kann wen wir nicht gleich taufen

Weil wir die Gnade die in der

Tauffe mitgeteilt wird auch gros

Und theuer ist, und da wahres unser

Hertze so wenn wir jemand tauffen,

das auch dasjenig , welches getauft

ein Gefühl der Sache hat und

das es bewahrt bleibe wach in

der Taufgnade welches er gekriegt

und wen wir das Zweck uns

wer dabey nicht so wirklich////

andern das wir dächten wen es einer getaufft

ist dann ist es genug, nein wir senken

vorm Heiland, und dem müssten

wir Rechenschaft geben von unseren

Handlungen in solchen wichtigen Sachen

Wir wollten auch die Leute nicht betrügen

Das sie dächten werr damiGericht

Von der es käme noch auf was mehr und

Es kommt darauf an das wir glauben an

Heiland weil’s heist vergeben und

Geteuft Wird der — wird selig werden.

 

Den 25ten

Wahren wir zu Haus legten dem Lamm

Alle Umstände an sein Hertz in

Shomokin, baten ihn innigst er sollte

Uns doch bald mit Brüder und einige

Schwestern schencken.

 

Den 26ten

Giengen wir übers Wasser besuchen

Wahren wenig zu Haus.

 

Den 27sten

Wahren zu Haus

 

Den 28sten

Giegen wir übers Wasser bey

Schickelems er war sehr freundlich

Gabe uns gleich etwas zu essen

Wir giengen in die Stadt der Delaware

Nahmen uns überall wo jemand

Zu Haus war freundlich auf///

Ein Mann und eine Frau die uns

Lieb haben erzehleten wir von

Der Liebe Jesu und warum

Er in die Welt kam, das es

Um unsertwillen geschehe uns zu

Gute thate er’s, das wir sollten

Erettet werden, aus der Dienstbar-

Keit der Sünde. Er will uns zu

Seinen Kindern annehmen, er will

Uns theilgeben, an seinen

Himmlischen Schätzen, er will helfen,

wer nur will geholfen sein

ein guten Heiland einen treuen

Heiland einen lieben Gatte

Wen mann ihn kennt man denckt

Sich nicht mehr fürchten sondern

Es wird wie einen so wie ein Kind

Gegen seinen Pathen, er hat uns

Lieb, aus Liebe ist er für

Uns gestorben, und ist wieder

Auferstanden, sein hertz freut

Sich nun über nichts mehr als

Wen viele an ihn glauben wen sich

Viel helfen laben von der

Sünde sein Blut ist stark

Genug uns alle Indianer frey

Zu machen wenn sie es nur

Wollen machen.///

Die 2 Leute wahren sehr aufmerk-

Sam das liebe lam wole ihnen

Es ihn ihren hertzen durch beten fühlen

Heiß erklären.

 

Den 29ten

Wahren wir auf dem Eiland be-

Suchen wahren wenig zu haus.

 

Den 30sten.

Wahren wir zu Haus das lamm war

Uns nahe dachte viel an unser

Liebes Bethlehem besonders an alle

Unsere liebe herzlichen. Es thut

Uns sehr bange das wir schon

So lange keinen gesehen haben. Haten

Gute Hoffnung bald von unseren

Bethlehemer-Hertzgen eines hier zu sehen

Dachten auch sehr viel an unser

Liebes Shecomeco legtens dem

Lamm ansein Hertze weil’s sein

Sinn Wercke ist das er da angefangen hat.

 

Den 31sten [Sonntag]

 

Wahren wir wieder besuchen überm

Wasser bey Schickelimis. Waren

Aber meistens all ausgegangen

Bis auf etliche alte leute.///

Die Männer sind auf die Jagt

Viele kommen erst in 2 Monat

Wieder zu Haus welche erst

Aufs FrühJahr die Weiber sind

Viele nach Dolbohucken[16] gegangen

Mit Pferdten, liecker (liquor) Zu hohlen.

Besuchten auch den Schickelims

Waren da 2 Indianer die von

Waiomick hier her gekommen sind

Gehen auch auf die Jagt könten

Uns alle beyde, eins war

Ein Schubernos[17] konnte aber gut

Mahickanisch der andere war

Ein Mahickander.[18] der erste

Sagte zu uns ihr Leute was

Wolt ihr den hier, Die Criken(?)
wollens nicht haben das jemand

Die Indianer soll unterrichten

Ihr seid wie die Tauben wen

Ihr an einen Ort kommt es bleibt

Nicht bey einen oder 2 sondern

Es fliegen gleich viel her zu.

Wir wahren stille er sagte es

Auch dem Shickelimi das wir

Wahren wie die Tauben Schikellimi

Wo sich eine hin setzte da käme gleich///

Ein großer Hauf zusammen geflogen.

Schikelimi aber war ganz stille

Und hat ihn kein Wort geantwortet

Sie gingen bald fort. Shickelimi

Beweist sich sehr freundlich gegen

Uns, wir gingen auch wieder zu Haus.

 

Den 1. November

 

Besuchten wir auf dem Eiland

Fanden aber niemand zu Haus

Als 2 alte Weiber und etliche

Kinder,

 

den 2ten November

 

wahren wir zu Haus abends kamen

12 Indianer zu Wasser hier an

die von Canada herüber

kommen. Gehen in Krieg wider die

Sherigies[19], wahren bekandt

Vom Andereas dabey auch ein Freund

Von seinem. Andereas sagte das diese

Indianer sehr weit herkämen sie

Kämen noch über 400 Meile

Von Onontago. Sie sahen sehr blut-

Gierig aus. Logierten sich nieder

Nahe bey des Andereas seiner

Hüte. Machten gleich anstalt

Zu tanzen. Kriegten ein leeres///

Rum fass, schlugen im dem Boden

Heraus und machten eine Trommel

Daraus, fingen auch bald

An nach ihrer Art lustig zu feiern

Schrien und tanzten bey 2 Stunden

Lang, unter dessen aber

War der feind sehr geschäftig

Dem wir ein Dorn in seinen Augen

Sind und uns gerne aus

Dem Wege häte. Kriegten bald

Zu fünf, und wurden alle

So voll das sie rasesten

Wie das Vieh. es fehlete nicht

Viel das sie nicht bald hetten

Unserer Hütten ein gerissen

Ohngefehr nach mitternacht kamen

4 hier ein die ziemlich fürchter-

lich und blutig aussahen. Andereas

setzte sich bald auf aus

Furcht sie möchten uns Schaden

Thun. Er brachte sie den wieder

Aus der Hütte in einer Stunde

Darauf kam wieder einer war sehr

Doll, kriegte einen grossen Stück

Brand vom Feuer, und sagte er

Wollte die weise Leute verbrennen

Andereas stund geschwind auf///

Und riss im den Brand wieder

Aus seinen Händen. Er griff aber

Gleich nach der Flinte. Andereas

Aber nahm sie ihm auch wieder

Er griff nach einem Stücke Holz

Und kam auf uns zu. Andereas

Nahm im auch wieder und

Sagte er sollte hinaus gehen. Er

Wollte aber nicht so sagte er solte

Sich bey feuer setzen, er setzte sich da

Hin gieng doch aber bald wieder

Hinaus. wurde danach von einem anderen besuch todtAndereas war sehr be-

Kümmert das uns die besoffenen

Indianer worde schaden thun

Wir sagten ihm aber wenn er deuchte das

Es gute w¨re wenn wir diese Nacht

Vollends in Busch gehen er hielt es

Doch nicht vor rathsam weil es so

Kalt ist. Wir blieben denn, befahlen

Uns ins Lammes Aufsicht und be-

Wahr auch und wünschet das es bald

Tag möchte werden, nach der Hand

Schlugen sie den den der??? willenZwey ein ander meistens

Todt. Baten auch (bey nahe todt) Lamm das er uns

Wollte bald jemand von unser

Gemeine sehen, liesen um meiner

Anna ihrer Umstände[20] willen konten

Mit vielen Thränen ihrer Umstände///

dem Lamm am Herzten legen, das er

sie doch sollte bewahren an Seel und

Leib.

 

Den 3ten

 

Früh war unsre Hütte voll von besoffenen

Indianer, Martin und Anna hielten

Rath mit ein ander, das sie wollten

Ausziehen und derweil in Busch

Gehen, unter des kam Bruder Joseph[21],

Hagen und Joseph vor die Thür

Zu unserem Erstaunen, konnten aber

Nicht hinein weil die besoffenen

Hier waren, wir gingen gleich zu

Ihnen hin aus, wusten nicht wie uns

Zu muthe war, den Bruder Joseph

Bewilkommte die Besoffenrn einer

Riss ihm seinen Sack vom Rücken

Unter und warff in in den

Busch, und nahm ihm seinen

Hut von seinem Kopf und setzt

In sich selber an und lief fort.

Joseph war ganz gelassen dabey

Wir gingen bald mit einander

In Busch um ein ander ein wenig

Zu hertze und zu küssen

Andereas kam bald nach war

Sehr betrübt das in seinem

Hause so arg hergeht. Wir hielten

Den bald eine kleine Conferenz mit ein///

Ander, weil ich in den Brief sah

Wen es angeht das wir unser

Quartier wechsele, ich erzehlte bald

Bruder Hagen unsre Umstände

Hier. Weil Andereas bald gedenkt

Weg zu ziehen mit seinen Freunden

Und das wir nicht länger mehr

Könnten hier auf dem Eiland wohnen

Weil es ohne dem viele Schwierig-

Keiten hat, wurden eins mit

Dem Shikelimmi zu reden fragte

Den Andereas ob er dachte das es

so gut wäre. Er sagte ja, er bat

sich gleich an mit uns hin zu

gehen und unser Dolmetscher

zu sein. Wir gingen den hin

mit einander. Als wir hinkamen

erzehleten wir dem Shikelimi das wir

beyde als Martin und Anna hatten bis

dahero bey dem Andereas gewohnt

weil er aber nun weg ginge und

es nicht wol mehr angienge, dass wir

konnten da wohnhen, so hätten wir gedacht

wir wollten ihn fragen, ob diese 2

Brüder die uns zu besuchen kommen

Nicht konnten in seinem Haus wohnen

Und wir bald gingen vor die Zeit wieder

Zurück///

Oder ob er dächte, das es wäre

Wen wir uns etwa nach einer ander

Hütte um thäten. Er sagte es were wol

Nicht nöthig das sie sich um eine

Andere Hütte bekümmerten, seine Hütte

Were gros genug und wir weren

Willkommen bey ihm in seiner Hütte

Zu wohnen so lang als es uns

Gefiele und es wer ihm lieb und

Hätte gern jemanden vor uns bey

Ihm wohnen. Wir bedankten uns sehr

Das er uns sein Haus offerierte

Wie erzehleten ihm auch etwas von

Unsrem Plan, warum wir unter

Ihnen wohnen thäten, das es gar nicht

Were um uns etwas zu erwollen

Sondern aus liebe zu ihren Seelen.

Shikilelimi sagte wen ein Träder

Oder jemand ander von weisen

Leuten wollte bey ihm wohnen dem

Wollte er’s nicht erlauben aber

Uns thäte er’s erlauben, weil er

Uns ein bischen kannte und wir

Bey ihnen wohnen thäten wir sagten

Ihm auch er könnte ganz frey mit uns

Sein wir wollten niemanden beschwer-

Lich sein wen es etwas were///

Das viele Indianer etlicht Tage in

Seinem Hause logierten und unseren

Brüder häten nicht nehmen so konnte

Er ihnen sagen das itzund sollte sein

Haus ein wenig räumen oder sollte

Ihnen so lange eine Hütte anweisen

Wo sie so lange inne wohnen konnten

Er Sagte das wer gar nicht nöthig sein

Haus wer gross genug. Die Cabine

Were vor ihn und vor unsre Brüder

Und da sollte sonst niemand wohnen.

Wir bedankten uns sehr vor seine

Liebe und Freundschaft die er uns

Erwies. Dankten auch unserem

Lieben Lamm, vor diese offentliche

Gabe gute Hoffnung das sich’s Lamm

Auch bald hier in Shomoko ver-

Herrlichen würde. Ich gieng mit Andereas

Wieder Nach Haus, meine Sachen übers Wasser

Zu bringen, nach dem Shikelimi

Weil des Andereas Haus ohnedem

Voll ist von den Kriegern, die von

Canada an gekommen sind. Ich fragte

Ihn auch, weil ich und meine Anna

Nun schon sieben Wochen bey ihm

Gewohnt hatten, was denn etwa unsere

Schuldigkeit were. Er sagte aber,

ich sollte davon nichts sagen. Er war///

sehr betrübt, das wirs so schlecht hätten

in seinem Hause gehabt. Er hätt ja die

sieben Wochen nicht gehabt als Welsch-

korn. Er häte sein Leben nie so arm

gelebt als wie die Zeit. Ich sagte

wir weren hertzlich danckbar, davor

dass wir so lange hätten können

in seinem Haus wohnen. Wir

waren darum nicht hergegangen

das wir gedacht hätten wir würden

gut essen sondern wir hätens

uns ziemlich so vorgestellt

wie wirs gekriegt häten. Unsere Ab-

sicht were eigentlich um ihrer Seelen

willen aus lieb zu ihnen. Wir nahmen

den Abschied von ihm. Die alte Madshu

monsor weinte sehr das wir so um ver-

hafft weg giegen. Andereas be-

gleidete uns übers Wasser, bat

sich’s aus an ihn zu drücken, besonders

seine Reisegefehrten. Abends hielten

wir mit Bruder Hagen eine Conferenz

über die Arbeit in Shomoko

und erzehleten ihm wie es uns bis

daher in Ansehung der Indianer

gewesen ist und was wir gemacht

haben, überhaubt war unser Haupt-

plan, den wir von der Gemeine

hätten, und der uns in unser Hertzen///

so aufgeschlossen war, und unserem Gefühl

so nahe, das wir mit ganze, Herzen konnten

glauben das Lamm wird mit uns sein

und wird uns durch seinen heiligen

Geist beschirmen unter diesem noch so

Sehr wildes Volk, wenn wir auch weiter

Nichts thun konnten, als beten und weinen.

Besucht haben wir fleissig geben uns

Die Indianer Gelegenheit etwas

Zu reden von unserem hiersein so thaten

Wir es, und priesen ihnen bey der

Gelegenheit die Liebe Gottes an die

Er hat auch gegen sie, gaben sie uns

Keine Gelegenheit so wollten wir stille

Und beten zum Lamm, ans predigen ist

Nicht zu gedenken, weil vor die

Zeit eine verdächtiche Sache unter ihnen

Ist, bis sie selber Gelegenheit darzu

Machen, unter dessen haben wir zu

Bitten das uns der liebe Heiland

Wahr erhalten im Glauben in der

Liebe und in der Hoffnung gegen

Diese noch sehr wilde Hertzen bis

Seine Stunde kommt. Wir hielten auch

Diesen Abend in Shickelimis Haus mit

Einander singstunde war alles ganz

Stille.///

 

Den 4ten

Früh machten wir uns bald fort.

Shickelimi gab uns ein Stück

Hirsch Fleisch mit, auf dem wege zu

Kauhen. Bruder Hagen und Joseph

Begleiteten uns bis an die Eva[22]

Crück, redeten vieles mit ein ander

Von der kindlich gegen den Heiland

Und auch unter ein ander nahmen

Abschied von ein ander, hielt ein

Wenig hart von ein ander zu scheiden

Unser Hertze brach in Thränen,

Martin und Anna giengen den

Spangenberg[23] hinauf Hagen und Joseph

Sahen uns nach u. kamen glücklich

Hinauf wie wol Anna zu letzt

Auf Händ u. Füssen krach. Kam

Den selbigen Tag ein ziemliches

Stück fort, abends begegnete uns

Auch ein Träder mit 25 Pferden

Beladen. kamm bis ins

Anna Thal da hielten wir Nacht

Quartier.///

 

Den 5ten

Kamen wir in Tolbehock an wurden

Von den Geschwister Loesch in vieler

Liebe aufgenommen.

 

Den 6ten [Samstag]

Besuchten wir unsre Geschwister

Meurers freuten sich von Hertzen

Über unser Ankunft und das

Wir alle beyde wol und ver-

Gnügt waren. Martin und

Philipp besuchten auch den selbigen

Abend Conrad Weiser

Hatten auch etwas an ihn zu bestellen

Vom Shickelimi er war ganz

Wol zufrieden mit unserem in

Shomoko sein und was wir die

Zeit da gemacht haben. Er sagte

Wenn wir ihm erzehlt hätten das

Wir hätten grosse Glück gethan oder

Sagten ihm das wir hätten viel

Indianer bekehrt, so thät er’s uns

Doch nicht glauben, aber das glaubt

Er uns, was wir ihm erzehlet

Hätten, es hätte auch ziemlich solche Ideen///

Von der Indianer ihrer Bekehrung.

 

[Dienstag] Den 8ten

Reiseten nach unseren Geschwister

Wagners. Es kamen abends auch

Welche Brüder und Schwestern

Hin zu uns die uns besuchten.

 

[Mittwoch] Den 10ten [November]

Kamen wir bey unsrer theueren

Gemeine wieder an. Unser Hertze

Floss in Thränen über aller der

Gnade und Liebe und Treue

Und Sorgfalt die er an uns

2 armen Kinder die 9 Wochen gethan

O es beugt uns im Grunde

Unseres Hertzens, nehmt uns

Wieder an als eure Kinder, wir

Habens erfahren wie gut er ist

Eurer Kinder zu sein, wie selig es

Ist Gemeinschafft mit euch

Zu haben, wir wollen und

Können ohne euch nicht sein

Eure arme Mit Pilger

Martin und Anna

.

 

Beylage No D zum Bethl. Diarium Jul.

 

Diarium

Von Br. Hagens u. Jo. Pauls Reise

Nach Schammocken, vom 26sten

May 1747 (st. Vet.) bis 27 Jun (n. St)

 

[Dienstag]

den 26sten reiseten wir ab von der theueren

  1. lieben Gemein unseres Lammes u.

Gottes mit vielen segen u. Gnade.

Wir vielten die [göttl.] liebe [der Geschwister] die sich hier ver-

Tat auss den innigsten seines Jüngling=

Thums so dass unsere Herzten und Geister

Ganz wie trunken waren. Die Losung

War, Aus Zion bricht an der schöne

Glantz Gottes, Setz uns deinen gantzen

Volk hier zu einer lichten wolk, u. zu

Einen Gnadenbogen, das Du noch der

Weld gewogen[24]. Abends kamen wir

Nach Jakob Millers wo wir wohl aus-

Genommen wurden. Br. Brus wurde uns als

Reisegefehrter mitgegeben.

 

Mittwoch, den 27sten

Kamen wir unterwegens nach Heidel-

Berg zu unsrern Geschwistern Brückischens. Sie

Freueten sich wie die Kinder über unser

Ankommen, wir erquickten uns an ein ander

  1. so verliessen wir sie selig u. vergnügt.

Abends kamen wir zum Michael Schäffner, er

Freuete sich mit seinem Hause sehr über

Unser ankommen, seine kleinste Tochter

Wie sie hörte das wir auf der Reise waren

Forderte sie Geld, sie reicht uns Geld auf der

Reise geben, ein artiges Kind. Sie dachte, wir

hetten nichts [M. Schäffer sagte das wir morgen

wieder bleiben missen den es were keine

Pferde da]

 

Donnerstag, den 28sten

Gingen wir früh zum Conrad Weiser, u.

Sagten ihn das wir wieder nach Schammokin

Gehen. Er gab uns ein Briefgen mit an

Schickellamy, des Inhalts das er von heut an

Über 20 Tage sollte in Schamoken in seinem

Hause sein, u. dass wir 2 Freunde können

Ein Haus vor den Schmidt bauen, welchen///

Dekergidonti in wenig Tagen schicken wirde.

Wir machten auch unseren Provision die

Wir gedachten mit zu nehmen fertig.

 

Freitag, den 29sten

Reiseten wir ab von Tolpehocken [die

Pferde welche uns eben versprochen

Waren kriegten wir nicht, u.] Michael Schäffer

Der uns gerne forst geschaffen u. uns seinen

Mit Provision versorgt, gab uns seine

2 Pferde, u. schob seine Reise auf die er

gedachte nach Philadelphia zu thun , da wir

aber kaum hinter seinen Fenz waren kam

er uns nachgesprungen und sagte er miste

mit uns reisen, es were so in seinem Herzte

Wir gaben es ihm aber zu überlegen, er

Reisete aber doch mit. Wir dankten dem

Lämmlein dass uns gnadig fort half, u.

Sich in unsere Herzen finden liess. Wir

Reiseten denn über den Blauen Berg weg

  1. über den Dirnstein u. schlugen unser

Sabbathnacht Lager auf in Ludwigs Ruh.

 

Sonntag, den 31sten

Kamen wir nach Schammokin, wir lagerten

Uns unter einem Baum, Schickellimy

Kam gleich gelauffen mit seinem Volcke

  1. hieß uns willkommen. Ich beschenckte

ihn mit einer Rolle Toback, er war sehr freundlicj.

Ich sagte, das ich ihn Worte von Dekergidonti

Zu sagen hatte, Nachmittag essen ging ich u.

Jo: Paul zu ihm an. Sas vor seinem Sommer-

Haus mit seinem Rath hies uns naufkommen

Da hatten sie eine Bärenhaut ausgebreitet

Worauf sie mich und Br. Paul sitzen hiessen///

Der Rath sass neben uns auf beiden

Seiten, der Dolmetscher grade vor uns.

Ich nahm meine Rebe raus, und lass

Ihnen den Ersten Satz, dann hielt ich ein.

Dann riethen sie darüber nach dem sie fertig

Waren, fragte ich auf Maquaisch[25] ob sie

Es verstanden. Schickellimy sagte Gachrongi[26]

So fuhr ich fort u. hield bey einem jeden Satz

  1. wen sie fertig waren, sgate Schickellimy

Gachrongi. Sie wunderten sehr, dass ich

Ihre Sprache besser konnte, da wir fertig

Waren, stetzten sie ihre Toback Pfeiffen

An und disckurirten mit ein ander. Nach

Dem gingen sie vor u. zeuchten uns

Den Ort wo unser Haus und Plantasche sein

Sollten. Er sagte auch, 3 Pferde wollte er uns

Geben zur Arbeit. Bey dem letzten Punkt

Aber gab ich ihm den String Faden of Wampum

Ich schrieb an Bruder Joseph nach Bethlehem weil morgen

  1. Scheffer wider von hier mit den Pferden

[u. es schwer gewesen were vor M. Scheffer wenn

er es hette sollen mit nehmen] so beschlossen

wir das Br. Brus wieder mit Mich. Scheffer mag.

Zurückgehen. Die heutige Losung war vor

Ihn werden sich beugen die in der Wisten

Und seine Feinde werden Staub lecken[27]

Last alles dienen der Creuzgemein, der

Hirte wiegt sie ein.

 

Montag, den 1. Junius

Ging M. Scheffer u. Br. Brus mit den Pferden

Wieder zurück nach Bethlehem. Sie waren sehr

Selig u. vergnügt [u. wir glauben das die

Reise M. Scheffer wird zum Segen sein.]///

Wir fingen den an Holz zu hauen vor

Unser Hauss. Schikellimy gab uns das Pferds

Geschirr. Ich beschenckte ihn mit einer gemahlten

Tobacks-Pfeife, das war ihnen eine rechte ähnliche

Sache. Wir baten das Lämmlein, es wolle

Mit uns bey unsere, Bau sein, u. uns helfen.

 

Dienstag, den 2ten

 

Mittwoch, den 3ten

Steckten wir das Haus ab, 30 Fuss lang u. 18 Fuss

Breid, die Losung war uns besonders wichtig

Dabey. Wir fingen auch an Holz bey zu

Pfleggen. Ein Dellaware Wilder sollte uns seine

Pferde leihen wen wir ihn 2 Gallon Rum wollten

Geben. Wir sagten, wir hätten keinen, darauf

Ritte er seine Pferde über die Susquehanna

Wir fürchten und ein wenig wo wir das Holz

Würden bey kriegen denn wir hatten nur

2 schwache Pferde die anderen 3 die wir haben

sollten wohnen über den Wasser u. konnte

sie niemand kriegen. Der Heyland half uns

aber augenscheinlich.

 

Donnerstag, den 4ten

Fuhren wir wieder Holz u. legten auch die

Schwellen zum Hause. Schikellimy half uns selber.

Die Losung war uns auch besonders wichtig [Er ists doch …]

Wir glaubens auch dass was wird wahrhaftig

Zustande bringen [der Mann …]

 

Freitag, den 5ten

Vormittag füren wir wieder Holz in den

Nachmittag baueten wir wieder. Die Indianer

Haben die art wenn sie einem sollen helfen

Arbeiten so muss man ihm auch zu Essen geben

Und wir hatten ganz wenig, daher mussten

Wir alleine arbeiten u. das den ganzen

Bau durch. Das Lämmlein aber hilft uns. Das

Erfreut uns u. macht uns Muth.

 

Den 6ten Sabbats Vormittag fuhren wir Holz Nachmittag///

Bauten wir wieder Schickellimy wies allen

Indianern das Haus und sagte der Geist   u.

Freuete sich. Es sahen uns viel zu wie

Wir arbeiten. Wir hatten heute viel in

Unseren Hertzen, mit der Gemein zu thun

  1. es war uns sehr wohl. Schikellemi bescheckte

uns auch mit einem Hirsch Keule.

 

Sonntag, den 7ten

Wir gedachten besonders viel an die Gemeine

  1. waren in unseren Hertzen ihrs Gebeeths ver-

sichert, wie waren still u. selg bey einander.

[Br. Paul kriegte einen Anfall von dem Durchfall,

der Heyland half ihm aber balde wieder durch

einen Doses Balsam] es kamen auch heute Della-

wahr Wilde hier an die gegen die Kattabes[28] in

Krieg ziehen wollten. Da wir uns hatten schlafen

Gelegt kamen sie alle zu uns in das große

Haus, u. der ganze Rath u. machten den Krieg

Den größten Bestand der in Hause stand ein Posten

War auf ein Menschenkopf ausgeschnitten, u.

hatten grosse Wesen da bey mit Musik u.

Tantzen, wen den einer eine Klage anbrachte

Gegen die Katabas so gleich oder konnte er mit

Ein Beil in den Götzen nein das er sollte

Seinen Sinn darzugeben, das werte die halbe

Nacht, nach dem assen sie mit einander

Wir konnten von Herzten vor das Volck bitten

Zum Lamm [unsere Losing war uns besonders

Wichtig]

 

Montag, den 8ten

Legten wir die Balcken in Hause, ein

Treder kam, fing an zu fluchen und schwören

Warum wir die Wilden nicht helffen liessen

Sie wieder uns bey guter Zeit zu serven

Machen. Wir sagten ihn aber kurten Be-

Scheid, so dass er stille wurde wollte uns

Aber wieder guth machen bot uns seine///

Felle an in Varntarnung?? Zu geben indem

Wir das Haus wieder fertig haben. Wir

Sagten, es ihnen grade ab, er arbeitete

Aber drauf das er uns wollte zum Freunde

Haben bod uns Rom an. wir nahmens aber

Nicht. Wir hattenauch wieder eine schlaflose

Nacht wegen der Kriegsleute.

 

Dienstag, den 9ten

Waren wir wieder fleissig an unserm

Bau. Wir waren aber sehr matt, wussten nicht

Was uns fehlte. Wir machten uns eine Mehl-

Suppe weil wir sonst nichts haebn. So wurden

Wir wieder gesterkt. Vier Kriegsleute gingen

Heute wieder ab. Schikellemy sein Son ging mit

Ich konnte ihn aber nicht darauf andworten

Es waren 17 beysammen. Es ist hier alles er-

Staunlich knab an Provision. Sie haben Wurzel

Grass u. der gleichen zum essen, Kraut wen

Man es ungekocht ist der Tod. Es sein uns

Etwa mans aber mit Farrn kocht ist es

Ein gut essen.

 

Mittwoch den 10ten

Waren wir wieder fleissig an der Arbeit

 

Donnerstag, den 11ten

Hatten wieder Besuch aber keinen Hilfer

Der Heyland besterkte Hagen heute besonders

Es fiel die Ex welche oben ein gehauen war

Durch die Schitterung von Hauen des Br. Pauls

Runter neben ihn an Fus in die Erde u.

Schnitte ihn durch den Schuh auf die Seite ein

Wenig in Fus. Es hinderte ihn aber nicht

An der Arbeit

 

Sabbat, den 13ten

Wurden wir fertig mit ausblocken, wir

Dankten dem Lämmlein aufs herzlichste das es

Uns so weit geholfen u. vor Schaden bewahrt

Hat u. uns immer selige Hertzen u.

Sein Nahesein geschenket, u. herauff zur Arbeit///

Denn sonst were es gewis nicht gegangen

Weil wir 2 nur allein waren u. die

Blöcke von 30 Fuss auf Haus zu ziehen. Wir

Kennen es sagen das wies bey jeden Block

Gefield, das der Heyl. Mit Hand angelegt, u.

Der Gemeine Gebet mit dabey war. Schikellimy

Ging auch heute mit ein Kanu auf die Sus-

Quehanna runter nach Harrischen Ferrye, Provisions

Vor sich zu haben. Wir fingen auch an auf unser

Plantage zu kriegen das wo es neilich noch

Rieben nein zu sehen.

 

Montag, den 15ten

Krügten wir wieder es passierten auch 4 Kanu

Voll weisse Leute hier durch von Lannatschokerin[29]

Die wegen des Krieges dorten geflohen, einer

War ein Treder u. machte das viele Wilde

Trunken warum das macht uns manche schlaf-

Lose Nächte, wir haueten auch einen Baum

Von Schindeln u. fingen an welche zu machen

 

Dienstag, den 16ten

Gingen wir wieder Schindeln zu machen

Die trunkenen in die wehe wollten Handel

Mit uns haben, Schickellimis Frau aber welche

Auch trunken war sagte mein Mann hat sie

Lieb, das lies sen sie uns zufrieden.

 

Mittwoch, den 17ten

Früh machten wir Schindeln, Nachmittage

Fingen wir an Land auf zu brechen. Es ging

Schwer mit die Pferde und Pflügen, das Lämmlein

Half uns aber das es doch ging.

 

Donnerstag, den 18ten

Machten wir Schindeln, u. Schnitten auch eine

THür ins Hauss, es war Regen Wetter

Es war uns besonders wohl in unseren Hertzen

Wir obserfierten das wir in Schlaffen immer

Mit Brr. Und Schw. Zu thun hatten u. glauben

Daher das der Geschw. Geist bey uns ist mit den

Unserer Geist zu thun u. Confersation hat u.

Wir erquickten uns an unser Geschwister///

In Abwesenheit recht innig. Wir arbeiteten

In Hause. Es war Regen wetter [es bewahrte

Der Heyland Hagen besonders, weil es

Glat auf den halte (??) war Br. Paul oben war

Machte schlug ein Brett runter und traf

an sein Bein war aber kein grosser schaden]

 

Sabbath den 20ten

Furen wir unsere Schindeln, auch das Holz

Auf die Künen zum Wasser runter, und machte

Anstatt das wir in trockenen Arneiten konnte

Machten auch einen weg zum Wasser, das

Wir das Holz rauftragen konten, die die

Wilden das sahen sagten eine Wildin wie

Seyn schon so lange hier in diesem Ort und haben

so was nicht gemacht u. freueten sich daruber.

Ein lediger Dellaware kam zu uns sagete

Er hette lange wollen zu uns kommen, aber

Er were weit auf der Jagd gewesen, hette

Aber doch gehöret das wir da waren. Er war

Mit Jemse u. Broadhead bekannt wenn wir wieder

Weiter gingen er wollte mit uns gehen, die

Wilden hier sehen alle unsere Sachen besser

An als ihre wers auch nur was er ist so

Dencken sie es ist besser weil wir es geholt haben.

Montag, den 22sten

Fingen wir an unser Haus zu decken

Wir dankten dem Lämmlein dass wir ein Tag

Kriegten wo wir trocken konnten darunter

Arbeiten konnten. Schickellimis Familie fing an zu

Klagen sie hetten nichts zu essen, u. hetten

Gerne gesehen das wir unsere weniges ihnen

Mitgetheilt, wir retten beide daruuber was

Wir in der Sache thun kunten, auch weil wor

Hier wenig mal einer hatten Absicht einer

Von uns noch Tulpehocken gehen muss um///

Provision zu holen.

 

Dienstag, den 23sten

Waren wir wieder an unsere Arbeit

Zu Mittag Essen aber kam Schikellemi u.

Unser lieber Br. Brus an mit den

Schmitsachen, auch mit Provision u. huertl.

Briefgen. Wir freueten uns ungem-

Mein beysammen und dankten dem Lämml.

Das er ihn zu uns gebracht und das er

Gesorgt vor uns ehe wir noch daran ge-

Dacht. Es war aber alles in wasser gewesen

Den die Beide Kanu hatten auf den grossen

Fall Wasser geschepfet. Wir legten gleich

Alle Sachen in der Sonne hin zu trocknen.

Wir glauben es gehet allemahl in Anfange

Mit schwirig Kisten aber der Heyl. Hilft

Doch durch. Es war noch kein grosser Schaden

Geschehen. Br. Brus erzehlte uns wie der Heyland

So alles gemacht hatte, u. das gerade Schikellimi

Darunten were gewesen da er bey Herris

Ferry ankommen mit den Sachen, wir

Kennen wohl nicht genug anbeten vor das

Was der Heyland macht, da Schikellimi

Ankam, so sahe er unsere Arbeit an der

Wir gmacht das Land das wie gepflugt

Er freuete sich erstaunlich.

 

Mittwoch, den 24sten wir machten Schindeln. Schickellimi

War bestendig bey uns u. sahe zu. Ich

Brachte meinen Gruss an, von Dekergi-

Donti u. seinen Brr. Er bedankte sich sehr

  1. freuete sich. Wir zogen auch heute

in unser neue Haus ein, weil

wir unsere Sachen hatten neue gebracht///

  1. hatten so viel Dach das wir trocken

drin sein konnten. Die Losung war uns

besonders wichtig zu unserem Einzuge

wir überlegten wegen Br. Brusses abreise

wider zurück nach Bethl: wir ge-

dachten umder Nothwendigkeit willen

das er ein Paar Tage bey uns bliebe und uns

hilfte, biss wirs Haus verschliessen kennen

wenn wir draussen zu thun haben.

Wir hielten auch einen kleinen Gemein-

Tag vor uns bey verlesung der Brieffe

Die Br Brus mitgebracht, u. das in unserm

neuen Hause. Wir waren recht selig

  1. vergnügt beysammen.

Es hatte sich heute ein Wilder betruncken

  1. wollte sich ungebierlich aufführen so haben

sie ihn gebunden das ist so ihr Ordnung

 

[Mittwoch, den 26sten

Haueten wir noch eine Schindlbauer]

 

Den 27sten

Sabbaths deckten wir eine Seite vom Haus

Zu. Es waren den ganzen Tag Wilde

Bey uns und sahen uns zu. Sie megen

Gerne bey uns sein auch Schikellimy.

 

Sonntag, den 28ten

Waren wir stille. Schikellimy kam zu

Uns, fragte ob heute Sontag were. Ich sagte

Ja, denn er sahe das wir nicht arbeiteten

So ging er gleich u. zog seinen Königlichen

Schmuck an u. kam wieder zu uns.[30]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beylage zum

Bethlehem Diario

Im Monat August 1747 No. C

Br. Joh. Hagens Diarium

Von seinem Plan in Sho-

Mokin

Von 10. Jul-13.August o.s. [June 29-August 2 n.s.]///[31]

 

Schammokin

Diarium von 29ten Junius/10 Julii 1747

 

Den 29sten früh ging Br. Berus vergnügt

Und selig mit Nachrichten und einigen

Briefgen an die Gemeine von

Hier ab. Wir begleiteten ihn mit

Bester Gebeth, u: wir empfahlen ihn dem

Lämmlein.

 

Den 30sten wurden wir fertig mit dem Tach [Dach]

Auf dem Hause, furen auch Steine

Aus der Susquehanna unter zum Kamin

 

Den 1sten [Julius] furen wir Steine zum Hauss mit Schickellemi

Pferde[32]. er freuete sich sehr darüber.

Wir hatten auch viel zu fuhren, denn

Es ist was hier neues hier wen denn Wasser

Raust mit Pferden zu fahren. ein

Träder fragte ob wir von Conrat W.

Her geschickt weren. Wir gaben ihm aber keine

Andwort, eine trunkeneWildin

Wollte abends in unser Haus, Schickellimi

Aber rief ihr zu, sie sollte uns in Ruhe

Lassen. Wir waren müde von der

Arbeit.

 

Den 2ten fingen wir an das Cammin zu mau-

Ren, es waren auch Indianer Treder

Hier, auch der der letz sagte, er wollte

Es erleben, das wir würden weg

Lauffen müssen, er war aber gaz stille.

 

Den 3ten Schickellimy kam und sagte er

Wollte morgen nach Tolpehocken gehen

Er ist beständig bey uns es schnied

als erster er nichts wohl weren etwa///

er nicht bey uns ist.

 

Den 4ten ging Schickellimy mit seiner Haushalt

Nach Tolpehocken. Ich gab ihnen einen

Gruß mit an die Gemeinde. [wir leg

Ten ein Mandlepieß ins Cammin]

 

Den 7ten hohlten wir Steine aus den Wasser

Kriegten auch so viel wies braughten.

 

Den 8ten waren wir fleissig ans Cammin,

machten auch einen Tiher in den überster

Stube, wuurden auch sehr besucht

Von den Wilden besonders wenn welche

Ankommen die zu unserer Zeit noch nicht

Hier gewesen.

 

Den 9ten hatten wir wieder viele Besuch von den

Wilden, sie sehen mehr auf unsre Arbeit

Also wenn wir hier tennten und predigten

Wie viele. Sie brachten uns grünen bonen

Zum Geschenk. Schikellamy kam auch wied-

Zurück von Tolpehocken.

 

Den 10ten hatten wir wider Besuch von Wilden

Wen einer Weg war so kam der anderer

Wieder. Es kam auch ein Wilder

Gelauffen mit einen besonderen Geschrey

Und einen Pfeil in Arm, die anderen

Wilden verstunden das sobald

Sie es hörten, er brachte Nachricht das

Eine Frau u. ein Knabe von den Wilden

Mit einem Pfeil erschossen waren

Es waren auch wider Treder da,

es kommen auch unterschiedliche, die

wie Ader lassen mussten.

 

Den 11ten wurden wir fertig mit unserer

Feuer Essen, erräumten auch auf in

Unsrer Haus. Hatten wieder Besuch

Von wilden. Sie wunderten sich sehr über

Unsere Arbeit, es kamen auch wider

Treder in unser Haus Voretage. Sie sahen

Sehr wilde auf Schikellimy da er sahe///

Das wir uns halbirten kam vor auch

Red: bad wir mechten sein Haupt-

Schären auf Indianischer Art.

 

Den 12ten [Sonntag]

Furen wir nieder zum Geister besegigungen???

Auch nauss u. sahen Schammokin an wir

Sungen das Versel, mein Gott du siest sie

Weiden, besorchten uns auch einen Tisch mit

Wir na in felschen gedachten wahr???

 

Den 13ten gingewir holz holen den Boden

Uuber die Stube zu legen. Hagen

Fing auch an zu legen u. Paul ging

Rigel machen um das Rebeland ein

Zu fensen.

 

Den 14ten waren wir fleissig an unserer

Arbeit ein Wilder kam u. wollte

Bey Paul zu Essen hatten aber keine

Essen. Sie brauchten uns Heidel Beeren zum

Geschenk.

 

Den 15ten waren wir sehr selig beim andencken

Unserer Geschwister

 

Den 16ten wurden wir fertig mit dem Boden über

Der Stube

 

Den 17ten wurde Hagen sehr krank

 

Den 18ten hatten wir keine Losung mehr

 

Den 19ten kriegte Hagen ein starkes Fieber

Sonst waren wir selig und vergnügt

 

Den 21sten Krigte Hagen wider ein starkes

Fieber so dass ihn die omoschten sehr

Zu higen vor her liess Br. Paul

Ihn Hitze Ader wir gebrauchten auch

Das schöne Fieber Pulver es verlies

Ihn auch blieb aber sehr krank.

 

Den 23sten war Hagen sehr krank, wurde

Etwa so gestrenket durch die ankunfft

Seiner Geschwister das ihn leib und///

Seele durch drung so das ihn die krank-

Heit bald verliess, u. die küssgen

  1. gruusse in beimpffen und noch z¨¨chten

welche so safftig erquickten und sterkten

unsere Hertzen unaussprechlich, u.

die Creuzes-Luft welche dabey wehete

war uns sehr angenehm. Die Wilden

welche sahen Br. Christel Rauch kommen,

kamen gelauffen,, den er kam vor an weil

sie den Weg nicht wüsten zum Hause

und frugen ob der schmit kenne. Ich sagte

ja, da freueten sie sich, brachten Heidel

Berre es war als wenn ein König

Ankommen were, auch Schickellimy

Selbst freuete sich sehr. Wir dankcten

Das Lämmlein vor die Treue das es

Unsere Beschwister durch seinen heyligen

Engel zu uns gebracht hat mit einem

Gebeigten Herzten.

 

Den 24sten fing Anton an seine Schmiedesachen

In Ordnung zu bringen er hate viele

Bey sich [wir wetten manches mit

Unseren Geschwistern besonderns mit

Br. Christel.]

 

Den 25ten segnete uns das gute lämmlein beson-

Ders. [Hagens und Antons] wir über-

Legten auch wegen unseren reise

Nach Harrigsens Ferryge um

Die Sachen rauf zu holen [die uns

Der lieben Societet zugeschickt hat]

 

Den 26sten waren wir stille und labten uns

An dem Lämmlein rechtten manches

Mit einander///

 

Den 27sten säheten wir unseren rüben

Traten auch unsere Reise an auf

Der Susquehanna runter, mit 2 Kenuh

Schickellimy ging selber mit y. sein

Sohn und noch ein Wilder Nahmens Philip,

Christian, Anton u. die 2 Schwestern blieben

Zu Hause.

 

Den 28sten kamen wir glücklich runter nach

Harrises Ferrie an; empfingen

Alle Sachen ordentlich, wie sie in die

Logd bewert waren, füren auch

Wieder ein Paar Meilen zuruuck

Br. Paul aber hatte einen Anfall

Von Fieber, wir schlieffen in Busch

 

Den 29sten fuhren wir wieder fort da wir

Auf den Fall kamen so schepfte das

eine Kanu Wasser wo die meisten

Sachen drinnen waren. Es wurde

Aber alles gerettet ausgenommen.

Schickellimys Huth ging verlohren.

Abends kamen wir zu Indianer

Der Nantikock[33] genant allwo die

2 Indianer waren mit einem

THeil erschossen worden. Da machte Schickellimy

Selbst ein Feuer von den

Anderen hitten ab und liess die 2 Könige

Zu sich kommen und hielte Rath mit ihnen

Wegen der ermordeten. Wir machten

Essen zurechte welches sie den///

Rath vorsetzten, er selber aber ass

Nichts bis der ganze Rath aus wahr.

Wir hörten auch das erste mal vor 8 Tagen

Was geschehen und predigen wollen.

Sie haben ihn aber nicht hören wollen

Sie waren mitten unter den Treder

Sie taten gegen uns sehr freundlich[34]

Den 31sten abends kamen wir wieder nach

Schammoken zu unsrer Geschwistern

Die wir alle selig und vergnügt

Antraffen. Wir freueten uns

Hertzlich zusammen, u. danckten

Dem Lämmlein das uns wieder her

Gebracjt, durch alle Klippen und

Felsen, den die Susquehanna

Ist nicht anders anzusehen als

Eine Stad voll Häuser, so liegen

Die Felsen im Wasser, u/ das Wasser

Läuft dazwischen in die Creutz

Und quer.

 

Den 1sten August

Hagen und Christel (Rauch) hatten einen

Kleinen Conferenz mit ein ander

Sie hatten auch unsere Reisegeferrten

Zum Mittag essen bey uns, Br. Paul

Kriegte heute das Fieber. Ein Wilder

Brachte unseren Schwestern ein Hemde zu nehen.

 

[Sonntag] den 2ten hatten wir eine gesegnete Conferenz

zusammen über den Umständen

die hier so vorkommen in Schammoken.

[Nachmittag war der Raht beysammen

  1. Br. Christel überbrachte ihnen die///

die Grüße und Worte von Degerkidonti[35]

und anderen Brüdern, welches ihnen

allen sehr lieb wahr. Schickellimy lies

Degerkidonti sagen, er u. seine Brr.

Wollten darauf sehen, das den Schmit

U: Br. Hagen u. ihre Weiber sollten

Kein Leid geschehen, weder von Indianern

Noch Weissen leiten, den die weissen

Besonders hatten hier nichts zu sagen

  1. es durfften auch hier keine wohnen[36]

die anderen Weissen leite hatten den

Schickellimy ein Haus gebaut und es

Hatte so lange werrt ehe sie gekommen

Wenn in wie sie weren da gewesen

Hette es auch so lange gewessent ehe sie

Fertig worden waren. Wir hatten

Gesagt das sie einen Schmit haben

Sollten und weren gleich gekommen

  1. hatten ein Haus gemacht das

er drin wohnen konnte das were

gut u. ihnen lieb.

Nachdem so hatten wir ein gesgnetes

Liebesmahl mit ein ander, wo uns

Das Lämmlein schöne Marterinnen da bey

Gab zu reden, nachdem hatten wir darauf

Auch ein sehr gesegnets Fußwaschen

Wobey wir viele Wunden u. Blut Versel

Sungen, das Laaaaämmlein bewies sich

An unserem Hertzen besonders

  1. wuschen einander ab wass sich///

angesetz haben mechte, nachdem

hielt Br. Christel eine Rede über die

heutige Losung, die hieß „Freue dich

deines auszuchs der Erstling unserer

Gemeine macht uns offt vor Freuden

Weinen, sehr blutig u. saftog u/

Unseren Hertzen fielten was besonders

Von den Wehen der Gnade unseres Lämmleins

Beim Schluss der Rede grade als Christel

Das Bucj wollte nehmen u. ein Versel singen

Geschahe eine erschitterung und Knall als

Wen das aller gröste Stück abgefeuert

Werde. Wir blieben aber in unserer

Matterion Sache, u. Br. Christel segnete ein

Gebet das Brot und [deleted matter]

Den Wein und gab uns den

Gekreutzigten Leichnam unseres lieben

L¨mmleins und sein vergossenes Blut

Zu essen und zu trinken. Wie uns

Bey den Mahle unsered Herrn war

Kann ich nicht beschreiben, es war uns

Sehr wichtig auch besonders weil es

Das Erste ist hier in der Wüßten

Vielleicht so lange die Wald stehet

[nun lieben Geschwister ich lege mich

und meine Geschwister an euer Mannes??

Liebes vollens Mutter Herzte denckt an uns vor unser liebes Lämmlein

Wir sein eure arme Kinder u. besonders

Das Blut unseres lieben Lämmleins.

Johannes Hagen

 

 

Auf

Des seligen Johann Hagens Heim-

Flug aus Shamokin am

5/16 Sept. 1747

 

1.

 

Erstes Körnlein unserer Saaten

An dem Susquehanna-Strand,

Jesus lasse dich gerathen!

Streute dich doch seine Hand.

 

2.

Die in dich gelegte Segen,

und die blutige Mehrungskraft

werden sich noch kräftig regen

zu dem Heil der Heidenschaft.

 

3.

Du bist hin gesäet worden,

wo der Lusst-Fürst noch regiert

und in Lüssten seine Horden

gegen Lammes-Zeug ausführt.///

 

4.

Aber du giebst uns den Tittel

Zum Possess nach neuem Recht

Und machst Raum zu neuem Hüttel

Vor das ganze Creutz-Geschlecht.

 

5.

Das am Creutz verwundete Hertze

Trägt zum wohl verdienten Lohn

Für so viele tausend Schmertzen

Auch Shomokin noch davon.

 

6.

Und nimmts ein von Rechtes wegen

Durch uns arme Sünderlein,

und zum Siegel dieser Segen

will er dich du Körnlein streun.

 

7.

Er bedünget deine Stelle

Auch mit seinem Lammes Blut,

und macht’s lieblich, licht und helle,

wo sonst Todes Schatten ruht.///

 

 

8.

Darum wirst du unvergleichlich

Grünen, blühen, fruchtbar seyn;

Und wir erndten doch noch reichlich,

und vielleicht unzehlbar ein.

 

9.

Hagen, du nun heimgeflogenes

Liebes Creutz-Luft-Täubelein,

Du mit Lammes-Blut durchzogenes

Und benetztes Stäubelein,

 

10.

Deiner seligen Heimfahrts-Zeugen

Sah dies Lammes Küssgen an,

da du deinen Schwung zum krigen

jener Creuzes Schaar gethan.

 

11.

Sagens wohl mit Liebes-Thränen,

und mit Creutz Empfindlichkeit;

und auch unser Liebes-Sehnen

folgt dir hin ins Lammes Seit.///

 

12.

Fühlen, was das Lämmlein fühlte,

da sein Auge überlief,

als er auf das Grab hinschielte,

wo sein liebes Herzel schlief.

 

Aber wenn wir auf dein Glücke,

und die Zeugen-Ehre sehn,

Harmoniert bey jedem Blicke

Alles doch so wunderschön.

 

14.

Dir wards Loos der Nationen

Erst um Stissik[37] rum zum Theil;

Giengst dann nach Shamokin wohnen

Und triebsts Lammes Werk in Eil.

 

15.

Im Gefühl vom Liebes-Feuer

Zu der Indianer Schaar

Der dein Name lieb und Theuer

Und dien Blick ehrwürdig war.///

 

16.

Und bey dieser Sucht nach Seelen

Mitten unterem Streiter-Mühe

Fliegest du zur Seiten Horte

Creutz Lufft Vögeleins safftig hin.

 

17.

Und Shomokin hat zum Zeichen

Des THeils das du an ihn hast,

noch die Reste deiner Leichen

zur Verwahrung aufgefasst.

 

18.

Wenn die Indianer-Herzen,

die vor Liebe gegen dich,

weinen, einmal Jesu Schmerzten

Jesu blutigen Seitenstich

 

19.

Fühlen, und den Gott am Creutze

Blass und totenfarbe sehn,

und mit zarten Liebs gereitze

um das Seitenfächel stehn;///

 

20.

Wird man deiner noch gedencken.

Amen. Gruune Tausendfach.

Hilf dein Lamm zu Creutzgeschencken,

die sein Vatter ihm versprach.

 

Fr. C. [Cammerhoff]

 

Diarium von Schamoco           1747

Geführt von Martin Mack

Vom 29sten September [Dienstag] st.vet.-31. December 1747.

 

Am 29sten September kam Martin Mack gestern abend in

Schamoco an. Die Geschwister wurden

Erstaunlich erfreut, weil sie so sehnlich

Verlange haben jemanden von Bethlehem

Zu sehen. Er fand sie nach ihren Hertzen

ganz artig froh nach ihrer eussern Hütte aber

matt und kränklich. Ich gab ihnen

Briefigen und viele herzliche Grüße

Und Küssige.

 

Den 30sten [Mittwoch] schrieben wir nach

Bethlehem und berichteten die Um-

Stände in Schamoko. Wie sie gegen-

Wertig stehen. Martin sprach mit

Dem Schikellimi richtete ein Gruß

Aus vom Bruder Joseph und gab ihm

Ein klein Present welches sehr an-

Genehm war, weil er kränklich und

Schwach ist von der langen

Krankheit.

 

Den 1sten October [Donnerstag]

Reiste Bruder

Post von hier ab nach Bethlehem.

Es war heute ganzt stille in Schomoko

Br. Anton hate vieles Besuch in sein

Schmidt Schop.///

 

Freitag, den 2ten October

Wahren wir vergnügt

Und selig bey ein ander. Hatten

Herzliche Diskurs von unserem

Gottes-Lämmlein, und seiner

Gemeine zu der wir auch gehören

Und Glieder des selbigen sind.

 

Samstag, den 3ten besuchte Martin den

Schikellimy er fängt an und wird

Besser. Er fragte mich wenn es sontag

Were. Ich sagte morgen.

 

Sonntag, den 4ten war es Sonntag. Es war

Sehr stille in Schomoko. Martin

Verlas den Geschwistern etliche

Briefe die er mitgebracht hat von

Bethlehem. Das Lämmlein war uns

Nah. Wir wahren viel mit unseren

Hertzen bey unseren Geschwistern in Bethl.

Die Schwester Hagen wurde heute

Wieder sehr krank. Wir legten sie dem

Lämmlein an sein Hertz.

 

Den 5ten der Schwester Hagen ihre

Krankheit hielt an. Sie hate grosse

Schmertzen. Martin hackte etwas Post

Holtz. Schickelimmis Sohn beschenkte

Uns heute mit einer Hirschkeule.

Anton klagte sich heute das ihm

Alle seine Glieder weh thäten.///

 

Den 6ten October verlangte

Schikellimy ich sollte ihm doch eine

Schlitten machen. Ich ging darauff

In Busch und suchte ein Baum

Shickelimmis Sohn wollte heute ein

Beil schmieden. Er konnte aber mit

Zu wege bringen. Die Geschwister

Wahren heute all kranck

Martin wahr ihr Krankenwärter.

[die Losung war : ich will auch erlösen, dass ihr solt im Segen seyn, fürchtet

das nur nicht.]

 

den 7ten hielt die Krankheit an

wir lassen dem Lämlein alle

unser umstände am sein Hertz

in sonderheit unsere Kranken

weil er doch der beste Artz ist.

 

Den 8ten lies Martin dem Anton

Zur Ader, und er wurde bald

Besser. Wir danckten unserem Läm-

Lein. Die Schwester Hagen hate

Eine schwere Nacht [es wolt sie

Jener ertrücken, weil ihres so auf

Der bruck lag]

 

Den 9ten ging Anton mit

Einem Canu auf der Susquehanna

Hinunter nach der Ferry [deleted matter]///

Um zu sehen ob er unser Provision

Da abholen kann. Wir konten niemand kriegen

Der mit ihm ging und so

Muste er alleine gehen. Wir beteten

In dem Lämlein und seinen

Heiligen Engelen [weil die Schwester

Hagen sehr krank das ihres so aufs

Der Brust läge und sie kaum Athem

Konnte holen, so lies ihr Martin zur

Ader, und das Lämmlein segnete es

Das es von der Stunde beser mit

Ihr wurde. Wir dankten ihn herzlich,

die Schwester Schmidts hat bis

dahero noch alle Tage das Fieber gehabt

gegen Abend kam Conrad Weiser und

sein Sohn hier an. Schikellimiy sagte

zu ihm er sollte in unserem Hause

logieren. Er kam in unser Haus that

sehr bescheiden, er sagte das ihm

Schikellimy gesagt hätte er sollte hier logieren.

Wir sagten er könnte wol geschehen.

 

Dem 10ten wurden unsere kranken besser

Wir dankten unser Lämmlein herzlich.

Conrad gab dem Schikellimi zu ??? ein

Und 2 für seine Söhnen

 

Dem 11ten October war es Sontag

Wir waren stille aber dabey ziemlich

Eingeschränkt. Martin discururten viel

Mit Conrad Weiser er bezeugte sich

Sehr freundlich.

 

Den 12ten Conrad Weiser u. sein Sohn

Reisteten heute wieder fort. Er nahm

Freundlichen Abschied. Er bat uns wenn

Wir über Tulpehocken reisten, wir sollten doch

Sein Haus nicht vor bey gehen.

ES kamen auch heute wieder 14 Krieger

Von den Blatköpfen zu Haus

Brachten einen Segen mit nach Hauss

Und hate 5 von ihren Leuten verlohren

Und etliche verwundt, sie besuchten

Uns bald, führeten sich aber ganz

Ordentlich auff. Abends kam das liebe Herz

David Zeisberger u. Br. Post von Bethlehem hier

  1. Wir wurden erstaunlich erfreut

durch ihre Ankunft, brachten uns viele

schriftliche und mündliche Nacht=richt

von unserer lieben Gemeine. Wir

hatten einen seligen Abend, und einen

S¨ndermäßigen Abend Sachen. Schikellimi

Kam bald in unser Haus sahe wer gekommen

War. ER konnte bald den David und gab

Ihm die Hand, freute sich das er noch bester

David fing gleich an mit ihm zu

discurieren.///

 

den 13ten October wahren unsere kranken

ein gut theil besser. Martin und David

liesen den Schickellimy zu sich kommen

und richteten ihm einen Gruß aus an ihn vom

Bruder Joseph [u. seinen Brüdern] und machten ihm ein

Ein Present welches ihn Bruder Joseph

Schickte. Es war ihm sehr angenehm.

Und freute sich darüber. Er fing an

Zu discurieren mit den David, und

Sagte es war recht gut wenn er [David] in

Schomoko wohnte, dann könnte

Er auch manch mal mit ihm reden.

Wir hatten verschiedene Sachen mit ihm

Geredet und das wir ihn lieb hätten,

erinnerten ihn auch das ihn unser Bruder

Johann[38] über dem grossen Wasser

Drüben lieb hät mit den er ein ?

Gericht were nach Oztonwackin u. Wayomink

so freute sich darüber und sagte er

kennte ihn gut, den wars Mittag.

Wir sagten ihm er sollte doch mit uns

Zu Mittag essen, welches ihm sehr lieb

War. Es kamen heute wieder Krieger

Hier an die nach den Blatköpfen zu

Gehen. Es waren verschiedener Schwanosen

Schawanosen dabey, die diesen Sommer alle in

Gnadenhütten gewesen sind. Sie kannten

Mich gut, können auch fleissig in unser///

Haus besuchen. Abends hatten wir

Eine sehr sel. Abendviertelstund

Legten uns dem Lämlein an sein

Herz, so wie wir sind, dankten ihm

Auch hertlich das wir in Schomoko

Ein Plätzigen haben wo wir in Ruhe

Und in Frieden bey einander wohnen.

 

Den 14ten [Mittwoch] haben wir vielen Besuch

Von Indianern. Es wahren heute wieder

Ein ziemlich Theil besoffen, die ein

Gros Lerm machten.

 

Den 15ten sprachen wir mit dem

Schikelimy. Er war sehr aufgereimt

Unser Bruder Anton kann auch heute

Wieder von der Ferr[y] über Land zu

Uns weil die Susquehanna so klein

Ist dass mann sie nicht fahren kann.

Wir schrieben auch heute wieder nach

Bethlehem bereichteten unsere Umstände.

 

Den 16ten früh kam Schikillemi zum

David und sagte er lies den Bruder Joseph

Grüssen u. seine Brüder u. lies sie wissen

Das er nun wieder ganz gesund war.

Br. Post reiste wider von hier ab

Nach Bethlehem. Martin und David

Splitten Bretter vor einen Boden zu///

Legen in unser Haus [deleted matter]

Weil der Boden sehr feucht u. ungesund

Ist besonders vor die Schwester.

 

Den 17ten October dachten wir viel

Viel an unser liebes Bethlehem,

wir fielten eine Sabbaths-lufft in

unseren Hertzen. Dass Gottes Lämlein

war uns innig wahr, hatten einen seligen

Abend Viertelstunde, legten dem Lämmlein

Unseren Plan in Schomoko an sein

Hertz, baten ihn, er sollte uns bald an

Seelen erfreuen, auch von diesen Nationen.

 

Den 18ten war es sehr stille hier wir

Waren sehr selig bey einander, hatten

Auch heute ein Liebesmahl. Martin vorlas

Den Geschwistern etwas aus den Briefen

Die er von Bethlehem gekriegt hat.

[Mit Antonen und ihr wieder

auch gesprochen, den das Lämmlein

heute besonders nahe war.]

Wir haben eine selige Abend viertel

Stund. Unser liebes Bethlehem

Viel uns garaftte ein und die

Selige Stunden die mann da hat.///

 

Den 19. October besuchte uns

Schikellimi fleissig. Anton hat heute

Den gantzen Tag vor ihn in der

Schmiede gearbeitet Martin und

David suchte Kohlholz. Abends

Haben wir eine kleine Haus=Con-

Ferenz mit einander.

 

Den 20. Wahr die Susquehanna

Über 2 Fuss Gewaschen [gewachsen?], dass jed.

Und Anton reisteten zu Land hin-

Unter nach der Ferry um zu sehn

Ob sie das Canu u. die [deleted] Provision

Die vor uns da ist können bey Wasser

Herauff bringen. Wir begleiteten sie

Mit unserer Liebe und Gebett.

Wir hatten ein selige Abendviertelstunde.

 

Den 2ten früh starb des Schikellimi

Sein Frau. Sie haben gleich darauf

5 mal geschossen. Er der Schikellimi

schoss 2 mal [aus der Hütte]. Nachmittags

haben sie sie begraben. Es gieng ganz stille

zu ausser ertliche Weiber die haben

geweint. Er selbst aber ging nicht mit

zum Begräbnis hat sie auch in

ihrer Krankheit nie besucht.

Es kamen auch heute viele Fremde Indianer

Hier an von den Stabenos u.///

 

Den 22ten October… wir fingen

Heute an unsere Rieben raus zu

Thun weil wir sonst wenig erahlten

Werden. Die Indianer haben sie

Bis dahero fleissig besucht.

Abends waren wir sehr selig

Und vergnügt bey einander.

 

Den 23ten besuchte uns Schikellimi

Er war sehr freundlich. Auch eine

Mahikanderin besuchte uns, die

Eine Liebe in ihrem Hertzen gegen uns

Hat. Martin legte heute einen Haus

Boden in unserem Haus. Es kamen

Heute auch 3 Träder hier an, die

Sich sehr leichtsinning aussführeten.

Sie liessen uns aber mit Frieden

In unserer Abendviertelstund-

Erjewrten ? wir uns an unser Lieben

Geschwister besonders unsere Br.

Davids und Antons baten

das Lämmlein das er sie wieder

gesund an sel. U. Leib zu uns

bringen.///

 

den 24ten October haten wir viel

Besuch von Indianer. Wir

wahren viel mit unseren Hertzen

In Bethlehem fühlten eine

Sabathslufft. Wir dachten

Auch unsere 2 Brüder die sollten

Heute kommen. Kamen aber nicht.

Wir legten sie dem Lämlein an

Sein Hertz, das er sie bewahren wolle.

 

[Sonntag] den 25ten wars Sontag. Wir wahren

stille in unserem Haus. Die

Indianer machten ziemlich Lerm

Um uns herum weil ver-

Schiedene besoffen waren.

Schikellimi führte Brenn Holtz

Er ist sehr vergnügt das er

Wieder einen Schlitten hat.

Martin ging etliche Meilen

An der Susquehanna hinunter,

dachte vielleicht würder er unsere

Brüder antreffen. Sie kamen

Aber nicht. [wir legten sie dem

Lämmlein an sein Hertz].

 

Den 26ten kamen etliche Delaware Indianer

Die Susquehanna herunter die in

Wayomick waren. Der Man kannte

Mich gut. Er hat diesen Sommer sich 2

Monath in Gnadenhütten aufgehalten.

Sie haben unterwegens ein Kind

Auf dem Land hören weinen.

Sie giengen ans Land mit ///

Ihrer CAnu und als sie auffs

Land kamen, so fanden sie 4

Kinder bey einander sitzen

Weinen, und die Mutter lag

Bey ihnen und war todt.

Das kleinste Kind war

erst 3 Monath alt. Sie nahmen

Frau u. Kinder ins Canu und

brachten sie mit nach Shomoko

es war eine Delaware Ind-

ianerin, die etwa 25 Meilen

von hier gewohnt hat. Sie

haben sie aber

wieder weg geführt 2 Weiber

mit samt den Kindern ihr

Man ist etliche Tag Reise

Von hier auf der Jagd.

Unsere 2 Bruuder haben wir

Heute wieder sehnlich erwartet

Sie kamen aber nicht. Wir hatten

Heute viel Besuch von Indianern

Einer brachte ein Hemd zu nehen

Zu unseren Schwestern

 

Den 27sten October kamen unsere 2 Brüder

Hier an [mit .. Sachen] Sie haben 3 Tage zu

Gebraucht hier her zu fahren. Sie

Haten auch einen Mann mit den

Sie vors Lohn gedringt haben

Shikellimi besuchte uns oft auch

Mit uns zu Mittag.

Wir hatten einen gesegneten Abend viertelstunde///

 

Den 28ten October

Früh ging Martin und David

Wieder die Susquehanna hin

Unter des Schikellimi Canu

Zu holen, welches Bruder

Anton hinunter gebracht. Hat nach

Der Muuhle und die Leute

Haben es da weggenommen

Und 6 Meil diesseit der

Mühle gebracht.

Anton blieb zu Haus weil

Er viel Arbeit habe vor die

Indianer, Shikellimis Sohn

Brachte heute dem Anton 2 Körb

Voll Kohl an, die er selbst gebrannt weil

Anton keine mehr hatte. Er müsste

Vor ihn arbeiten.

 

Den 29ten hate Anton viel Besuch in

Seine Schmiede. Er hat aber

Heute alle Kohle auffgarbeitet.

 

Den 30ten fiend Anton an seine Kohlen

Hauffen zu settz. Schikellimis

Sohn führte das Holz zu auf dem

Schlitten. Martin und David

Schlieffen auff einem Eyland

Mitten in Susquehanna waren

Sehr vergnügt bey ein ander

Unser liebes Bethlehem fiel

Uns gar affte ein wir waren

Ohngefehr noch 40 Meilen von Shomoko. ///

 

Den 31. October giengen meist alle

Indianer auf die Jagd und

Die meisten gedenken erst auffs

Fruuhjahr zu Haus zu kommen.

Shikellimi ist noch zu Haus

Und etliche alte Weiber.

Martin und David logierten

Wieder auff einem Eyland

In der Susquehanna 4 Meil

Von Shomoko. Wir haben

Eine sehr kalte Nacht, machten

Aber ein grosses Feuer und

Die Bethlehemiscjer Sabbathslufft

Erhielt uns munter und vergnügt.

 

Den 1. November setzen wir fruuh ab vom

Eyland kamen beyzeiten zu unser

Geschwister in Shamoko. Fanden

Sie so ziemlich wol, wir dankten

Unseren Lämmlein hertzlich das

Er uns wieder hat vergnügt und

Selig zu unseren Geschwister gebracht.

Wir hatten abends eine gesegnete

Abendviertelstunde.

 

Den 2ten kam Bruder Post u. seine Rahel

Auch Fr. Mackin [unseren Annerl] von Bethlehem

Glücklich hier an. Wir wurden

Erstaunlich erfreut durch die viele

Herzliche Grüsigen und Nachrichten die

Sie uns mitbrachten. Shickelimi

Besuchte uns bald erfeute sich

Das er meine Frau auch wieder sah.

Sie fingen gleich einen Discurs mit

Einander an.///

 

Den 3. November fingen wir unsere

Sabbath an. Die heutige Losung

Wahr uns sehr wichtig. Die hiess

Er soll durch dich gebauet werden

Was lange Wuuste gelgen ist

Und wirdt Grund legen. Der

Für und fuur bleibt und solt

Heisen der die Lücke verzaunerte

Und die Wache verbestert dass

Er besucht uns etliche Indianer

Weiber die sehr freundlich wahren

Haten ein artiges Mädgen mit

Weil ihre meine Frau [Annerl] anlachte

Meine Annerl Frau küsste es und

Da hat sich es erstuanlich gefreut.

Wir hatten eine selige Abend

Viertelstundlein. Der uns auch

Diese Geschwister hat glücklich zu

Uns gebracht.

 

Den 3. November besuchten wir den

Shikellimi. Er war sehr freundlich.

David sagte ihm das er würde

Morgen wieder weh gehen. Da sagte

Shikellimi das ist nicht gut

Das du wieder weg gehst. Du

Sollst hier bleiben. Wir schrieben

Auch heute und berichteten unsere

Umstände.

 

Den 4ten machten sich unsere Geschwister

Auf die Reise. Als David u. Bruder Post

  1. seine Rahel u. die Schwester Hagen

wir befielen sie dem Gottes Lämmlein

  1. seinen Vatter, das die sie be-

wahren möge auff dem Weg.///

Wir wahren selig und vergnuugt

Hatten hertzliche Discurs mit einander

Und in unserer AbendViertel-

Stunde siegte sich die Kreuzes Luft und

Uns war innig wol dabey.

 

Den 5ten besuchte meine Annerl Schw. Mackin den

Schikellimi. Er war freundlich

Er wohnte jetzunter ganz alleine von

Mannsleuten in Shamoko [meine

Annerl hatte auch einen hertzlichen

Bunde mit der Schwester Schmidtin

Des gleichen Martin mit dem Anton]

 

Den 6ten arbeiteten wir alle beide am Pohl

Hause Decke ihn zu und gegen

Abend setzen wir ihn ins Feuer

Den Schikellimi hatten wir heute zum

Mittag essen es war ihm sehr

Angenehm. Schmeckte ihm auch herzlich

Wol, hat sich darauff herzlich bedankt

Wir haben ihm ein wenig mit zu

Haus er lebt itzunder sehr arm und

Kriegt in etclihcen wochen kaum einen

Bissen Fleisch und niemand ist da

Etwas zu kochen.///

 

Den 7. November fingen wir unseren

Sabbath an. Die heutige Losung

Wahr uns sehr wichtig. Die hies

Es soll durch dich gebauet werden[39]

Was lange Wüste gelegen ist

Und wirst grund legen der

Für und für bleibt und solt

Heisen der die Lücke verzaunet

Und die wege verbestert dass

Mann da wohnen möge.

ER giebt allePosten

Zu unserem Kirchengebunde

[wir hatten heute unsere Ehe viertel

stund das erst mal mit einander

wo bey uns das Lämmlein innig

nahe war][40] ach wie ofte dachten

wir an unser liebes Bethlehem.

Wir fühlten auch was von der

Sabbath-Lufft die bey ihnen

Wehte. Wir haten auch ein kleines

Liebsmahl mit einander

Verschiedene Indianer kamen von

Der Jagd zu Haus, die sich pous

Machen wollen lassen beym Schmidt

Machen lassen. ER hatte aber noch keine Kohlen.

Abends haten wir vielen Besuch von

Indianer Weibern meine Annerl Die Mackin

Redetete etwas mit ihnen. Martin

Und Anton besuchten den Schikellimi

Ein Indianer brachte uns heute

Ein Stück Hirschfleisch zur Be-

Zahlung weil ihn unsere Schwester

Ein Hemd geneht habe.

Wir hatten abends eine selige

Viertelstunde [dankten unserem

Lämmlein vor die selige Sabbaths-Ruhe///

 

Den 8ten November hatten wir wieder Be-

Such von Indianern. Wir hatten auch

Einen kleinen Bettag mit ein

Ander, wobey wir unserer Briefchen

Verlasen die wir letztens von

Bethlehem kriegten besonders von

Bruder CAmmerhof u. Gottliebs Reise

Im Lande herum[41] das Lämmlein

Wahr uns innig nahe und die

Creutzes Lufft wehete den gantzen

Tag unter uns.

 

Den 9ten kamen viele Indianer zu Haus

Von der Jagd die zum Schidt

Kommen u. sich an ihren Flinten was

Machen zu lassen. Schikellimi kriegte

Heute etwas Hirschfleisch. Er kam

Gleich und beschenkte uns mit

Einer Hirschkeule und sagte, da ist

Auch Fleisch. Er war freundlich

Besuchte uns heute etliche mal.

2 Shabernosen[42] besuchten uns

heute auch. Meine Annerl Frau und

Schw. Schmidt haben heute welsch

Korn gestampfen in Shikellimis

Stampf-Block vor uns zum essen

Es hat dem Shikellimi recht wol

Gefallen, und hat sich gefreut dass

Unsere Schwestern auch Welschkorn

Stampfen können.[43] Wir haben heute auch

Unsere Rieben vollends heraus gethan

[die Schwester Schmidtin hat sich

haut abend einen Dorn unten am

Knöchel in Fuss gestochen welche ein Zoll

Tieff drinnen stack. Es verursachte ihr///

Viele Schmertzen und der Fuss ist

Sehr daruff geschwollen.]

 

Den 10ten November hatten wir viel

Besuch von Indianern. Martin

  1. Anton fingen heute ein Kohl

HGaus an zu bauen. Abends waren

Wir vergnügt u. selig beysammen

Haben herzliche Diskurs von

Unseren Gottes Lämmlein und

Seinen Wunden und von unser

Lieben Bethlehem.

 

Den 11ten und 12ten wahr alles sehr

Stille in Shamoko. Es wahren

Wenig Indianer zu Hauss.

2 Schabernosen[44] kamen von

der Jagd zum Haus Schmidt

ihre Flinten flicken zu lassen.

 

Den 13ten haten wir Besuch von etlichen

Delaware Indianer. Abends hatten

Wir eine selige Viertelstunde.

 

Den 14ten hatten wir unseren Sabbath dass

Lämmlein bekennte sich heut mit

Einem fühlbaren Segen zu uns.

[besonders in unseren Eheviertelstund]

Martin und seine Ännel besuchten

Heute den Shickellimi. Wir gaben ihm

Etwas Rieben. Er bedankte sich

Freundlich, Wir besuchten auch noch

Andere hütten. Fanden aber wenig zu Haus.

Wir hatten auch heute ein klein liebes-

Mal, wobey wir sehr vergnügt u. selig

Wahren. Unser liebes Bethlehem fiel uns gar

Offt dabey ein.///

 

Den 15ten November hatten wir Besuch

Von verschiedenen Indianer

Martin u. Anton besuchten den

Shickellimi assen auch mit ihm

Zu Mittag. Er war sehr auff-

Geräumt. Ein Indianischer Doctor

Hat uns heute auch besucht

Unserer Abendviertelstund

Hat das Lämmlein gesegnet.

 

Den 16ten war alles stille hier. Wir waren

Selig und vergnügt bey einander

 

Den 17ten besuchte uns Shickellimi in aller

Früh. Er sagte dem Anton er müste im

2 Pferde beschlageb. Er wollte nach

Tolbohocken gehen.

Meine Annerl und die Catherina Unsere Schwestern

Gingen heute besuchen in Shamoko

Fanden verschiedene Delaware Weibs-

Leute zu haus, die freundlich waren,

freuten sich, dass sie ein mal

besucht werden, haten Gelegenheit

mit ihnen zu discuriren.

 

Den 18ten waren wir vergnügt und selig bey

Einander [haten hertzliche discurse

Von unserem Lämmlein und seinen

Kindern] es war heute eine grose Noth

In Shamoko um die Canu weil die

Susquehanna die vergangene Nacht so sehr

Gewachsen ist, dass sie meist

Alle Canu fortgenommen hat. Shikellimi

Hat uns heute fleissig besucht. Er hat mit uns

Zu Nacht gegessen.///

 

Den 19ten November heute thaten wir

Die Kohlen aus dem Kohl Haus

Anton hat auch heute dem Shikellimi

2 Pferde beschlagen. Er sahe sehr freund-

lich dabey aus.

 

Den 20ten Shikellimi reiste heute nach

Tolbohocken. Nachmittag kamen

2 von seinen Söhnen von der

Jagd zu Haus. Der eine hate ein

Mahekanderin zur Frau. Die kam

Auch mit Huas. Sie hat eine

Liebe in ihrem Herzen zu uns

Und ich glaube sie ist nicht mehr todt geausert

In ihrem Hertzen. Sie hate ein Mädgen

Von 4 Jahren has hate uns auch sehr lieb ein artiges Kind das

Nahm sie mit auf die Jagd

Vor 14 Tagen und vor etlichen

Tagen hat dem Mädgen ihm ein Delaware

Indianer dem Mädgen vergeben das es bald da-

Rauff gestorben ist und heute brachten

Sie es todt hier her und wollen

Es hier begraben. Die Mahikanderin

Weinte sehr darum weils ihr einzig

Kind ist, das sie noch hatte. Es ist

Ihr diesen Sommer ein Kind auff die Art

Ums Leben gekommen. Meine Ännerl Frau

Hate sie besucht und hat recht hertzlich

Mit ihr reden können.///

 

Inserted page

  1. den 22 November die Mahikanderin

Kam früh in unser Haus und sagte

Erbarmt euch über mich erbarmt euch

Über mich macht mir doch etliche Nagel

Ich will gerne meinem Kind eine Küste

Machen das ich kann die Küste zu schlagen.

Wir versprachens ihr und sie bedanckte sich

sehr. Die Mahikanderin hate die Annerl meine Frau er-

zehlt das ihr Kind kurtz ehe es gestorben ist

hätte gesagt Mutter ich wird bald sterben.///

 

[inserted page]

sage doch den weisen Leuten die in

Shamoko wohnen, dass ich sie hätte lieb

Gehabt und sage ihnen dass ich ihnen

Hätte keine Rieben gestohlen sie sollen

Dass nicht von mir denken sondern wenn

Ich eine Riebe hätte wollen essen so

Hätte ich alle mal gefragt darum. Den anderen

Tag darauf ist sie gestorben. Das Kind

Ging uns allen sehr nahe weil wirs lieb

Hatten. Wir waren auch froh, weil wir glauben

Es ist zum Lamm gangen. Es hat freuden erbaulich aus-

Gesehen wie es starb.///

 

Den 22ten Novmber [Sonntag]

Hatten wir vielen Besuch von Indianer.

 

Martin und Anton waren heute auch

Besuchen. Sonst waren wir viel mit

Unseren Herzen bey unseren Geschwistern

In Bethlehem, und unsers Gottes

Lämmleins Friede wohnte

Unter uns. Wir wahren munther selig

Und vergnügt bey ein ander. Freueten

Uns das wir Sünder sind und

Durch des Lammes Blut selig Kinder

Die er erwehlet und zu seinem

Volck gezehlet. Dankten ihm auch

mit Herzens Thränen was er an

uns gethan hat auch hier in Shamoko.

Legte ihn auch unseren Plan hier aufs

Neue an sein Hertz, das er ein jeg-

Liches unter uns wolle nach seinem

Gantzen Hertzen machen und uns auch

Bald erfreuen mit Früchten von seinem

Sauerer Schweis und Blut vergies es

Welches er auch um diese Völcker

Willen so wol als vor uns hat auch

Gestanden. Unsere Abendviertelstunde

Hat das Lämmlein an unseren Herzen

Gesegnet.///

 

Den 23ten November

Heute früh starb des Shikellimis

Ältester Sohn ein Kind von 2 Jahren[45]

Sie wahren sehr betrübt und haben

Geweint und geschossen. Sie brachten

Unseren Schwetsern Leinewand sie sollen

Eilands ein Hemd machen vor das

Kind welches sie auch thaten. Martin

Und Anton besuchten das Kind auch

Nach dem es todt war. Sie haben

Es meisten über und über mit

Rothe farbe gemahlt, Abends hatten

Sie es begraben. Wir haben heute

Wieder viel besuch von verschiedenen

Nationen Indianern. Die Mahikanderin

Machte uns ein klein present von

Gedörten Kiebesen (?). Sie war lang

Bey uns und wahr freundlich wir gaben

Ihr ein wenig Brod. Sie sagte

Sie müste das Brod verborgen halten

Sie dörfte es nicht sehenlassen vor

Den anderen Indianer, sie sagte sie

Waren schon neidisch auff denn sie beneiden sie

Und hätten

Ihr vorgeworfen und gesagt

Ja die weisen leute haben dich

Lieber als uns. Man sieht wol das

Du von ihren freunden bist oder von

Der Nation die wir lieb haben.///

 

Ein Delaware Indianer der heute auch

Zum Schmidt kam, der nicht weit

Von Wayomick wohnte ein artiger

Mann sas diesen Abend bey

Unserem Feuer. Da klagte er meiner

Annerl Frau seine Noth und sagte er were

Einen weiten Weg gekommen und er were

Nass und kalt u. auch sehr hungrig und

Er wehre schon seit gestern hier in Shamoko und

Er häte noch keinen Bissen zu essen ge-

Kriegt ob sie ihn den nicht wollte

Ein bischen brodt geben. Sie gab ihm

Ein Stuuck Brodt. Er hat sich gar zu

Herzlich dafuur bedankt.

 

Den 24ten u. 25ten wahr es

Sehr stille in Shamoko. Wir wahren

Vergnügt und selig bey ein ander,

 

den 26ten kam die Trädern wieder

zu Hauss die eine Zeit her aus ge-

wesen. Sie hat wieder ein gut Theil

Rum mitgebracht. Wir hatten heute

Wieder viel Besuch von Indianer

[die Catharina hatte heute wieder einen

starken Anfall vom Fieber. Sie wurde

abends sehr krank.]

 

den 27ten hatte Anton viel Arbeit

im Schmid Shop. Martin hat Schuh geseh?

Und die Schwestern haben heute fleissig

Holz gehackt und zugetragen.///

 

Den 28ten November hatten wir

Unseren Sabbath. Wir wahren selig

Und vergnügt bey einander

Und das Lämmlein war uns innig

Nahe, und unser liebes Bethlehem

Fiel uns gar offte ein die selige

Creutzes-Lufft die da wohl

Besonders beym Sabbath halten

In Shamoko war heute wieder

Sehr unruhig weil viele be-

Soffen wahren. Die einen grossen

Lerm machten. Besonders diese

Nacht haben sie erstaunlich ge-

Heult um unser Haus herum.

Sie haben uns aber mit Frieden

Gelassen. Shikellimi ist heute

Auch wieder von Tolbohocken

Zu Hauss gekommen. Martin

Und Anton haben ihn besucht.

Er bezeugte sich freundlich [er

Gab Martin ein Brief vom Conrad

Weiser und ein Stück Rindfleisch

Welches uns der Catharina Mutter

Geschickt hat]. Abends hatten wir

Eine gesegnete Viertelstunde und

Wir legten uns in das Lamm-

Leins Armen selig und vergnügt nieder.///

 

Den 29ten November Martin las heute

2 Reden von Bruder Ludwigs die

uns gesegnet wahren. Die

Schwestern waren heute besuchen

Fanden welche etliche artige Weiber zu

Haus. Die Annerl Meine Frau hatte auch heute

Gelegenheit mit der Mahikandern

Von der Liebe unsers Gottes Lamm-

Leins zu reden, wobey sie

Und ihr Mann fleissig zuhörten.

Die Mahikandern erzehlte auch meiner

Annerl Frau das sie das vergangene

Frühjahr was in ihr Hertz gekriegt

Hätte wie ihr Vetter [das ist Nathaniel, der Indianer] und

Martin werre dagewesen und sind der Zeit wie sie unruhig in

Ihrem Herzen. Die Mahikandern

Fragte auch die Annerl meine Frau was sie

Denn dächte ob wegen ihres Kind das gestorben

Were, obs es bey [unserem] Gott were und ob wir den alle glauben das es

Bey [unserem] Gott were. Die Annerl meine Frau sagte wenn

Sie unseren Gott auch kennen lernte

So würde sie ihr Mädgen einmal

Bey ihm finden, denn unser Gott

Wehre auch ihr Gott und er hatte

Uns gleich lieb und hätte uns///

So lieb dass er auss liebe für

uns gestorben were. Die Ma-

hikandern erzehlte dennoch

weiter von ihrem Madigen dass

sind der Zeit ihr Vetter [Nathaniel] und dein Mann Martin

were da gewesen so hätte

das Mädgen offte von den Worten

geredt die sie von ihrem Vatter

gehört hätte, und es were ihr auch

sind der Zeit bis es gestorben,

were [sehr] gehorsam gewesen. Die

Mahikandern wurde sehr auf

Gelebt und freute sich und

Weiss noch nicht geweiss wor-

Über. Ihr Mann war bey dem

Discurs und war sehr auf-

Merksam dabei. Er ist Shikellimis

Ältester Sohn. Anton besuchte heute

Den Shikellimi und machte ihm

Ein Present von Rieben, woruuber

Er sich freundlich bedankte

In unserer Abendviertelstunde

Legten wir dem Lämmlein alle

Unsere Umstände an sein Hertz

In Sonderheit aber die Mahikanderin

Ging uns sehr nahe. Wir konnten

Von Herzten zum Lämmlein vor

Sie bitten das er sich ihrer erbarmen

Wolle und ihr ihr Herzte auff-

Schliessen.///

 

Den 30sten November hate Anton viel

Arbeit in der Schmiede.

Wir hatten Besuch von verschiedenen

Indianern.

 

Den 1sten December besuchte uns die

Mahekanderin, auch Shikellimi

[meine Ännerl wahr heute krank

sie hatte stechen in der Seite,

sonst waren wir vergnügt bey

ander, hatten hertzliche Discurse

von den Wunden unseres Gottes

Lämmleins]

 

Den 2ten Dezember gingen Shikellimis

Söhne wieder auff die Jagd.

Er ist nun wieder ganz alleine

Zu Hauß. Er hat uns heute

Besucht. Hat auch mit uns zu

Mittag gegessen.

 

Den 3ten Dec. Hat[en] wir Besuch von etlichen

Delaware Indianern. Es hat heute

Den ganzen Tag geschneit und auch

Die Nacht durch. Der Schness war

Kniee tief. Shikellimi hat uns heute

Fleissig besucht.

 

Den 4ten Dezember kamen Shikellimis Söhne

Wieder zu Hauss von der Jagd weil

Sie nicht fort können wegen

Dem tieffen Schnee.///

 

Den 5ten Dezember wahren wir selig

Und vergnuugt bey einander.

Wir fühlten was von der Bethlehem

Sabbaths Lufft in unseren Herzten

Und das Lämmlein war uns

Innig f¨hlbar und sein Blut

Erwärmte unsere Hertzen und

Schmelzte uns wieder auffs

Neue zusammen. In unserer

Abendsviertelstund dankten

Wir unserem Lämmlein, hertzlich

Vor alles was er uns auch bis

Dahero in Shamoko erzeugt hat

Und dass er sich unserer so treulich

Hat angenommen von aussen

Und von innen.

 

Den 6ten December [Anton der ein Zeit her

Nicht recht wohl war hatten einen

Schlimmen Husten hate heute zum

Schwitzen ein genommen]

Martin u. [seine Frau] die Annerl besuchten

Den Shikellimi, machten ihn auch

Ein Present von Rieben; er bedankte

Sich und war sehr freundlich.

Es besuchten uns heute viele Indianer

Weiber auch die Mahekanderin, die

Sehr freundlich war.///

 

Den 7ten Dezember besuchte uns Shickelimy

Fleissig. Er hat sich auch heute er-

Kundigt ob Martin und Die ännerl

Wol werden diesen Winter in

Shomoco bleiben. Die Mahekanderin

Sagte ihm aber die denkte nicht

Dass wir werden lang mehr hier

Sein. Er sagte darauf, er were doch

Sehr betruubt dass die immer weg

Gingen, die mit ihm reden konnnten. Er

Hätte wol nichts dagegen dass wir

Ab und zu resiten wenn nur immer

Jemand da were mit dem er

Reden könnte. Er hätte un sehr lieb als

Wir seine [artigen] Kinder wehren und

Darum thäte er uns gerne manchmal

Besuchen und mit uns reden.

Shikellimy sagte auch heute zu der

Mahekanderin wir hätten ihm schon

Offte gesagt, er sollte sich doch Rieben

Holen zum essen. Er thäte es aber

Nicht. Er schämte sich zu sehr, etwas

Von uns zu holen, weil wir

Selber arm wehren und nicht viel

Hätten. Ja wenn ich ihnen was geben

Könnte das wer mir lieber, sagte er. Abends schickte

Er die Mahekanderin zu uns und lies///

Uns bitten, wir sollten ihm

Doch ein klein Stückgen Fleisch

Geben vor sein krankes Kind.

Er hat so ein grose Verlangen

Darnach und er hätte kein bissig

In seinem Haus im zu geben.

Wir schickten ihm ein

Wenig worüber er sehr dank-

Bar war!

 

Den 8ten December arbeitet Anton den ganzen

Tag vor den Shikellimy im Shop.

Die Schwestern haben heute wieder

Besucht.

2 Träder wahren heute auch hier

die uuber der Susquehanna wohnen

etwas beym Schmidt machen zu

lassen.

Abends besuchte uns die Mahik-

Anderin, und ihr Mann. Sie sagten

Wir wehren doch eine ganzt

Andere Sorte Leute als die die

Sie so könnte sie sagten von den weisen

Sie thaten alles böses so wol als sie

Aber von uns sagte mann dass

Wir konten so hübsch bey ein ander

Leben und wern so freundlich und

haten ein ander so lieb und vor ///

so vergnügt das kindte die andere

leute nicht und sie weren auch

meist alle so die sie noch von

des Thercketontins[46] sein Leuten

gesehen häten der T’keretonti

miste dewiss gut Leute haben

wo er wohne thäte daruff sagte

die Mahekanderin ihr Mann

ja er wehre vor 2 Jahren mit

dem T’girhonti gereist er häte

doch in seinen leben mit keinem

Volcke guten Mann gereist als

Wie mit dem + darauf sagten

sie alle beyde auff das Früh

Jahr wollten sie den T’kerketonti

Und seine Leute gewiss besuchen

Wir hatten Gelegenheit den

2 Leuten etwas von unserem

Gottes Lämmlein zu sagen was

Das thun kann an dem armen

Menschen wen de an ihn glauben

Und dass auch ihm helfen

Weil er sie erstaunlich lieb

Hat.///

Sie fragten darauf nach dem grossen

Mann[47] der vor 4 Jahren auch hier

Gewesen und nach den Leuten

Die mit ihm gewesen weren,

ob sie den noch leben thäten, dass

weren auch gute Leute gewesen,

wir sagten ja, sie lebten noch

und sie hätten sie auch sehr lieb

und wünschten dass sie unseren

Gott kennen lernten der sie auss

Aus liebe vor uns und sie

Sein Blut vergossen hätte,

das wir könnten mit einander

ewig selg bey ihm sein.

In unserer Abendtviertelstund

Legten wir dem Lämmlein unsren

Plan auffs neue an sein Hertz,

legten ihm auch die Mahekanderin

an sein treues und liebes Hertz

das er sich ihrer erbarmen wolle

und ihnen sein liebes Hertze

offenbare.///

 

den 9. U. 10ten Dez. wahren wir ver-

gnügt und selig bey einander.

Dachten viel an unser liebes

Bethlehem, verlangen auch bald

Wieder etwas zu hören

Von ihren Sachen, den das Lämmlein

Ihnen mittheilt, baten das Lämmlein

Erhalte ihr Gebet das sie zu ihnen

Schicken vor uns und ihnen sagen

Den sie uns bey ihm erbitten uns

Immer lassen zu theil werden

Und das er unter uns

Bleiben wollen mit seinem Frieden wie er

Bis daher gethan hat und

Wolle uns ihn liebe und hertz

Lichkeit beysammen erhalten.

 

Den 11ten Dez. besuchte uns die Mahek-

Anderin u. ihrer Mann. Wir konnten

Hertzlich mit ihnen reden.

 

Den 12ten Dec. Hatten wir Sabath [wir hatten

Eine gesegnete Ehe Viertel Stund]

Martin u. die Annerl sein Frau besuchten den Shickelimy

Auch die Mahekanderin und ihren

Mann. sie erzehlten uns wieder

Viel vom T’kerketonti und das

Sie ein grosses Verlangen hatten ihn

Zu besuchen, wen ihre Pferde nicht

Weit im Busch weren so wollten sie mit

Uns gehen///

 

Den 13ten December [Sonntag] haten wir Besuch

Von Indianer Weiern, Shickelimis

Tochter besuchte uns auch mit einem

Kranken Kind. Sie bat vor ein stückigen

Brod vor das kranke Kind. Wir

Gaben ihrs. Sie war sehr dankbar.

[Martin lies heute der Catharina

Schmide zu Ader, die sich gut

Darauf befand] in unserer

Abendviertelstunde war uns

Das Lämmlein innig nahe.

 

Den 14ten und 15ten war es stille hier

Schikellamy besuchte uns fleissig

Er hält sich die meiste Zeit

Beym Anton im Schmidt Shop

Auff. Es gefällt ihm alles wol

Was Anton macht. Er hat bey

Etlichen Tagen her hund woapp?

Zeug vor sich gemacht.

 

Den 16ten hat es den ganzten Tag

Sehr hart geschneidt dass der Schnee

Nun über 2 Fuss tieff ist

Shikellimy hat heute mit uns

Zu Mittag gegessen. Er hat sich

Hetzlich dafür bedankt. Martin

Hackte Brennholtz. Die Mahekanderin

Besuchte uns auch.///

 

Den 17ten und 18ten December

Wahr eine grosse Kälte hier und solche

Harter Wind dass der Schnee an vielen

Arten 4 Fuss tieff zusammen geweht hat.

Shikellimy hat sich viel bey uns

Aufgehalten.

 

Den 19ten wahr die Susquehanna zu-

Gefrohren. 2 Delaware Indianer kamen

Hier zum Schmidt, ihre Flinten

Flücken zu lassen. Eins wahr der

Beata ihr Bruder. Er war diesen

Sommer offte in Gnadenhütten. Er

Kante uns beide gut.

[Wir hatten heute unsere Eheviertel

stunde. Unser liebes Bethlehem

fiel uns heute gar offte ein.

Es verlangt uns etwas zu

Hören]

 

Den 20ten [Sonntag] hatten wir Besuch von etlichen

Delaware Indianer. Sie haben etliche

Rieben gebettelt, fuuhrten sich bescheiden

Auff. Des Shikellimys Sohn ist

Wieder ein Kind gestorben. Sie

Wahren sehr betrübt weil dem

Einen Sohn 5 Kinder dies Jahr

Gestorben sind. Wir wahren

Vergnügt und selig bey ein

Ander///

 

Den 21sten Dezember kriegte Anton viel

Arbeit in seinem Schmidt Shop.

Wir hatten Besuch von verschiedenen

Indianern.

 

Den 22ten hatten wir vielen Besuch von

Indianern. Shikellimy und seine Söhne

Haben sich heute die meiste Zeit

Bey uns aufgehalten, weil Anton

Den ganten Tag vor sie gearbeitet hat

In der Abend Viertel Stunde war

Uns das Lämmlein innig nah, und

Sein Blut zerschmeltzte unserer

Herzen in vielen Thränen.

 

Den 23ten wahren viele Besoffene

Indianer hier herum. Sie machten

Einen grossen Lerm mit

Tanzen und Schlagen. Es hörte

Sich ziemlich fürchterlich zu

Wir waren sonst selig und ver-

Gnügt bey einander. Hatten

Hertzliche Gespräche von unserem

Gottes Lämmlein und seine Kinder

In unserer Abendviertelstunde

Legten wir dem Lämmlein alle

Unsere Umstände an sein Herz

 

Den 24ten dachten wir wohl unzehlige

Mal an unser liebes Bethlehem

Und an die selige Christnachtwache

Ach wie sehnte sich unser Hertze auch was

Zu geniesen und bald was zu hören///

 

Den 25ten Dezember wahr es ziemlich

Stille hier. Wir wahren viel mit

Unseren Herzten bey unseren Geschwistern

In Bethlehem. Haben zu Mittag

Ein kleines Liebesmal, wozu

Ein jegliches ein klein Brodigen hate

In der asche gebacken. Es war

Uns ganz wohl dabey und wir

Fühlten die Geschwister ihr zärt-

Liches Andenken an uns.

Abends besuchte die Annerl meine Frau die

Mahekanderin. Es waren etliche

In der Hütte Sie fragte die Annerl sie

Obs den heute Sonntag were. die

Annerl meine Frau sagte nein, es wehre Christ

Tag, oj sagte die Mahekanderin

Und ihr Mann wie kommst das ihr

So stille seidt, die weisen Leute

Die machens sich sonst sehr lustig

An dem Tag. Ihr seid doch gewiss

Ein ganz anderer Art Leute als

Die weisen die wir können. Ja sagte die Annerl

Meine Frau. Wir sinds auch. Das ist uns

Ein grosser Tag und da sind wir

Stille und sehen mit unseren Hertzen

Zu [auf den Mann] Gott der uns so sehr lieb hat.

[dass er…….]///

die Annerl [und sie] hatte Gelegenheit von unserem

Lämmlein mit ihm zu reden.

Wir haben heute auch Besuch von ver-

Schiedenen Delaware Indianern.

Unsere Abendviertelstunde hat das

Lämmlein an unseren Herzen gesegnet

Dem Shikellimy und seinen Leuten

Haben wir heute ein Present gemacht

Von Rieben welches sehr angenehm war.

 

Den 26ten hatten wir Besuch von etlichen

Indianer [wir haben heute einen gesegneten

EheviertelStund das Lämmlein zer-

Schmeltzte unsere Hertzen in viele

Thränen und band uns aufs neue wie

Der zusammen] Martin u. die Annerl seine Frau

Besuchten den Shikellimy und auch

Die anderen Hütten Abends wahren wir

Selig und vergnügt bey einander

Hatten hertzlich Gespräche von der glück-

Seligkeit das uns das Lämmlein

Zu seinen Kinder hat angenommen

Und hat uns zu der Gemeine gebracht.

Wir waren gebeucht und erkenntlich

Gaben uns ihm auffs beue him vor ihn

Zu leben und seine Sache mit willigen

Hertzen munther zu treuen.///

 

Den 27ten December [Sonntag]

Kam ein Träder in unser Haus

Brachte etwas Arbeit vor den Schmidt

Wir sagten ihm es wehre heute Sonntag

Er wunderte sich sehr, das es heute

Sonntag wehre, er sagte sie hätten

Gestern Sonntag gehalten. Martin

Las eine Rede von Bruder

Ludwigs. Abends lassen wir

Die Wundenlitaney das Lämmlein

War uns innig fühlbar.

 

Den 28ten u. 29ten kamen viele Ind-

Ianer von der Jagt zu Haus

Anton hatte viel Arbeit in

Seinen Schidt Shop. Wir hatten

Die meiste Zeit unser Haus

Voll Indianer. Wir wahren ver-

Gnügt und selig bey einander. Es ver-

Langt uns sehr jemanden von

Bethlehem hier zu sehen.

 

Den 30ten besuchte die Annerl meine Frau die Mahek-

Anderin. Wahren verschiedene Shawanosen

Bey ihr im Haus. Die erzehlten

Der Mahekanderin das sie diesen

Sommer wehren in dem Orte geween

Wo wir gewohnt hätten und sie

Hatten viel gutes dagenossen///

Und es wohneten sehr gute Leute

Daselbst, und sie thäten einem

Gleich zu essen geben wenn mann

Dahinkäme. Die Mahekanderin

Und ihr Mann bezeugten ein grosses

Verlangen auch dahin zu gehen.

die Annerl meine Frau besuchte darauff

den Shikelimy. Er gab ihr ein Hemd

sie solle ihm doch waschen, welches

sie an nahm. Nachmittag be-

suchte uns die Mahekanderin. Sie

that sehr kläglich dass sie nichts

mehr zu essen hätte und es kämen

so viele Leute, die in ihrer Haus

logieren thäten. Wir gaben ihr etwas

Rieben, sonst konnten wir nichts mäßen.

Es kamen auch in der Nacht 2 Delaware

Weibs-Leute, die thäten sehr kläglich

Vor ein wenig mehl. Sie sagten, sie

Hätten einen kranken zu Hause. Wir

Gaben ihnen ein bisigen und sagten das

Wir wenig häten und häten das Jahr

Nichts gepflanzet. Wir könnten

Keins mehr entbehren.///

 

 

Den 31sten December kamen etliche

Familien Indianer von der Jagd

Zu Hauss. Anton hatte viel Ar-

Beit an ihren Flinten und

Beilen. Martin halff ihm

Schmieden. Shikellimy hatte

Heute mit uns zu Mittag

Gegessen. Er wahr freundlich

Abends hatten wir ein kleines

Liebesmahl mit einander

Und eine kurtze Nachtwache.

Wir erinnerten uns was das

Gottes Lämmlein auch dieses Jahr

An uns gethan hat und be-

Sonders an Shomoko, unser

Liebes Bethlehem fiel uns wol

Gar ofte dabey ein, baten das

Lämlein er sollte uns auch diese

Naxht in ihrem andenken sein

Lassen. Wir beschliossen dieses

Jahr mit einem herzlichen

Flehen zum Lämmlein und unter

Vielen heisen Thränen, dankten

Ihm auch herzlich vor sein treues

Und liebes Hertz welches wir///

Auch dieses Jahr erfahren haben,

Und das er uns alles vergeben

Wolle was wir versehen haben und

Wo wir was verderbt haben das

Ers wolle wieder gute machen und

Uns aufs neue mit seinem Blute

Waschen und reinigen. Zu unserem

Plan den er uns aus Ganden an-

Vertraut hat, legten ihm auch be-

Sonders die armen Heiden an seinem

Herzen unter denen wir wohnten

Insonderhiet die Mahekanderin

und ihren Mann, den Shikellimy .

sehten [Wir sähen] sie gerne bald gerettet

segneten [wir] einander mit dem Liebes-

Kuss unter etlichen Blut

Versen und legten [uns selig] wir uns zu

Ruhe.

 

Martin und Anna

Anton und Catharina

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shomoco Monday Jan. 4. 1747 [1748]

 

Dear Brother Cammerhoff kept with us the Sacra-

Ments; were quickened and much Blest thereby

  1. Parted with our Dear Brothers and Sisters

With many Tears, Powell accompanied them

To Eva Creek

Felt in our Evening little meeting our Hearts

Lo and melted. Commended to our Dear Lamb

Our Whole Circumstances laying on his

Tender Heart the Condition of the Poor

Indians, prayed him for this part of the

World which till now has been govern’d

By Satan, lying under the powers of Darkness.

Felt our Hearts getrost – and our Lord’s promise

True. He Heers in the midst whear three

Meet in his Name.

 

  • came Mrs Harris wth three Traders. one

of which asked Bro. Powell if we’d employ

him to split sales to which he replied

friend, it may be good first for us rightly

to view the matter then u know splitting

sales is hard work, said he but I’de

reather do it, being Obliged by Trading

to llive so Wicked a life.

 

  • Powell continued splitting Sales. Bro. Antone

Had many visits from Indians. brought

Much work. Paid in Skins.

Have hear so many Languages+ we

Find it very Difficult to learn anything.

Then its rare to hear two Indians talking

In one language

Pray our Lamb to help us and and his will might

Be dun in us///

 

Januar 9. Sabbath enjoyed our Love Feast with

Innig Satisfacttion, tho many Blassings

We had enjoyed in the Dear Church ware

Us by this opportunity erInnerlich thanked

Our Dear Saviour for allowing us this

privilidg hear

visited us three Tootlers, wonder’d we

kept two Sundays, never said they knew why

the white people kep more than one

In the Evening sang part of the Wounden Littany

 

  • [Sunday] Visited Shikellame, being Snoe Weather

Could not well go further, invited him to

Sup with us.

 

11.12.13 Came many from hunting, visited us, sum

employed Bro. Antone, ware all very friendly

and glad to see us

 

  • Powel widened our fence made a

Field abt. two Acres.

 

16        ware Chearful and Happy together by our

Sabbath Lovefeaste.

Our Neighbour the Moheconterin came

With an other woman to visit Sister,

she wept and tould the other woman it

trubled her that she could not understand

and speake with Sister Smith more.

 

  • Read a letter from Snake an Indian

Up the River to whom we are Somthing

In Debt. Said he’ed come down soon-

Invited Shekellame to Dinner///

 

  • Monday came from Waquallepank

Three Delawares with thar Guns to

Be mended. Powel knew one of them

By name, John Watson, having three

Year agoe seen him in Bethlehem.

All behaved with Bescheidenheit

Paid us and returned the 3rd Day following.

 

19.20.21.22 ware well, thought oft on the Sinners

and prayed our Lord to help and bless our

Dear Brothers and Sisters thear and on the

Roade. Believed they thought on us

And love us (tho worth but little) as thare

Flesh and bone.

 

  • Sabbath had us as usuall at 10 in the [morning]

Our married quarter of an Ower. Felt the

Peace of our Lamb thearby.

Had a Sweet undisturbed Day. Enjoyed

Our love feast. Love and understand each

Other. Felt true fellowship

A little past midnight was a Earth

Quake, which so shook our House and

Beds that sum of us awaked.

 

  • Powel visited some fammeleys

Found all well. Invited Shekellame

To Dinner.

 

  • Intertained and lodged a man of nd Maggee

Who came in exceeding wet having waded

The Creek. Powel and he being of one

Relligion spoke freely with each other

From real Christian principels and how a

Man should and wood act to have a Clear///

Conscience and perticuler in

Dealing with the Indians—

At going to sleep had our

Usual quarter of an ower.

 

  • in the Morning brought him in a

Cannoo over the River with Difficulty

Being full of Ice. Was very thankful

Behaving with greate Respect.

We observed that the Traders can with

Eagerness go thro the greatest hardships

And Difficulties for sake of Gaine.

 

  • hard by a Trader that Mr. Magee

was exceedingly trubled having heard

by two Indians that Bro. Cammerhoff

and Powel ware Drownded the Day we

left his House.

 

  • came two Indians from the War with the

Cattobats. Being all that are escaped from

A number that went out last Spring.

We hear that the Day they were killed they

Two that are escaped left the other and

Came behind a towne of the

Cattobats expecting to kill som as they

Came out a little before went

Out of the Town about 30 men verry

Swift on foot— they took the others

And having scalped them cut their flesh

All over thare boddyes to the bone

While they ware yet alive.///

 

  • Shekelleme made us a pressant of

Half a Dear. Gave it hartily.

 

  • had a still sweet Sabbath felt in perr-

ticular our Lamb’s peace, offered him

our worthless poor Hearts, beg’d him

to take and keep them as Reward of

His paine.

In the Evening two Dellawares Desir’d

Room for a Bundle of Skins. We refused

It fearing others should Demand them to

Whom they did not belong—

 

  • And Sister Smith went a visiting

Found verry few at home.

Shekellame asked Powell if he’d

Make him a long fence. Said he’ed

Pay in Skins. Tould him Powel had

Not time.

 

Feb. 1  came two Traders down the river

Cal’d of Shikellame but came not to

Us. We see that tho we behave frien-

Dly towards the Traders yet when one

Happens to com in our hous he’es as a

Fish out of water. Thank our Lord

That they trouble us so little.

 

  • had severall visitts from Indians

we had not before seen. Sum have

no corn at all and cannot by with Skins

but are obliged first to change them

for Brandy and with that by Corn///

 

Feb 4   came in the Evening to James Logan

A Dellaware by name Pet Cutfinger

Had two wives, he and his Company

In the Night were verry Drunk with

Licker they brought.

 

  • came early to see us two of our next

neighbours puerly that we might

see thay ware sober—

Logel prepared to go to Wyomack

To by Corn but was prevented by the

Excessive couldness of the weather.

 

  • Sabbath was to us a Day of Rest

Sang by our Love Feast—this virs

Whear three in love do live with Blood Baptis’d

A Church is seen tho little not Dispised

 

  • [Sunday] ware much trubeled with a Drunken Delaware

Shekellime being not at home—

 

  • Sister Smith had a Could fit of feavour

Attended with excessive paine in the Back.

 

  • the Indians continued verry Drunken

women and Children oft made our Hous there

thar Refuge

 

  • Sister had againe the feavour seemly hard

Attended with much paine as before—

-came from Yomack a Moheconterin

had a pritty Child, was by hir Husband drove

away he having besides hir three Wives

 

  • Shekelleme and his Eldest son John Returned

From hunting, being so excessive could that

Thay could not hunt. Ware Oblig’d in about

A week to Return without flesh—invited

Him to dinner, had a hunter’s appetite.///

 

  • Samuel Danyals a Dellaware came for his

Gun. Bro. Antone had mended, but Refused

To pay. Shekelleme being by was Displeased

With him wood have had us a kept the

Gun by fors till he paid, but it was not so

In our hearts being unwilling to make him

Our Enemey—he came afterwards and paid

–we supposed Shekelleme had spoke with

him about it.

 

  • had a netlich Love feast Sister Smith

gave being hir Birth Day

 

  • in the Evening Powell had the feavour

was unwilling to be sick, prayed our Dear

Lamb to keep and Restore his health and it was

So.

 

  • came foure Dellawares, Bro. Antone mended

thare Guns. They behaved modestly—and in

the Evening Returned to the Trader over

the water—

 

  • Sister Smith got could the which was attended

With great horseness in the throat, Suppose

She got after a swet she took for the feavour

 

  • ware all well prayed our Lord to keep

our Hearts in Simplicity closely connected

with Him and his people in health and Sickness

 

19       Indians ware most all Drunk, except

Shekelleme and his Eldest Sone, he being tierd

With the nise he must continually hear

In his own House, came to us Dined with

Us, was Displeas’d tho knew not how to

Prevent the greatest Disorder thay after

Made in his owne House.///

We hear severall Nations will joyne to

Take a Town of the french call’d

Teockhansoutehan

 

20        Sabbath—felt our Hearts in union with

our Saviours flock, (without was nothing

but tumult and nise) we had peace ware

shut up secure and free as Sheep who

know those Sheppard watcheth and slumbereth

not.

 

  • visited us an Old Dellawar. Said when

he Dyed he Shu’d go to Hell and he thought

it wood be soon. Perhaps tomorrow being

verry Old. Asked him how he came to

belive so, said he I have liv’d with white

People (who can reed and know many things

From God) and they all Say so.

 

  • Sister Smith has the feavour

 

  • — the Indians continued very Drunken

one woman Burnt hir Back exceedingly

for which reson we hear she’d continu’d

Drinking that therby of the Smart She

Might be Uncensible

Came a little before Midnight to our door

Swaring Bitterly She using hir best Endevours

To break it Down, but Bro. Antone prevented

It with a Bar of Iron but the hinges she

Beat almost of

 

  • hard Neighbour Maggee lay Exceeding

Ill///

 

  • Mrs Harris Sent Desiring we’ed immediately

Both come over, understanding by the

Messenger that her Man William had beat

Hir and wanted to rob hir of hir Skins

We refus’d to go telling him to speak

About it to Shekellimi

 

Shekellami and two of his Sons went. We

Roth to hir thus:

 

Dr. Mrs Harris. We are willing if Possible

To Serve and help you, but in and with such a

Matter we cannot meddle, then we are

People of Peace and love living alone for

Our Dear Lord in this World

Smith and Powell

Shees a Woman we Respect and wish well

Have far less hope of a Self Righteous person

Than of hir.

 

  • Shekellame sent his Son John to visit

Mr Maggee hear by him that he is something

better

most of the Dellawares are gon

we hear some intend to return at planting

time.

 

  • Sabbath supposed the Sacrament to be

In Bethlehem. Thanked our Saviour for

The sweet fellowship we felt.///

 

Feb. 28   Sunday. Shekelleme brought us to

Read a Treaty held with the Indians of the

Six Nations in Philla. this year. and also

A Letter of Recommendation Rote and given

Him by the Governer, which we read

To him. Was much pleased. Breakfasted

With us.

 

Mar. 1    Mrs. Harris sent us Milk. The which we

Excepted. Returning hir thanks.

 

  • ware all well. The Daly expectation of hearing

from Bethlehem gave us Muth.

 

4          had no flesh. Confired with each other

how to get a little. In the evening a

Delaware Woman brought and gave

Fine flesh pice hir husband being just

Comin from hunting.

 

  • Sabbath—Sister had the feavour seemly

Hard.

A Mingo desired to sleep with us told

Us Shekellame had no room. We

Admitted him.

 

  • an old Shawaneno brought work to Bro.

Antone. Tould us he came wide thro the

Bush. Said he had been many Days verry

Hungry. But every Day thought I can just

Get to the Smith I shall get Bread

We gave him some.

His name is Neshanokeow. This is the

Man who tould Shekellamo in Sister

Mack hearing the first time she//

Was hear that we ware like Piggons

If he suffered a paire hear to reside they

Draw to them whole Troops, and take from

Him all his Land.

 

  • Shekelleme brought us Flesh his sone

John being just come from hunting

Both din’ed with us.

Shikellimi tould us that he and his three

Sones wood visit the KirkaDunde[48] after

as the other two sons returned from

Yomack.

 

  • Sister Smith had the feavour

 

9          Shikelleme asked againe if we’ed fence

a large field, tould him we shoudl hardly

grub the get this of our owne neads before

planting time.

To which he replied the KirkaDunde[49]

Should send hear more Brothers

 

10        ware all well and well employed. Antone

in his Shop, Powel and Catherine Grubing

and Burning Grubs

lov’d each other felt the peace of God

in our Midst

 

11        ware very still most of the Indians

being from home

 

  1. Enjoyed our Sabbath in Stillness and Inward

Satisfaction

 

13        Shekellemo Dined with us Inquired if the

Kirka Dundes house was in Bethlehem and

How wi’d from Tulpehocken//

 

  • Severall Indians brought Bundells

And Bushells of all what they had. Beg’d we’d

Give them room till they returned.

 

16        Andrew Smith a Trader slept with us

was exact in behaviour and thankful

tould us Cunnorrrad Viser[50] was on his

journey to Allegenea[51] with the intent

to prosicute the Traders thear that

sould Liquer to the uttermost Severity

of a new Act made Febr. last

had in the Evening our little quarter

of an Ower as usual—

 

  • had many visits from Travilling

Indians who ware Hear detained by the

Exceeding highness of Water. Our Towne

At present is an Island being incompassed

With water about 8 foot Deep—

 

19        ware well in Boddy and Spirit with our

hearts resting on the Merritts of our

Bleeding Lover

 

20        [Sunday] the Indians that ware hear Detained

got verry Drunken, but were not to us

troublesome furder then the nise they

made the whole night. One woman

had a Child which we in the Night

hard Cry Bitterly. We suppoed hir to

have throw’d it in the fier.—

 

  • [Mar] It Being snow and bad weather to work

Out made sum alterations in our

House, made our room Door in the

South End, being before inconveniant having

Happened that Indians came in and up Stares

Without comming in our Dwelling room.

Bilt also a large foar Hous on the South

End the widness of the house.

 

23        Mrs Harris made us a present of

sum milk

 

  • a Young Delaware woman Desir’d to

hide by us a kegg of Brandy. We refus’d it

telling hir shee was not unsensible

how the Indians abused and beate thare

poor Wives when Drunk. If she’d take

our advise she’ed immediately thro it

in the Susquahanna being the justest

way for hir to be set free from so poor

a way of living.

 

  • Widened our fence nearer Shekellame

Planted beffore our House 14 pritty

Larg Peach and Appell Trees.

Shekelleme Desired we’ed rite by him

To the Kirk a Dunde. Said he inted in the

Morning with his Eldest Son to set

Out for Bethlehem. Was Displeased

His other Sons stay’d so long at Yomock [Wyomick]

Intending to have had them with him///

 

Mar 26            Sabbath we helped them with thare

Horses and to pack up. Gave them Bread to

Eat on the Road. Rote to Bro Joseph

Gave them a Direction from Dulpeh

Ocke to Bethlehem. Rote in English and

Dutch—

 

27        came two Mingoes brought work to

Bro. Antone. Let one of them Blood

Having bad Eyes and paine in arms and Side

 

  • was not one Indian man on this side

the River and only one woman and a few

Children.

 

  • Shikelleme Sons returned from Yomack.

Sister Smith had a hot feavour—

 

  • came home sum fammilyes of Tootlers

We think they are the worst sort under

All the Indians; are by all opportunities

Stealing and begging and yet thereby Self-Righteous

 

April 1 came two Delawares one was Brother to

Godleabs Wife. Ware friendly tould us

Godleab[52] lived with them 15 miles up the

River—

 

  • Mrs Harris visited us brought us Milk

Tould us Godleabs Brother in Law was with

Hir, and spoke many evill things of the

Brethren. Said the Indians tould him in

Knaden Hitten the Brethren wanted to

Make them to Slaves and that they oust

Pald of sum Indian Corn Colbs of

Thare owne planting and a Brother///

Met them and took it from them and

Beate them.

Tould us also that Zackheus’s wife

Complained exceedingly to hir of hir

Husband Said he used hir exceeding ill

And wept bitterly.

 

  • Shekelemes two Sons and Wives

Went with the Tootlers down the River

A Trader not wide from the Mill

Sent the Tootler Nation word that he

Had for them a Long Sack of Flower

And a Barrill of Brandy.

We hear his intention is by this opportunity

To Deale with them.

 

  • Came down the River in a Bark Cannoe

8 Warriors, Bro. Antone made them

What they Wanted, they behaved exceeding

Well, in the Evening Drumed and

Danced after the Warriors Methode

With Drawn Swords and other Weppons

In thare hands, each had a brown

Coat trimmed with Lace which appeared

Like Gold.

 

  • in the morning took thare Leave

intended to go to Harrises Ferry

and from thence to the Cattobats by land

 

  • Powel and Sister Smith Plowed and it went

Much better than we expected///

 

April 8 Came home sum of the Dellawares

Brought us flesh

Lent Mrs Harris an Inglish

Song book. She having oft asked to

See one.

 

  • Sabbath—ware woll. Ware continually

Looking and Expecting to See Brothers and

Sisters, this being oft our Meditation

Both by Day and Night to hear from

Our Dear Congregation

Could with many tears thank our

Lamb for the peace and unity hee letts

Us seek and enjoy this makes each burden

As a feather light.

 

  • [Sunday] Had som visits from strangers we had

Not before seen

 

  • Mrs Harris brought hear severall

Indians who came about 50 miles

Down the North Branch had much

Work for the Smith

 

  • came 4 Warriors being part of an armey

that went last Spring. The other part

returned an other road. Had one scalp

the head or Captaine visited us several

times, behav’d with greatest sevillity

we find the warriors in generall

men worthy of Respect.///

 

  • the Captaine Desiring a little

Meale; we gave him som, we could

Speake but little with them, but to

Sho thare love they came and made

Us Musick and took thare leave.

 

  • finnished plowing but could make

no Gardens for want of Seed. Could

get none thats of any use

Bro Antone had the feavour

Verry Strong.

 

16          Sabbath. Ware all well committed

our whole Circumstances to the

keeping and car of our Dear Lamb

looking to his loving Brest letting

him do whats Best

 

  • Antone had a second fitt

 

18          came our Dear Martin and David

ware by them unspeakably Refreshed

ware assham’d with harts bow’d for

our dear Lamb for all his care

and faithfulness to us his Sinners.

 

Kurtze Nachricht von HeidenPaß

in Shomoko

 

vom 18ten April [st. Vet.] 1748

 

Zu Mittag kam Martin und

David glücklich an bey unseren

Geschwister in Shamoko. Sie wurden

Wol herzlich erfreut als sie

Unser blücken, weil sie schon

Eine geraume Zeit sehnlich ver-

Langte haben jemanden zu sehen

Von Bethlehem. Wir Theilten

Ihnen schriftliche und mündliche

Nachricht mit und viele hertzliche

Küsigen und Grüssigen. Den Nach-

Mittag brachten wir zu mit

Liebhaben und das Gottes

Lämmlein stärkte die Geschwister

Wieder ganz auffs neue.

Die Mahekanderin und ihr Mann

Besuchten uns bald, wahren sehr

Freundlich fragten ob meine Frau

Noch lebte. Ich sagte ja, woruuber

Die dankten. Abends hatten wir eine

Gesegnete AbendviertelStund///

 

Den 19ten kam Shikellimmy und

Sein Sohn zu Haus von Tolpehocken.

Martin bewilkommte ihn. Er

Hat sich sehr verwundert

Das wir vor ihm sind angekommen

Abends besuchte ihn David

Und Paul. Er war sehr auf-

Geräumt. Anton war heute

Sehr krank hatte ein strakes

Fieber, welches ihn sehr matt

Machte. Es war heute ein ziemliches

Lerm mit besoffenen Indianer um

Unser Hauss herum. Sie liessen uns

Aber ganz mit Ruhe.

 

Den 20ten früh besuchte uns Shikellimy

Und sein ältester Sohn. Sie brachten

Dem Paul u. Anton einen Brief

Von Bekanntschaft auch Toback, und

sagten das mal wahren wir ihnen

zu vorkommen, sie haben mit uns

gefrühstückt, wahren auserhremt

auffgeräumt. Sie fragten ob T’girhonti

wer zu Haus bekommen. Wir sagten

ja bald nach seiner Abreise. Ej sagte

Shikellimmy, were ich doch noch einen

Tag länger da geblieben dass ich ihn hätte

Können sehen.///

 

Wir lasen ihm die Worte vor

Die seine Brüder T’girhonti Gallop wir

Annentschi Ganiatarechco Hajinkdnes

Und die übrigen Brr. In

Bethlehem, Nazareth, Gnadenthal, Gnadenhütten

An ihn beschrieben haben. Welche

Er sehr wol auff nahm, Be-

Sonders gefiel ihnen beiden

Das wol das wir die Nahmen

Brauchen die sie uns gegeben

Haben. Sie wahren allen beyde

Sehr aufgeräumt und liechte.

Wir hatten heute fleissig Besuch

Von vielen Indianer auch viele

Besoffene besuchten uns. Sie

Machen aber so hübsch wenn sie

Uns besuchen als es ihnen nur

Möglich ist. Paul und David

Pflantzen etwas Welschkorn

Und verschiedene andere Sachen.

Martin schrieb und machte sich mit

Den Geschwistern Brithaus? Nachmittag

Hatte die Schw. Schmied ein

Stakes Fieber hatte grosse Hitze

Abends hatten wir ein gesegnetes

Vierterlstündigen.///

 

Den 21sten reisete Br. Martin wieder ab

An der Susquehanna hinunter

Bey Land nach Quittopekille[53]

Die Provision da zu bestellen und etwas

Stahl und Eisen vor Shamoko die

Geschwister wahren selig und vergnügt

Bey einander.

 

[Sonntag] den 24sten reiste Bruder Joseph Paul und

David bey Wasser die Susquehanna

Hinunter. Anton und sie sahen ihnen

Nach mit Wehthuun ihres Herzens weil

Sie jetzunter allein zu Hause sind.

 

Den 26ten kamen 10 Krieger zurück von den

Blatköpfen. Sie kriegten auch gleich

Zu sauffen, und lärmeten die

Ganze Nacht durch horibel.

 

Den 27ten war es wieder sehr unruhig in

Shamoko von den Besoffenen.

 

Den 28ten ware alles voll von Besoffenen

Mansleuten und Weibsleuten. Ausser

Der alten Shikellimy nicht der besuchte den

Anton fleissig in seinem Schmidt Shop

 

Den 29ten kam wir in der Nacht [M???] glücklich mit

Der Provision an in Shamoko. Fanden Aton

Und sie munter und wol und von Hertzen

Erfreut. Wir hatten noch eine selige Abend///

Viertelstund mit einander da

Wir dem Lämmlein hertzlich danken

Das er uns so glücklich wieder hat hier

Her geholfen, und da wir etliche mal

In Lebensgefahr wahren auff der

Susquehanna und manchmal kaum

Mehr sahen wie wir würden durch

Kommen ohne Schaden, so hulff er uns

So fühlbarlich dass wir recht er-

Staunt sind uuber seine liebe und

Sorgfalt gegen uns arme Kinder

Wir verbanden uns auffs Neue vor

Ihn zu leben, und seine Sache

Munter zu treiben. Wir segneten

Ein ander mit dem Kuß und legten

Uns in das Lämmleins Arme nieder.

 

Den 30sten hatten wir unseren SAbbath

Da wir uns was zu gute thaten von

Innen und aussen. Wir hatten viel

Besuch von den Kriegern die ein

Wenig nüchtern waren. Shikellimy

Besuchte uns auch zu Mittag

Hatten wir ein klein Liebesmahl

Mit einander, wo uns dass

Lämmlein inig wahr war.

 

[Sonntag] Den 1sten May früh hörten wir

das verschiedene Kranken auf dem

Eyland sind. Martin schückte den

Anton und sie und Joseph Paul///

Hinüber sie zu besuchen welches

Die Indianer daselbst sehr wol und

In vieler Liebe auffgenahmen. Br.

Paul hat etliche zur Ader gelassen.

Es gingen heute etliche Krieger fort.

Abends kam Shikellimy und bat uns

Wir sollten ihm doch eine Fentz macheb

Um sein Land das er konnte Welschkorn

Pflantzen. Wir sagten wir konten

Nicht. Wir hätten keine Zeit dass und

Wir thaten ihm vorschläge dass er

Sich sollte leute dingen der ihm die

Früher machten. Er sagte er kriegte niemand.

Zu letzt sagte er, ihr Brüder er-

Barmt euch über uns und habett??

Und das mal, den das ist

Die Uhrsache das wir so hunger

Leiden Müsen, dass wir keine Fentz

Haben, denn da fressen die Pferde

Allemal unser Welschkorn. Wir sagten

Wir wollten es weiter überlegen. Wir konnten

Ihm nichts versprechen. Um Mitter-

Nacht kam das Theure Hertz Nathaniel

Und Heinrich Frey unvermuthet

Hier an. Brachten uns viele herzliche

Küsigen und Briefigen mit, danckten

Unserem Lämmlein herzl. Der

Auch diese 2Brüder so glücklich

Zu uns gebracht hat.///

 

Den 2ten May in aller früh besuchte

Uns Shikellamy. Er fragte wer denn

Die Nacht gekommen were. Wir sagten

Ihm dass der Annuntschi mit noch

Einem Bruder were gekommen.

 

Er freute sich. Es wahren auch etliche

Krieger zum Besuch da, die sehr

Freundlich wahren. Wir hatten

Heute starken Besuch von Delawar

Und anderer Nation. Nathaniel

Und Martin haben Conferenz über

Verschiedene Sachen. Wir wahren

Sehr selig heute bey einander

Abend hielt uns Br. Nathaniel

Eine gesegnete Abendviertelstund.

 

Den 3ten war Shikellamy bey uns,

hat auch mit uns zu Mittag gegessen

nachdem richtete Br. Nathaniel die Worte

aus an den Shikellimy vom T’girhonti

und seinen Brüdern. Shikellimy bittet

nochmals wir sollten ihm doch eine Fentz

machen. Wir sagten wir könntens nicht

thun ohne T’girhonti’s sein Wissen. Er müsste

erst die Sache an den T’girhonti und seine

Brüder berichten welches er auch gleich that

Durch Br. Nathaniel der bald dahin

Reisen wird. Sonsten war er gantz auffge-

Raumt und vergnügt nach seiner Art

Abends besuchte Nathaniel den Shikellimy.

[inserted in margin]

Die Mahekanderin brachte heute ein

Paar Indianer Schuh u. gab sie der

Catharina Schmidtin und sagte die sollte

sie der Jannische bringen zum Zeichen ihrer

Liebe

 

///den 4ten wahr es ganz stille hier. Shikellamy

aß mit uns zu mitag. Br. Nathaniel

sagte ihm, dass der Schmidt nun wieder

weg gehen auf eine kurtze Zeit so sollte

er mit auff den Schmidt Shop sehen dass

die Indianer nichts daran verderben

und er sollte die Indianer bedeuten

wenn sie Arbeit brächten das sie so

lange warteten, bis der Schmidt wieder

käme. Er sollte auch mit auff die Brüder

sehen die hier bleiben, dass ihnen kein Leid

geschehe. Er nahm alles sehr wol auff

Abernds hielt uns Br. Nathaniel noch

Eine gesegnete Viertelstund.

 

Den 5ten reisete Bruder Nathaniel Joseph

Paul Anton Schmidt u. sie ab von hier

Nach Bethlehem. Die 2 letzten auff einen

Besuch dahin, Martin und David blieben

Alleine die ihnen mit Wehmuth nachsahen.

Wir haben heute den gantzen Tag starken

Regen, dachten wol unzehlige Mal

An unsere Geschwister die heut von uns

Gegangen (in der Abendviertelstund legten

Wir uns dem Lämmlein an sein Hertz so wie

Wir sind.)

[Inserted in margin] heute sagte Shikellimy das er morgen

gedachte mit seinem Sohn

nach Thomas Magi reisen

 

den 7ten reiste Shikellimy und sein Sohn nach dem

Thomas Magi. Sonsten haten wir einen rechten

Stillen Sabath von aussen u. innen. Es hat sich

Auch nichts gerichtet bald den ganzen Tag.///

 

[Sonntag] den 8ten May kam Shikellimy und sein

Sohn wieder zu Haus. Wir haten

Fleissig Besuch von Indianer.

 

Abends war Martin und David sehr

Selig bey einander. Freuten uns uuber die

Schöne Wunden unseres Gottes Lammes

Unser liebes Bethl. Fiel uns ofte ein.

 

Den 9ten heute haben die Indianer der

Trädern über dem Wasser bey 16 Gallon

Licker weg genommen, und dan sind

Sie zusammen kommen und haben

Auch nicht eher nach gelassen zu sauffen

Bis er alle war. Sie haben ein ziemlich

Lerm verführt besonders die Nacht durch.

 

Den 10ten haten wir viel Besuch von

Besoffenen Ind. Die wahren freundlich

Und bescheiden gegen uns. Shikellimy

Hat mit uns zu Mittag gegessen

Er erzehlte uns dass er die vergangene

Nacht nicht hätte schlaffen können wegen der

Besoffenen Indianer . In unserer Abendviertel-stunde

Legten wir dem Lämmlein dies arme

Volk an in dieser Gegend an sein Herz.

 

Den 11ten besuchte uns Shikellimy. David

Hat viele Worte von ihm gelernt. Die

Mahekandern besuchte uns auch. Brachte

Uns ein wenig Bärrnfleisch.///

 

Den 12ten haben wir gekropt vor noch etwas

Welschkorn zu pflantzen. Verschiedene

Indianer haben uns besucht und zu

Gesehen bey unserer Arbeit.

 

Den 13ten besuchte David den Shikelimy

Erklärte ihm das die Pferde sein Welsch

Korn so sehr zehrtretten thäten. Ach

Sagte er, wen mir doch T’girhedonti

Bald jemand schicken thäte der mir

Meine Fence machte. Wir haben

Auch heute gepflugt und etwas

Welschkorn gepflanzt. Abend kam

Heinrich Frey, und Marx Kiefer von

Bethlehem hier an, der letzte dem Shikellimy

Ein Fence zu machen und der

Ersterer zur Begleitung. Brachten uns

Hertzliche Briefigen und Küssigen mit

Die uns von aussen und innen stärken

Und erquicken. Die Nacht durch war

Es sehr ruhig von Besoffenen Indianern

Die Trädern die über dem Wasser

Gewohnt hat ist auch heute weggezogen.[54]

 

Den 14ten war es Sabbath von außen

Hatten wir wol ziemlich große Un-

Ruhe weil wieder meistens alles be-

Soffen war in unseren Hertzen aber///

Waren wir selig, und munthere

Xluftvögelein. Hatten selige Stunden

Bey ein ander dachten viel auf

Unser liebes Bethl. Shikelimy

Hat heute mit uns zu Mittag

Gegessen. Wir machten ihm auch die

Worte bekannt, die sein Br. T’girhon-

Dedonti an ihn geschückt hat, Die

Er alle sehr wolauff aufnahm und

Sich gar sehr bedanke dass jemand

Kommen ist ihn seine Fence zu machen

Sein Sohn Thachnechtoris[55] hat uns

Auch fleissig besucht und hat etliche

Besoffene Indianer beym Arm genommen

Und sie aus unserem Haus hin

Aus geführt. Abends als wir zu

Bette gehen wollte, so kamen 4 Indianer

Weibs-Leute mit einem besoffenen

Mann und wollten in unserem

Hause schlaffen. Shikelimy er-

Fuhr es aber bald und kam und

Schaffte sie mit Bescheidenheit aus

Unserem Haus.

 

Den 15ten [Sonntag] war es ziemlich stille

Shikellimy besuchte uns sehr fleissog

Hat mit uns zu Mittag gegessen.

Wir haben ihn und seine Familie

Auch besucht. Er hat uns auch heute an-

Gewiesen das Land das er will ein gefenct

Haben.///

 

Den 16. May besuchte uns Shikellimy

Früh und sagte ich sollte dem T’giridonti

Wissen lassen es liese ihn grüsen und seine

Frau, und seinen Bruder Gallichwio[56]

Und seine Frau und Annuntsche und

Ganachagejuto und seine Frau, und

Alle Brüder und er versprach das

Ihm T’girkidonti häte uns geschickt

Seine Fence zu machen. Er hat mit

Uns gefrühstückt und sich hertzlich

Dafür bedankt. Heinrich Frey reiste

Ab von hier. David ging mit zur

Begleitung bis ins Nachtlager.

Martin hatte heute Gelegenheit mit

Einem Delaware Indianer ganz verständig

Zu reden, in sonderheit von ihrer Lebena

Art. Er klagte das sie so viel Hunger

Leiden müsten. Martin sagte, sie hättens

Gar nicht nöthig Hunder zu leiden.

Sie könten recht gut leben wenn sie

Nur ein bisigen wollten arbeiten und

Nicht so viel sauffen. ER sagte ja, das

Wer doch gewiss wahr. Ich sagte ich be-

Jammerte die armen Indianer so offte ich sie

Ansehe das sie sich liesen am Narren-

Seile vom Feind herumführen, und

Konntens doch so gut haben. Er war

Ganz verständig dabey.

 

[Inserted in margin] Heute fing Marc Kieffer a Siego (??) zu splitten vor Shikellimy///

 

den 17ten May kamen 8 Canu voll Indianer

die River herauff gefahren. Denn etwa

bey 50 Wahren, sie haben sich grad

gegenuuber auffs Eyland gelagert

sie werden nach Wajomick ziehen

ihre Nation heist Nantigocks.

Sie haben sonst an der Susquehanna

Gewohnt wo sie in die See läuft.[57]

Sie sprächen den nägsten Herbst werden

Mehr nachkommen. Sie sprächen alle gut

Englisch auch die Kinder haben aber

Sonst eine ganzt abarte Sprache.

Es sind verschiedene verstündige Leute

Unter ihnen. Gegen Abend kam das

Liebe Hertz David wieder zu mir.

Ich habe mich erstaunlich gefreut und

Wir haben ein ander recht hertzlich

Geküßt und gedrückt und unser

Abendviertelstündichen wahr recht ge-

Segnet. Wir konten auch von Hertzen

Vor diese ganze Gegend zu Lämmlein

Bitten das die liebe Mutter ihre

Sohnes Leide wolle bald bekundt

Machen in den Hertzen der armen Indianer.

 

Den 18ten besuchten uns viele von den

Nandegocks. Sie wollten gerne zum

Schmidt ihre Flinte und Beile flicken

Zu lassen. Martin fing an heute Welsch-

Korn zu hacken, und David backte Brod

Und wuschte auch zu gleich unsere Hemden.

 

Den 19ten half David dem Marx Kieffer

Rügel splitten vorn Shikellimy er hate

Uns heute fleißig besucht. Martin

Hate gekocht und Welschkorn gehuckt.

 

Den 20ten reiste Thachnechtoris Shikellimys

Sohn von hier weg mit 2 anderen

Oneidern hinauf die Susquehanna

Etliche 100 Meilen.Ein Indianer von

Den Nandegocks kam zum Martin

Und bat um ein stückigen Brod

Vor seine Kinder. Er sagte sie lamentierten

So sehr vor weise Leute Brod sie

Währens gewohnt. Martin gab ihm

Ein Stückgen. Es war ein artiger Mensch

Er hat was Brüderliches in seinem

Gesücht. Er würlklich mir und

Dem David das Hertze genommen.

Die Mahekanderin und ihr Mann besuchten

Uns heute fleissig wahren freundlich.

 

Den 21sten hatten wir Sabbath. Wir wahren

Sehr selig und munther bey ein-

Ander. Ruhten in dem Seitenhöhlgen

Liessens uns recht wol sein, hatten auch

Von aussen ziemlich Ruhe, wahren

Viel bey unseren Herzigen in Bethlehem.

Die Nandigocks sind auch heute auf

Gebrochen und weiter die Susquehanna

Hinauff. Eine Familie aber ist wieder

Hinunter nach den weisen Leuten

David besuchte geute den Shikellimy

Der die meiste Zeit jetz under alleine ist

Und in seine Stor Haus saß und sprach auch du///

 

Den 22sten May

[Sonntag] besuchte David den Shikellimy. Er war

ganzt aufgeräumt. Hat viele Worte von

ihm gelernt. Wir hatten Besuch von etlichen

Delaware Indianer. Abends hatten wir eine

Gesegnete Viertelstunde, dachten viel an

Unsere Geschwister. Fühlten ihre Hertzen dass

Sie mit uns sind.

 

Den 23sten war es stille hier. Martin

Besuchte den Shikellimy, der krank

War. hatte Kopfweh und wehe Augen.

Gaben ihm ein Stück Brod er war sehr

Dankbar dafür.

 

Den 28ten hatten wir vielen Besuch

Sonsten hatten wir vn außen u. innen einen

Stillen und gesegneten Sabbath.

Shikellimy der wieder ein wenig besser

Ist hat mit uns zu Mittag gegessen.

Er war lange bey uns hat mit

Dem David diskuriert.

 

Den 29sten [Sonntag] brachte uns die Mahikanderin etwas

Etwas [sic] Hirschfleisch. Sie bat um ein

Klein stückigen Brod welches wir ihr

Auch gaben.

 

Den 31sten ging Marx Kiefer in Busch Holz

Hacken. In einer Stund kam er wieder und

Hat sich sehr in Fuß gehackt. David

Führte heute Riegel vor Shikellimys Fence.///

 

Martin hat ihm geholfen der liebe

Heiland hat ihn heute sichtbarlich

Bewahrt weil er auf eine große Klapper-

Schlange getretten hatte und die sehr

Böse war. Abends kam ein Träder

Hier an der ohne weiter drum gefragt

Sich in unser Haus einlogierte. Er kam

Die River hersauff bey Land. Shikellimy

Kam gleich gelauffen und freute sich. Gab

Ihm die Hand herzhaft. Er dachte es werr

Einer von T’girhihonties seinen Leuten.

Er fragte auch gleich aber von ihm wer wir

Sagten nein es were ein Träder und

Uns unbekannt. Da hat es ihn ordent-

Lich verdrossen dass er ihn die Hand

Gegeben hat und da er hat so freundlich gegen

Ihn gethan.

 

Den 1ten Juni früh ging der Träder wieder fort.

Wir hatten heute viel Regen. Pflantzten etwas

Kraut. Ach, wie viel mal dachten wir heute

An unserer Geschwister die sich heute so über

All zusammen versammeln werden in unser

Liebes Bethlehem. Dachten auch besonders an

die viele Arbeit der Arbeiter segneten sie

mit unserem Gebett.

 

Den 2ten dachten wir viel an den Synodus

Baten das Lämmlein, er sollte uns unser

Thieliches zu fliesen lassen weil wir nicht

Gegenwertig da waren und er sollte uns er-

Innerlich machen. Wir fühlten auch das das

Lämmlein recht fühlbar unter uns war.///

 

Den 2ten Juni

Gegen Abend kam Shikellimy und

Sagte er wer hungerig. Er wollte diesen

Abend mit uns zu nacht essen. Es hat

Ihn auch recht gut geschmeckt. Er hatte

Vermutlich den genzen Tag nichts

Gegessen gahbt weil meistens alles be-

Soffen war und da kämen sie nicht

Zu kochen. In unserer Abendsviertelstunde

Legten wir uns dem Lämmlein an sein

Hertze so wie wir uns fühlten, baten ihn

Auch kindlich er sollte unsere Arbeiter

[in Bethlehem] reichlich segen zu ihre Arbeit die sie

vor hätten und sollte sie durch die

liebe Mutter an alles erjerlich

machen was er gerne wollte gethan

haben. In sonderheit den Heiden Plan.

Weil sie auch sein Saurer Lohn sind.

 

Den 3ten führte Martin Riegel Shikellimy

Hat ihm fleissig geholfen. Es kamen auch

Etliche Fremde Indianer hier an.

 

Den 4ten hatten wir Sabbath. Wahren selig und

Vergnuugt. Ruhten im Seiten Hölgen mit

Unseren Geschwistern in Bethlehem welches uns recht

Wol that, fühlten dass sie heute besonders

An uns dächten. Martin und David besuchten

Die Delaware auf dem Eyland fanden aber

Nur einen da nüchtern, weil die anderen wahren

Alle besoffen. Besuchten auch auff der Seite

Wo wir wohnen kamen zu einer kranken

Frau die sehr schwach …… solche grosse

Schmertzen hätte.///

 

Den 5ten [Sonntag] wahr meistens alles besoffen hier. Wir

Hatten auch den ganzten Tag viel Besuch

Von ihnen welche sahn ziemlich böse

Aus. Wir wahren stille. David besuchte

Den Shikellimy. Es kam aber gleich ein

Besoffener und klagte cem Shikellimy

Dass ihn ein Indianer geschlagen hätte nun wollte

Er recht böse sein. Bald darauff kam der

Andere auch der ihn geschlagen habe und

Wollte es wieder gut machen beym

Shikellimy er jagte ihn aber fort und

Sagte er möchte nichts mit ihm zu thun

Haben. Er were ein böser Mensch.

Die Mahekanderin brachte uns abends

Ein wenig Hirschfleisch.

 

Den 6ten ging Marx Kieffer wieder an die

Arbeit. Sein Fuß ist wieder ziemlich

Gut. David hat ihm geholfen.

Es besuchte uns auch ein Delaware Ind.

Von Nesgabecka.[58] Martin hackte Welschkorn

 

Den 8ten wahren wir fleissig an der Arbeit

Nachmittags kam ein starkes Donner-

Wetter und es hat bey einer Viertelstunde

So stark Schlossen geworfen dass der

Erdboden weis war und die Schlossen

Waren so gros also eine welsche uns

Unser Welschkorn das sonsten so schön

Gestanden hat und bey 3 Fuss///

Hoch war ist so zerschlageb geworden

Das manns bald nicht mehr gekandt

Hat. Es war das schönste in ganz

Shamoko und die Indianer haben sich

Erstaunlich gewundert darüber das

Wir solch schön Welschkorn haben.

 

Wir dachten vielliecht ist es darum

Geschehen sie möchten sonst neidisch

Werden.

 

Den 9ten heute fingen wir an Shikellimy

Seine Fence zu setzn. Er hat mit

Geholffen und etliche von sinen Leuten

Verschiedene Delaware Indianer kamen von

Nesgabecka herunter wollte gerne

Zum Schmiedt. Besuchten uns. War

Sehr freundlich gegen uns.

Die Delawar Indianer hier war wieder

Meistens alle besoffen. Sie setzen

Dem Lager schon 3 Tage lang nach ihn

Zum saufen zu überreden. Er ist

Aber immer ausgewichen, ist 2 mal zu

uns geflüchtet.

 

 

Den 21sten hatten wir Sabbath. Wahren selig

Und munther bey einander. Shikellimy

Schickte 5 Leute mit 6 Pferden nach Tol-

Behocken, vor sich Mehl hohlen zu

Lassen, welches ihm die Herrn in Philadelphia

Geschenkt haben[59] wie er letztens da war.

Er besuchte uns wahr kränklich.

Er lamentiert sehr das der Schmidt///

So lange ausbleibt. Nachmittags

Besuchte Martin und David ihn brachten

Ihn ein Stück Brod. Er war sehr

Dankbar. David hat viele Worte

Von ihm gelernt.

 

Den 12ten kamen verschiedene Indianer hier an die

Gerne zum Schmidt wollten kommen welche

Einen grossen Gang wir besuchten auch

Heute den Shikellimy.

 

Den 13ten besuchte uns etliche Delawar Indianer

Lamentierten sehr vor den Schmidt dass

Er so lange nicht kommt. Shikellimy

Ist heute lang bey uns gewesen

Hat mit uns zu Mittag gegessen. Er war

Sehr aufgeräumt. Wir waren fleissig

Heute am Welschkorn hackten. Abends

Wahren wir selig bey einander besonders

In unserer Viertelstund. Bathen das Lämmlein

Er sollte unser Geschwister die auff der

Resie wahren hier her zu segen und sie

Bewahren an Seel und Leib und balde

Zu uns bringen.

 

Den 14ten hatten wir viel Besuch viele von

Den Delaware waren besoffen.

 

Den 15ten wahren wir fleissig an Welschkorn

Hacken . Nachmittag brachte das Lämmlein

Unsere Geschw. Pauls und Antons glücklich

Hier an. Ach wie froh wahren wir. Dankten///

Unserm Lämmlein hertzlich vor die

Geschwister und die hertzliche Küssigen

Und Brieflichen. Shikellimy kam gleich

Gelauffen und verschiedene andere Ind. Be-

Willkommte sie mit vielen Freuden.

Haben abends ein selig Viertel-

Stund. Unsere Hert schmelten in vielen

Thränen.

 

Den 16ten hatten wir sehr vielen Besuch

Von Indianern. Brachten viel Arbeit zum Anton.

 

Martin und David besuchten den

Shikellimy, brachten die Worte

Die sein Br. T’girhitonty u. Gallickwio

An ihn geschückt hatten, die er alle

Recht wol aufnahm und mann konnte

Ihm ansehen, dass er froh war was von

Seinen Brüdern zu hören. Er fragte darnach

Den Ganackragajat ob er gehört hätte

Ob seine Frau und Kinder auch wol

Wehren. Ganakragajat sagte ja, er hätte

Gehört dass sie wohl wehren. Darauf

 

Sagte er er were froh darnach fragte er ob

Gallickwios seine Frau und sein klein

Kind wol wehren. Wir sagten wir hatten

Gehört dass sie wol wehren. Darauf

Sagte er, ich bin froh

[inserted in margin: er sagte das nach er hätte den Gallichwio

und Janekeaguhontis Kind gesehen. Es weren

2 schöne Kinder] danach sagten

wir ihm dass T’girhonty seine Frau

gehört håtte dass seine Tochter eine

Witfrau were und da schücke sie seiner///

Tochter ein Hembt welches dem Mann

Einen besonderen Eindruck gab und

Eine weile danach gab ers seiner

Tochter. Sie hatte darnach so lichte und

So freundlich ausgesehen als wen ihr

Wer was widerfahren wehre.

Ich glaube gewis es wird ihr ein Andenken

Bleiben.

 

Den 27ten ging Martin und David mit

Aus Shikellimy’s Fence weil wir sie

Gerne bald fertig hätten. Anton war

Fleissig in seinem Schmidt Shop

Eine Indianerin brachte uns ein wenig Hirsch

Fleisch.

 

Den 28ten hatten wir Sabath. Es kamen

2 Träder hier an, haben sich recht sch¨nd-

lich aufgeführt. Sie haben

in gegenwart vieler Indianer ein ander

alle Schand nahmen gegeben die sie nur

haben erdenken können und zuletzt

haben sie alle beide blutige Köpfe davon

kriegten. Shikellimy sagte jachte go

janneri Träder.

 

David besuchte den Shikellimy. Er war

Sehr gesprächig. Er fragte den David

Wen den Br. Johannen wieder in das

Land käme. David sagte er wüsste es nicht

Er Br. Johannen wie ja were hin auf ge-

Gange hätte gedacht vielliecht in 7 Jahren.///

Er wüste nicht ob er würde können, er

Hätte sehr viel Arbeit draussen.

 

Er fragte darnach auch was den

T’girhitonti in Virginien[60] machen

Wollte. David sagte er wollte be-

suchen die Leute die da wohnen thäten.

 

Es wahren etliche Indianer zugegen den

Fing der Shikellimy an ihnen zu er-

Zehlen dass Ganouserackeri

Noch ledig were und das Anuntschi

Der vergangenen hier gewesen were auch

Noch ledif were und das viele

Ledige Brüder beysammen da wohnen

Thäten die hätten ein iges Land wo

Sie drinnen wohnen thäten und itzunder

Bauten sie ein grosses Haus [61]. Sie hätten

Darangefangen wie er so ehe dagewesen

Er were auch in der CAmmer gewesen, wo

Die ledigen Brüder schlaffen thäten ein

Jeglicher hätte seine eigene Bettstelle.

Es sollte recht hübsch darauf zu Mittag

Hatten wir ein recht gesegnetes

LIebesmal mit einander. Ach unsre

Liebes Bethlehem fiel uns gar offte dabey

Ein und die selige Zeiten die Mann da

Geniesset wenn ein Hertze recht hungrig

Und durstig ist. Nachmitt[ag] giengen///

Unsere Geschwister Pauls u. Antons die

Delawar Indianer besuchen welche freundlich

Wahren und bezeugten sich liebereich

In unserer Abendviertelstund fühlten

Wir unsere Sünder mäßig und gefühlig

Baten die liebe Mutter uns unseren

Plan recht zu erklären und ihres

Sohnes Leiden bald bekandt zu machen

In den Hertzen der armen Indianer.

Insonderheit fühlten wir unsere Hertz

Vorn Shikellimy und sein Familie

Zu flehen. Wir legten uns darauf

Selig in die Arme unseres lieben

Mannes nieder.

 

Den 19ten David hat heute den Shikellimy

Fliesig besucht. Er hat auch mit uns

Zu Mittag gegessen. Wahr munter

Und aufgereimt. Nachmittags

Besuchten wir auf dem Eyland

Hatten viel zu Haus angetroffen.

 

Von euren treuen

Herzen

Martin und David.


Den 30ten November 1748

Im Heiden Pass

 

Brr. Martin u. David besuchten den Swatane

Welcher sehr krank war, wir machten ihm

Einen Thee, wovor er sehr dankbar war.

Wir sagten Ihm auch dass Br. Martin und Böhler

Morgen gedächten nach Bethl. Abzureisen.

Übrigens machten sich Br. Martin u. Böhler reise-

Fertig.

Des Abends hatten wir ein gesegnetes Liebesmahl

Br. Martin theilte den Geschwistern viele Nach-

Richten mit, von Bethlehem, was das Lämmlein da auf

Dem Synodo u. auch nachhero am Fest unsers

Aeltesten gethan, wie auch überhaupt im ganzen

Lande, welches sehr gefühlig war, wir freuten

Uns darüber u. nahmen auch Antheil an dem Seegen

Der sich über sein Volk ausgegossen. Br. Martin

Redete dabey vieles von unsres Lämmleins seinem

AelstestenAmte, u. dass er sich auch hier in Schamoko

Als Aelsteste seiner Boten declariert hätte, welches

Uns allen wohl eine erstaunliche u. wichtiger///

Sache war, dass das Lämmlein auch hier an diesem

Ort, wo es sonst so finster gewesen als Aelstester

Will erkannt seyn, u. dankten ihm mit vielen Thränen

Dass er uns auch hier Raum verschafft, u. ein Pläz-

Gen gegeben, da er könne angebetet werden.

Nach diesem hielt Br. Martin eine sehr

Gefühlige u. gesegnete Viertelstunde bey welcher er die

Geschwister Antons im Namen unseres Aelstesten einsegnete

  1. absolvierte. Darauf hatten wir ein sehr niedliches

Mahl unseres Lämmleines, u. unser Aelteste liess sich

An allen unsreren Herzen fühlen, dass er unter uns war

  1. speiste uns mit seinem Leichnam, und tränkte uns

mit seinem Blut, unser Herzen zerflossen in vielen Thrän-

en an unserem Manne, u. fielen ihm zu seinen durch-

bohrten Füssen hin und beteten ihn an vor sein Nahe-

Seyn u. was er uns mitgetheilt hatte, u. dann

Giengen wir als seelige und fröhliche Creuzluftvö-

Gelein ins Seiten-Hölgen zur Ruhe.///

 

Den 1. Dec früh hielt Br. Martin noch eine

Gesalbte Viertelstunde und befahl dem Lämmlein

So wohl diejenigen so hier bleiben, als such

Die welche auf die Reise gingen, u. überhaupt den

Ganzen hiesigen Plan, wie auch des Swatanes

Seine ganze Familie legte er dem Lämmlein

An sein Herz, u. nahmen den mit einem zärtlichen

Liebes- Kuss Abschied von einander, u. als Br.

Martin Abschied genommen vom Swatane wel-

Cher noch sehr krank war, u. nicht viel reden

Konnte, zogen Br. Martin u. Böhler fröhllich

  1. seelig im Seitenhölgen ihre Strasse.

 

Den. 3ten [Samstag] hatten wir einen sehr stillen u. ver-

Gnügten Sabbath im Seitenhölgen.

 

Den 4ten Br. Anton u. David besuchten den Swa

Tane u. fanden ihn so schlecht, dass er nicht

Mehr alleine gehen konnte, u. konte auch nicht mehr

Gut hören, er war sonsten sehr freundlich///

Und sahe uns sehr liebreich an, konnte aber

sehr wenig reden, wir brachten ihm etwas Thee

  1. Brod, welches ihm sehr gut geschmeckt.

 

Den 6ten David besuchte den Swatane früh mor-

Gens, u. brachte ihm was zu essen u. zu

Trinken, er ssagte aber, er konnte weder

Was essen noch trinken, konnte auch nicht mehr

Hören, noch wenig reden, wir sahen er würde

Es nicht lange mehr machen. Um den Mittag

Herum kam eine Indianerin, u. sagte uns,

Dass er nun würde heim gehen. David ging

Zu ihm, u. blieb bey ihm, es war aber ein

Erbärmliches Geschrey von Klagliedern, denn

Alles, so wohl Alte als Junge weinten er-

Staunlich sehr über ihren alten Vater, er redete

Aber nichts mehr, als sahe den David bisweilen

Sehr freundlich an, u. lächelte, u. ist endlich ganz

Vergnügt verschieden. Es waren uns in uns-

Eren Herzen so, dass wir von ganzem Herzen

Konnten zum Lämmlein flehen, dass er ihn///

Ein Pläzgen in seinem Seitenhöhlgen wolle

Vergönnen, u. konten es glauben, dass es das

Lämlein thun wird. Es war von seinen Söhnen

Niemand zu Hause als seine Tochter u. etl.

Weiber. Br. Anton war was kränklich u.

Musste sich legen, er wurde aber bald wieder besser.

 

Den 7ten. Giengen wir aus, Riegel splitten. unsrer

Hause ein wenig zu verbessern.

 

Den 8ten James Logon kam heute zu Hause

Von der Jagd, weil sie nach ihm geschickt

Hatten. Er besuchte uns bald, und David erzählte

Ihm, dass sein Vater auf der Rückreise v

Von Tulpehocken wäre krank geworden.

Er sahe sehr betrübt aus. Er bat, wir möchten

Ihm einen Sarg machen, welches wir thaten.

 

Den 9ten begruben sie den Swatane. Es war

Fast vieles zugegen, was in Schomoko war, sie

Gaben ihm 2 neue Blänket, einen Kessel,///

Ein Brödgen, eine Tobakspfeife, u. 3 Taschen

Mit Tobak u. Feuerzeug vorehren, u. ander

Sachen mehr mit ins Grab. Wir gingen

Auch mit zum Begräbnis u. halfen ihn beer-

Digen. Geschossen haben sie nichts weder bey

Seiner Heimfahrt, noch beym Begräbnis,

sondern es gieng sehr stille zu.

 

Den 10ten war es ziemlich unruhig in Schomo

Kin, weil der Wisk unter den Indianern

Die Oberhand gekriegt, sie waren aber

Friedlich mit uns u. legten uns nichts in den Weg

  1. wir waren ganz in der Stille vor uns.

Seelig u. vergnügt im Seitenhöhlgen.

 

Den 12ten Logon kam u. begehrte David sollte

Ihm einen Brief schreiben an Conrad

Weiser ihn zu berichten, dass sein Vater

gestorben, welches er auch gethan, desgleichen

that er auch an Br. Tgirhitonty. sonst

hatten wir heute vielen Besuch von Indianern.///

Es besuchte uns auch des Swatanes Tochter

Welche sehr kränklich und fast nichts essen kann.

Die Schw. Cathrine gab ihr etwas zu essen,

wovor sie viel Niawo[62] sagte, sie hat uns

lieb, u. führet sich sehr bescheiden u . höflich auf.

 

Den 14ten Es besuchte uns der Logon mit seiner

Frau, u. diskutierte viel mit David. Er that

Allerhand Fragen, unter anderen auch warum

Br. Powell von Schamoko gegangen, u. ob

Nicht noch eine Schwester hier käme, weil es

Sehr hart sey, vor die Cathrine alles

Alleine zu besorgen. David sagte ihm auch,

dass wir bald einen Br. Erwarteten von

Bethlehem nämlich Christian Rauch welchen er kannte.

Er sagte auch, dass er morgen wieder wollte

Auf die Jagd gehen ein paar Meil die Ri-

Vier hinüber mit seiner ganzen Familie,

da sollte ihn David einmal besuchen, u. wenn

er Fleisch hätte, so könnte er Fleisch mit

nach Hause bringen. Er ist sehr bescheiden u.

bezeigt sich sehr freundlich gegen uns, u. hat uns lieb.///

 

den 17ten Dec. Wurde es ziemlich leer in Scho

moko, Logon u. die ganze Familie giengen

wieder auf die Jagt, so dass wir ganz alleine blie-

ben. Logon gab uns, seinen Store Schlüssel

aufzuheben, und denkt so lange auf der Jagd

zu bleiben bis John nach Hause kommt, welches

er erwartet so bald die Hirsch die Hörner abwer-

fen. Wir waren ganz in der Stille alleine, u.

hatten einen vergnügten u. seligen SAbbath

  1. freueten uns das liebe Herz Christel bald

zu sehen, kuckten manchmal den Weg hinaus

ob nicht jemand kommt.

 

Den 23ten war es ziemlich unruhig in Schomo

Ko, weil fast alles voll war von Wisk.

Sie waren aber doch so bescheiden gegen uns als sie konten.

 

Den 24ten wir waren heute viel mit unserem Geist

Viel in Bethlehem u. das Lämmlein liess uns auch was fühlen

Von dem gemeinschaftlichen Seegen seiner Gemeine.

 

Den 26ten hatten wir viel Besuch von India-

nern Maquaische und Dellawares. Logon und seine

Familie kamen auch zu Hause von der ///

Jagd, und besuchten uns, kochten sich auch was

Zu essen bey unserem Feuer, weil sie nicht wollten

Zu den trunkenen Indianern in ihre Hütten gehen.

Logon hatte auch einen Brief von Conrad W. em-

Pfangen, welchen ihm David übersetzte, sie gingen

Aber bald wieder fort, u. Logon sagte, er wollte

Uns bald wieder besuchen.

 

Den 28ten u. 29ten kamen verschiedene von unseren be-

Kannten Nachbarn zu Hause vin der Jagd, und

Besuchten uns auch gleich, man sieht sie haben

Uns lieb, u. sind recht artige Leute, wenn sie

Nur nicht bisweilen in die Schwachheiten kämen,

  1. zum Sauffen verführt würden, denn wenn sie

sich’s auch vornehmen, nicht zu trinken, so werden

sie so lange genöthigt bis sie es thun.

 

Den 31ten hatten wir eine shr vergnügten Sabbath u.

Wir waren mit unseren Herzen viel bey unseren Geschw.

In Bethlehe,.

 

Anno 1749 st. V.

 

Sonntag Den 1. Jan: warteten wir sehnlich auf unser

Liebes Herzel Christel. Er kahm aber nicht.

Wir gaben es bald auf mit sein kommen.///

 

Den 2ten kamen unsre lieben Herzen Christian

  1. Henrich Frey zu unserer grossen Freunde u.

Vergnügen hier in Schamoko an, u. erfreueten

uns mit vielen safftgien Briefgen u. Nachrichten

von unseren lieben Geschwistern in Bethlehem denn wir hatten

schon längst sehnlich jemand erwartet.

 

Den 3ten hatten wir einen vergnügten u. sehr seligen Tag

  1. unser liebes u. theueres Herzel Christian erzählte

uns viele schöne Nachrichten von unserer lieben Gemeine

  1. wir waren recht seelig u. vergnügt beysammen

im Seitenhöhlgen.

 

Den 5ten David und Henr. Frey machten sich wieder Reise-

Fertig nach Bethlehem auf den Synodum zu gehen.

Br. Christ. Schrieb Briefe nach Bethlehem.

Ein paar Indianer Weiber aus Logons Fa-

Milie kamen zu Hause u. besuchten uns, u. wir

Liessens den Logon wissen, dass Br. Christian hier

Angekommen, u. dass David wieder nach Bethlehem gehen,

schickten ihm auch viele Grüße von Tgirhitondy

Johannes u. Galliohario u. allen unseren Bruudern,

weil wir nicht wohl konnten übers Revier kommen.

 

Mittwoch Den 6ten reisten früh unsre 2 lieben Herzel David Zeisberger

  1. Henrich Frey ab von hier nach Bethlehem recht selig und vergnügt
  2. unser liebes Geistgen zog mit ihnen, die wenige In-///

dianer die noch in Schamoco waren fingen heute an sich übern Wisck

her zu machen, in der wurde ihnen so mächtig das sie die ganze

Nacht durch gemacht haben wie unsinnig.

 

Sabbath den 7ten war im uns herum ein gewaltiger Lerm

  1. die drunckner Indianerinen besuchten uns heute fleiSig u. klagten

uns ihre Noth das der Wisck ihr Meister worden wäre u. weinten

auch wohl ein bisschen darzu, die armen geplagten Herzen jammerten

uns sehr, wir bezeugten ihnen unsre Mitleiden, wir vor uns

halten selige und vergnügte Sabbathszeit, u. waren mit unseren

2 Herzen auf der Reise, u. auch bey unseren theueren Herzen im

Bethehem, u. fühlten unter uns einen sanfften Frieden.

 

Sonntag den 8ten haben wir in den Ind. Hütten besucht, u. haben vor sie

In der Stille zum Lämmlein ein StoßSeifzerlein nach dem anderen

Geschückt. Christian fühlte sein Herze besonders brennet zu ihnen.

Abends hielt Br. Christian ein gesegnetes u. gesalbten Viertelstunde mit Antons.

 

Montag und Dienstag kahm weiter nichts vor.

 

Mittwoch den 11ten kahmen Shikellomo seine 3 Söhne mit ihren weibern

Und noch verschiedene mehr aus der Freundschaft zu Hause

Von der Jagd. Sie kahmen gleich in unser Haus, besuchen

  1. waren sehr freundlich u. nachbarlich au uns. Br. Christian

richtete seine Grüße an sie aus von s. Brüdern die ihnen war

mitgegeben worden an sie u. bezuegte ihnen dabey, das

wenn die Brüder würden vom David zu hören kriegen dass

ihr Vater gestorben sey, so würden sie sehr betrübt seyn

  1. das glaubten sie auch so recht mit Ernst. James

Logon u. sein kl. Bruder bath uns ob sie könten die Nacht///

 

Nacht in unserem Hause schlaffen. Br. Anton S. hat es

Ihnen erlaubt. Die übrigen alle fingen gegen Abend an

Sich übern Wisk herzumachen u. brachten die ganze

Nacht mit Sauffen u. Lermen zu u. kahmen auch um

Mitternacht in unser Haus nein gestürmt, das wir

Arme Herzel die ganze Nacht ohne Schlaf zubringen

Mussten.
Donnerstag, den 12ten wurden wir stark besucht von drunkenen

Indianer. Sie brachten auch ihr Wisck fäßgen mit u. hätten

Gerne den Logan auch mit nein gezogen u. seinen kl.

Bruder; der Logan, u. sein ältester Br. Hielten sich männl.

Der kleinere aber gerieth auch in die Schwachheiten u.

Verführte hernachmahls den größten Lerm den Tag durch,

  1. Christian und Anton schafften sich heute Brenn Holz zum

Hause. Wir unter uns u. in uns waren heute sehr

Selig, u. unsere Herzen hingen selig u. brennend ver-

Liebt hin nach Bethlehem u. waren mit unseren Geistern

Mit auf dem Synod.

 

Freitag, den 13ten zog Logen mit seiner Frau u. mit noch etlichen

Indianer wieder auf die Jagd. 2 seiner Br. Mit ihren Weibern

  1. was sich noch nicht sadt Wisck gesoffen hatte

das blieb noch hier. Unser ganzes Herz hing u.

klebte heute mit zärtl. U. brennenden liebesgefühl

an Bethlehem, u. wir merkten in unseren Herzen///

manch Seegens-Lüfttgen an, das uns von unseren theuren

Herzen her anwehten, u. uns war wohl zu Muthe

Bey allem Geräusch das wir von auSen um hatten.

 

SAbbaths den 14ten heute war uns unser allerliebster Mann

Unbeschreiblich gnädig. Wir fühlten himmlisch selig in

Unseren Herzen, u. haben uns bald halb zu Tode gefreut

Über sein allerliebstes Seite-Höhlgen, daherraus so

Viel Seligkeit auf uns 3 arme Dingerchen in Shomoco

Kommt, u. haben es auch was rechts besungen von frühe

an bis in die Späte nach nein. Es reisten auch heute

wieder etliche Indianer ab von hier auf die Jagd. Abends

hielt Br Christian mit Geschwister Antons ein allerliebst

niedliches u. gesegnetes Viertelstunde u. daruff gingen wir

in unseres Mannes arme selig schlaffen. U. genossen

vor unser Hütlein die erste ruhige Nacht wieder seit

acht Tagen.

 

Sonntag, den 15ten hatten wir bey unserem Frühstück

Shikellomo seinen ältesten Sohn John. Er war

Freundlich u. bescheiden, sagte uns auch das er heute

Zu Mittage würde von hier gehen seiner Frauen

Freunde zu besuchen, u. alles übrige was noch so

Da war das ging heute ab von hier, u. so wurde

Shomoco wieder ganz Stille u. heimlich. Wir waren

Heute unter uns sehr vergnügt u. seelig. Br. Christian///

Lass heute einge alliebste Reden aus den Wunden

Homilien u. das war unser Confecr heute

Der uns recht kräftig u. liebh. Schmeckte.

Br. Anton ging besuchen. U. das Christel brachte

Die Zeit im Gebet zu.

 

Montag, den 16ten Januar kam Shicellemo Tochter hier an mit 4 Kindern

  1. sie war bald nach ihrer Ankunft zum Besuch in unsere,

Hause u, sie bezeugte sich sehr freundlich gegen uns.

 

Mittwoch den 18ten Es kahm heute ein fremder Dellewar zu uns

Nahmens Labachpeter[63] und bezeugte sich über uns

Freundlich zu unseren Br. Anton u. uns allen.

 

Donnerstag, den 19ten besuchte uns Labachpeter mit noch 3 Dellewar

Ind.

 

Sabbath den 21sten hatten wir einen seligen u. stillen Sabb.

Abends kahm ein fremder Dellawar Ind. Zu uns

Von Thomas Migie. Er war sehr hungrig. Wir gaben

Ihm was zu essen. Er hat sich sehr artig bey uns be-

Tragen. Abends hielt ich Br. Christian mit Geschwister Antons ein

Gesegnetes Viertelstündgen.

 

Sonntag, den 22ten besuchte uns Shickellemo seine Tochter. Sie

Ass auch mit uns zu Mittag u. war sehr freundlich.

Wir unter uns waren heute besonders seelig.

  1. haben die meiste Zeit des Tages zugebracht ver-

schiedene Reden aus den Wunden-Homilien zulessen

Abends erwarteten wir auch sehr sehnlich unser liebes

Herzel David Zeisberger wieder zurück von Bethlehem ///

Kamen uns 3 Dellaware Ind. Besuchen u. beschünkten uns mit

Einem Viertel Hirschfleisch.

 

Montag, den 23sten kamen 2 Shaweanosch liesen bey Br. Anton was machen

In der Schmiede. Abends kamen auch 2 Treter hier an von

Lancaster u. brachten 2 Pferde beladen mit Waren mit sich.

 

Dienstag, den 24sten kam Thomas Ton aus Shikellomo Freundschaft mit seiner

Fr. an und brachten noch einen Indianer mit sich. Die Träder besuchten

Uns heute u. waren sehr bescheiden, bestellten auch Arbeit bey Br.

Anton. Heute abend geruuhten unsre Nachbarn über den Romm, u.

Haben die ganze Nacht mit Sauffen und Lermen zu gebracht, u. es war

Vor uns nicht möglich zu schlafen den sie tobten zu unsinnig.

 

Mittwoch, den 25ten haben sich unsre uuber die Massen schlecht aufge-

Führt, eine von den Treder gerüht auch in die Schwachheit mit

Ihnen um die Wette zu sauffen, weil er aber fiel dabey gegen seine

Gesellen sehr grob aufführte, so haben sie ihn mit Briegel den

Bückel gewaschen u. das auf grob Ind. Ziemlich droben.

Abends kamen 2 Krieger hieranvon den Cadabess[64]. Sie kamen

Zu erst in unser Haus u. wermeten sich bey unserem Feuer. Sie konnten

Beide zu Engl. Reden, u. hatten sich ganz in Bären Felle ein ge-

Kleidet, u. in ihren Gesichtern sich schwarz gefärbt, das sie recht

Fürchterlich wie die Teuffel aussehen wollten.

 

Donnerstag, den 26ten kam James Logon mit seiner Frau u. John Betty mit

Seiner Fr. u. noch verschiedene Indianer hier an. Wir wurden den balde

Von ihnen besucht. Sie haben gehofft, der David würde von Bethlehem

Wieder zurückgekommen sein, den es verlangt sie sehr nach ihm.

 

Freitag, den 27ten heute ging Logon u. seine Gesellschaft wieder ab

Von hier auf der Jagd über die Susquehanna u. sein Br.

John Sen. kam heute zu Hause von dem Besuch siner Frauen

Freunde, u. brachte einige Dudeler mit sich. Es kam auch

heute ein Fremder Indianer hier her, der Br. Anton vor langer Zeit

war 3 Thaler schuldig geblieben u. bezahlte ihm, u. er war sehr freundlich.///

 

Samstag Sabbaths den 28ten Jan. besuchte uns früh des Shikillemo

Ältester Sohn John. Es kahmen heute verschiedene Fremde

Ind. Hier an von mancherl. Sorte. Maquaische, Shawanoss u.

Dudellar. Wir unter uns hatten heute einen seeligen Sabbath.

Unser allerliebster Mann war uns heute den ganzen Tag

Sehr nahe unser Hertzl dachten heute viel hin nach Bethlehem.

Wir erwarteten auch heute sehr sehnl. Unser liebes Herzel

David. Wir hofften auf sein kommen bis späte in den

Abend hinein. Gaben es aber zuletzt mit Schmerzen auf.

 

Sonntag den 29ten haben wir manche Unruhe gehabt von außen einige

Von den fremden Ind. Haben sich sehr grob u. unsinnig aufge-

Führt u. haben gesucht uns alles gebrannte Herzeleit an

Zu thun. Wir haben manches mahl gedacht sie würden uns das

Haus einreissen. Christian fühlte das sehr auf sein herz u. dachte

So bey sich selbst ein wenig in der Stille drüber u. fühlte

Grosses Mitleiden ihrentwegen u. fing an aus dem Gefühl

Zu singen: Mein Gott du siehst sie weiden / Breit aus

Die Flügel beyde/ da wurde auf einmal eine solche

Stille u. sie gingen alle von unserem Hause weg, u. wir

Hatten die ganze übrige Zeit des Tages Ruhe vor sie. Sonst

Aber waren wir lustige, selige, getroste Täubgen im Seiten-

Hölgen, das Lämmlein thut allerliebst Schöne mit uns. Wenn

Einmal hier hier so drunter u. drüber geth. Antons gingen heute

Den David Zeisb. Entgegen u. Christian war ein seeliges Haus hie

Nichen Besonders aber mit seinem Herzel im Seiten-Höhlgen.

 

Montag den 30sten Jan kam Thomas Dunn von der Jagd zu Hause u. besuchte

Uns etliche Mahl. Er war sehr freundlich zu uns des gleichen that

Auch Schaafmann ein lieber Ind. dem die Freundlichkeit aus den

Augen leuchtet. Er sagte uns das er morgen wieder würde auf

Die Jagd gehen.

 

Dienstag, den 31sten heute gingen verschiedene auf die Jagd u. Shamoco

Wurde wieder ganz leer u. stille.

 

 

Februarius 1749 st.v.

 

Mittwoch, den 1sten kamen wieder einige Indianer hier an von den Dudeler.

Die machten sich abends über den Wisck u. waren die

Nacht durch sehr lustig dabey.

 

Donnerstag, den 2ten besuchte uns John Senior mit seiner Frau u. sie

Waren den ganzen Nachmittag bey uns u. beyde sehr freundlich.

 

Freitag, den 3ten reiste John Senior, Shikellemo ältester Sohn

Mit den Tudelar Ind. Von hier weg auf die Jag, So

Wurde alles hier wieder Stille in unserer Nachbarschafft.

 

Sabbaths, den 4ten hatten wir einen seligen u. stillen Sabbath, wir

Waren heute viel mit unseren Geisterchen in Bethlehem

Bey unseren theueren u. lieben Herzen. Bey unseren hl.

Liebesmahle besonders u. trösteten uns bald was zu

Hören durch unseren lieben David. Abends hielt Br. Christian

Mit Geschwister Antons ein gesegnetes Viertelstündgen.

 

Sonntag, den 5ten waren wir ein bißgen Melonisch[65], das unser

David so lange bleibt u. wussten nicht was wir davon

denken sollten. Wir trösteten uns unter einander mit

mancherley Ursachen. Christian und Anton machten sich doch

Nachmittags auf, ihnen bis an den Spangenberg ent-

Gegen zu gehen. Kamen aber ohne den David wieder nach Hause.

 

Montag, den 6ten kahmen einige von unseren Nachbarn wieder

Zu Hause von der Jagt. Wir schafften uns auch

Heute Brenn Holz zu unserem Hause.

 

Dienstag, den 7ten kam weiter nichts vor, wir waren selig u.

Von aussen genossen wir auch Ruhe u. Friede.///

 

Mittwoch, und Donnerstag kam wieder nichts vor, wir unter uns waren

Selig u. vergnügt und hatten manchen Besuch von

Delleweer Ind. Die in unsrer Nachbarschaft wohnen.

 

Freitag, den 10ten Februar kam Captain John, sein Sohn zu Hause

Von der Jagd, nebst seiner Fr. :/ Es ist der welcher einmahl

Eine kleine Zeit in Bethlehem war:/ Er legte seine Sachen

In unser Hauss zur verwahrung und ging hernach zu den

Dellewar Ind. in unserer Nachbarschafft. Er war sehr freundl.

Zu uns.

 

Sabbaths, den 11ten hatten wir einen allerliebst niedlichen

Seligen vergnügten und stillen Sabbath. bey unseren kleinen

Liebesmahl dachten wir besonders hin an unserer theuer

Herzen nach Bethlehem. Noch denselben ging ich Xtian

Mit Br. Anton die Dellewar Ind. Besuchen. Konnten

Aber weiter da nichts thun als stille sein u. sie mit

Mitleiden ansehen. Abends besuchte uns der Capt. John

Sein Sohn, nebst seiner Frau u. Xtian erzehlte ihnen

Was von seinem allerliebsten Lämmlein. Er hörte

Recht attent zu und sagte zu allen Kihelle.

 

Sonntag, den 12ten hatten wir viel Besuch von Dellewar Ind.

Br. Xst. Lahss heute Geschwister Antons verschiedene

Reden von Br. Ludw. Seinen u. auch etlichen

Captl aus dem Neuen Testament. Abends hielt er

Mit ihnen ein gesegnetes Vierterlstündchen.

 

Montag, den 13ten weil gestern Br. Antons sein Geburtstag

War, u. heute der Catharina ihrer, so hatten wir

Heute ein kl. u. allerliebstes niedliches Liebesmahl///

Dabey wir über verschiedene gesegnete Herzens und Ehe Materien

Redeten u. wir fühlten unser blutiges Lämmlein besonders

Nahe dabey.

 

Dienstag, den 14ten wurden wir besucht von einigen Ind. Abends

Kam uns zur grossen Freude das liebe Herzgen Martin

mit David Zeisberger u. unserem lieben Johnathan Ind.

Zum Besuch hier an. Wir wusten fast nicht wie uns

Geschah wir waren vor Freuden fast ausser uns. Sie

Brachten uns auch viele allerliebst. niedl. u. safftige

Briefgen mit von unsren theueren Herzen aus Bethlehem,

die unsere Herzen recht honig süsse schmeckten u. uns

wie ein Balsam vor unser Herzen waren. Wir delectierten

uns an ihnen bis 2 Uhr in die Nacht hinein u. dann

hielt unser liebes Herzel Martin ein kl. Viertelstündchen

  1. drauff giengen wir in unseres Mamas Arme selig

schlafen.

 

Mittwoch, den 15ten haben wir die blut drüpfenden Nachrichten ge-

Lesen, zu unserem erstaunen. Unsere Herzen haben angebeten

  1. dem blutigen Seitelein ein Gloria nach dem anderen

gesungen vor seiner Magnedischen Macht, u. vor die richtig

blutigen Platz Regen. Christian u. Martinscher hielten auch

ein sehr gesegnetes Confer. miteinander über die gegen-

wärtigen Umstände in Shomoko. Es besuchte uns auch

heute wieder Capt. Johns Sohn mit seiner Fr. Jonathon

erzehlte ihm was vom Lämmlein, nach dem ging David

  1. Jonathon in den Delewar Hütten besuchen, u. richtete

seine Grüße aus von Christian Rentur, die er ihn anbe-

fohlen hatte an seine Brr. u. Schwester u. sein Freundschafft allhier//

  1. bey Gelegenheit dessen erzehlte er [Zeisberger] ihnen was von

den allerliebsten Lämmlein, wie das nach der Errettung

der Ind. Seelen hungert, u. das er in diesen Tagen

besonders darauf aus geht unter ihnen mit seinen lieben

  1. treuen Knechten sie seelig zu machen u. machte

auch den Ind. bekannt das er einer davon wäre u.

das sie ihm zu hören u. nicht verachten sollten.

Es kam auch Thom. Ton: uns zu besuchen u. hatte

Was zu machen in der Schmiede, durch den liessen

Wir dem James Logen wissen das Br. Martin u.

David u. Jonathon da wären, das sie ihn Worte

Zu sagen hätten von unseren Brr. Er sollte also morgen

Zu Hause kommen. Abends ging Jonathon u. Martin

In Shomoco besuchen u. so brachten wir den heutigen

Tag in vielen Segen zu. Br. Xtian hielt abends

Ein niedliches u. gesegnetes Viertelstündchen.

 

Donnerstag, den 16ten hat Jonathon mit seinem alten Christian

Eine sehr lange Conferenz gehalten. Dabey manch zärlein

Vergossen wurde. Christian schrieb auch heute an

Seine theueren Herzen nach Bethlehem. Wir hatten auch

Manchen Besuch heute von Dellewar Ind. Nachmittag

Kam unser lieber Jeams Logen mit seiner Frau u.

Seiner Fr. Vetter (Jonathons Vater Br.) u. seinem

Sohn, u. Thom. Ton hier bey uns an, wir empfingen

Sie in vieler Liebe, da sie sich bey unserem Feuer ge-

Wärmt hatten u. noch keine Gelegenheit war rath

Mit ihnen zu halten u. hier gingen sie dann wieder in///

Ihre Häuser. Das Herzgen Martin sprach auch mit Ge-

Schwister Antons wegen dem Abendmahl, das wir

Heute zu halten gedächten. Abends kam Logen u. Thom

Ton mit uns Rath zu halten, da den das Herzel Martin

  1. David ihre Sache allerliebst niedlich bey ihnen an-

bringen konnten. Unser Lämmlein war fühlbar zu gegen

  1. nachdem alles vor bey war gabs sie ihnen die

Presende im Nahmen der Brr. als ein Zeichen ihrer

Liebe. Davor sie autoridetisch u. höfflichen Dank sagten.

Jonathon dem war auch alle begebenheiten dabey erstaunlich

Wichtig u. sein Herz fühlte er im brandte stehen gegen

Seines Vaters Br. und seiner Dochter Logens Weib.

Er ging sie besuchen u. predigte ihnen bey 2 Stunden

Lang das Lämmlein, u. er hat ein ganzes haus voll

Zuhörer gehabt. U. da er von seinem besuch wieder

Kam, hielten wir ein allerliebst niedliches Liebesmahl

Dabey Martin u. Christian über viele gesegnete Ma-

Terien discurirte. Nach dem Liebesmahl hielt Br.

Martin eine gesalbete u. sehr gesegnete Viertelstunde u. drauff

Warfen wir uns so gemeinschafftlich dem Lämmlein zum

Füßen u. bathen ihm um Vergebung über alle unsere

Schulden. Drauff gaben wir uns den Kuss der Liebe

  1. dann hielten wir das Abendmahl des Lammes, wie mächtig

sich dabey das Lammlein an uns bewies ist unbeschreiblich

beym Genuss des Leichnams u. des warmen Seitenhöhlgens

Blute, sind wir fast wie ausser uns gewesen. Wir

Fühlten den im verliebten Sinn unser allerliebsten ///

Treuen Seelen Mann zu Füßen mit heiliger Sünder-

Scham röthe, u. sungen ihm ein Ave ein Gloria

Pleura, u. küssten uns noch einmal, u. so

Gingen die Herzgen um 2 Uhr schlafen, u. Xst

Schrieb noch die übrige Zeit von der Nacht

An seine theuere Herzel nach Bethlehem.

 

Freitag, den 17ten machte sich das liebe Herzgen Martin

  1. Jonathon wieder reise fertig. Wir wurden

auch gleich früh von Logan u. seiner Fr.

  1. ihrem Vater u. Thomas Ton besucht, weil

sie noch vorher mit Martin u. Jonathon zu

sprechen suchten ehe sie abreisten, sie assen

auch alle mit uns Frühstück, u. Jonathon

fing wieder den Text ihnen an zu predigen

vom Lämmlein u. seinen blutigen u. magneti-

schen Seiten-Höhlgen. Nach dem Frühstück reisten

die 2 Herzen ab von hier, nach dem sie von

allen Ind. U. Anton Schmits herzlich Abschied ge-

nommen hatte. Longen Fr.[66] war sehr bewegt u.

ihr Herz schwamm in Thränen, sie hatte noch nicht

mit Jonathon ganz ausgeredet, sie lieff ihm

nach u. die Augen stunden ihr voll Thränen

sie wollte sich noch weiter bey dem Jonathon

erkundigen und befragen nach dem blutigen Heiland

der die Sünder so lieb hat, der sie so gerne ins///

Seiten Hölchen nein zieht, u. sie ging 1/2 Meile hinter

  1. neben Jonathon her wie ein hungriges Feugen\

oder Schäfgen. Ach! Das Herz ist uns bald in Stücken

gebrochen über ihr. Christian bereite mit Thränen

auch bey der Gelegenheit, das er seine liebe Anna

nicht hier hat u. liess auch mit Martin sein

Anliegen ganz seinen Brr. Wissen u. begleitete

Mit Br. David den Martin u. Jonathon bis an

Die Eva Creek. Da nahmen sie den mit vielen

Heissen Liebesthränen voneinander Abschied!

Abends hielt Br. Christian ein gesegnetes

Viertelstündchen.

 

Sabbaths den 18ten Februar war unser Lämmlein uns

Besonders Nahe mit seinem blutigen Seiten Höhlchen

Wir hatten ein niedliches Liebesmahl. Nachmittag

Besuchte uns Philipp ein Delawar Ind. Br.

Christian predigte ihm das geschlachtete Lämmlein

Mit einem Herzel voll brennender Liebe u.

Hunger nach seiner Seele, sie ins Seiten-Höhlgen

Zu verweisen. Er hörte sehr adent zu.

 

Sonntag, den 19ten kam uns ein Maquaischer Ind. Von

Der Langen Eyland besuchen, nahmens

Sociziówonhe. Br. Anton sollte was vor ihn ///

Machen. Er fragte uns, Er hätte gehört, das

Swatane kurz vor seinem Ende uns noch

Besucht hätte, obs war wäre, drauf hat

Er uns gefragt, ob wir nicht bald einmahl

nach Langen Eyland kommen wirden, ihn zu

Besuchen. Wir gaben ihm zur Antwort vielleicht.

David besuchte auch den Schafman der gestern

Wieder zu Hause gekommen ist von der

Jagt. Christian und David gingen auch nachmittags

In den Delaware Hütten besuchen. Abends

Hielt Br. Christian ein gesalbtes und ge-

Segnetes Viertelstündchen.

 

Montag, den 20ten Febr. kam weiter nichts vor. Es war heute

Alles in Shomoco stille u. wir unter uns waren selig

  1. vergnügt in unsers Mannes allerliebsten Seiten-Höhlgen.

 

Dienstag, den 21sten kamen viele Ind. Zu Hause von der Jagd

Sich provision zu holen, gingen aber bald wieder fort.

Es besuchten uns einige, das gleiche thaten auch wir.

 

Mittwoch, den 22sten reiste fast alles von Shomoko nach Thomas

Migie, Felle daselbst zu verkauffen u. sich Wisk

Zu holen. John Betty und Thomas Donn kommen auch zu

Hause und besuchten uns. auch Schaffman

 

Donnerstag, den 23sten kamen wieder welche von unseren Nachbarn

Zu Hause und brachten Wisck mit u. fingen

Auch bald an sich darüber her zu machen u. waren///

Die ganze Nacht sehr lustig dabey. Die Mahikander

Besuchte uns heute, u. war sehr freundlich zu uns, Wir schenkten

Ihr auch Rüben, denn sie wollte auch heute wieder fort zu

ihrem Mann Jeams Logen.

 

Freitag, den 24sten continuirten unsre Nachbarn beim Wisck

Sich zu vergnügen u. haben den ganzen Tag durch er-

Staunlichen Lerm verführt auch manches Mahl

In Unsinigkeit u. Schlägerey darüber u. ihre Waffen

Dabey waren Feuer brännter. John Betty u. Tho.

Donn kamen aus dem Busch wieder, uns zu besuchen

Wir glaubten, sie kamen darum Aufsicht zu haben, das

Uns kein Leid geschehen möchte. Sie haben sich auch stark

Gewehret u. sind nicht mit zum Drunck gerathen.

 

Sabbaths den 25sten hatten wir einen ruhigen u. seligen Sabbath

Auch äusserlich um uns herum war alles sehr stille.

Unsre Nachbarn waren sehr müde, die schlieffen den ganzen

Tag, und wir waren lustig und selig im Wunde unseres

Blutigen Mannes u. waren mit unseren Herzen viel bey

Unseren Thränen=Herzen in Bethlehem auf der Reise u. überall.

 

Sonntag, den 26sten hatten wir manchen Besuch von Ind. David

Ging auch aus u. sahe sich ein wenig in Shomoco um.

Uns war heute unaussprechlich wohl, bey den allerl.

Seiten-Höhlgen unseren Mannes. Abends hielt Christian

Ein sehr niedliches u. gesegnetes Viertelstündchen.

 

Montag, den 27sten kamen auch wieder Ind. Hier an mit Wisck

John Betty besuchte uns heute, redete vieles

Mit dem David, sagte ihm das seine Brüder bald alle

Kommen würden, und dann nicht mehr auf die Jagt///

Gehen. Er bezeugte sich sehr freundlich. Es kam uns auch

Der Thomas Donn besuchen u. wir liessen ihm mit

Uns den Mittag essen u. das war ihm sehr wichtig.

 

Dienstag, den 28sten wurden wir wieder besucht vom Thomas Donn u.

John Betty. Des Shikellemo Tochter kam uns auch

Besuchen. Wir gaben ihr zu essen, u. weil wir glaubten

Sie wäre in Noth u. hätte nichts mehr zu kochen,

so haben wir ihr Welschkorn u. Bohnen mitgetheilet,

davor sie uns vielen Danck sagte, u. bezeugte sie

hätte nichts mehr zu essen mit ihren Kindern

  1. so war es uns wohl zur grossen Freude das

wir ihr was geben konnten.

 

Marz

 

Mittwoch, den 1 Mart. Kahm weiter nichts vor. Wir unter uns waren

Sehr vergnügt u. von aussen war alles sehr Stille

In Shomoco.

 

Donnerstag und Freitag war alles sehr stille hier sonst

Kam weiter nichts vor. Christian u. David sind beyde

Ausgegangen Enten zu schiessen an der Susquehanna.

 

Sabbaths den 4ten Marz haben wir einen rechten seligen

Und vergnügten Sabbath gehalten. Wir waren mit

Unseren Herzen viel in Bethlehem, und dachten auch viel

An die Geschwister die von Europa zu uns

Kommen sollten, auch an unseren lieben Johannes.

Und so überall herum. Wir hatten auch früh gleich

Besuch von Ind. Tho. Donne u. John Betty u. ihre

Weiber waren heute viel bey uns—wir liessen

Sie mit uns zum morgen essen. U. sie waren///

sehr freundlich u. dankbar u. wir glaubten sie waren sehr

hungrich. Abends kahmen auch 3 Krieger hier an von

den Cadaboss. Alles 3es Showanoss u. grosse, starke,

schöne ansehnliche Indianer.

 

Sonntag, den 5ten besuchte uns die lange Frau des Shikellemo

Dochter. sie war in Noth sie hatte nichts zu essen. Sie

Jammerte uns der Gestalt das wir hätten Blut weinen

Mögen. Wir gaben ihr und u. ihren Kindern zu essen u.

Da war grosse Freude darüber, u. gaben ihr welsch-

Korn u. Bohnen mit das sie wieder eine Zeit

Lang zu leben hat. Die Krieger waren bey ihr

Im Hause, denen hätte sie doch auch gerne was

Gegeben u. wie sie von uns was kriegte so

War sie froh das sie auch den armen hungrigen

Leutgen was geben kann. Die Krieger mit dem

Thomas Dorn haben uns auch heute besucht, u.

Waren sehr freundlich u. bescheiden zu uns. Nachmittags

Sind 2 Dellaware von Tho. Magie zu Hause ge-

Kommen u. haben viel wissck mit gebracht. Der

Eine von ihnen ist einige Stunden nach seiner Ankunft

Plötzlich gestorben. Er war unseres Br. Christian Renatus

Seiner Schwester ihr jüngster Sohn. Ein schöner grosser

Ind. Allen vermuthen nach ist die Ursache seines plözlichen

Todes der Wisck gewesen, da davon war er ein

Grosser Freund.

 

Montag, den 6ten kahm Daniel ein Dellewer Ind. Uns früh

Besuchen u. machte es uns bekannt das sein jüngster

Br. Gestorben wäre u. ob wir nicht wollten die liebe///

An ihm thun u. einen Sarg vor ihn machen, denn er

Wäre ganz alleine zu Hause, seine Mutter u.

Br. Und Geschwister wären noch bey Tho. Magie

Wir bezeugten ihnen unserer Willigkeit wie gerne

Wir das thun wollte, u. Br. Anton ging mit

ihm, seinen Br. zu sehen u. die Mass von seiner

Länge zu nehmen. Die 3 Krieger machten sich heute

Über den Wisck her u waren dabey sehr

Lustig. Zu letzt wurde alles hingerissen was in

Shomoco war. Jung und alt.

 

 

Dienstag, den 7ten Marz machte Br. David u. Anton einen

Sarg vor den Delaware Ind. Es war auch heute eine

Sehr betrübte Zeit in Shomoco. Es war alles besoffen

  1. sie haben sich unter einander im Drecke rumgehielt

wie die Schweine, u. die ganze Nacht gebrüllet wie

rahsendes Vieh, u. sind in Schlägerey gerathen das

fast Mord u. Todtschlag draus entstanden wäre

  1. damit Condinuirten sie auch so fort.

 

Mittwoch, den 8ten Maerz u. drübens es fast heute noch ärger

Als gestern. Es hat recht jämmerlich ausgesehen, wer

Nüchtern war das nahm die Flucht in den Busch

  1. brachten Flinden und Beiler in unser Haus zur

verwahrung, (um Unglück zu verhüten). Wie arme Hünnerchen wir befahlen

uns dem Lämmlein unter seine Flügel, der hat

uns unter den grausamen Dumult auch sehr

treulich bewacht. Sie hätten heute auch gerne den

Dellewar begraben, aber da war niemandt ders

Thun konnte, es war alles vom verstand besoffen.////

 

Donnerstag, den 9ten Merz da machten sich die noch halb drunkene Ind.

Doch dran den Dellewar Ind. zu begraben, weil er sehr

Stark gestunken hat. Es ging aber sehr erbärmlich

Dabey zu. Christian und David und Anton waren auch

Beim Begräbnis. Kaum haben sie ihn in die Erde

Gehabt, da musste der Wisck was rechts her halten.

Da haben sie auch dergestalt gesoffen, dass man nicht

Anders hat gedacht, als es wird ihnen zum Halse

Wieder raus flammen. John Petty und Thomas Dorn

  1. ihre Weiber waren auch in die Schwachheit

Mit nein gefallen u. Thomas Dorn hat auch heute bey

Nahe seine Frau Tod geschlagen u. so wehrte es die

Ganze Nacht durch, dass man auch kein Auge zu

Thun konnte vor dem grausamen Lerm.

 

Samstag Den 10ten war in Shomoco bis auf den Abend alles sehr

leer und stille, da heute fingen sie an über den Dellewar

Ind. Ihren Wisck her zu ziehn, und damit sind sie um

Halb Mitternacht freudig geworden u. dann sind sie

Alle lustig u. Fröhlich nach Hause gekommen.

 

Sabbaths den 11ten Merz da war alles in unserer Nachbar-

Schafft sehr stille, der Wisck war alle, u. Ihre

Leiber waren sehr abgemardet u. Mühte. Da war

Fast alles krank u. Schläfrig, da konten wir

Recht niedlich Sabbath halten. Es war auch so heimlich

Als wenn kein Mensch in Shomoco wäre als wir.///

Wir hielten ein niedliches und selges liebesmahl

Dachten christlich dabey an unser liebe Herzen in Bethl.

Abends hielt Br. Christian ein gesegnetes Viertelstündchen

Wir dankten des Lämmleins, dass er so besonders schöne

Mit uns thut in Shomoco. Er lest es uns hand-

Greiflich merken, dass er mit uns, bey uns, unter

Uns in Shomoco ist. U. Seine Hand über uns hält;

Es hat uns alle sehr gebeugt, was er auch vor

Treue an uns gewendet hat, die woche durch.

 

Sonntag, den 12ten Merz kamen uns Indianer besuchen, holten ihre

Flindten u. Beiler wieder aus unserem Hause.

einige aber liessen sich kaum vor uns sehen

Vor Scham, denn sie sahen jämmerlich aus, so blass

  1. marode als wenn sie aus dem Grabe wären

aufgestanden. Einige trieb auch der grosser Hunger

auf die Enten Jagt. Br. Christian hielt abends

ein gesegnet Viertelstündchen.

 

Montag, den 13ten hatte wieder eine Indianer wisck her gebracht

Da fingen sie abends das Sauffen von vorne

an u. Waren die Nacht durch wieder sehr lustig.

 

Dienstag, den 14ten haben wir an unserer Fence gearbeitet

  1. sie mit neuen Riegeln aus zu bessern gesucht

weil unsere Nachbarn diesen Winter über uns fleissig

unsere Riegel verbrannt haben.

 

Mittwoch, den 15ten continuirten wir an der Fence zu arbeiten

Es kamen auch einige Indianer zu uns die uns ihre///

Grosse Hungers Noth klagten. Wir thaten unsere milde Hand

Gegen sie auf, den sie jammerten uns.

 

Donnerstag, den 16ten ging John Petty mit seiner Frau. u. Tho. Dunn

Mit seiner Fr. von hier zum Logen, der bey Thomas Migie

Auf den Biever Fang ist. Sie trösteten uns, das sie bald

Wieder kommen würden.

 

Freitag, den 17ten kahm uns Shikelleme Dochter besuchen, uns

Ihre Hungers-Noth merken zu lassen, wir gaben ihr wieder was

Bohnen und Argritgens[67] mit, das sie vor ihre Kinder

Wieder was zu Kochen hat. Christian war heute was

Kränklich an seiner Hütte.

 

Sabbaths den 18ten kahmen 2 Deutsche zu uns von Tul-

Pehocken her. Sie gaben sich aus vor Treders aber

Ihrer Einrichtung war nicht Trater mäßig. Sie kamen

Uns beyde sehr verdächtig vor. Es kahmen uns auch

Heute sie hielten sich aber bey uns nur einige Minuten

Auf, so gingen sie weiter ihrem Vorhaben nach nach Wa-

Jomack zu. Es kamen uns auch heute einige Ind.

Besuchen. Nach unserem kleinen Liebesmahl dabey wir

Recht seelig waren, ging Anton u. Sie die Delewars

Besuchen, hat aber keine zu Hause angetroffen. Die

Männer waren alle auf der Jagd. Abends hielt

Christian ein neidlich u. Gesegnetes Viertelstündchen.

 

Sonntag, den 19ten Merz waren wir unter uns besonders

Selig und vergnügt. Dachten heute viel an unsere lieben

Herzn allenthalben wo sie sind. Nachmittag kahmen

4 Dudelar hier an. Eine davon war des Shikelleme

(gewesene Frau die er sich zu letzt noch genommen hatte)///

sonst kahm heute weiter nichts vor.

 

Montag, den 20. Merz kam uns früh des Shikellemo gewehsene Frau und

Mann besuchen. Christian probirte ob er Ohren hätte was vom

Heiland zu hören, aber davon wollte er nichts hören. Christian

Zog den die Sägel wieder ein. Nachmittag gingen 3

Canoes voll Indianer hier vorbey. Sie hielten sich eben

Eine Stunde hier auf. Sie brachten arbeit in die Schmiede

Das wenn sie von Tho. Migie wieder zurück kähmen

Das sie da fertig sein möchte. Sie hatten ihre Canoe mit

Felle u. Welschkorn beladen. Abends kahmen 2 Nanntegoks

Hier an, welche von der Jagt zurücke kamen u. Wieder

Nach Hause gehen wollten nach Wayomeck. Der eine be-

Suchte uns ein artiger Mensch. Er war auch hungrich. Wir

Gaben ihm wol zu essen. Er klagte sehr uuber unsrer Ind.

Hier, dass sie die liederlichsten u. Versoffensten Leute

Wären, die er unter den Ind. Wüßte, u. Er wollte hier nicht

Wohnen vor all die Welt. Er erzählte uns auch dass wieder

Eine Fr. Von hier viel Wisck heute nach Shomoco ge-

Bracht hätte. Diese Indianer welcher den Trunk liebten, wären sehr

Froh über ihre Ankunft.

 

Dienstag, den 21. Merz besuchte uns früh der Nandegock wieder

  1. klagte dass er heute in der Nacht fast erfrohren wäre.

Er wolte sich bey unserem Feuer warmen u. Weil wir

Glaubten seine Wirths Leute hier wirden ihm auch nichts

Zu essen gegeben haben, so liessen wir ihm mit uns zum

Morgen essen. Der Mensch war sehr dankbar u. Er sagte

Uns dass er sehr hungrig wäre u. Er wäre über aus

Freundlich u. Bescheiden gegen uns und weil es heute

Sehr stark regnete, so blieb er noch in Shomoko

Heute abend besuchten uns einige Delewar Ind.///

 

Mittwoch, den 22. Merz reisten die 2 Nandegocks von hier ab.

Kahmen vor her noch in unser Hauss Abschied zu

Nehmen. Sonst kahm weiter nichts vor.

 

Donnerstag, den 23sten resiten die Indianer fast alle hier ab nach

Thomas Migie. Da wurde Shomoco fast ganz lehr

Nur 2 Weiber u. Etliche Kinder blieben hier.

 

Freitag, den 24ten kahmen 4 Indianer von Langen

Eyland. Sie waren daselbst auf der Jagd gewesen.

2 kahme uns gleich besuchen u. Einer davon

war des Capt. John sein Sohn. Er that besonders

freundlich zu Br. Christian und nannte ihn seinen Bruder

und Christian fing wieder an ihm vom Heiland zu

erzehlen, er hörte sehr aufmerksam zu.

Nachmittag ging ich Christian und David auch die andern

2 besuchen. Die lagen an der Susquehanna

einer davon hiess Jacob Vorsänger. Abends

hielt Br. Christian ein gesegnet Abendviertelstunde.

 

Sabbaths den 25ten waren wir mit unseren

Herzen erstaunlich viel an Bethlehem bey unseren

Theueren Herzen. Wir hatten ein niedlich liebes

Mahl, dabey uns unaussprechlich wohl war

Nachmittags kahmen die 2 deutsche die vor 8 Tagen

Bey uns waren von Wayomak wieder zu

Rück in einer Canoe. Und sie hatten 2 Meilen///

Von hier einen Hirsch geschossen den wolten

Sie uns geben. Wir bedankten uns, u. Sagten

Ihnen, dass wir es nicht so nöthig hätten als die

Armen Ind. Hier, die hätten nichts zu essen, u.

So kam der Hirsch an die Indianer. Die waren sehr froh darüber.

Auch kam Logan mit seiner ganzen Gefolgschaft

Von der Jagd nach Hause. Wir besuchten ihnen

Bald nach seiner Ankunft. Auh kahmen 3

Eyrische Trater von Wajomak hier an u.

  1. Schawanosh, die brachten order hier her

das ein Shawanoch bey Wayomek von einem

anderen Indianer wäre erschlagen worden, u. des

erschlagenen sein Sohn war eben auch in Sha

moco. Der wurde gleich sehr betrübt über

der Nachricht. Die 2 Deutsche reisten heute noch

weiter. Auch die Eyrischen aber die 3 Schawanosh

blieben hier. Jacob Vorsinger kahm uns diesen

abend besuchen u. Br. Christian erzehlte ihm vieles

vom Heiland u. Christian war dabey sehr wohl um

sein Herze.

 

Sonntag, den 26sten Merz als am Ostertage sind wir

Nach Mitternacht aufgestanden und haben unter

uns ein kleines u. Niedliches Liebesmahl gehabt.

Und dabey haben sich unsere Herzgen im Gleichen///

Mit unseren theueren Herzens Geschwister in Bethlehem

Zu gleich gefreut über unser aller liebstes

Lämmlein, u. Über sein blutiges Hölchen. Wir

Fuhlten uns recht merklich im Andenken unserer

Geschwister. Christian hat die ganze Nacht im wachen

Recht selig verbracht. Morgens mit dem Tag

Gingen wir zu unsers lieben Br. Hagens seinen

Hüttgen, u. Freuten uns kindlich dabey. Christian u.

David besuchten auch heute den Logen u. den

Blackfish u. Schawanoch die bey ihm

Im Hause waren. Er sagte uns dass John

Petty und Thomas Dorn würden die reisen

Thun nach Onnondage. U. Das bald. Doch

Wüssten sie nicht recht gewiss wie balde.

Wir sahen dass sie fast nichts zu essen hatten

So kahms in Christian sein Herz ihnen etwas zu

Geben u. Lies des Logans Frau die Mahikander

In unser Hauss ruffen u. Schenkte ihr einen

Thönen Welsch Samen, welche er am Freytag

Geschossen hatte und dazu gebackene Pfirsich

  1. Argritgens u. Bohnen. Das Geschencke

war ihr sehr Gros u. Recht zum Wunder u.

Zur Freude. Abends hielt Br. Christian ein niedliches

  1. gesalbtes Viertelstündgen.//

 

Montag, den 27 Merz besuchten Christian u. David den Logen

Er sagte uns das er viele Maqauische Ind hier er-

Wartete die wären hier danzen. Wir wurden auch

Heute besucht von verschiedenen Ind. Abends fingen die

Etlichen Indianer die hier waren sich schon im Tanzen

Zu exerzieren.

 

Dienstag, den 28ten kahmen 3 Maquaische Ind. hier an von

Langen Eyland herunter, 2 kahmen uns bald nach

Ihrer Ankunft besuchen, wir gaben ihnen was

Zu essen: es reisten auch heute einige Dellewar

Ind. Nach Tulpehocken. Abends waren sie hier

Recht lustig u. Haben die halbe Nacht durchgetanzt

Wechselsweise einmal die Männer u. dann ein

Mahl die weiber. Christian u. David haben zu

Gesehen.

 

Mittwoch, den 29ten haben wir vielen Besuch gehabt von Ind.

Der Logen hat uns mit den Maqauischen Ind.

Die gestern hier ankahmen auch besucht. Es

Kahm auch heute John der Älteste Sohn von

Shickellemi nach Hause u. viele Ind. mit ihm.

Abends kahm John Sen., James Logan, John Betty

Thomas Dorn in unser Haus u. hatten mit ein

Anderüber verschiedene Sachen rath zu halten,

wozu sie sonst in keinem Hause Gelegenheit

hatten als in unserem: weil fast alle Häuser voll

waren, sie brachten damit zu bis 10 in den Abend///

gegen uns bezeugten sie sich alle sehr freundlich u.

Bescheiden. hernach mahls fingen sie auch gleich wieder an zu tanzen.

 

Donnerstag, den 30sten Merz kahm ein Traeter mit etlichen Indianern

Hieran von Langen eyland. Der Traeter ging auch heute

Noch bis zu Thom. Migie. Christian liess heute der

Catharine zur Ader u. Besuchte nachher mit dem David

Den Logen. Wir hatten heute auch starken Besuch von

Ind. aber am Meisten von Indianerinnen. Heute war alles

Sehr stille in Shamoko. Wir kaufften auch heute eine

Canoe von Shikellemo ältesten Sohn vor 30 Schilling.

 

[John sen. Erzehlte heute den Maqua Indianern von Bethlehem]

 

Freitag, den 31sten war die Catharina was kränklich. Br.

Christian und David versahen ihre Arbeit. Wir

Beyde besuchten auch heute in Logens Hütte,

zu Mittage haben wir den Logen u. Seine 2 Brr.

  1. den Tho-Dorn zum Mittags Essen ein-

geladen. Wir hatten eine Hirsch Keule gebraden

  1. gebackene Pfirschgen dazu abgekocht
  2. das hat ihnen recht sehr gut geschmeckt.

Nach dem Essen haben wir mit ihnen eine Pfeife

Toback geschmaucht, dabey sind sie wieder auf

Die reise zu reden gekommen nach Onontage

  1. haben auch gleich den David geordert einen

Brief an die Brr. In Bethehem zu schreiben

Um ihnen Nachricht davon zu thun. U. Bey der

Gelegenheit haben sie auch den Christian

Einen Ind. Nahmen gegeben, Tschigochgoharong///

Weil der Nahme Christian vor Ind. Fremde u. Schwer

Auszusprechen wäre, darums wolten sie

Ihm einen Nahmen geben, dabey unter den

Ind. Solte bekannt werden. Wir waren heute

Überaus aus freundlich, nach dem alles vor

Bey war so gaben wir den John Seno. U. Den

John Betty, u. Swatana Dochter

Dochter den kleinen artigen Menschel einen

Jeden ein Bar Lauschers weil sie noch nichts

Gekriegt hatten u. Das vorige mahl da Br.

Martin hier war nicht zu Hause waren.

 

Sabbaths, den 1. April st.v. heute ist fast alles

In unserer Nachbarschaft auf die Jagd ge-

Gangen. Fleisch anzuschaffen, weil sie vor

Haben ein grosses Opfer zu machen

Wir hatten heute ein niedliches liebes-

Mahl u. Wahren recht selig dabey.

 

Sonntag, den 2. April machte sich Christel reise

Fertig nach Bethlehem u. Redete noch

Vor herro mit den Geschwistern über

Alles was er nöthig fand zu erinnenrn

  1. Abends hielt er noch ein gesegnetes

Viertelstündgen.///

 

 

Montag, den 3ten April, [17]49

 

Reiste unser liebes Herzel Christel [Rauch] von Shomo

Ko ab nach Bethlehem, u. David begleitete ihn biss

Ins Nacht-Lager. Das Indianer-Fest wurde heute be-

Schlossen mit einem Tanz, nachdem sie die ganze

Nacht musiciert u. getanzt hatten, u. gleich darauf

Mußte der Wisk her halten, da auch in etl. Minuten

Alles toll u. voll war was Manns leute waren

  1. grausam rasten, daß einander fast ums

Leben gebracht haben.

 

Dienstag, den 4ten kam David wieder nach Hause u. brachte

Den Geschw. Schmidts noch viele herzl. Grüßgen u. Küß-

Gen vom Br. Christel, welchen er am Fuß vom Thürn

Stein verlassen hatte, wohl u. Gesund.

 

Die Ind. Continuirten heute noch immer fort mit

Saufen, etliche waren schon so krank, daß sie

Nichts mehr konten, doch liessen sie uns zieml. unge-

Stört.

 

Den 5. Und 6. ging wieder alles auseinander

Hier, die meisten wied nach Hause, einige

Auf die Jagd, und so wurde Shomoko wieder ganz leer.///

 

Den 8ten. Samstag hatten wir einen stillen u. vergnügten

Sabbath u. unsre Herzen waren viel bey unsern

Geschw. in Bethlehem,. Wir hatten auch heute besuch

Von Logan u. Seiner Frau, welche uns meldete,

daß er morgen gedächte nach Womphallepang[68]

zu Wasser hinauf zu gehen, sich Welschkorn zu holen

vor seine Familie, weil sie nichts mehr zu essen hätten

  1. daß der Blackfish, welcher voriges Jahr in

Womphallepang gewohnt, u. unsre Geschw. in Gnaden

Hütten öffters besucht u. sich zuweilen eine zeitlang

Da aufgehalten, diesen Sommer würde hier pflanzen.

Wir gaben ihnen etwas Welschkorn mit auf die

Reise weil sie nichts hatten. Er erzehlte dem David

Allerhand historische Sachen die Ind. Betreffend von ver-

Schiedenen Nationen.

 

Den 9ten Sonntag ging Logan u. der Blackfish von hier

Weg [deleted material]

Und blieb kein Mensch als eine alte Frau zu Hause.

 

Den 10ten Montag kam ein Indianer von oben herunter ein

Gayuker (Cayuga) mit Nahmen Tianóge, welcher sich noch zu

Besinnen wusste, daß er den T’girhotondy u. Ga-

Nosseráchen in Onondago gesehen vor 4 Jahren.///

Er beklagte, des Swatanes seinen Tod sehr, welcher

Sein sehr guter Freund gewesen. Er fragte,

ob wir sie nicht bald wieder einmahl besuchen wollten? David

sagte ihm, vielleicht balde. Es gefiel ihm sehr wohl,

daß David mit ihm discursieren konnte, u. Sagte

er solte sich Mühe geben, ihre Sprache zu lernen,

welches er ihm auch versprach. Er erzehlte, daß er

vieles von uns gehört, daß wir die Indianer lieb hätten,

  1. ihre Brr. Wären. David sagte ihm, ja wir hätten

die Indianer sehr lieb, u. Sie wären unsre Brr. Darauf gab

gab er dem David die Hand und sagte: Oh’oh Niáwo

n’twatathege, o ich freue mich, daß ihr unsre Brr.

Seyd. David fragte ihn, ob die grossen Räthe von

Den 5 Nationen wohl nicht gedächten herunter zu kom-

Men diesen Sommer? Er sagte, ja, so bald als die Rinde

Von den Bäumen abgienge, daß sie könten Canoes

Machen, würden sie wohl kommen. Sie wären vorm

Jahr herunter gekommen, aber sie wären lange

Aufgehalten worden in Albanien, darum hätten

Sie nicht mehr kommen können, weil es zu spät geworden

Er selbst wäre auch mit da gewesen, daher hätte

Er den schönen Rock geschenkt gekriegt, den er anhatte///

Welcher mit güldenen Tressen ausgeneht war. Er erzehlte

Auch, daß er mit dem Henrich von Maquaischen

Land bey welchem David gelogiert hatte, diesen Winter

An der Oztonwake Creek auf der Jagd gelegen

Nur 2 tage Reise von hier, alwo der Henrich

Mit seiner Familie noch wäre. Er aber gedächte

Eine Reise zu thun nach dem Conrad Weiser, welchen

Er sehr gut kannte, mit ihm zu reden, u. Dann würde

Er wieder zurück kommen, u. Nach Hause reisen.

Er hatte etwas an seiner Flinte zu machen, welches

Ihm Br. Anton umsonst machte.

 

Den 11ten Dienstag gieng er von hier weg, wir gaben ihm

Etwas zu essen mit auf den Weg, er klagte,

daß hier solche Hungers Noth sey u. Nichts zu essen da

wäre, und wenn die 5 Nationen würden herunter kom-

men, sie nichts zu essen würden haben. Er gab uns

allen die Hand, u. Nahm Adjeu.

 

Es kam auch heute ein Tuscarores, ein

Schawanoes hier an welche aus dem Krieg kamen,

sie hatten 2 Scalpes mitgebracht, der erste ist

oben herunter von Wahochquage eine große Stadt

(wie man sagt) der Tuscarores von Tiaogu hin-///

über gegen Schohari 2 Tagreise.

 

Es kam auch des Swatanes sein Enkel hier an,

von Ohio herunter, u. besuchte uns, brachte auch

Arbeit vor den Schmidt.

 

Den 12ten Mittwoch Eine Delaware Indianerin unsre Nachbarin

Welche uns fleissig pflegt zu besuchen, besuchte auch

Heute die Schwester Cathrine, u. erzählte ihr, dass es in

Des Philips Hause des Nachts spukte u. sie sich

So fürchtete alleine da zu seyn, weil ihre Leute

Alle nach Tulpehocken gegangen, die Cathrine

Fragte sie was sie denn dächte dass es wäre.

Sie sagte sie wüsste es nicht. Es ist aber ohne Zweifel

Des Philipps sein Bruder, der sich zu Tode gesoffen.

 

Den 19ten Mittwoch kam John Shikellemy wieder nach Hause.

Er erzehlte uns, dass er den Conrad Weiser angetroffen

Welche auf dem Wege gewesen nach Schomoko zu kommen ihnen

Geschenke vom Gouvernement zu bringen.

 

David fragte ihn, ob er den Conrad gesagt, dass sie

Eine Reise nach den 5 Nationen thun würden, er sagte

Ja. Ob er ihm auch gesagt, dass wir würden mitgehen,

er sagte ja, darauf fragte David, was er da zu

gesagt hätte. Er hätte weiter nichts dazu gesagt

als er hatte es gut geheisen, dass Ganosseracheri///

mitginge, weil er die Sprache verstünde.

Er erzehlte uns auch, dass Oztonawakin wieder

Würde bewohnt werden von Maquaischen Indianern

Und die Gayuger, welche von oben herunter gekommen,

der Tianoge heisst, würde diesen Sommer da pflan-

zen, vorerst aber nach eine Reise hinauf thun nach

Onondago. Er sagte auch, dass viele Delawares

An der West River, sich sezen würden diesen Sommer.

 

Den 20ten Donnerstag ging John Shikellimy wieder weg von

Hier hinauf nach Tgochari zu seiner Frauen Freund-

Schaft. Er klagte, dass hier nichts zu essen wäre

  1. wenn er nach Hause käme müsste er hunger lei-

den. Darum könnte er nicht viel zu Hause bleiben, u.

dass er noch nichts gegessen hätte, seit er hier

wäre. wir gaben ihm etwas mit auf den

Weg. Er war sehr freundlich u. aufgeräumt.

 

Den 22sten war es sehr stille hier u. wir waren

Fast ganz alleine, aber recht sehr seelig u.

Vergnügt im Seitenhohlgen u. das Lämmlein

War unter uns mit seinen allerliebsten Seiten-

Höhlgen, dass wirs fühlten.

Es besuchte uns auch heute einer von unseren

Nachbarn (Schaafman) ein artiger Ind.///

Er erzehlte uns, dass das Gouvernement den

John Shikellimy an des Swatanes Stelle gesezt

Hätten, weil er sein Vater gestorben, u. dass Conr.

Deswegen einen Fathom of Wampum an die 5

Nationen geschickt mit Tianoge dem Gayuker welcher

Hinauf reist nach Onondago.

 

Er klagte sehr, dass die Indianer hier so sauffen thät-

En, und versöffen alles was sie hätten. David sagte

Ihm: ja, das wäre wahr, aber die armen Ind.

Könnten nichts anderes thun, weil sie unter der Macht des

Bösen Geistes stünden, und der böse Geist über sie herrsche

Wenn aber einer den Heiland kennte und lieb hätte

Würde er nicht mehr böses thun dürffen, und darum

Könnten wir gross Mitleid haben mit den armen

Indianern, weil sie den Gott der sie so erstaunlich lieb hätte

  1. vor sie gestorben wäre u. Sein Blut vor sie

vergossen hätte, dass sie könnten selig sein wen

sie nur wolten, weil sie den nicht kennten, darum müssten sie

sündigen und böses thun. Er sagte zu allem togésge, es

ist wahr und war sehr freundlich.

 

Den 24ten, Montag, kam Logon wieder zu Hause und

Mit ihm kam auch ein Indianer von Melolalomekok

Der uns gleich besuchte und sehr freundlich gegen///

Uns war. Er erzehlte uns, dass er vor 9 Tagen

In Bethlehem gewesen u. 4 Indianer von Melola

Lomekok hätte sehen tauffen[69], welche Br. Cammerhof

Und noch ein ander Br. getauft hätte. Sagte

Uns auch das er mit Br. Christel in Bethlehem geredet

Welcher ihm gesagt hätte, dass in 8 Tagen jemand

Würde von Bethlehem abreisen nach Shomoko.

 

Es kam auch Armstrong ein Delaware Ind. mit

Welcher einen Winter in Gnadenhütten gewohnt

  1. jezo 40 Meil hinter Wayomik an der Susque

hanna hinauf wohnt. Er war sehr freundlich u.

bescheiden gegen uns. Wir nahmen sie freundlich auf

gaben ihnen auch was zu essen.

 

Den 25ten John Shikellimy kam auch wieder

Nach Hause, besuchte uns fleissig, er ist

Sehr freundlich gegen uns, und bezeigt sich wichtig.

Er lernt den David fleissig Gayugerisch, er hat

Eine schöne Gabe dazu, jemand was zu lehren.

Es wurde auch heute viel

Getanzt, als der Indianer von Melolalomekok saß unter

Ihnen u. tanzten nicht mit, er ist ein gezeichneter unter den anderen.[70]

 

Den 26ten besuchte uns Logon, discursirte viel mit

David. Er ließ eine große Feindschaft merken///

Gegen die Delawares, weil er von ihnen glaubt,

sie hätten einen bösen Zauber Geist in sich, u. sein

Kind das gestorben ist, bezaubert hätten, wie auch

Seine Frau, u. dass sie deswegen nie recht gesund

Sey, denn er glaubt, sie hätten sie vergeben

  1. dass deswegen die Delawares alle von hier

weg zögen u. sich zerstreuten eine wie die andere

dorthin, weil sie sich unter einander selbst umbrächten.

 

Den 29ten Samstag sahen wir uns fleissig um nach

Bethlehem Geschwistern, David ging auch

Aus auf die Brüder Jagt, traf aber keine

An.

 

Den 1. May, Montag, kamen unsre lieben Herzen Christel

  1. Andres bey hier an, wir freuten uns und hatten

uns erstaunlich lieb zusammen u. brauchten den

Tag vollends zu mit erfreulichen Nachrichten die uns

Unsre lieben Herzen mitbrachten u. mit liebhaben

 

Den 2ten Dienstag brachten wir unsre Sache an beym

Logon, die andren Brr. Waren nicht zu Hause.

Er war mit allen zu frieden, was ihm

Proponirt wurde. Wir fingen auch heute an

Welschkorn zu pflanzen.///

 

Den 3ten May Mittwoch Br. Anton u. David gingen

Heute zu Trader die Susquehanna hinunter

Eisen zu holen. Weil uns unsre Pferde weg

Gelaufen, so ging Br. Christel aus, sie zu

Suchen u. kam abends wieder nach Hause,

hatte sie aber nicht gefunden.

 

Den 4ten Donnerstag kamen 2 Ind. Von Necskipecky

Des Nutemers 2 Söhne u. brachten Arbeit

Zum Schmidt. Sie hielten sich viel in unserem

Hause auf, u. waren sehr freundlich. Sie erzehlten

Uns, dass ihnen ihr Hauss u. alles was sie

Hatten vom Buschfeuer verbrannt sey, weil

Niemand von ihnen zu Hause gewesen, die

Es hätte löschen können.

 

Den 5ten Freitag Br. Christel redete viel mit des Nu-

Temers Söhnen, u. sagte ihnen viel vom Hey-

Land. Sie waren sehr attent u. aufmerck-

Sam u. sehr begierig etwas vom Lämmlein

Zu hören. Sie hatten auch wenig Gemeinschaft

Mit den hiesigen Ind. Sondern hielten sich

Die meiste Zeit bey uns auf. Obschon viel

Getanzt u. gespielt wurde, so waren diese

Vor sich alleine. Armstrong ein Delawar///

Kam auch wieder hier an, u. Br. Christel

Predigte ihm den Heiland u. sein Seiten-Höhlgen

 

Den 6ten Samstag Br. Anton und David kamen heute wieder

Nach Hause, u. gerade zu rechter Zeit, denn das

Wasser war schon so hoch von dem vielen

Regen, dass sie zuletzt kaum mehr fortkommen

Konnten, u. eine halbe Meile von Schomoko noch

Einen Baum der im Wasser lag durch hacken

Mussten, damit sie vom Lande fort kamen.

Sonst bezeigte sich der Wisk unter den

Ind. Sehr wichtig.

 

Den 7ten Sonntag redeten wir mit Logon, dass unsre

Pferde weggelaufen wären, u. ob er uns nicht

Aus der Noth helfen könnte u. uns ein Pferd

Lohnen vor die Catharine. Er versprach uns

Eins zu holen, auch 2 Indianer mit gehen zu lassen,

welche etwas Sachen von Tulpehocken

könnten vor ihn mit zurück bringen auf

den Pferden. Unsre Geschwister Antons

  1. Br. Christel machten sich fertig morgen

früh abzureisen nach Bethlehem.///

 

den 8ten Montag. Weil die Wasser sehr hoch waren,

ritte David mit einem Pferde früh nach

der Eva Creek zu sehen obs möglich wäre hin-

über zu kommen, fand aber keine Möglichkeit,

darum mussten unsre Geschwister heute noch

da bleiben.

 

Den 9ten Dienstag Reiseten unsre Geschwister von hier

Weg nach Bethlehem, weil die Eva Creek noch

Sehr hoch war, nahmen David u. ein Scha-

Wanos ein Canoe auf die Schultern u.

Trugens nach der Eva Creek u. sezte unsre

Geschwister glücklich ans andre Schore u.

Schwemmten die Pferde hinüber. Der Abschied

War ein bischen schmerzlich u. David ging ganz

Alleine u. zwar ein bisschen melonisch (sic!) nach

Hause, u. als er nach Hause kam, war

Der Wisky schon wieder unter den Leuten Meister

Worden. Logon und John hatten sich

Vorgenommen nicht zu trinken, dahero sie sich

Den ganzen Tag versteckten, John hatte

sich in sein Store House eingeschlossen,///

und Logon lagerte sich in unserem Garten

unter die Bäume, und schlief auch die Nacht

da, Er sagte zum David, er fürchtete sich

vor den Besoffenen, denn sie setzen ihm

nach, u. wollten ihn zum Sauffen haben,

und er möchte es doch nicht thun.

 

Den 12ten erhielten wir Nachricht durch die Ind.

Welche mit unseren Geschwistern nach Tulpehocken gegang-

En, dass sie glücklich in Tulpehockin angekommen

Wären.

 

Den 13ten u. 14ten war es ziemlich unruhig in

Schomoko. Es war auch viel Volk beysammen,

sie continuirten mit Sauffen noch immer fort,

David besuchte den Tachnechtóris auf seinem

Stoore House, welcher sich eingeschlossen hält.

Er sagte: dass ihn die Delawares so plagten

  1. schon die ganze Woche an ihm gearbeitet hätten,

dass sie ihn wollen zum Saufen haben, dahero

er sich müsste einschließen. Denn er wüsste es wäre

vom Teufel. David sagte: ja das wäre gewiß

wahr, es wäre nur ein Betrug vom Satan///

denn wenn sie wieder ein wenig nüchtern

würden, so wären sie allzeit krank dahero

sie ihre Hütte dadurch ruinirten. John sagte

auch, dass er mit den 5 Nationen gedächte

nach Phil. zu gehen, u. da wollte er den

T’girhitondy besuchen. Sawonagarat ein Ind.

Unser Nachbar, kam von Wayomick herunter,

  1. brachte Nachricht, dass die Vorbothen der

5 Nationen in Wajomick wären, u. sie sie alle

Tage da erwarteten.

Mit unseren Herzen waren wir heute u. gestern

Sehr viel in Bethlehem bey unseren lieben Herzen, waren

Recht seelig u. vergnügt im Seiten Höhlgen.

 

Den 15ten Montag besuchte uns der Indianer wieder von

Melolalomekok, welcher seine Schwester aufsu-

Chen wollte, hatte sie aber nicht angetroffen, u. nun

Wieder die Susquehanna hinunter nach Tscho-

Niata auf die Jagd gehen will. David redete

Viel vom Heyland mit ihm, u. sagte ihm, er sollte

Nicht vergessen, was er gehört da er in Bethlehem war.

Er sagte, er wollte es nicht vergessen, denn da

Er in Bethlehem gewesen, hätte er was gefühlt

In seinem Herzen, das er nicht vergessen würde.///

Er hätte auch ein groß Verlangen gefühlt

Nach der Taufe, u. wenn er wieder nach

Hause kommen würde, welches in 2 Monathen

Geschehen würde, wollte er die Brr. in Bethlehem

Wieder besuchen.

 

Den 20ten Blackfish und Logan hielten sehr an,

wir möchten ihnen ein Stück Land pflugen da-

rauf sie Welschkorn pflanzen wollten, weil sie

nicht pflugen könnten. Sie wollten uns gerne bezahl-

en davor. Wir sagten, wir woltens ihnen wohl

umsonst thun, wenn wir nur Zeit hätten, aber

wir wären jezo so ganz alleine, dass wir nicht

wohl Zeit hätten.

 

Abends kamen 3 Indianer von den Nantigoks

Von Tschoniata zu uns, sie ziehen nach Wa-

Jomick hinauf, u. es kommen noch mehrere

Nach; sie hielten sich bey uns auf sehr spät

In die Nacht, waren sehr hungrig.

Wir gaben ihnen was zu essen worüber sie

Sehr froh u. dankbar waren. Sie wollten

Bey uns logiren, wir sagten ihnen, dass wir

Keine Indianer beherbergeten, u. es noch nie gethan

Hätten, die Indianer hier hätten ein groß Hauß,

und es würde ihnen auch liebr seyn, wenn sie

da über Nacht blieben. Sie waren aber schüch-///

tern u. wollten nicht zu den Ind. Gehen, sondern

sagten, wenn sie nicht dürften bey uns bleiben, wollten

sie in den Busch gehen. Weil dann ein großer

Regen u. Donnerwetter kam, sagten wir, sie

Sollten denn nun da bleiben, es sey jetzt

Schlimm im Busch schlafen, sie hätten keine Hütte

  1. kein Feuer u. dazu sey es sehr finster.

Sie waren sehr froh.

 

Den 22ten Montag zogen 7 Canoes voll Nantikoks

Hier durch u. viele noch zu Fuß nach Wajomick

Hinauf. Es sind alles rechte artige Leute u.

Können gut Englisch.

 

Den 23ten Dienstag. Logan u. Blackfish hielten wieder

Sehr an beym David, er sollte ihm pflugen. David

Sagte, er wollte mit dem Blackfish hinaus gehen

  1. es ihm weisen, er konnte es lernen, u. pflugte

ihm etwa vier Aker, u. das übrige konnte er

hernach selbst pflügen.

 

Den 24ten wurde Shamoko wieder ziemlich leer, sie

Gingen alle auf die Jagt.

 

Den 27ten Samstag die meisten kamen zu Hause

Von der Jagt, u. es war gleich alles toll

  1. voll u. rasten den ganzen Tag u. die

Nacht durch so weg als es noch je gewesens

Viele von jungen Mannsleuten kamen zu uns///

  1. wollten in unserem Hause schlafen, sagten

sie fürchteten sich es vor den Besoffenen. Wir wiesen

sie aber ab mit Bescheidenheit. Die Weibs-

leute lagerten sich in unsre Plantage um da

sicher zu seyn. Wir waren aber recht seelig

mit einander im Seiten Höhlgen, u. befahlen

uns dem Lämmlein.

 

Den 28ten früh kamen uns unvermuthet unsre

Lieben Brr. Kunz u. Marks Kiefer hier an.

Sie hatten die vergangene Nacht im grossen

Regen da sie auch kein Feuer machen konten

Weil sie vom Regen durch u. durch naß wor-

Den waren oben auf der Spize des Spangen

Bergs gelegen, u. einer um den anderen Bäume

Gehakt, dass sie sich ein bißgen erwärmt halten,

weil sie nicht wussten, dass sie so nahe an Sha

moko waren. Des Morgens mussten sie noch

einen Baum über die Eva Creek hacken, welche

ziemlich hoch war, dass sie konnten herüber

kommen. Sie erzehlten uns, dass sie sich auf

dem Thürnstein verirrt hatten, u. einen un-

rechten Pfad gegangen, da sie etwa 30///

Meil von Schamoko an die Susquehanna

Gekommen. Wir freuten uns recht herzlich miteinander

  1. dankten dem Lämmlein, dass sie hatten zu-

rechte gebracht. Sie kamen auch just zu einer

schlechten Führung hier an, weil es ziemlich

stürmisch u. unruhig war von trunkenen

Ind. Sie brachten uns auch viele erfreuliche Nachrichten

Von Br. Johannes aus Thomas, auch von Geschw. die aus Eu

Ropa gekommen wären.

 

Den 29ten ging David aus ins Gebirge zu sehen ob

Er unsre Pferde die das vorige woche verlohren

Gegangen finden könnte u. kam abends wieder

Nach Hause hatte sie aber nicht gefunden.

 

Ein Delawar Ind. Von Tgochari wollte heute

Abend hier schlafen. Wir bedeuteten ihn aber

So gut wir konnten, dass er möchte zu den

Ind. Gehen, sie hätten da ein groß Hauß,

  1. unser Hauß wäre nicht vor die Indianer zu logieren.///

 

Den 31. May Freitag reiste Br. Kunz von hier weg

Nach Bethlehem. David begleitete ihn biß and Nachtlager.

Die trunkenen Ind. raßten sehr diese Nacht,

des Morgens sehr früh hörten wir gleich dass David

ein Delawar Ind. diese Nacht todtgeschlagen sey wor-

den von den Maquaischen, weil er ein großer Zauberer

gewesen sey, u. viele Ind. Vergeben habe.

Sein Bruder Daniel kam u. wollte gerne einen Sarg gemessen

Haben. Wir sagten ihm, dass wirs nicht thun konnten, wir

Hätten noch nie einen gemacht.[71] Und dann begruben sie

Ihn nach Indianischer Manier bey den Delawar Begräbis

Platz.[72] Er war sehr zerhauen und zerstochen am ganzen

Leibe.

 

Den 1sten Juni Donnerstag kam David wieder nach Hause u.

Fand seine 2 Brr. Wohl u. vergnügt beysammen, es

War auch wieder sehr stille in Shamoko, u. der den

Indianer todtgeschlagen hatte, ging sehr stolz herum,

  1. machte sich gross dass er so ein Held gewesen.

 

Den 3ten Samstag Logan kam sehr früh u. sagte, dass

Sie alle wollten heute auf die Jagt gehen, die Ur-

Sache dazu war dass Blackfish wollte ein

Opfer thun von 3 Hirschen.[73]///

 

Sonntag den 4ten kamen sie wied nach Hause, u. brach-

Ten 4 Hirsche u. 3 davon wurden diese Nacht

Geopfert, wobey alles sehr wichtig zuging,

sogar die Beine wurden ins Feuer geworfen,

Damit sie kein Hund fressen sollte.

 

Montag, den 5ten kam Jeremias der Indianer von Bethlehem hier

Her, uns zu besuchen, er sagte dass Er u. Chri-

Stoph mit einander in den Bergen auf der Jagd

Sey, er war ziemlich weich, sagte er wollte bald

Wied. Nach Bethlehem gehen, die Zeit wäre ihm schon

Zu lange im Busch zu seyn.

 

Dienstag, den 6ten Jun. Ging Jeremias wieder fort, war

Sehr vergnügt u. freute sich, dass er wied. Bey

Brr. Gewesen war. Die Ind. Hier verwundeten

Sich sehr über ihn, u. konten ihn nicht genug betrachten.

 

Mittwoch, den 8ten Jun. Kamen 4 Canoe voll Krieger hier

An von den Flattheads sie brachten 2 Scalps.

 

Donnerstag den 9ten kamen wied. 30 Krieger zu Land

Hier an, sie brachten 3 Gefangene mit sich, 2

Mannsleute und ein kleines Mädgen, als sie

Noch ein Stück von der Stadt waren, riefen

Sie uns nach ihrer Kriegs-Manier u. meldeten

Sich, die hiesigen Indianer schickten ihnen entgegen///

Sie einzuladen, und ganz Shamoko versammelte

Sich ein Stuuck vor den Häusern draußen, u.

Ließen die Krieger vorbey gehen u. ihre Gefangenen,

vernahmen sie ihnen ab, welche sie am Stock fesselten,

sie mußten zuerst einen kleinen Tanz thun,

  1. als das geschehen war, führeten sie hier herein
  2. alles was zuschlagen konnte u. wollte schlug

auf sie nein, recht barbarisch, etl. Mit Ruthen,

etl. Mit Fäusten, daß das Blut herunter lief,

einer war ein bißchen alt u. konnte nicht geschwind

laufen, der kriegte sehr viel Schläge u. beym Laufen

fiel er him von dem vielen Schlagen, als sie ab.

Im Hause waren, hörten sie auf zu schlagen.

Dem kleinen Mädgen thaten sie nichts, das nahmen

Die Weibsleute u. thaten sehr schön mit ihm.

Das Herz hätte einem mögen blatzten (?) darüber, wie sie mit

Ihnen umgegangen. Als sie im Hause waren, ver-

Bunden sie ihre Wunden wieder u. bald darauf

Versammelten sich die Indianer die hier herum wohnen u.

Liessen ihre Gefangenen vor sich tanzen um Sie

  1. waren sehr lüstig u. fröhlich üb. Ihre Feinde.

Des Abends tanzten die Krieger mit ihren Gefangenen.

Es kamen auch 3 von den Häupten der

5 Nationen hier an von Wajomick herunter, welche

Sich schon eine Weile aufgehalten hatten.///

 

Den 10ten u. 11ten Jun. Hatten wir sehr viel Besuch

Von Kriegern. Sie führten sich sehr hübsch u.

Bescheiden auf u. die meisten von ihnen waren

Recht sehr artige Leute, u. groß wie Riesen.

Sie discurirten viel mit David, fragten auch

Viel wo wir wohnten, was wir vor Leute wären,

denn sie fragten fleißig nach ob wir nichts zu ver-

kaufen hätten. Wir sagten ihnen aber, daß wir

keine Trader wären, sondern der Schmidt arbeitete

vor die Indianer, wenn sie was zu machen hätten.

Wir hätten sie lieb u. hülfen ihnen gerne.

Die meisten von ihnen waren Onondager, auch

Die Gefangenen, die sie mitgebracht gehören dahin.

 

Montag, den 12ten früh morgens kam Logon, u. sagte

Daß sie gerne ihr übriges Kriegsvolk,

das sich noch unten in den Settlements über

dem Wisky aufhielte herauf nach Schomoko

kommen sähen, weil sie gerne mit den 3 Räthen

die von den 5 Nationen herunter gekommen nach

Lancaster reisen wollten. Deswegen sie mit

Einander ausgemacht hätten zwey Bothen hinunter

Zu schicken sie abzuholen, darum sollte

David im Nahmen des John Schikellimys, des Lo-///

Gans u. John Pettys einen Brief an die Settlements

Schreiben, damit sie ihnen keinen Wisky

Mehr zu saufen geben sollten, daß sie fortgingen.

David that also u. schrieb einen Brief in ihren

Nahmen.

Es besuchten uns auch die 3 Häupter der 5 Nationen.

Sie waren sehr höflich und bescheiden, wir gaben

Ihnen eine Mahlzeit, fragten auch wo wir

Denn eigentlich wohnten, sie erzählten uns auch wo

Sie wohnten u. daß sie jezo gedächten nach

Lancaster zu reisen mit dem Gouvernement

Rath zu halten.

 

Deleted matter

 

Sie besuchten auch den Anders in seinem Schmiede.

 

Die meisten von den Kriegern gingen

Heute fort, es waren ihrer in allen wohl 50.

 

Dienstag, den 13ten reiste John mit den 3 Räthen von

Hier ab nach Tulpehocken zum Conrad Weiser.///

 

Mittwoch, den 14ten Juni bescuhten uns wieder welche Krieger,

erzehlten dem David mancherley Sachen.

 

Donnerstag, den 15ten ging Logon u. ganz Shamoko

Die Dellawares ausgenommen von hier nach

Lancaster, u. blieb niemand zu Hause als

Der Blackfish.

 

Samsatg und Sonntag, den 17ten u. 18ten war es sehr stille in Shamoko

Als es in langer Zeit nicht gewesen war, wir

Waren selige Herzen beysammen im SeitenHölgen

  1. liessens uns darinne recht wohl seyn.

 

Den 1. Und 2. July hatten wir viel Besuch von

Fremden Indianern, welche Arbeit zum Schmidt

Brachten. Sie waren nicht sehr wohl zufrieden,

dass sie 2 Tage warten sollten, sondern hätten

gerne gehabt, dass der Schmidt am Sabbath u. Sontag

arbeitete, u. ihnen ihre Sachen machte.

 

Den 3ten bewahrte der Heyland Br. David sonderlich

Vor einem großen Unglück, weil ein Ind. Seine

Flinte probierte u. David kam just die Susquehanna

Herauf indem es krachte, u. hörte die Ku-

Gel gerade über seinem Kopfe vorbey sausen

Weil es das Lämmlein so gefügt, dass er ein///

Paar Fuß über das Mark schiessen müßte, sonst

Hätte es accurat den Kopf oder Hals getroffen,

die Ind. Waren sehr erschrocken, da sie ihn sahen.

 

Freitag, den 7ten Jul. Es kamen wieder Kreiger her an

Aus dem Kriege. Sie brachten Neues mit, dass

Einer von ihnen an der Mühle[74]

Kürzl. Erstochen worden.

 

Swatanes älteste Tochter welche kürzlich hier ange-

Kommen besuchte uns heute, discurirte viel mit

David, bedauerte ihres Vaters Tod sehr, weil sie

Armseelige Leute dadurch geworden, wie sie sagte,

sie fragte wo wir wohnten, und ob wir alle

beysammen wohnten die hier in Shamoko wären.

David erzehlte ihr auch, dass Swatane vergangenen

Herbst in Bethlehem gewesen, u. dass es ihm sehr wohl

Gefallen habe. Wir beschenkten sie mit etwas

Bohnen, sie sagte, sie hätten nichts mehr zu essen,

weil das Welschkorn in der Nachbarschaft

alle aufgezehrt sey.

 

Den 13ten kamen Nantikoks von Wajomick

Hier an, einer von ihnen sagte, wie es kommen

Könne, dass sie dieses Jahr von unseren Brü-

Dern nicht besucht würden. Wir hätten sie///

Ja sonst noch alle Jahr wenigsten ein

Mahl besucht. Wir sagten ihnen, wir glaubten

Es würde sie bald jemand von Bethlehem

Besuchen kommen.

 

Den 14ten Jul. Kamen Gayuker nicht weit von

Tiaógu hieran. Sie brachten Arbeit zum

Schmidt, es waren sehr artige u. bescheidene

Leute. Sie discurirten viel mit David.

 

Den 15ten kamen 2 Trader hier an sie begleite

Schikellimys Enkel hatte einen jungen Hengst

Welchen sie proetendirten, weil sie sagten, er

Gehörte ihnen, darum wollte der Trader haben.

David sollte ihm dolmetschen, u. ihm seine

Sache helfen bekräftigen, damit ihm der Indianer

Glauben möchte, David aber sagte, er ver-

Stünde nichts von solchen Sachen, u. möchte

sich auch nicht mit einlassen, der Indianer verstünde

Dellawarisch, er könnte schon mit ihm reden.

Er gab dem Ind. Eine Blänket u. ein paar

Kokssen[75] dass er zufrieden seyn sollte.///

Weil wir Salz u. einige andre Sachen

Sehr nöthig hatten, u. wir gerne ein Pferd

Von dem Indianer gelehnt hätten, redeten wir mit

Shikellimy Tochter Tochter Mann deswegen.

Er war gleich willig, u. gab uns sein Pferd

Dass wir nach Tulpehocken gehen konnten etwas

Zu holen.

 

Den 16ten Jul. Schon spät in der Nacht kam Br. Henrich Frey

  1. Anton Schmidt hier an, brachten uns viele erfreu-

liche Nachrichten von Bethlehem mit.

 

Den 18ten David und Henrich Frey gingen hinunter nach

Thomas Macky unser Canoe herauf zu holen, nacher

Wir einem von seinem Leuten gelehnt hatten,

  1. er sie nicht wieder brachte, da er doch versprochen sie in

2 Tagen wieder herauf zu bringen.

 

Den 19ten David u. Henr. Kamen wider nach Hause

Hatten aber die Canoe nicht kriegen können, weil sie

Die Susquehanna damit hinunter gefahren waren.

Sie traffen den Logan unterwegens an, welcher

Von Phil. herauf gekommen, und sehr vergnügt

Aussahe. Er erzehlte uns bald, dass er den T’gir-

Hitonty, Tecarihontiie, Gallichwio u. viele

Andere von unseren Brr. In Philadelphia gesehen, u. mit

Ihnen geredt hatte.[76]///

 

Den 20ten Jul. Kamen wieder 2 von den Häuptern

Der 5 Nationen hier an, brachten Nachricht,

dass die übrigen auf dem Wege wären, herunt-

er zu kommen u. sie sie in Tiaoge verlassen

hattem, vielleicht aber in 5 Tagen hier ankommen

würden.

 

Den 21sten Juli weil wir Mangel an Proviant

Hatten, u. die 3 Senicker welche in Philadelphia gewesen

Nicht ankamen, gingen unsre 2 Brr.

Andreas Bezold u. Markus Kieffer mit unseren 2 Pfreden

Nach Tulpehocken etwas zu holen.

John und seine Familie kamen auch an sehr freundlich

Erzehlten dem David gleich alles, was er gesehn u.

Gehört hatte in Philadelphia.

 

Den 22sten besuchten uns die 2 Häupter der 5 Nationen

Welche kürzlich angekommen, der eine ein Onondager der

Andere ein Senicker; sie discurirten viel mit dem

Ganosseracheri, und erzehlten ihm mancherley Sachen.

 

Den 24sten kamen die 3 Senicker von Philapdelphia hier

An, sie waren sehr herzlich. Sie baten sich aus in unserem Hause

Zu logieren, welches wir ihnen auch erlaubten; weil ihrer///

Viele waren, so sagten wir ihnen, dass wir jezo

Wenig zu essen hätten, u. dass unser Vorrath an Pro-

Viant alle aufgezehret sey, wir hätten aber noch Welsch-

Korn u. Bohnen, wovon wir ihnen mittheilen wollten,

dass sie sich was kochen könten, und gaben ihnen

etwas Welschkrn u. Bohnen, wovor sie sehr dank-

bar waren, u. unzehlliche Mahl Niawo da-

vor sagten, u. hatten Mittleiden mit uns. Der Wisky fing

an sich wichtig zu bezeigen in Schomoko.

 

Den 25ten Jul unsre Brr. Andr. Bezold u. Markus Kieffer

Kamen von Tulpehocken an, u. brachten etwas

Proviant, waren aber alle beyde unterwegens etwas

Krank geworden, u. kriegten starken Anfall von

Fieber.

 

Es kamen 4 Canoe voll Krieger hier am welche

In den Krieg ziehen, sie waren aber kaum ein paar

Stunden hier, so war alles voll u. besoffen, u. rasten

Erbärmlich die ganze Nacht durch. Es war ein

Rechtes Zotter Geschrey unter ihnen. Wir hatten aber

Gute Ruhe vor ihnen.///

 

Den 26sten Jul. Das Sauffen continuirte noch

Immer fort. Die trunkenen Kreiger besuchten uns

Öffters, machten es aber so hübsch als sie konnten,

und tractirten uns brüderlich, denn sie wissen alle,

das wir ihre Brüder sind.

Wir redeten auch mit den 3 Senickers u. gaben

Ihnen die Presente [=shirts], und sagten ihnen: dass schickten

Ihnen Br. Tecarihontie, Gallichwio, T’girhi-

Tonty, u. sie u. alle unsre Brr. Liessen sie sehr

Herzlich gruussen, u. weil sie sie sehr lieb hätten,

hätten sie ihrer Liebe noch mahls wollen gegen sie

bezeigen. Sie erzehlten dem David noch verschie-

denes, dass ihnen Br. Tgirhotonty, Tecariontie,

  1. Gallichwio zum Zeichen der Brüderschaft mit

ihnen einen Faden of Wampom gegeben, u.

einen Fathom of Wampom, hätten sie ihnen

mit an den Rath nach Onondago gegeben,

welche so viel sagen sollte, dass sie ihre Brr.

Die 5 Nationen aufs künftige Frühjahr be-

Suchen wollten; sie waren erstaunlich dankbar

  1. freundlich u. sagten wir sollten ihre Brr.///

T’girhitonty, Tecarihontie, Gallichwio

Anuntsche etc. von ihnen grüssen, u. ihnen

Viel Niawo in ihren Namen sagen, welches

Wir versprachen zu thun, sagten ihnen auch,

dass Br. Ganosseracheri u. Rachwistoni

morgen gedächten abzureisen ihrer Brr.

Zu sehen, u. da wollten sie ihre Bothschaft

Ausrichten. Sie discurirten noch vieles mit

Ganosseracheri, u. als sie fertig waren waren, drück-

Ten sie ihm die Hände erstaunlich u. sagten, er

Sollte ein gleiches thun, und ihre Brr. T’girhihontie,

Tecarihontie, u. Gallichwio u. Anuntschike

Von ihnen küssen u. drücken. Ganosseracheri

Sagte, ja das sollte gewiss geschehen, u. unsre

Brr. Würden sich erstaunlich drüber freuen.///

 

[Break from August 1749-January 1750—why?]

Januarius 1750

 

  1. 8ten st.v. kam Br. David wied. In Shamoko

an, traf Br. Anton u. Marx noch wohl u. ver-

gnügt an, welche sich schon eine geraume Zeit

nach Brr. Umgesehen hatten. Es war sehr stille

und einsam hier, weil niemand zu Hause war

von unseren Nachbarn als die Dellawares.

 

Den 15ten ein Trader kam von Thomas hier an, u.

Logierte bey uns über Nacht.

 

Den 19ten David war unglücklich u. verbrannte seinen Bein

Mit einem Kessel voll siedend Wasser.

 

Den 22ten des Thachnocktoris seine Frau kam

Abends hier an in unser Haus, u. sagte sie wäre

Von ihm gegangen, weil sie uneins mteinander

Geworden. Sie beklagte sich, dass sie ihre beyden

Füße erfroren hätte, weil sie die vorige Nacht im

Busch gelegen u. kein Feuer machen können, weil es

Schon spät war, mussten wir sie lassen im Hause

Schlafen.

 

Den 23ten sagten wir des Johns Frau, sie möchte

Zu den Dellawares gehen u. da logieren, weil

Sichs nicht wohl schikke, dass sie in unserem Hause

Bliebe, wenn des Schmiedts Frau hier wäre, ginge

Es noch eher an. Sie sagte aber sie möchte nicht///

Zu den Dellawares gehen, sie wären ein böses

Volk, sondern machte sich auf und ging nach Sgochari

Wir gaben ihr Feuerzeug mit.

 

Shawonogarati kam hierher von John, logierte

bey uns über Nacht.

 

Den 25ten wir schickten Br. Marx nach Tulpe-

Hocken, weil Davids sein Bein sehr schlimm an-

Fing zu werden, u. wir keinen Rath wussten noch

Einige Medicin davor hatten, in Hoffnung Br.

Rauch irgendwo anzutreffen.

 

Den 29ten Br. Marx kam von Tulpehocken

Wieder zurück, u. hatte Br. Rauch bey Peter

Kuchern angetroffen, welcher uns ein gut Pflaster schickte.

 

Den 30ten der Gayuker Hahotschaunquas kam vor

Des Johns Jagd-Hütte hier an mit seine Frau

  1. Kind, sie hätten gern gesehen, dass wir sie

hätten lassen in unserem Hause logieren, wir

wiesen sie aber ins grosse Haus, u. gaben ihnen

was dass sie sich was kochen konnten. Er sagte

uns, dass John hinauf nach Sgochari wäre u.

würde bald kommen.

 

Den 1ten Febr. Ein Trder kam vom Tomas

Hierher u. logierte bey uns über Nacht.

 

Den 2ten John kam von Sgochari hier an, u.

Brachte seine Frau wieder mit sich.

 

Den 3ten John und der Gayuker besuchten uns. John

Klagte, dass alles in seinem Hause verbrannt

Sey, Bretter u. dergl. wer es doch gethan hätte,

wir sagten ihm, die Indianer welche dann u. wann hier

durch gereist wären, Dellawares u. Shawanos,

auch Tutelos hätten drin logiert, u. weil sie

kein Holz gehabt hätten des Nachts, hätten sie die

Bort auch bisweilen Riegel von unserem Fense

verbrannt.

 

Den 5ten John besuchte uns, discurierte viel mit Da-

vid. Er sagte ihm auch, dass der Shawonogarati

gesagt hätte, David hätte gesagt ein anderer Mann

sey mit seiner Frau nach Sgochari gegangen,

David sagte ihm, es sey nicht wahr, denn es wäre

Kein Ind. Hier gewesen da sie fortgegangen,

darauf sagte John, dass er schon öffters gefu-

den, dass Shawonogarati viel Lügen sagte.

David fragte ihn auch ob seine Frau nichts zu ohm

Gesagt hätte von uns? Er sagte, Ja, wir///

Hätten zu ihm gesagt, sie sollte zu den Del-

Awares gehen, es thäte sich nicht schicken, dass sie

Hier logierts weil wir laute Mannsleute hier wären,

  1. des Schmidts seine Frau nicht da wäre.

David sagte ihm wir hätten sie eine Nacht las-

Sen hier schlafen, weil sie spät wäre hier ge-

Kommen u. sie auch ihre Füße erfrörete [sich] hätte ge-

Habt, dass sie sich nicht hätte können in

Seinem Hause Feuer machen. Er war wohl

Zufrieden damit u. sehr aufgeräumt.

 

Den 8ten Febr. John u. der Gayuker gingen nach

Dem Thomas. John sagte: er hätte gehört, dass

Thomas seine Frau geschlagen hätte, er muusste gehen

  1. zusehen ob’s wahr sey.

Ein Dellawar aus des Jacob Vorsingers Freund-

Schaft kam abends hier an u. blieb bey uns über

Nacht. Er ist ein artiger Mann u. sehr freundlich

Gegen uns, hat uns lieb. Man sollte die Leute

Einmal besuchen, sie wohnen auf der Fläche

Diesseit Long Island an der West Branch.

 

Den 10ten hatten wir einen stillen u. recht vergnügten

Sabbath. Wir waren ganz alleine.///

 

Den 11ten kam einer von des Thomas seines Kurchte

Hier an u. brachte einen Brief vom Thomas an

Br. Anton, eines Traders Sachen zu holen welche er

In unserem Hause gelassen u. nach Tulpehocken

Gegangen, u. Thomas begehrte in dem Breif:

Anton möchte ihm eine Specification

Schicken von den Sachen, weil er glaubte, er wäre

Durchgegangen. Anton liess ihm aber sagen durch

Den Mann er könnte ihm sine Rechnung schicken,

weil er sich nicht verstünde in die Sachen, sondern

schickte es ihm so.

 

den 17ten Febr. Hatten wir einen sehr seligen Sab-

bath, u. des Abends ein niedl. Mahl des Lammes

wir fühlten dass der Heyland mit seinem blutigen

Seitenhöhlgen unter uns war, u. uns war recht

Wohl beysammen.

 

Den 18ten kamen 4 Tarder hier an, logieten bey

Den Dellawares, u. geriethen in Streit mit einan-

Der. 3 von ihnen kamen des Nachts da wir

Schon schliefen an unsere Thuur u. baten wir

Möchten sie doch die Nacht lassenin unserem

Hause schlafen. Sie konnten nicht bey sammen bleiben

Wir liessen sie denn die Nacht hier schlafen.

Einer von ihnen war der, dem seine Sachen ge-///

Holt worden, u. Tulpehocken kam, er hat

Vor diesem in Lancaster gewohnt u. Br. Nyberg

Hören predigen. Er sagte uns er wäre an der

Swatara bey einem von unseren Brrn. Robert Ehrs

Gewesen, u. lobte ihn sehr, brachte uns was Tobac

Von ihm mit. Er sagte, er hätte des grönländlische Diarium

Bey ihm gelesen.

 

  1. 24ten Febr. John Petty kam von der Jagd nach Hause

mit seiner ganzen Familie, bescuhte uns balde, u.

fragte, wie viel er schuldig sey, er wollte bezahlen.

Wir sagtens ihm denn, da beschwerte er sich sehr, der

Vorige Schmidt Andres Bez hätte mehr aufgeschrieben

Auf seiner Rechnung als er sich zu besinnen wüsste,

dass er hätte machen lassen, was er Br. Anton schul-

dig wäre, üsste er wohl, aber der andere Schmidt

hätte gelogen. David redete sehr ernstl. mit ihm, u.

sagte, er wüsste gewiss, dass ihn der andere Schmidt

nicht betrogen hätte, u. er wüsste wohl genug, dass

wir keine solche Leute wären, die sie suchten zu be-

trügen u. etwa viel Felle von ihnen zu kriegen,

sondern, dass wir sie lieb hätten, u. ihnen gerne

suchten zu helfen, sie sollten aber hingegen auch

ehrlich mit uns handeln, u. uns nicht so was beschul-

digen; aber wir würden ins künftige uns auch dar-

nach richten u. ihnen nicht mehr borgen, ander In-///

dianer bezahlten gleich wenn sie arbeiten lassen, weil

sie aber unser Nachbarn und Brüder wären, hätten wir

bisher so lange geborgt bis sie hätten bezahlen

können, es wäre schon eine lange Schuld, er würde es

vielleicht vergessen haben, darauf sagte er, er wollte

denn alles bezahlen, es könnte seyn, dass er vergessen

hätte, er wüsste aber nicht dass Andres etwas vor

ihn gearbeitet hätte, Gott wüsste es, er wollte uns

aber bezahlen, damit er ruhig in seinem Gewissen

seyn könnte. David sagte ihm, das könnte er gewiss

glauben, dass der ander Schmidt ihm nicht betrogen

hätte, denn er wäre unser Bruder u. wir kennten ihn

alle shr gut, u. er üsste sehr wohl dass unser Brr.

Nicht betrügen thäten. Ja sagte er, das wüsste er wohl

Dass wir nicht betrügen, wir wären zu gute Leute

Dazu, er hätte es vielleicht vergessen. David sagte ihm

Wir wollten es ins künftige so mit ihnen halten, wir

Wollten ihnen eine Rechnung schreiben wenn sie was ma-

chen liessen die möchten sie vor sich aufheben, u. wenn

die denn bezahlen könnten bräuchten sie dieselbe wieder

ja sagte er, das wäre gut wir soltens so machen,

  1. war wieder so ziemlich zufrieden.

 

Den 25ten Shomoko wurde wieder ganz aufrührisch

  1. alles fing an zu saufen was da war, das war

uns wieder ganz was neues, denn wir hatten diesen

ganzen Winter fast keinen besoffenen Ind. Gesehen, sondern///

wir waren so ruhig hire als wir nie gewesen, nun aber

wird sich der Wisky wohl wieder fleissig einfinden.

 

Den 26ten Febr. Des morgens kam John Petty in

Unser Haus halb besoffen, u. klagte wieder shr über

Den Schmidt nehml. Den Andres, er hätte ihn so betrogen.

David sagte ihm, er wollte jetzt nicht mit ihm davon

Reden, sondern es auf eine andere Zeit versparren u.

Liess ihn wieder fortgehen.

David reiste hinauf nach Nescopecko die Indianer dort

Zu besuchen.

 

Den 29ten kam er wieder nach Hause u, hatte den

Alten Nutemes u. 2 von seinen Söhnen in Neskopeko

Angetroffen, welche ihn recht freundlich aufgenommen hatten.

David grüßte sie von unseren Brüdern, inssonderheit vom

Br. Cammerhoffm der sie diesen Winter besucht hatte, u. sagte

Ihnen dass er vor 7 Wochen sey in Bethlehem gewesen, u.

Da hätte er des alten Nutemes Schwester gesehen, die sey

Sehr krank gewesen, u. sie hätte ein gros Verlangen

Gehabt mit des Heylands Blut getauft zu werden[77]

Ehe sie heimgine, da hätte sie die Brüder gebe-

Ten, sie sollten sie doch mit dem Blut trüppfen, u.

Br. Cammerhoff hätte sie dann getaufft [Rahel]. David sagte

Ihm er wäre längst gerne zu ihnen gekommen, und hätte ihnen die Nach-

Richt gebracht, er hätte aber da er nach Shomoko gekommen

Sein Bein verbrannt, dass er nicht hätte gehen können.

Nun sey es ziemlich wohl, wie wohl nicht ganz u. da hätte er

Sich gleich auf den Weg gemacht. Es waren verschiedene

Ander Ind. Da welche sehr freundl. Waren u. fast die

Ganze Zeit das Haus voll war, weil er da war,///

Er hatte auch unterwegens den Labach Peter besucht

  1. 2 Nächte in seiner Jagdhuutte bey ihm geschlafen welcher

ihn gleichfalls sehr freundlich aufgenommen u. sehr wohl

bewürthete, hatte auch Gelegenheit vom Heyland mit ihm

zu reden. Er ist ein sehr verstündiger Mann, u. hat uns

lieb.

 

Den 3ten Marty hatten wir einen vergnuugten Sabbath

Wir waren ziemlich alleine in Shomoko.

 

Den 5ten es gerieth wieder alles ins Sauffen

  1. es war abends ein grosser Tumult

unter den Indianern weil sie ihre Weiber

schlugen, dass sie mussten durchgehen.

 

Another HUGE gap March 1750-April 1753 why?

 

Shomoco 1753 [Brother Grube]

Den 14ten April kamen die Brüder Grube, Christ [?]

Und Kotus van der Merck von Bethlehem

an mit der Loosung. Deine Kleider riechen,

Sie kamen aus der Atmosphäre des Grabes Christi

Her. Die Brr. In Shomoco freuten sich sehr über

Unsere Ankunft, denn sie waren ein wenig verleg-

En über mancherley Umstände. Wir waren diesen

Abend recht seelig beysammen, unsere Nachbaren,

die Indianer waren sehr unruhig und ziemlich besoffen.

 

Den 15ten April ruheten wir aus, und Br. Grube erzehlte

Den Brüdern manches von der Gemeine. Abends

Hatten wir ein kleines Singstündgen von Jesu Leyden.

 

Den 16ten April Nachdem Morgen Seegen gingen die

Brüder alle an ihre Arbeit, Br. Pfeister fing an

Das Camin zu mauren in unserem Hause. Br. Grube

Blieb zu Hause und kochte. Mittags lies er Capt.

Logon und seinen Bruder John Shikelimus zu sich

Kommen und redete mit ihnen von wegen der neuen

Fenz, die ihnen Br. Joseph vorm Jahr versprochen, machen

Zu lassen. Br. T’gerketondie ginge nun wieder übers

Grosse Wasser zum Br. Johanen und den anderen

Brüdern, Br. Tecarekondie sey auch wieder aus Grönland

Gekommen usw. Wegen der Fens aber dächten wir es so

Zu machen, weil wir keine Zeit hätten eine ganz neue zu machen

Nemlich wir wollten die besten Riegel von ihrer und

Unserer alten Fenz nehmen, und ihnen davon eine

Gute Fenz aufsezen, die eben so gut sollte werden als eine

Neue. Desgleichen sagte er ihnen wegen [original damaged]//

Heißt, das wir nun bald verlassen würden, wir hätten

Im Sinn es ganz abzubrechen weil wir viles da

Von in unser neues Haus brauchen, und wir auch

Nicht gerne sähen, wenn andere Leute drinne wohnten.

Sie waren nun beyde wohl zufrieden mit meiner

Proposition. Logon sagte, er würde nun von hier

Wegziehen etl. Meilen hinauff der West Branches. John

Aber würde hier bleiben und ein kleynes Store Hausgen

Bey unseren neue Hausse bauen (es wird aber wohl nicht

Geschehen denn John hat wieder eine Schawanoh-Frau genommen

Und wird auch nicht weit von Logon wohnen). Abends

Wies John den Brüdern das Stuuck Land, welches soll

Eingefenzt werden.

 

Des 17ten April In der Nacht fingen die Indianer wieder an zu

Sauffen. Wir wurden ziemlich in unserem Schlaf gestört.

 

Den 18ten April ging es noch an einem fort. Wir liessen uns aber

Nicht stöhren, sondern hielten Morgens- u. Abends

Unsere Gelegenheiten und freueten uns sonderl. Über

Die schönen Worte des Heilands: „wer das Brodt isset

Und hatten Hoffnung es auch bald zu geniessen.

 

Den 19ten April am Grünendonnerstag. Vormittags wars noch

Zieml. Unruhig von den besoffenen. Mittags hatten wir

¼ Stundiges kleines Bande. Br. Grube sagte den Brr.

Dass wir heute Abendmahl haben würden. Abends

Wurden die Indianer ganz stille u. wir hielten unser Amahl

Recht ruhig, lasen dabey die Reden, die der Heyland an seine

Jünger von seinem Leyden gehalten hat. Darnach hatten

Wir noch eine 4tel Stunde und Fußwaschen und darauf das

[damaged original] und unser blutiges Lamm durchgin uns seeliglich

[damaged original] Marterleichnam und Blute, und so gingen wir

[damaged original]///

 

den 20ten April Charfreitag wir sangen [damaged] Passions-

Versel und ihm von Herzen dass er

Am Creuz für uns arme Süderlein sein Blut ver-

Gossen hat.

Abends kamen 3 Krieger aus dem Oneyder Lande,

ihr Gewehr hier lassen zu machen. Wir sagten ihnen

aber, dass wir morgen u. übermorgen nicht arbeiten

weil wir 2 grosse Festtage hätten und mit unserem

Gott redten. Sie liessen sich ganz wohl bedeuten.

 

Den 21sten am grossen Sabbath waren wir recht stille u.

Viel bei Jesu Leichnam im Grabe.

Die Krieger kamen uns besuchen. Ich fragte sie, ob sie den

Ononseracheri kennten, sie sagten ja, und waren

Sehr freundlich. Der Friedrich von Gnadenhütten hält sich

Auch ein paar Tage hierum auf, kamt [sic] aber nicht zu uns.

Abends hatten wir eine Singstunde und darauf gingen wir zur Ruhe.

 

Den 22ten April besuchten wir vor Sonnen Aufgang

Unseres sel. Bruder Hagens Grab, setzten uns

Drauf und sungenetliche Versel. Abends lasen wir

Ein Oster Predigt und hatten Abend Stündgen.

 

Den 23ten April bald fruuh nach dem Morgen Seegen

Gingen Brüder Grube, Kobas u. Marx Kiefer mit

Dem CAnoe nach der Mühle um Proviant zu hohlen.

Grube und Marx waren das erste Mal mit. Wir kamen

Diesen Tag über 50 Meilen und ogierten des Nachts hinter

Einem dicken Baume, waren froh u. dankbar dem

Heiland, dass er uns den Tag gnädig behütet hat.

 

Den 24ten fuhren wir 16 Meilen weiter und kamen um halb 10

An den ort, nahm den Wagen von Quittopchille [78]den stori///

[damaged original] muß, dann weiter

wegen der

unterfahren hatten wir innen continiuren wurde und

so bald wir bey der Mühle waren entstand einentsetzlicher

North West Sturm. Unser Schiffgen war ziemlich in Gefahr

Wegen der grossen Wellen, denn wir kontens nicht ganz

Aufs Land ziehen. Abends kam Br. Xanter mit dem

Proviant, konnten aber nicht einladen wegen des

Sturms, der sich auch die ganze Nacht dauerte. Wir konten

Kein Feuer erhalten, mussten miteinander aufm wagen

Schlafen, wir kontens aber für Kälte kaum austehen.

 

Den 25ten stürmte es noch immer fort. Wir machten eine

Kleine Schanze vom Wagen Tuche, darhinter wir

Das Mehl in die Fäßen einfassen konnten. Da wir dann

Fertig waren, fuhr Br. Xanter wieder fort und

Wir gaben ihm 2 Packe Felle mit vor Bethlehem.

Eine Stunde daruf legte sich der Sturm etwas, und

Wir fingen an zu fahren, mussten gleich einen sehr ge-

Fährlichen Fall passieren, kamen aber glücklich hinauff. Wir

Danckten dem Heiland davor, denn es sind schon viele

Leute da unglücklich gewesen. Wir hatten etl. 20 Meilen

Sehr starkes Wasser. Abends logirten wir gegen einen

Eylande über wo weisse Leute wohnen.

 

Den 26ten April machten wir uns frühe auf und da

Wir etliche Meilen gefahren waren kriegten wir

guten Wind, wir profirten unser Seegel aufzuziehen

welches aus einen Blanket besteht. Es ging gut, wir passierten

noch einen schlimmen Fall (wo David u. Martin Schiffbruch

gelitten) Wir bunden einen langen Strick an das Canoe und

einer zog dran, die anderen arbeiteten und so kamen wir

glücklich hinauff, unser Seegel zog so gut als ein Mann///

und es machte dass wir in anderthalb Tag bey 70 Meil

den Strom entgegen fuhren, wir wurden aber doch dabey

sehr schwach. Abends um 9 Uhr kamen wir glücklich nach

Shomoko. Wir fanden alles besoffen, doch brachten wir unsre

Sachen ganz stille ins Haus und freueten uns sehr mit un-

Seren lieben Herzen die noch zu Hause waren. Sie erehlten

Wie schlecht es die Indianer seit unserem Wegseyns ge-

Macht hätten, und dass sie den Brr. Tag und Nacht keine

Ruhe gelassen haben auch meist alle unsere Hühner

Todtgeschlagen und verzehrt.

 

Den 27ten April kamen unser l. herzen David u.

Henrich Frey von Bethlehem. Die Indianer fingen wieder

An zu sauffen.

 

Den 28ten gings noch sehr unruhig zu. Verschiedene

Indianer besuchten den David und bewillkommten

Ihn, sonderlich 2. Junge Krieger, davon einer ein Oneyder Chief

War, der den David sehr gut kannte, und mit da-

Bey gewesen, als sie die Brr. nicht durch ihr Land

Wollten reisen lassen. Er freuete sich sehr, den David

Hier zu sehen. Abends hielt David die Singstunde.

 

Montag, Dienstag, und Mitt. Machten die Brr. eine Canoe.

 

Den 3ten May reiseten die lieben Herzen David und H. Frey

Von hier ab nach Onondago. Wir versorgten sie

Mit Proviant und nach dem wir und herzlich geküsst

Hatten, so fuhren sie mit ihren neuern Schiffgen ab.

 

Br. Grube begleitete sie etliche Meilen und bey seinem

Abschied thaten sie noch ein paar Freuden-Schüße, er

Wäre gerne bis Wayomick mit ihnen gegangen. Es konnte aber

Vor jezo nicht seyn.

 

Den 7ten reiseten die Brr. Pfeiffer, Schwarz u. Kobas[79] von

Hier ab nach Bethlehem. Sie nahmen etwas Felle mit. Wir///

Gaben ihnen auch Berichte mit, zu bestellen.

Diese Woche wurde auch die neue Fenz vor die Indianer

Fertig.

 

Den 11ten May fingen wir an Welschkorn zu pflanzen. Es

Geht aber sehr schwer, weil wir das Land alles

Mit der Harke muussen aufbrechen.

Ein Indianer fing an, unseren Kohl-Chop zu bauen.

 

Den 19ten May hatten wir ein seel. Abendmahl,

hatten vorher eine gründliche Bande.

 

Den 20ten May waren wir recht seelig in Jesu Wunden.

 

Den 21sten May Kamen 11 Canoe voll Indianer hier

An, sie haben eine zeitlang an der Juniata gewohnt

Und kamen eigentl. von Manakosi in Maryland[80],

werden Ganey Indian [81]genannt, sie reden meist

wie die Nantocoks, können auch ziemlich Englisch

sie wollen sich in dieser Gegend niederlassen.

 

Den 25ten May wurden wir mit Welschkorn pflanzen fertig.

 

Den 29ten machten wir den Anfang mit Einziehen in unser

Neues Hauß, wir fuhren die meisten Sachen mit den

Schlitten hin.

 

Den 1. Juni wirden wir fertig, wir ließen auch fast

Keinen Nagel im alten Hauße, nahmen alles mit, was

Wir uns loß machen konnten. Werden auch mit der

Zeit das Dach abbrechen. Es ging alles glücklich u. ohne

Hinterung. Die Tage vorher aber war alles besoffen.

 

Den 2ten Juni hielten wir unseren ersten Sabbath

Im neuen Hauße, hatten ein vergnügtes Liebesmahl u.

Weyheten unser Säälgen damit ein, und dankten den

Heiland auch für dieses liebe Plätzgen. Br. Grube machte

Den dabey ein Liedgen///

 

Den 4ten Jun [Montag] reiste Bruder Grube nach Quenischachachque

Br. Grubens kleines Reise-Diarium

Nach Quenischachachki[82]

 

Nachdem ich von den Brüdern Abschied genommen, so

Fuhr ich mit unserer Canoe ab der West Branch

Hinauf, etwas 4 Meilen von hier besuchte ich Capt.

Logon’s neuen Platz. Er war aber nicht zu Hause. Eine

Meile weiter besuchte ich eine Shawano-Hütte. Es waren

Viele Leute da, auch John Shikellimy dessen Frau

Hier gepflanzt hat. Ich hielt mich nicht lange da auf, sondern

Setzte meine Reise weiter fort. Es ging ziemlich hart. Nach her

Kam ein grosses Donner-Wetter und ich wurde sehr naß

Abends war ich sehr müde u. da ich mich um ein Plätgen

Umsah, mein Lager Zelt aufzuschlagen, so hörte ich an der

Anderen Seite des Reviers Indianer rufen. Ich gab

Ihnen Antwort, und da ich ans Land ging Feuer zu machen,

Kamen sie zu mir herüber u. einer ruffte Brüder

Brüder, und dies war unser Christ. Renatus,[83] der

Mit einen anderem Indianer auf der Jagd war gewesen.

Er sagte Bruder! Ich freue mich,besuchen dich zu sehen. Ich habe schon

Heute an Dich gedacht, ob du nicht bald kommen würdest

Mich zu besuchen, und da ich deine Canoe von ferne gesehen, so

Dachte ich gleich, daß ist gewiß der Bruder von Shomoko, komm’

Noch ein bißel weiter mit uns an einem beßerem Platz, dann

Wollen wir beysammen bleiben. Ich fuhr davon noch etwas

Weiter mit ihnen und wir fanden ein schönes Plätzgen

Zu unsren Nacht Lager, und ich hatte recht gute Geleg-

Enheit Ihnen was vom Heiland zu sagen, und waren

Recht vergn¨gt zusammen. Sie gaben mir was Bären-

Fleisch zu eßen, und ich ihnen was Brodt, und so schlief ich///

Sehr wohl bey meinen l. Indianern.

 

Den 5ten Juni machte ich mich früh auf und fuhr fort,

Die Indianer folgten mir bald nach. Ich hatte sehr schwere

Arbeit, die fälle hinauf zu kommen u. ich musste offte das

Canoe ziehen. Mittags wartete ich auf den Christ. Renat.

  1. da ich am Ufer saß u. etwas aß, kam ein Indianer

von der anderen Seite zu mir, und fragte wo ich

hin wolte, und da ich ihm sagte, so sagte er, er

wollte mirs nicht rathen, denn es wars ohnmöglich

alleine dahin aufzukommen, denn es waren lauter

Fälle und sehr starkes Waßer den ganzen Weg hinauf

  1. als Christ. Renat. Zu mir kam, sagte mir des gleichen.

Ich resolvirte mich also kurz mein Canoe bey dem Indianer

Stehen zu lassen u. meine Reise zu Fuße fort zu setzten.

Es war ohngefähr 10 Meilen disseit Otztonwakin

Ich ging denn meinen Weg fort, der meist rechter Hand an der West

Brenche hingeht, und da ich nach Otztonwakin kam

Ruhete ich auf dem Platze, wo ehedem die Indianer

Stadt gestanden, erquikte mich mit Erdbeeren,

Dachte viel an unseren allerl. Jünger und seine liebe

Reiße-Gesellschaft, die vor 10. Jahr hier ihr Zelt

Aufgeschlagen hatten. Es ist eine angenehme Gegend,

Jetz Nun aber wohnt niemand mehr hier. Jetzo konnte

Ich sehr leicht durch die Otztonwakin baden, das

Vorige Mal aber ging sie mir bis unter die Arme

Und war sehr reißend. Nachmittags um 5. Uhr

Kam ich zu den ersten kleinen Town diesseits Quenischa-

Chachki wo der verstorb. Madame Montour ihrer Tochter Mar-

Gret und ihre Familie wohnt, sie ist eine sehr reiche Frau///

Hat 30 Pferde, etliche Kühe, und 40 Schweine, dieses Jahr

Hat sie 8 Acker welschkorn gepflanzt. Ich ???????? [manuscript corrupt]

Die alte Frau weinte u. klagte mir was vonwegen ihres

Sohnes u. Tochter Mannes die letzten Winter im Krieg

Erschossen worden,[84] letztere wurde von einem Maquaischen

Unverstehens erschossen, neml. Dieser wollte einen Feind

Gefangen nehmen, der ihm aber entrann und da???

Ihn haschen wolte, so schuss der Maquaische und traf

Sie beyde, dass sie bald darauf sturben. Abends

Hörte ich ein grosses Klagen u. weinen in der Hütte

Wegen der umgekommenen Krieger, die alte Frau und

Ihre Tochter hatten auch Trauer Kleider an, braun und

Schwarz.[85]

 

Den 6ten Juni ging ich nach Quenischachachki und als ich ins

Town kam, so kam mir ein Indianer namhmens Thom.

Freeman entgegen und sagte gleich „Welcome Brother“

Ich weiss were du seyn must, ich will dich in dem Logie

Führen, und brachte mich in Jeames Davids Hause, wo

Christ. Renatus logiert, der mir auch entgegen kam und

Sich freute. Es kamen bald mehrere Indianer, die

Fragten, ob das der Bruder sey von dem sie

gehört hätten, und waren recht freundlich gegen mich.

Dann wurde ich mit Bären Fleisch tractirt. Thom. Freeman

Sagte: die Ursach, warum sie gerne einen Bruder sehen

Und sprechen wollten, wäre die, es wären verschidene

Indianer hier, die gerne den Weg zur Seeligkeit lernen

Und was vom Heiland hören wollten. Darnach nahm-

En mich mit in sein Hauß, weiß mir vieles von seinem

Lebens-Laufe. Ich ging wieder in mein Logie musste mich legen///

Weil ich nicht wohl were[ms corrupt]? Abends hatte ich ein ver-

Gnügtes Gespräch mit meinem Wirth, dem ich die liebe

Des Heilands zu uns Meschen anprieß und was er am

Creuz für uns gethan habe, er wolle so gerne auch

Die armen Indianer seelig machen pp. Ich las ihm auch

Etliche Delawarische Versel vor, und die Leutgen in der

Hütte waren alle aufmerksam.

Heute morgen sah ich etliche 20 Krieger kommen, die

Wieder nach Hausse reisten durch die grosse Wüste,

hatten einen Knaben u. ein Mädel als Gefangene bey sich,

die Mutter war ihnen wegens cohappirt, sie

konnten sich hier nicht aufhalten, weil vorigen Winter

meist alles Korn durch eine grosse Menge Krieger

war aufgezehrt worden, die Leute sind übel dran we-

gen der vielen Krieger die hier immer durchpassieren.

Viele haben kein Körngen mehr zu essen, müssen das

Mehl über 100 Meilen von Tulpehocken holen, und die

Alten u. Schwachen müssen viel Hunger leyden.

 

Den 7. Juni besuchte mich der Chief vom Town, Christ.

Renati ältester Bruder. Drauff ging ich zum Thom.

Freeman, und hatte Gelegenheit ihnen was von unseren

Grunde zu sagen, und warum wir die Indianer so

Lieb hatten, und wünschen von Herzen, dass sie auch ihren

Blutigen Gott am Creuze möchten kennen lernen.

Er weinte dabey und sagte, Ich bin wohl getaufft in

The Church of England in Maryland , aber mein

Herz hat noch keinen Frieden. Ich redete noch manches mit

Ihm u. ging wieder nach Hauß. Nachmittags besuchte ich

Einen kranken Mann u. redete mit ihm vom Heiland,

in dem kam ein alter Mann mit 2. Kindern von Allegene uns///

ins Hausse und es versammelte sich viele Indianer um ihn

herum um was neues von den Französchen ??? zugen

daselbst zu hören. Ich ging eine Weile im Busch und war

seelig und vergnügt.

 

Den 8ten Juni: Versammelte sich die meisten Indianer in des

Alten Gouveneurs Hausse[86] und liessen mich auch hin kommen

Da ich dann hin kam, fühlte ich bald in meinen Gemüth

Dass der Feind etwas spieen wollte, der alte Mann

Fing an und fragte, warum ich hieher kommen wäre. Er ver-

Langte nichts von unseren Wege zu hören. Er hatte auch

Gehört, dass wir viele Indianer hätten auf ein Eyland

Transportirt. Und so hatte er noch mehrere wunderliche

Dinge, da er ausgeredt hatte, so antwortete ich

Ihm u. sagte: Mein Freund! Ich bin nicht vor mich

Selbst hierher gekommen, sondern es habens einige In-

Dianer begehrt, dass ich sie besuchen sollte, desgleichen

Dein eigner Bruder Christ. Renatus hats verlangt

(der mit zu gegen war u. sagte Ja.) Unsere Methode

ist auch niemanden was von unseren Wege zu sagen, der

nicht ein Verlangen in seinem Herzen hat und hingehen

will. Ich wunderte mich also sehr, dass er mir

verbeiten wollte, nicht mehr hieher zu kommen, gute

Freunde zu besuchen, und er habe keine Macht darzu

Denn die meisten Indianer wären nicht seines

Sinnes, es wäre mir aber lieb, dass er seine Gedank-

En hätte gesagt, und er würde mirs auch nicht

Übel nehmen, dass ich ihm gerade meinen Sinn

Bezeugt hätte. Ich wollte morgen wieder gehen u.

Wüste nicht, ob ich in meinem Leben würde wieder

Hieher kommen, und so ging ich in mein Logie. Bald

Kamen einige zu mir u. waren ein bissel betruubt über///

Dess alten Chiefs seine Reden, und sagten ihr Sinn wäre

Nicht so, sondern ich sollte sie mehr besuchen. Indessen

War ich stille und seelig und redete manches mit dem Hld.

Gegen Abend besuchte ich Thom. Freeman es waren noch

Etliche Indianer bey ihm, die sehr freundlich gegen mich

Waren als ich nach hause ging war der alte Chief

Vor seinem Hausse, er sagte: er hätte nicht dagegen

Wenn ich wider käme, und sahe ganz freundlich aus.

 

Den 9ten Jun. Machte ich mich zur Reiße fertig, redete

Noch manches mit Christ. Renatus wegen seines hier-

Bleibens, ich lies die anderen Indianer zu hören

Welche auch wünschen, dass er wieder nach Gnadenhütten

Ging. Ich theilte meinen übrigen Proviant aus, und es

War ihnen lieb. Ich ging denn fort u. etliche Indianer be-

Gleiteten mich bis zum Thom. Freeman mit dem ich ein

Stück weges fahren sollte bis zu meinem Canoe. Christ. Renatus

Fragte mich noch u. sagte: Bruder! Hast Du Pappiere bey

Dir, ich muß einen Brief an meine Brüder in Gnaden-

Hütten schreiben u. so gingen wir wir alleine u. er dictirte mir ihn.

Sagte auch noch zu mir, Ach Brüder! Komm doch bald

Wieder zu mir, es ist mir gar zu lieb, ich sagte, ich hoffe

Dich bald bey mir zu sehen, um nach Gnadenhütten zu gehen.

Mein Wirth bath auch ihn balde wieder zu besuchen, und sie

Fuhren mir bis zum Margeret. Thom. Freeman sagte,

wir wollten ein bissel and Land gehen und ein Gebeth thun

ehe wir abreissen, und so ruffte mich die Margret

in ihre Hütte, da sich noch einige versammelten. Thom. Freeman

kniete nieder u. betete eine 4telstunde lang, und es war

alles gedächtig dabey; die alte Frau sagt auch immer O Lord

o Lord. Wir fuhren wieder fort, es fing aber sehr

stark an zu regnen, u. wir blieben die Nacht bey dem

Indianern, da ich mein Canoe gelassen hatte, wir hatten

Wenig Platz zu liegen.

 

[Sonntag] den 10ten Jun. Machte ich mich früh auf, und da ich ans

Revier ging und abfahren wollte, war mein Canoe

Weg, ich erkundigte mich bey dem Indianer, wer es

genommen habe, er sagte ein Shawanoh ich sollte nur

ein Stück am Wasser hinunter gehen zum Shawanoh Town[87]

da würde ichs finden, u. so that ichs, und fand es. Dann

fuhr ich stark fort, weil ich heute gerne nach Hause

wollte und kam auch gegen Abend glücklich in Shamoko

wieder an. Br. Marx Kiefer war mit entgegen

gegangen u. traff mich eben an, wie ich ans Land

trat, wir freuten uns miteinander, als wenn wir

ein halb Jahr einander nicht gesehen hätten. Die Brr. Erzehlten

mir gleich, wie es die Zeit her gegangen sey, und

dass sie sehr geplagt worden wären von den be-

soffenen Indianern, sonderl. Haben sich 2 Krieger

aus dem Senneker Lande Schlacht aufgeführt hat,

sie brachen das Hauß un Thüren auf u. wollten mit

Gewalt essen haben, kriegten die Brr. Bey der

Brust u. thaten als ob sie sie todt schlagen wol-

Ten. Die Brr. Gaben ihnen Milch und Brodt, aber

Sie liessen sich nicht befriedigen u. einer sonderlich

War wie ein Satan. Hier ist freilich Geduld und

Liebe von Nöthen.[88]

Conrad Weisers 4 Söhne waren auch in der Zeit

Hier gewesen, aber nicht in unser Hauss kommen.

 

Den 12ten Juni fingen wir an, Welschkorn zu hacken.

Logon, John und noch etliche Indianer gingen nach

Tulpehocken zum C. W. Mehl zu hohlen.

 

Den 16ten Jun. Hatten wir ein seliges Abendmahl

 

Den 17ten besuchten Br. Grube u. Marx Kiefer die Ganoy///

Indians, es ???? [ms corrupt] aber meist Weibsvolck zu Hauße

Vor die Zeit ist auch nichts unter ihnen zu thun.

 

Den 18ten Juni u. die folgenden Tage waren wir fleissig

Mit Welschkorn hacken. Es kamen der Schumacher

Peter glücklich , der 20 Meilen von hier wohnt am Vormittag

Nach Tulpehocken mit noch einem Mann nahmens Ludwig

Maus hier an, und ließ sich was in der Schmiede machen.

Der Schumacher bath mich sehn ihn einaml zu besuchen

Und wenn ich Sonntags bey ihm wollte eine Versammlung

Halten, so wuurde es ihm und seinen Nachbarn sehr lieb

Seyn, denn sie hätten schon lange nichts vom Heiland

Gehört, er habe auch ein kleines Kind, das noch

Ungetauft wäre. Ich konnte ihm aber nichts versprechen

Weil ich nicht vor die Christen sondern vor die Heyden

Hierher geschickt bin, doch weil mich der Mann so

Sehr gebeten hatte so resolvirte ich mich den 23sten nach

Dem SAbbathsmahl ihn zu besuchen. Br. Marx Kiefer

Begleitete mich etliche Meilen und wie ich hinkam, freuerwn

Sich die Leute sehr und bathen mich Sonntag eine

Versammlung zu halten, welches ich ihnen nicht abschlag-

En konnte. Sie lamentierten auch wegen ihres noch ungetaufften

Kindes etl. Wochen alt, und bathen mich es zu tauffen.

 

[marginal comment—den 21. Jun. Feyerte Br. Grube seine 39ten Geburtstag mit einem kleinen Liebesmahl]

 

Den 24ten Juni [Sonntag] hielt ich den Leutgen die aus der Gegend

Versammelt waren eine Stunde und tauffte auch des

Schumachers kleines Töchterlein Anna Magdalene

  1. Vater und Mutter weinten dabey. Alle die Leutgen

die meist unter den Jacobs Höhe[89] wohnen im

Thal bathen mich sie bald wieder zu besuchen, einige

Von ihnen haben schon unsre Brüder hören predigen.

Ich machte mich bald wieder auf und über-

Stieg die 3 grosen Berge und kam abends wieder

Nach Shamoko. Einige Minuten drauf kamen auch

Die 2. Indianer Brr. Petrus u. David die auf der Jagd

Gewesen, nur uns hier einmal besuchen wollten ///

Worüber wir uns freueten. Sie blieben die Nacht bey uns

 

Den 25ten machten sie sich bald wieder in Busch, denn es

Wurde hier viel gesoffen. Br. Grube schrieb Briefe

Nach Bethl. Die besoffenen Indianer sagten zu Petrus,

er sollte ihnen predigen (??), er antwortete aber, wenn

ihr nüchtern wäret, würdet ihr nicht so sagen.

Es kam auch ein Indianer über Wayomik hierher in die

Schmiede, der redete vieles vom Heiland zu einem

Anderen Indianer. Unsre 2 Brüder Petrus und David

Hörten zu, und sagten der Mann redt viele

Wahrheiten von Heiland, und da wir uns recht

Erkudigten wer er wäre, so wars unsers Nathaniel

In Meniwolag: sein Bruder. Ein hübscher Mann

Er will auch nach der Jagd seine Bruder in Menio.

Besuchen. Antons rechter Bruder war auch hier,

er machte sich aber bald fort, weil er hörte die

Small Pox wäre hier.

 

Den 29ten kam Ludwig von Nescopecko hieher

Und bestellte sich was in der Schmiede, er ging auf

Die Jagd.

 

Den 30ten hatten wir einen stillen u. sel. SAbbath

 

Den 1. Juli hörten wir, dass Logan eine andere

Frau genommen und seine alte, die Mahikanderin

Verlassen habe. Wir besuchten die Huutten, fanden

Aber niemand zu Hausse, als den Schaafman

Ein guter Freund der Brüder.

 

Den 1sten Juli kamen 10 Krieger mit 2 Scalpen hier an.

 

Den 2ten hörten wir das French Andrew[90] nach Onondage

Hiervorbey gereist sey. Wir hätten gerne an unsere

Lieben Brr. Daselbst geschrieben[91], wir konnten aber

Nicht, weil Andrew nicht hieher gekommen war.

Es kamen aber diese Tage 5 Krieger darunter ein///

Onodager, wer ein hübscher Mann, dem gab Br.

Grube einen Brief mit an unseren l. David, und

Er versprach ihn richtig zu betsellen.

 

Den 10ten kamen wieder 10 Krieger an mit 2

Scalpen, sie kamen fleißig zu uns, weil sie sehr

Hungrug sind. Wir gaben ihnen auch zu essen nach

Unserem Vermögen, und sie sind dankbar davor.

 

Den 14ten Jul. Hatten wir ein seel. Abendmahl.

 

Den 19ten kam Andrew über Quenischachachki

Von onondage u. brachte Briefe mit von unseren

  1. Herzen David, darüber wir uns sehr freuten.

Wir hätten sie gerne gleich nach Bethlehem

Geschickt, es kante aber niemand von uns wohl

So lange abkamen. Andrew erzehlte, dass er in

5 Tage von Onondago bis Quenischachachki

gereist sey, habe aber ein gutes Pferd gehabt.

Dieser Tage starb auch ein Knabe an Blattern

Aus Shikellimis Familie. Die Kinder hier haben

Meist all die Blattern gehabt u. sind noch ziemlich

Gut durchkommen. Wir haben sie mit Milch gepflegt

Und ihnen was zu gute gethan.

 

Den 28ten hatten wir einen vergnuugten Sabbath und

Herzens Bande mit einander. Nachmittags gingen

Wir die Indianer besuchen, kamen aber zu keiner

Rechten Zeit, denn der Wiski war ihr Meister.

 

Den 31. Jul. Reiste Br. Grube alleine zu Wasser nach

Wajomik verlies die 2 Brüder vergnügt u.wohl

Zu Hause.

 

1754 Diarium von Shamokin

[David Kliest]

 

Freytags den 11ten Jan. reiste Ich mit Br. Matth: Otto von der theueren

  1. lieben Gemeine in Bethlehem mit einem wahren Liebes-Schmerz
  2. weil es schon spät konnten wir diesen Abend nicht weiter

als bis Maguntsche und logierten in Schul-Haus bey die Gescwister

Neuberts, welche uns herzlich u. lieb empfingen.

 

Sabb. Den 12ten früh reisten wir von hier u. kamen gegen

Mittag nach Heidelberg alwo uns die Geschwister Wagners

Auch herzl. Empfingen, deßgleichen thaten auch viele von den

Landgwschwistern welche sich hier Predigt versammelt hatten,

Nach der Predigt nahmen wir herzl. Abschied u. reisten von

Hier bis zum Georg Lösch. Br. Casper Rieth begleitete

uns ein Stück weges, u. nachdem er uns auf richtigen

Weg gebracht, nahm er freundlich Abschied u. ging naach Haus

Die lieben Geschwister Löschs nahmen uns mit vieler Liebe

  1. Herlichkeit auf, hier blieben wir über Nacht, sie ver-

sorgten uns gut mit Proviant auf unsere noch bevor-

stehende Reise, früh nach dem wir herzlich Abschied genommen

reissten wir den 14ten Jan. von hier ab. Der liebe alte Vater

Lösch begleitete uns über 6 Meil weit, u. sezte uns auf

Den richtigen Weg, als den nahmen wir herzl. Abschied

Voneinander u Er kehrte wieder nach Haus.///

 

Dienstag, den 15ten kamen wir in Shomoko an, u. als

Wir zu unser Haus kamen, hörten wir unsers l. Br.

Bachhofs Stimme, worüber wir uns sehr freueten u. das

Er noch am Leben war. Die 2 lieben Brüder Bachhof u. Marx

Kiefer freueten sich über unser Ankunfft u. bewillkommeten

Uns herzlich.

 

Mittwoch den 16ten ruheten wir ein wenig aus. Br. Otto brachte

Heut unser kleines Haus-Apothekgen in Ordnung u.

Recommendierte den Br. Bachhof die Medicin, mit welcher

Er continuirten sollte bis sein Zufall ganz curiert

Wäre. Nachdem das geschehen, ging ich u. Br. Otto zur Sus-

Quehanne und besuchten die Indianer Hütten. Wir fanden

Nur 2 Manns-Leute zu Hause, die übrigen waren lauter

Weibsleute u. Kinder. Wir besuchten auch unsers sel. Br.

Hagens Grab. Nachdem gingen wir wieder nach Haus u.

Resolvirten das ich u. Br. Otto morgen fruuh wieder von

Hier nach Bethlehem abreisen wollten. Wir beschlossen diesen

Tag mit einem niedlichen u. gefühligen Abend Segen

  1. legten us in den Wunden des Heylandes zur Ruhe.[92]

 

Donnestag, den 17ten klagte Br. Bachhof das er mehr

Empfindung von seinem Zufall gehabt, und desshalb

Die ganze Nacht nicht schlafen k¨nnen, worüber es

Uns allen so im Herzen wurden, das es gut wäre wenn

Br. Bachhof mit nach Bethlehem ginge u. Ich hier bliebe. Wir

Proponierten es ihm, u. es war ihm recht. Nachdem wir

Ein wenig gefrühstückt, nahmen wir herzlich Abschied von

Einander. Br. Marx Kiefer begleitete sie u. ich blieb

Allein zu Haus. Ich fühlte mich wohl in meinem Gemuuth

Ein wenig betreten, weil ich muste hier bleiben,[93] doch

War der liebe Heiland meinem armen Herzen nahe u. fühl-

Bar u. ich war im Geist viel in der Gemeine.

 

Freytag, den 18ten hatte ziemlich Besuch von verschiedenen

Weibsleuten u. Kindern, denen ich zum Theil ihre Beilgen praepa-

Reiren musste, u. zum Theil etwas zu essen begehrten. Heut

Abend kam mein lieber Marx Kiefer von seiner Begleit-

Ung wieder zurück, u. brachte mir herzliche Grüße mit von

Br. Bachhof u. Otto. Ich freuete mich das er wieder hier war.

 

Sabbath den 19ten hatten wir einen recht niedlichen

  1. stillen SAbbath. Zu Mittag hatten wir liebesmahl
  2. ich erzählte manches von den seligen Gang der Ge-

meine u. was der Heiland an sinem Volck gethan,

  1. was ich in der kurzen Zeit meines Besuchs in mei-

nem Herzen grfühlt u. erfahren, welches sind wol nicht

gut in Worte bringen läst. Nachdem Abend segen

legten wir uns in unsers Mannes Wunden zur Ruhe

 

Sonntag den 20ten heute besuchten wir die Indianer in ihren

Huutten. Wir hatten auch einen Besuch von 2 Weissen Leuten///

Sie wohnen nur 6 Meilen von hier auf der anderen

Seite der Susquehannah, bey dem Georg Gabriel welcher

Ein Trader ist. Sie brachten mir etwas Arbeit,

Einer von ihnen ein Schneider N. Ostermann sagte das

Er auch in der Schweiz in Bern in Bekanntschaftmit

Ben Brr. Gewesen sey, u. nachhero sey er auch auf einen

Besuch in Herrnhaag gewesen. Es war Anno 1742.

Er habe aber keine Erluabnis gekriegt zum dableieben

  1. gab seiner schlechten Aufführung die Schuld das er

habe müssen weggehn.   Nachhero habe er sich verheiratet

  1. ist nun 5 Jahr hier in Land aber erst

kurzl. Hierauf gezogen. Wir beschlossen diesen Tag mit

einem Abend Segen u. legten uns selig zur Ruhe.

 

Montag , den 21sten heute wurden wir sehr erfreut durch die Ankunfft

Unsres lieben Br. Davids[94] welcher uns aus der theueren Gemeine aller-

Liebst schöne und erfreuliche Nachrichten so wol schrifftlich als mündlich

mitbrachte. Br. David erzehlte uns auch das er unterwegens ver-

Nommen dass die lieben Herzen Gottlob [Hoffmann] u. Nathaniel von ihrer

Reise in North Carolina gesund und wohl retourniert , welches uns auch

Sehr lieb zu hören war und dankten dem Lamm davor.

Unser liebes Herz David war auch sehr fleißig, weil er unser Haus

noch so unausgebaut fand, so that er was er konnte. Er legte///

einen schönen starken Fußboden in unser Haus, wozu er die

Borte uch selbst gemacht u. wir haben geholffen was wir konten.

Überhaupt war er willig uns zu helffen mit Rath und That mehr

Also wir von ihm vermuthet. Er hielt uns auch manch schönes

Singstundgenu. Abendsegen. Das Lamm war bei allen Gelegeheiten

Unseren Herzen nahe u. fühlbar. Wir hatten auch in der Zeit den

Kelch der Danksagung ai…

 

Den 17ten Februar hatten den Genuß des Marterleichnams u. seines

Bluts, dabei uns unaussprechlich wohl war.

 

Den 18ten wurden wir in etwas betrübt weil nun unser liebes

Herz David welcher uns bisher zum Segen gewesen wieder von

Uns u. zum Synod reiste.[95] Wir empfahlen uns unsers blutigen

Mannes Unterstützung in der Gemeine liebes Andenken.

 

Im Monat Martius kamen bisweilen Indianer aus dem Busch, denen ich

Ihre Flinten verbessern muste. Sonst kam nicht viel besonders vor.

 

Montag d. 1ten April wurden wir herzlich erfreut durch di Ankunfft

Unsers lieben Br. Davids u. Ortliebs. Sie waren uns herzlich

Willkommen. Unsre Herzen wurden auch gefeuert über den sch¨-

Nen Nachrichten so sie uns wieder aus der theueren Gemeine so

Wol mündlich als schrifftlich mitbrachten.

[Inserted marginalia: den 2ten April: sind 2 von des alten Shikellamy

Söhnen neml. John u. John Betty von hier weg u. 30 Meilen weiter gezogen.]

 

Diese Woche hilet unser liebes Herz David uns manch niedliches

Singstündgen u. Abendsegen. Das Lamm war in unsere Mitte.

 

Sabbath den 6ten hatten wir Liebesmahl dabei uns Br. David manches

Von unserem lieben Geschwistern in der Gemeine erzehlte. Es war uns wohl.//

 

Sontag den 7ten hatten wir ein recht seliges Abendmahl. Von außen

War auch alles so still als ob wir mitten in der Gemeine gewesen.

 

Montag den 8ten früh machte sich unser liebes Herz David fertig zu seiner

Abreise. Wir hatten vorher ein kleines Abschieds Liebesmahl u. dann

nahmen wir herzlichen Abschied, gaben ihm etl. Briefgen mit u. suchten

uns dadurch in der Geschwister Andenken zu bringen.

 

Diese sogenannte Marterwoche war uns eine besonders recht ge-

Segnete Woche, weil des Lammes Passion, uns ist lauter Freude

Seine Wunden Cron u. Hohn unseres Herzens Weide, unsere

Seel ist innig wohl wenn wir gedenken u. in seiner

Seiten-Hohl soll er uns versenken.

 

Sabbath den 13ten heute brachten wir den Tag zu in einer seligen

Meditation Uuber der Leiche Jesu im Grabe. Wir hatten zu

Mittag L. M. u. abends Singstunde u. Abendsegen.

 

Donnerstag, den 18ten heute war der große Schawanos von groß Eiland[96]

Hier und brachte mir etwas arbeit. Er freuete sich das er mich hier

Fand, Er kennte mich glaich, weil ich vor 2 Jahr. In Bethlehem vor

Ihm auch eine Büchse praepariert habe. Er fragte auch nach dem

Br. Albrecht welcher ihm vor 2 Jahr seine Büchse geschäffert hat

Zu seiner völligen Satisfactoin. Er hätte gern noch manches

Mit mir geredet konnte aber kein Englisch. Ich konnte aber seinen

Sinn u. Herz fühlen, das er uns lieb hat. Seine Fr. war auch artig.

 

Sabbath den 20ten kam ein Büchsenmacher von Lancaster hier an u. blieb

Bei uns übernacht. Er heißt Billy Henry. Er ist bei den Brr. In

Lancaster öffters in Versammlung gangen. Er ging von hier ///

Den 21sten u. zum Thomas McKee.

Heute hatten wir auch einen Besuch von unserer Nachbarn die beu

Dem Trader Georg Gabriel wohnen. Er war auch selbst mit

Hier, brachte etwas Arbeit, u. dann beklagte er sehr das wir so we-

Nig zu ihm kämen u. ihn besuchten. Er sagte er habe die Brüder lieb

  1. wünschte das wir doch öfters des Sontags zu ihm kämen u.

ihm besuchten. Er vor sein Part suchte in näher Connexion

mit uns zu kommen u. dem habe er viele Leute bei sich da

es auch gut wäre wen wir bisweilen kämen u. sähen wie

es ginge, u/ manchmal eine Ermahnung hielten. Er bat sehr

ernstl. Dass ichs den Brüdern in Bethlehem melden sollte dass sie sich

seiner auch sollten mit annehmen weil er doch nicht nur vor

das Zeitliche auf der Welt seyn, sondern er suche auch was vor

sein Herz.[97] Ich sagte ihm es sey gut, ich wollte es den Brr. Melden u.

weil wir hier seyn wollen wir ihn besuchen kommen so viel also

es die Zeit u. Umstände erlauben, aber leuten zu predigen oder

sie zu ermahnen denen es wohl ist in ihrem Zustand seye nicht

unsere Methode, wenn wir aber zu ihnen kämen u. fänden jemand

da, der verlegen sey in seinem Herzen, seinen Gott u. Schöpfer

kennen zu lernen, da sey es unseres Herzens Freude solcher Seele

was zu erzehlen. Wie das Lamm für unsre Noth am Creuze

sich so milde geblutet hat zu todt etc.

Heute kam auch Mr Conrad Weiser hier an, u. logierte bei

Die Indianer im Town.[98]

 

Montag den 22sten besuchte er uns u. war sehr freundlich. Wir offerirten

Ihm unser Haus, zu seinem Logis, u. sagten ihm er seye willkommen///

Er erwiderte aber das Er nicht könnte willkommen

Seyn, weil wenn er hier wäre allezeit das Haus wuurde voll

Von Ind. Seyn u. deswegen weder wir noch er würden Ruhe

Haben. Wir baten ihm an wen wir ihn in etwas dienen

Könnten sollte er so gut seyn u. es uns sagen. Wir wolltens

Von Herzen thun so viel wir könnten. Er sagte er wollte so thun

Heute war auch der Leonhardt Ind. Von Nescopeck hier der ohnedem

Bei den Brr. Gewohnt. Er war sehr trunken, nannte gleich

Seinen Nahmen, u. fragte nach dem Br. Grube, Er sagte er

Wollte im Krieg gehen gegen die Catabas. Ich konnte ihm

Nicht viel sagen weil er nicht viel Verstand hatte. Wir

Gaben ihm zu essen u. liessen ihm gehen. Es kam auch heute

Der vorerwähnte Büchsenmacher von Lancaster mit einem

Juden namens Joseph Meuer hier an u. bleiben bei uns übernacht.

Der Jude ist ein Silber-Schmit.[99]

 

Den 23sten reisten sie von hier nach Wayomick.

 

den 27sten kamen sie wieder zuruuck u. blieben bei uns uubernacht.

Sie brachten auch etl. Steinkohlen mit welche sie da an der

Susquehannah von den Felsen abgebrochen u. auch 2 Stück

Erz welches sie in ihren Ort probiren wollten. [100] Sie sagten uns das

In Wayomick die Indianer zu ihnen gesagt, das sie in Bethlehem das

Erz hätten probieren lassen und es wäre lauter Messing draus

Worden. Ich sagte ich glaube nicht das es wahr wäre. Weiter

Sagten sie das sie von verschiedenen Leuten gehört das wir hier///

Viel Erz ausschmelzten, u. sehr reich dabei würden.[101]

Er habe es jetzt so befunden das die Leute ihm Lügen vor-

Gesagt haben, weil er selbst gesehen das wir nicht die geringste

Anstalt dazu haben, auch keinen Schmelzofen.

 

Sonntag, den 28ten fruuh reisten sie von hier u. Mr Conrad Weiser

Welcher sich 8 Tage lang in Shamoko aufgehalten hat

uns fast alle Tage besucht u. sich sehr freundlich gegen uns

bezeigt, kam diesen morgen nochmals zu uns u. nahm

freundlich Abschied. Wir beschlossen diesen Tag mit einem Abend Segen.

 

Freytag den 3ten May brachte uns der alte Blackfish ein Mahikander

2 herzerfreuliche Brieffe von Bethl. Von unserer lieben Herzen

David u. Christian Seidel, welche uns berichteten die

Ankunft der theueren u. lieben Geschwister mit der Irene

Aus Europa u. ihre glückliche u. fast unerhörte geschwinde

Reise über den Ocean. 08.08.11Wir freueten uns und dankten

Dem Lämmlein vor alles was er an seinem Volck u.

Gemein thut. Wir wünschten unseren l. Br. Joseph

  1. die mit ihm gekommene lieben Herzen bald leibl.

Zu sehen zu grüßen u. herzlich zu bewillkommen in dessen

Thaten wirs im Geist. Wir beschlossen diesen Tag mit

Einem Singstundgen u. Abendsegen u. nahmen auch an-

Theil an dem Dankfest welches in Bethl. Und Nazareth

Gehalten u. dankten dem Lämmlein in unserer Armuth.///

So gut wir konten. Wir fuuhlten des Lämmleins Nähe in

Unseren Herzen u. so legten wir uns selig zur Ruhe.

 

Sabbath den 4ten May zu Mittag hatten wir Liebes Mahl

  1. waren mit unseren Herzen viel in der Gemeine. Nachhero

besuchten wir die Indianer-Hütten, fanden aber wenige

zu Haus. Bey dem Logon Schekelleme hielten wir uns ein

wenig auf in seiner Hütte. Er war freundlich u. fragte

ob Ganuntschachaei bald wieder würde her kommen.

Wir sagten wir wüstens nicht. Er hätte uns gestern mit

Dem Blackfish einen Brief geschickt, darinnen er uns

Meldet das er noch gesund und wohl ist u. das unser

Liebe T’girhitonti uuber den grossen Wasser wieder

Mit noch etl. Brr. U. Schw. Gesund und wohl in Bethl.

Angekommen. Darüber sich Logon u. seine Frau sich

Sehr freuten. Weiter fragten sie was T’girhitonti seine

Fr. mache. Wir sagten ihnen das sie nicht mehr hier

Sondern droben beym lieben Gott seye, daruuber sie

Sich wunderten u. betrübt aussahen. Sie fragten auch

Nach die Geschw. Joseph Powels u. die Schw Hagen.

Wir gaben ihnen Bericht von jeden. Logon sagte uns///

Dass er morgen gedächte abzureisen u. mit seinem Br.

John nach Onondago zu gehen, die worte den 6 Nationen

Zu sagen, welche ihnen Mr Conrad Weiser anbefohlen,

in 2 Monath gedenke er vielleciht wieder herzukommen, sie

wuurden aber vorher mit den 6 Nationen über Albanien

nach Philadelphia reisen, allwo er hoffte den lieben Br.

T’girhotonti zu sehen, worauf er sich freuete. Wir beschlossen

Diesen Tag mit einem Singstündgen u. Abendsegen.

 

Sonntag den 5ten May heute wollte Br. Kleist den Georg Gabriel

(welcher 6 Meilen von hier wohnt über der Susquehanna)

  1. die bei ihm wohnende Leute auf ihr anhalten Besuch,

konnte aber nicht über das Revier, weil der Wind stark

ging, so hörten sie nicht ruffen, ging also unverrich-

teter Sache wieder nach Haus.

Diese woche waren wir fleißig im Welschkorn u.

Allerley vor uns zu pflanzen, kamen auch nicht

viel Indianer, sondern nur einige die was brauchten.

Wir waren selig u. unser Gottes Lamm in unsre Mitte.

 

Sabbath den 11ten hatten wir Liebesmahl u. dachten viel an der

Theuren Gemeine in Bethlehem diesen Tag mit einem Abend Segen.

 

Sonntag den 12ten hatten wir verschiedenen Besuch von Indianern///

Wir waren selig u. beschlossen diesen Tag mit einem Sing-

Stündgen u. Abendsegen.

Diese Woche kamen nicht viel Indianer hieher, deswegen

Wandten wir die Zeit an zum Holz hauen, theils vor

Kohlen u. theils vor Brenn-Holz. Wir haueten das Holz

In der Nähe bei unserem Haus, damit es ein wenig lüft-

Iger werden möchte. Es ist nöthig. Wir sind bisher von den

Muschkiters u. Sandfliegen sehr incommodiert gewesen.[102]

 

Sabbath den 18tenhatten wir LiebesMahl u. beschlossen diesen Tag mit

Einem Abendsegen u. legten uns selig zur Ruhe.

 

Sonntag den 19ten besuchten wir die indianer in ihren Hütten, fanden

Aber nicht viele zu Hause. Abends hatten wir Singstunde u.

Abendsegen, dabei es uns recht wohl war.

Diese Woche machten wir 2 Bruucken über den Graben

Welcher nahe bei unseren Haus ist, hatten auch verschiedenen

Besuch von Indianern. Wir waren mit unseren Herzen

Viel in der theueren Gemeine, u. sahen offt unsere Geschwister

Entgegen von denen wir hatten abgelöst zu werden.

 

Den 11 ten Juni hatten wir das große Vergnügen unsere

Liebe u. schon längst erwartete Geschwister neml. Den Br.

Boehme u. die Geschwister Anton Schmidts u. Lambert Gerison zu sehen u. herzl.

Zu bewillkommen. Wir empfingen auch zugleich viele herzl. ///

Briefe aus der th. Lammes-Gemeine, welches in unseren

Herzen ein besonders Liebes-Gefühl erweckten, u. das

Verlangen wurde nun immer grösser, die lieben Geschwister

In der Gemeine bald leibl. Zu sehen zu grüßen u. zu küssen.

Br. Behmer u. Anton Schmidts erzehlten uns auch vieles, u.

Wir nahmen von Herzen Antheil an allen was das Lamm

An seinem Volck u. Gemeine gethan.

 

Sabbath den 15ten hielt Br. Behmer uns ein niedliches Liebesmahl

  1. erzehlte uns noch manches aus der th. Gemeine dabei

es uns innig wohl war. Nach dem Liebesmahl gieng ich

aus um unsere Pferde, welche die Geschw. Mitgebracht

zu suchen, konnte sie aber nicht finden, wir dachten sie

würden sich wieder auf den Ruuckweg begeben haben.

Ich ging deshalb bis zum Schumacher nahmens Peter

Glück welcher 15 Meil von Schomoko ist u. die Passage

Da vorbey geht. Ich fragte sie ob sie nichts von den Pferden

Gemerkt, sie sgaten nein, weil es nun bald Nacht

War, blieb ich auch auf ihn Anhalten hier übernacht

Sie waren sehr freundlich u. herzlich gaben mir manche

Gelegenheit an die Hand, das ich ihnen was von der

Liebe des Heilands die Er gegen Suunder hat sagen konnte

  1. es war mit wohl bei ihnen. Sie fragten auch fleissig///

nach dem Br. Grube welcher ihnen vorm Jahr

ein Kind getaufft, welches ihnen eine grosse Gnade ist

  1. erzehleten mir auch das es ihnen eine Versammlung

gehalten u. über den Text geredt, führwahr er trug

unsere Krankheit usw. welches bei ihnen u. ihren Nach-

barn einen solchen Eindruck gemacht der ihnen nicht

wuurde ins Vergessen kommen. Sie hätten gerne gesehen,

das ich ihnen auf morgen auch eine Versammlung halten

sollte, weil ich aber keine Ordre von der Gemeine dazu hatte

so excusierte ich mich mit dem Versprechen das sie schon

ins Andencken bei der l. Gemeine wären, u. der Br. Behmer

welcher uns von der th. Gemeine geschickt u. nun in Schomo.

Wohnen wird, der würde sie ehestens so bald er Zeit

Haben würde, besuchen, kommen u. ihnen was vom Heil.

Sagen. Sie freuten sich recht herzlich drauf.

 

Sonntag den 16ten früh nahm ich herzl. Abschied u. ging wieder

Nach Haus. Kam erst gegen Abend an, den ich war neben

Den Weg u. weit im Busch gangen um zu sehen ob

Die Pferde irgendwo anzutreffen wären u. hätte mich

Beinahe im Busch verlohren. Die Geschwister freueten sich

Desto mehr das sie mich wieder sahen. Heut reissten

Auch die Brüder Anton Schmidt, Lambert Gerison u. Marx

Kiefer mit der Canoe die Susquehanna hinunter

Um unser Proviant zu holen, nach einem Abendsegen///

Legten wir uns selig zur Ruhe.

 

Montag den 17ten gingen die Brüder Behmer u. Ortlieb auf den alten

Plaz und fuhren mit einem Schubkarren die Steine von dem

Alten Schornstein zu des seel. Br. Hagens Grab u. machten

Eine Fence davon um das Grab, u. wurden diese Tage

Mit fertig.

[inserted in margin: heut kamen unsere Pferde von selbst wieder]

 

Mittwoch den 19ten kamen die obbenannten Bruuder mit dem Pro-

Viant an zu unserer Freude sie waren gesund u. wohl

Wir ahtten eine gesegnete Singstunde u. Abendsegen.

 

Den 20ten fuhren die Brr. Noch einmal mit der Canoe

Die Susquehannah hinunter um Bretter bei der Säge-

Mill zu holen[103] vor unser Haus und kamen den 22ten

Gesund und wohl nach Haus, bald darauf fing es

Startk an zu regnen und continuierte den folgenden

Ganzen Tag. Wir konnten nicht aus dem Haus gehen. Wie

Hatten ein gesegnestes SabbathsLiebesmahl u. unser Gottes

Lämmlein war in unserer Mitte u. beschlossen den Tag

Mit einer niedlichen Singstunde u. Abendsegen.

 

Den 24sten lieffen die Gewässer sehr an.

 

Den 25ten kam das Wasser in unser Haus bei 4 Fus hoch

  1. wir mussten mit der Canoe ein u. ausfahren.[104]

Wir dachten gegen Abend wenn es noch mehr Wasser sollte

So wollten wir fleihen auf den Berg. Wir merken

Aber das es stille stund u. so empfohlen wir uns den///

Wunden des Heilands u. legten uns selig zur Ruhe.

Den 26ten fiel das Wasser wieder so gescwind als es den

Vorigen Tag gewachsen. Es hatte uns wol etwas Schaden

Gemacht in unser Haus u. Feld, aber wir hatten

Doch besondere Ursach unseren lieben Heiland vor siner

Gnädige Bewahrung in unserer Arche zu danken.

 

Den 27ten waren wir theils fleissig unser Haus trocken zu

Machen u. den vom Wasser in die Höh geschwemmten

Fussboden fest zu legen u. suchten auch nach unsern

Pferdendie wieder weg gelaufen waren. Fanden sie

Aber nicht. Wir beschlossen diesen Tag mit einem Abendsegen.

 

Freytag den 28ten früh machten wir uns reisefertig um nach

Unser liebes Bethlehem zu gehen. Wir hatten noch ein niedl.

Abschieds Liebesmahl nachdem nahmen wir herzl. Abschied von

Einander u. zwar nicht ohne Tränlein, weil es denen

Geschwistern die da bleiben mussten ziemlich wehe that, be-

Sonders dem Br. Behmer welcher die einsame Lebens Art

Noch nicht gewohnt. Er begleitete uns noch ein wenig

Desgleichen that Br. Anton Schmidt, denn küssten wir uns

Nochmals, u. sie gingen zuruuck. Zu Mittag kamen wir zu

Schumachers. Sie empfingen uns sehr liebreich gaben uns zu

Essen und sagten wir sollten so offt wir des Weges kämen

Doch allemahl bei ihnen zu sprechen u. sollten auch die

Geschw. In der Gemeine von sie herzlich grüssen u. sie in

Ihrem Andenken empfehlen u. wenn sonst Geschw. Des///

Weges kämen, die noch nicht hier gewesen, sollten wir

Es ihnen sagen das sie ja nicht vorbeigingen, denn es

Wäre ihnen allezeit lieb wenn sie jemand von uns sehen

  1. ob sie uns gleich nicht viel Liebe erweisen könnten, so

thäten sie doch so viel sie könnten von ganzem Herzen. Wir

dankten sie vor ihre Liebe u. nahmen herzlich Abschied.

Wir gingen noch bis Ludwigs-Ruh, und wollten dableiben

Fanden aber wenig Holz u. gingen deswegen noch bis

Zum Thürnstein alwo wir Holz fanden u. machten uns

Ein gut Feuer u. legten uns selig zur Ruhe.

 

Sabbath den 29ten fruuh machten wir uns wieder auf den Weg

  1. kamen heut Abend zu unserer lieben Geschw. Löschs wel-

che sich herzl. Über unsere Ankunft freueten u. uns lieb

reich aufnahmen. Bald darauf kamen die lieben Geschwist.

Neissers von Bethl. Auch hier an u. blieben mit

Uns hier übernacht, erzehlten uns viel seliges aus der Gemeine.

 

Sonntag den 30ten gingen die Geschwister Neussers nach Libanon

Und mit ihnen zur Predigt der Vater Lösch, Kliest u. Marx

Kieffer. Abends retournirten wir wieder mit den lieben

Vater Loesch u. legten uns selig zur Ruhe.

 

Montag den 1sten Juli früh nahmen wir herzl. Abschied u.

Gingen nach Heidelberg,allwo wir unsere Geschw.

Wagners gesund und wohl antraffen. Sie erquicktten

Uns mit etwas Speise u. nachdem nahmen wir herzl.//

Abschied u. kamen den Tag bis zur Papsts

Plantage allwo wir uubernacht bleiben.

 

Dienstag, den 2ten Juli reissten wir hier ab u. kamen abends

In unser liebes Bethl. An. Wir dankten dem Lamm

Vor seine gnädige Bewahrung u. Begleitung bis hie-

Her u. gaben uns von neuem als die ärmsten u.

Bedüfftigsten Kinder in die Pflege der heiligen Gemeine.

 

Schomokin///

[Heinrch Frey u. Gottlieb Roesch]

 

[1754]

den 19ten December übermittag traten wir Henry Frey and Gottf. Roesch unsere Reise nach

herzlichem Abschied von Gnadenhütten aus nach Wayomick

  1. Die Brr. Fabricius u. Weha begleiteten uns

bis auf die Höhe des Spizberges von da kehreten sie wie-

der zuruuck und weil sie uns unsere Bündel bis dahin

getragen, waren wir beym Abschied noch besonders erkennt-

lich fuur ihre Liebe. Bald darauf holte uns ein Indianer

ein, der auch von Gnadenhütten kam [er sagte, er

wäre unsrer Mariane die nun in Wajomik wohnt, ihr Mann,

wir hörten auch hernach in Wajomik, dass was dran wäre.

Er wäre aber wieder von ihr] er ging mit uns bis

zur Warte da nahm er seinen Weg nach Nescopeko; er

hatte sich recht freundschaftlich gegen uns betragen.

 

Den 20ten hatten wir unter der Warte bey einem grossen Feuer

Weil es kalt war ein gut Nachtquartier, so wie auch

Gestern Abends in Johannis Ruh.

 

Den 21sten kamen wir abends um Sonnen Untergang in Wajomik

An die Susquehannah welche stark mit Eis gieng.

Nach starkem RUffen um uns übergeholten kamen endlich

Etl. Knaben u. eine Indianerin ans Wasser letztere aber gab

Uns zu verstehen, dass wir wegen des starken Eisganges nicht konnten

Übergehohlt werden. Da rief Br. Heinrich noch ein-

Mal: Wir kämen von Gnadenhütten; auf das gab sie eine

Freundliche Bezeugung, lief fort u. sagte: sie wollte gleich jemand-

En schicken, der uns überbrächte, u. da kam auch gleich

Der Joachim, Abrahams Sohn, sehr mühsam zwischen denen Eis-

Schollen zu uns heruuber u. hohlte uns u. brachte uns in seines

Vaters Hauß, wo wir recht freundlich bewillkommet worden,

auch von der alten Maria, die Br. Grube da getaufft, die

sich nebst anderen gleich mit herbey stand u. recht vergnügt///

und munter aussahe.Von Mannsleuten war sonst in

Wajomik niemand zu Hause als Abraham u. Joachim

Denn wir waren auch schon vorher zu etlichen Delaware Hütten

Gekommen, wo überall nur weibsleute zu Hause waren.

Vorbenannte Indianerin, die an die Susquehannah kommen war u. unser

Überfahrt befördert hatte war, wie wir hernach gehört, unseres

  1. alten Paxenoch[105] seiner Frau gewesen.

Es war die Nacht sehr kalt, so dass wir wenn wir uns schlafen

Legten bey einem ziemlichen Feuer, doch froren u. so giengs

Auch unserem Haus Wirth Abraham die lange Nacht

Durch; und weil der Joachim gut teutsch kann und eben

Izt recht artig u. munter war, so konnten wir uns mit Abraham,

in allen was wir sprachen gut verstehen, u. es

ist uns die Nacht recht sehr wohl in Wajomick gewesen.

Abraham hat uns gesagt, dass es recht zu wünschen wäre,

dass ein Bruder in Wajomik wohne, es w¨rde der ganze

Gegend zum Segen zeyn. Er versicherte uns dabey dass

Uns die Schawanos u. besonders Paxenoch Haus

recht lieb hätten. Es wären auch etl. Delaware Pläze

die sich nach was sehnten u. gute Ordnung unter sich

hielten u. uns lieb hätten. Auch sey die Mennisshinger

Stadt[106], wo Br. Grube u. Rundt gewesen noch des Sinnes,

sie suchten bey ihnen, u. auf anderer Weise was für ihre

Herzen. Usw. Auf einigen anderen Delaware Plätzen u. besonders

Auch da wo Gideon wohnt ginge es schlecht.

Abrahams kleiner Sohn Isaac der eine Zeit sehr krank

Gewesen war recht munter u. da Br. Rösler einen Gruß

Von Br. Weber in Bethlehem an ihnen ausgerichtet, sagte er

Von selbst, er wolle ein Briefgen an ihnen schreiben lassen u. Br.

Rösler hat es geschrieben, wie uns vorgesagt; er fragte:///

Ob der kleine Neger Daniel in der Anstalt noch lebe,

dem wollte er noch besonders grüßen lassen.

Br. Abraham fragte uns wo Br. Post wäre?

Und da wir ihm geantwortet was er uns gefragt

Sagte er auch ganz von selbst, Er wolle ehe wir weg

Reissten ein Briefgen an ihnen schreiben lassen, welches

Er auch

Den 22ten gethan, da es Br. Rösler von Wort zu Wort ge-

Schrieben, wie es der Abraham in Mahikandisch u.

Joachim teutsch vorgesagt. Und weil wir sahen, dass

Wir vor dieses Mal das unsere in Wajomik gethane

So machten wir uns diesen Tag noch ein Stück auf den

Weg. Beym Abschied erinnerten wir sie noch des bevor-

Stehendes Geburth-Tages unseres lieben Heylandes, der durch schon

So viel an ihren Herzen gethan, dass sie sich denselben auch

Für ihre Herzen sollten zu Nuzen machen. (Br. Abraham

Hatte uns bald nach unserer Ankunft gefragt: Wann

Der Chrsittag wäre. Sie gaben uns noch verschiedene Grüße

Mit nach Bethlehem u. Gnadenhütten u. so gingen wir recht

Vergnügt u. getröstet, u. bey manchen seelicg Gespräch

Über Wajomik u. die ganze Sache des Heylandes mit den armen

Indianer Volck in dieser Gegend, unserer Straße ) u. schlieffen

Diese Nacht in Wambhallopank.

 

Den 23sten kamen wir nach Nescopeko u. kehrten beym Nutemes ein

Wo auch niemand also der Pantes Nutimes zu Hause war,

der sehr freundlich u. auf unser Ansuchen uns über die

Susquehannah bringen zu lassen recht willig war.

Da wir denn diesen Abend zum alten Salomo kamen.

Es war gut, dass wir bey Nescopeko übergefahren wa-

Ren, denn wenn wir diesseits am Revier herunter gegangen

Wären, so wären wir nicht zu ihnen gekommen, denn er wohnt

Izt im Winter ein Stuuck im Busch vom Rivier ab, u.///

Hätte uns nicht ruffen hören. Er bewillkommte uns bey

Unserer Ankunfft recht freundlich u. bezeugte, dass es ihm lieb

Wäre, dass wir zu ihm kämen. Wir waren heute in Regen

Gegangen. Er u. seine Frau u. der Johannes s. Enkel waren

Nur allein zu Hause. Es war uns aber da nicht so ge-

Mütlich, wie es uns in Wajomik gewesen.

 

Den 24tenmachten wir uns wieder uaf den Weg vollends nach Scho-

Moko zu. Beym Abschied sagte er noch; Daß sein Herz offt

In Bethlehem u. Gnadenhütten wäre, u. gab uns auch

Noch Grüße mit. Was wir da gehört u. gefühlt, gab uns

Wieder Gelegenheit zu manchen Gesprächen von der Indianer Sache

An der Susquehannah, wobey uns wohl war. Abneds kamen

Wir biß etl 20 Meilen über Shomoko ohnweit Labach Peter,

wo wir nachdem wir 2 große Creeks durchgebandet waren

unter stergen ? Himmel Ncht Quartier machten, u. daselbst

die seeli Nacht des Andenkens der Geburth unsers l. Schöpfers u.

Helands feyerten. Gegen Mitternacht fing es an zu regnen

Da mussten wir uns von einer Blanket einen Zelt machen u. darunter

Sitzen, da sich drin der Schlaf von selbst verboth. Es war uns

Aber recht wohl u. wir brachten diese Nacht in recht seeli. Mediatation

Zu, waren mit unseren Herzen in der Gemeine und die nacht

War uns vergangen, ehe wir es vermuthet hatten.

 

Den 25ten Dec. Als am Christtag gegen Abend kamen wir recht

Vergnügt in Schomoko bey unseren l. Geschwistern, die fast

Stündlich einen Besuch entgegen gesehn hatten an. Wir freueten

Uns auf beyden Seiten. Und wir dankten dem Heylande recht

Herzlich, dass er uns so wohl mit guten Werken in dieser Zeit

Als vorerhe… im Geliet siner Engel u. seiner eignen Nähe

Diese Reise bis hierher seelig vollenden lassen.

 

Diarium von Schomoko

Des Monaths Aprilis 1755

 

Dienstag den 1ten April

 

Nachdem die Brr. Boehmer u. Anton Schmidts

Gestern von hier nach Bethlehem abgereist waren

Fingen sich Br. Gattermeyer u. Rösler die

Nun nebst dem Br. Weha hier wirthschaften sollen

An in ihrer Geschäfte einzurichten. Wir hatten

Noch unseren l. Christian Seidel u. Heinrich Frey

Bey uns die sich aber auch auf morg reise

Fertig machten. Ersterer hielt uns noch mit einer

Kurzen Rede über das heutige Wort des

Heylandes: Seelig sind, die izt glauben, den Abendseegen.

 

Mittwoch, den 2 April

Hielt uns Br. Chrsitian Seidel noch den Morgen Seegen

  1. nach dem Frühstück reiste er mit Frey Henrich
  2. dem Indianer Br. Joseph auch von hier ab. Die Brr.

Rösler u. Weha begleiteten sie ein Stück weges

  1. trugen ihenen ihre Bündel. Nachmittags regnete

es sehr stark, u. weil es auch die vorige ganze

Nacht geregent hatte, so dachten wir sehr

Offt an unsere Pilger besonders wegen der Passage

Über die großen Creeken. Abends da es noch

Immer stark regnete kam eine Familie Delaware Ind,

von der West Branch, die uns um Nachtquartier bathen.

Wir erlaubten es ihnen u. sie waren ganz ordentlich u.///

Dankbar u. wir 3 Br. Legten uns nach

Unserem Abendsegen vergnügt zur Ruhe.

 

Donnerstag, den 3 April

Hatten wir wieder einen Delaware Indianer zu

Beherbergen, nebst einen weißen Mann von Thomas

McKee seinen Leuten, der von Allegene kam.

Sie waren beyde sehr bescheiden u. wollten ihrer

Erkenntlichkeit für das, was sie genossen auf

Allerley weise zu verstehen geben. Leztens sagte

Auch dass er schon offt gedacht Bethlehem einmal

Zu besuchen.

 

Freytag den 4ten April

Waren wir ganz allein u. in unserer Wirthschaft

Vergnügt beysammen. Abends bery unserem Feuer

Hatten wir schöne Herzens Discourse u. beschlossen

Hernach den Tag mit einer seeligen Liturgis aus

Dem Liede „O Haupt voll Blut u. Wunden“ usw.

 

Sabbaths den 5ten April

Gegen Mittag hielten wir unser Sabbaths Liebes Mahl.

Wir hatten heute alleyley Besuch von Delaware

Indians, die theils nur in Vorbey Reise theils

Auch als hungriche bey uns ein sprachen .wir speisten

Letztere nach unserem Vermögen.

 

Sontag, den 6ten April

Bey unserem Frühstück hatten wir eine Unter-///

Redung wie wir es unseren SAbbaths-Sonn-

Tags Feyer halten wollte. Gleich nachdem selben

Beteten wir die Gemein-Litaney dabey wir

Überhaupt besonders aber unter den Vers „Mein

Gott, di siehst sie wieder pp. Eine besonderer Nähe

Des Heylandes fuuhlten. Um den Mittag sprach

Die French Margaret mit etlichen von ihren Leuten

Bey uns ein, sie bestellte mir etwas in der Schmiede

Da u. sezte darauf ihren Weg noch weiter fort.

Nachmittags delectirten wir uns gemeinschaftlich

An der ersten Homilie über die Wunden Lytaney.[107]

 

Montags den 7ten April

Heute konten wir erstenmal in unserem

Garten arbeiten u. säeten auch einierley Samen.

Es hatte sich ohneweit von unserem Hause eine

Indianerin mit etlichen Fässern Rum gelagert

Das stellte uns kein gutes Prognosticon

Zu mahl sich auch immer mehr Indianer einfan-

Den, u. siehe nachmittags fing sich an was

wir vermuthet. Es gab ein ziemliches Gethön um

unser Haus herum. Und ihr Aus u. Eingang bey

uns machte uns viel Unruhe.

 

Dienstags den 8ten April

Continuirte das gestern angefangene u. die Nacht

Fortgedauerte Lermen. Abends waren etliche

In unserm Hause von denen einer sehr lermte

  1. in seiner Vollheit von Jesu das Dunkern///
  2. Herrnhutern durcheinander zu reden wusste.

Er wurde hernach vor einen anderen der schon wie-

Der halb nuuchtern war mit guten bis zu seiner Frau

Gefuuhrt u. wir konnten darauf die Nacht ganz ruhig schlafen.

 

Mittwochs den 9ten April

 

Heute, /: als an meinem 45ten Geburtstages den ich

Bey einer seeligen Nähe des Heylandes in der

Stille für mich bey meiner Arbeit begieng:/

War es auch wieder um unser Haus stille.

Wir hatten von etl. Vorbeyreisenden Indianer

Besuch. Auch kam ein alter Indian zu mir

Der etwa 5 Meilen von hier jenseit der Sus-

Quehanna nauf wohnt. Der klagte uns

Dass er sonst in Jersey bey Brainerts[108] ge-

Wohnt, von seinem Sohn aber mit Gewalt da

Weg geholt sey, u. es ihm nun hier gar

Sehr bange thue. Er blieb die Nacht bey

Uns u. war uns ganz wohl bey ihnen. Wir

Erzehlten ihm auch etwas vom Heylande u.

Unseren lieben Gnadenhütten, davon er auch

Etwas wusste. Nach einer Singstunde da

Wir uns mit etl. Versel u. besonders Br. Rösler

In Erinnerung seines heutigen Geburtstages aufs neue

Ans Herz u. Wunden Jesu legten, gingen wir ganz

Vergnuugt zur Ruhe.///

 

Donnerstag den 10ten April

Früh machten wir uns ein Liebesmahl, so wohl

In Erinnerung Br. Röslers gestrigen Geburths-tages

Also auch wegen der heutigen Beschreibung un-

Seres lieben Herrn: Ein Luft der Heyden: Schomoko

Ist doch ein Heyden Paß. Es wohnt izt

Niemand hier, man kriegt aber täglich so wenig

Indianer zu sehen, dass ich mirs nicht so vorgestellt

Habe. Nach einem seeligen Singstündgen das

Br. Gattermeyers hielt, legten wir uns ver-

Gnügt zur Ruhe.

 

Freytag, den 11ten April

Wir hatten wieder allerley Besuch von Indianer,

Br. Weha hatte auch den Delaware besucht der

Sich letzt in der Trunkenheit so schlecht aufgeführt

Hatte, u. er bescuhte nur hernach wieder

  1. war ganz klein, hat sich auch, da er wieder

trunken war nicht mehr wie das erste Mal aufge-

führt. Er kann etwas teutsch. Br. Gattermeyer,

welcher anfängt Delawarisch zu lernen, bediente

sich seiner zu diesem Zweck.

 

Sabbath den 12ten April

Hielten wir zu Mittage unter schönen Herzens-Gesprächen

Unsere Sabbaths-Liebes-Mahl u. gleich nach demselben eine

Seelige Lyturgie aus der Pleurodie. Wir waren

Unsere um uns liegende Indianer ungeachtet, ganz

Ungestört dabey. Gegen Abend kam Petrus Hük

Der Schumacher mit seinm Sohn u. brachte uns 4 Buschel///

Maizen Mehl. Es war auch grade Zeit den unser

Maiz war zu Ende, u. es hätte einer von uns

Müssen hingehen.

 

Sonntag den 13ten April

Hielten wir nach dem Frühstück eine Gelegenheit

Dabey weil wir eben die Freunde bey uns hatten

Etwas von unserem guten Hirte der sein Leben fuur

Uns gelassen u. von seiner Marter erzehlte wurde.

Der Schumacher erzehlte uns hernach dass er in Ansehung

Der Predigt mit seinern Nachbarn nicht mehr einig wäre

Es wäre auch schon etliche Mal ein Lutherischer Pfarrer

Dagewesen. Sie wollten eine Kirche bauen u. ihn hielten

Sie vor einen Herrnhuter. Er versicherte uns seine Liebe

Ob er gleich wohl wüsste, dass er nicht so wäre wie wir

Bald darauf fingen die Indianer wieder an

Zu sauffen u. weil unter ihnen einer war, der was

Gegen den Schumacher hatte, so machten wir dass er mit

seinem Sohn fort kam denn es hätte ihnen bald fändig

in unserem Hause gegeben. Nun war auch unser

Sonntag zu ende, denn sie haben entsetzlich geler-

Met, welches auch die ganze Nacht fort gewähret

Hat.

 

Montag, den 14ten April

Heute hatten wir einen schweren Tag, denn wir

Hatten best¨ndig in u. um unser Haus alles

Voll besoffene Indianer; erst soffen die Männer

Allein, hernach fingen auch die weiber an. Es

Kamen auch Maquaische an, denen kamen etl. Auch///

Gleich mit ins Sauffen. Da wärs uns wol ein grosser

Trost gewesen, wenn wir hätten in Busch gehen können

Wir mussten aber schon aushalten. Pp. Man konnte da recht

Sehen wie der arme Heyde ihr bisherigen Gott mit ihnen

Tyrannisiert u. was sie auch schon unter den weissen

Leuten profitiert haben. Denn man konnte da auch besonders von einem

Fast alle liederliche Worte der teutschen Sprache

Aussprechen hören. Abends wurde es stille, da war

Es uns also waren eben ein hefftiger Sturm vorbey

Wäre . Wir sprachen mit einander über das, was

Geschehen beugte uns vor des Heylandes, u. legten uns nach

Einem Singstuundgen zur Ruhe.

 

Diestag den 15ten April

 

Die verwichene Nacht hörte man noch dann u. wann

Ein Geschrey. Es klopfte auch einmal ein besoffener an

Unser Haus, er gieng aber wieder seinen Weg. Und so

Hatten wir den ganzen Tag noch Zuspruch von abergleichen

Leuten, die aber doch ganz ruhig waren. Abends kam

Ein Maquaicher mit seiner Frau u. einen Knaben u. logierte

Bey uns. Er ist schon mehr hier gewesen. Sie kamen von

Schockeri über Diaoga. Es sind getauffte u. wohnen

An der West Branche.

 

Mittwoch den 16ten April

Heute hatten wir wieder manchen Besuch von Indianern.

Die Maquaischen, die da logieren wo unser altes Haus gestanden

Machten sich heute auch lustig. Wir konnten sie ziemlich

Hören, waren aber doch in Ruhe vor ihnen.

 

Donnerstag, den 17ten April

Früh kam die French Margret wieder zurück///

  1. sprach halb 5 bey uns ein. Wir tractirten

sie gern Frühstück mit Sapas und Milch. Sie

thäten auch sehr freundschaftlich. Zu Mittage

war Labbachpiter bey uns, das wir von

unseren bissen mitheilten. Es kam besoffene Weibs-

Leute von den Maquaischen. Wir liessen sie aber nicht

In unser Haus u. so gingen sie wieder ihren Weg.

 

Freytag den 18ten April

Heute kamen Shikellimus’ Söhne an u. die bis-

Hero um uns gelegene Delaware fingen an aufzu-

Brechen wieder nach Tulpehocken. Gegen Abend

Erblickten wir unvermuthete unseren l. Ahamamad

Der von unserem lieben Bethlehem kam, u. uns auch mit

Briefen, Grüssen u. anderen Erzählungen von daher er-

Freute. Er war ganz naß wegen Regen u. hatte man-

Che Beschwerlichkeit überstanden u. sahe wieder reue

Vor sich, so dass er u. wir mit ihm in Verlegenheit

Waren.

 

Sabbaths den 19ten April

Hatten wir zu mittags unser Liebesmahl. Dabey wir

Diesmal auch unseren l. Ahamamad hatten, der uns

Mit Dicoursen u. Verseln bey einem Sabbatischen Gefühl

Divertirte. Nicht lange nach derselben gieng er zu

Weißen Leuten uuber die Susquehanna um sich jemand

Zu siehen der ihm s. 10 Büschel Welschkorn, die er etwa

15 Meilen von hier bey jemand stehen lassen, hülffe die

Susquehanna rauf bringen, er kam abends wieder u.

Hatte sich jemand bestellt.///

 

 

Sonntag, den 20ten April

Bey unserem Frühstück hatten wir vergnügte Dis-

Course u. nach demselben beteten wir die Gemeinen-

Litaney, dabey uns recht wohl war. Nach dem Mittags-

Essen ging Br. Ahamamad mit unserer Canoe von

Hier ab, obbenanntes Welschkorn zu holen.

 

Montags, den 21 April

Heut waren wir mit unserer ordinary Ar-

Beit fleissig in unserem Garten u. hatten auch

Wir alle Tage hungrige bey uns einsprechende

Indianer mitzutheilen.

 

Dienstag, den 22ten April

Zu Mittags kam Br. Abramamad mit seinem Welsch-

Korn an. Er hatte sich, weil die Susquehanna

Groß ist, sehr müde gearbeitet u. war auch ein

Paar mal in Wasser gefallen.

 

Mittwoch den 23ten April

Fruuh waren Logon u. John Shikellimi bey uns zum

Frühstück. Es kamen auch noch ein Indianer dazu mit seiner Frau

Die des Paxenoch Tochter ist. Br. Ahamawad

Machte sich allerley Geräthe mit nach Wayomick zu

Nehmen zurechte, u. Br. Weha musste in der Schmiede

Das seine auch beytragen. Die Nacht blieben ein

Paar Delaware Indians bey uns, mit denen wir zu

Allerley Discourse Gelegenheit hatten u. ihnen auch theuer

Von den Grönländern u. unserer Aufenthalt u. Zweck

Daselbst erzehlten.///

 

Donnerstag, den 24ten April

Heute kam ein junger Christ Mensch zu uns

Es war ein englischer. Er sagte, er käme von

Mennishing über Wayomik, er war nass u.

Hungrich u. wir konnten ihm seine Bitte um Nacht-

quartier nicht versagen.

 

Freytag, den 26ten April

Kam der Mann der mit unserem Ahamawad

Nach Wajomik gehen wird. Er wohnt etwa

5 Meilen von hier u. ist der Weg nach Wajomick

schon vielmal gesahen . Wir hatten auch heute

wie diese Tage her viel Gespräch von hungrigen

Indianern.

 

Sabbath, den 26ten April

Früh machte sich unser l. Ahamawad nebst sine

Gehülfin mit unserer Canoe auf dem Weg nach

Wajomick. Wir sind die 8 Tage recht

Vergnügt beysemmen gewesen. Vormittag sprachen

Ihnen wieder etl. Familien Delaware Indians, bey

Uns ein den die West Branche runter kamen, so hatten

Auch in der Schmiede etwas zu bestellen u. hielten sich

Nicht lange auf so dass wir zu mittags unser Sab-

Baths Thee u. Butter Brod ungestört geniessen könnten.[109]

Gleich danach betheten wir die Litaney des Lebens

Leidens u. Todes unseres Herrn[110] wie wir sie uns aus Br.

Röslers neuem Lyturgie Büchel corrigiert hatten. Es

Schmeckte uns sehr gut.[111]///

 

Sonntag, den 27ten April

Gleich nach dem Frühstück beteten wir die Gemein-

Litaney u. nachmittags delectirten wir uns ????

An der 2ten und 3ten Hmomilie über die Wunden

Lytaney. Wir sind heute und gestern meistens

Allein gewesen u. haben uns auch dieses so

Viel möglich zu nuzen gemacht.

 

Montag den 28ten April

Besuchte uns 2 Delaware Indian die vor das was

Wir ihnen gaben sehr dankbar waren.

 

Dienstag, den 29ten April

Kam eine Familie Maquaische den West Branch

Runter sie giengen sehr ordentlich u. waren vermuth-

Lich getaufte, sie bathen uns um etwas zu essen

  1. reisten freudig weiter.

 

Mittwoch, den 30ten April

Sprach wieder ein Delaware /: der diesen Winter

Auch einmal in Gnadenhütten gewesen:/ mit seiner Frau

  1. 2 Kindern bey uns ein, welche auch da wir

wihnen was zu essen gegeben ihren Weg weiter

fort sezten. Nach unserer Abend-Singstündgen

legten wir uns vergnügt zur Ruhe.///

 

 

Majus

Donnerstag, den 1ten May

Die heutige Rede des Heylandes von dem großen Liebesmahl

Dass wir uns bey unserem Frühstück erinnerten, gaB UNS

GELEGENHEIT ZU SEELIGEN MEDITATIONES.

 

Freytag den 2ten May

So wie es uns gestern ganz artig war, dass wir gar

Keinen Besuch hatten, so sprachen heute wieder etliche

Weisse u. auch unterschiedliche Braunen bey uns ein.

Gegen Abend kam der Mann zuruuck von Wayomick

Der unseren Ahamawad bis dahin die Susquehanna

Hinauff geholfen hat. Er brachte uns eine Nachricht, die uns

Nicht so angenehm war, nemlich: dass es weisser Mann

Mit seiner Frau, Kindern, u. Vieh da sey wo unser altes

Haus gestanden der dieses Frühjahr auch hier pflanzen

Werde. Wir hörten hernach, dass es der James

Bottles sey, der ein Stück Weges von hier jenseits

Des Wassers auf Indianer Land angebaut gahbt. Da

Wolle ihn aber die Shikkeh. Nicht leiden u. haben ihn

Hieher gebracht u. wollen ihn hier behalten, wie wir verstanden

Haben, bis die 5 Nationen in etl. Monathen wie allge-

Mein geredt wird, hieher kommen.

 

Sabbath, den 3 May

Nach unserem LiebesMahl hielten wir eine Lyturgie mit

Dem Hymno über die Wunden Jesu; Nachmittags///

Gieng die Brr. Gattermeyer u. WEha die

Schikkellimmis besuchen.

 

Sonntag, den 4ten May

Vormittags beteten wir die große Kirch-

Lytaney. Nachmittags besuchte uns der

Vorgestern gedachte James Bottler mit seiner

Frau u. Frauen Mutter. Wir waren aber sehr

Gleichgültig bei diesem Besuch, waren ganz freundlich

Liessen uns aber sonst auf keine Weise mit

Ihnen ein.[112]

 

Montag, den 5ten May

Ging Br. Rösler zum Schumachers sich

Zu erkundigen, ob er bald einmal nach Tulpe-

Hoke gienge u. ihnen überhaupt auf sein

Verlangen einmal zu besuchen. Br. Post ist

Über nacht da gewesen, DA wissen sie nicht genug

Zu erzehlen wie ihnen dabey gewesen ist was

Er ihnen gesagt hat. Wir kamen bey der Gelegenheit

Auch auf schöne Gespräche dabey ich ihnen den

Alten Lutherischen Lehr Grund.. Aus Gnaden, ohne unser

Guthun durch Christi Verdienst u. Tod allein seelig

Zu werden, erinnerlich machen konnte. Es war mir

Ganz wohl bey ihnen.

 

Diestag, den 6ten May

Kam ich wieder nach Hause. Es war nichts

Vorgefallen als dass sie manchen Zuspruch anfingen

? Indianer gehabt hatten. Wir hatten auch diese

Nacht 2 zu beherbergen.///

 

Mittwoch den 7ten May

Kam die Familie MAquaische wovon am

29ten April gedacht mit ziemlichen Casten Welschkorn

von Tulpehocken zu uns u. blieben bey

uns übernacht. Der Mann heisst Jonathon

  1. sind alle getauft, sie gehen sehr ordentlich

daher, u. bezeugen sich freundschaftlich.

Logon u. John bathen uns um Pflanzen Welsch

Korn, welches wir ihnenauch gewährten.

 

Donnerstag, den 8 ten May

Als der Gedächtnistages der Himmelfahrt u.

Abschied unseres Heylandes mit seiner sichtbaren

Gegenwart von dieser Welt. Thäten wir uns früh

Mit dem Te Agnum u. nachmittags mit einer

Homilie über die Wunden Lytaney was zu gut.

Wir hatten sonst wenig Besuch als dass wieder einer

Von Schikkell. Familie Pflanzen Welschkorn bey

Uns hohlten.

 

Freytag, den 9ten May

Fingen wir an Welschkorn zu pflanzen und

Weil auch Br Weha nichts in der Schmiede zu

Thun hatte, so kriegten wir über die Helffte

Fertig.

 

SAbbaths, den 10ten May

Hielten wir unser L. Mahl ungestört u. nachdemselben

Delectirten wir uns mit dem Liede „O Haupt voll Blut

  1. wunden“… gegen Abend kam John Petti u.///

Noch mehrere von Schikkell. Verwandtschaft

An, u. ein Häufgen Kinder von ihnen, die zu uns kamen

Hatten wir mit Sapas u. Milch zu tractiren.

Sie hatten auch Rum mitgebracht welches man

Bald hören konnte. Wir blieben aber in Ruhe.

 

Sontags, den 11ten May

Hatten wir bald früh einen Besuch von 2 Besoffenen

Deren einer der John Petti war. Wir waren auch

Den ganzen Tag wenig alleine. Abends kamen auch

Schafman mit seiner Familie an. Es ist nun ziemlich

Lebendig hier. Denn alles was zu Shikellemi

Familie gehört ist da u. pflanzt. Heute Nacht

Hatten wir auch einen weißen Mann zu beherbergen.

 

Montag, den 12ten May

Heute pflanzten wir vollends unser Welschkorn.

Schafman besuchte uns. Wir freuten uns bey-

Derseits. Man kann ihn recht lieb haben. Es waren

Auch ein paar Schawanos von Wayomik da, die

In der Schmiede zu thun hatten wir erkundigten uns noch

Unserem Ahamawad sie wussten uns aber nichts

Zu sagen als dass er fleissig bey s. pflanzen wäre.

Mehr gedachter James Bottler baut sich itzo da wo

Unser altes Haus gestanden ein Hauss. ER hat

Sich etl. Weisse Leute gehohlt die ihm helffen.

 

Dienstag den 13ten May

Machte sich Br. Weha mit den Fellen, die noch///

Von Br. Antons Zeit hiergeblieben u. die wir

Wegen der Stürme nicht zu conservieren wissen

Auf den Weg sie nach Tulpehocken zum Br.

Loesch zu bringen u. uns was da einige sehr

Nöthigen Sachen mitzubringen.

 

Mittwoch, den 14ten May

Ich u. mein l. Gattermeyers waren fleissig in

Unserem Garten u. hatten heute wenig Besuch.

Gegen Abend kam Br. Weha wieder zu Hause.

Er hatte die Felle beym Schumacher gelassen

Dass sie dieser weil er bald nach Tulpehocken

Geht mit dahin nehmen soll.

 

Donnerstag, den 15ten May

Heute Nacht war unser Hauss zieml. Voll.

Es waren 2 weisse Männer, die da bey

Schumacher nun wohnen u. hier Pferde ge-

Sucht hatten da. Dazu kamen mehr gedachter

Maquaische Ind. Jonathon selb hiebey.

Es kam hernach auch noch etliche Delaware, die

Auch übernacht dableiben wollten, sie sahen aber

Dass kein Platz mehr da war.

 

Freytag, den 16ten May

Mussten wir wieder einigen von unseren hier woh-

Nenden Indianern Pflanzen Welschkorn steuern.

 

SAbbaths, den 17ten May

Fühlten wir wie allermahl einen SAbbaths seegen

  1. Nähe unseres l. Herrn.///

 

Sonntags den 18ten May

Als heil. Pfingsttage war uns ein seel.

Ger Tag. Die l. Mutter, der h. Geist liess

Recht kindlich mit sich reden u. sich fühlten u.

Haben besonders war uns sehr wohl, da wir

Die Kirch Lytaney betheten. Ich u. Weha

Giengen in die Stadt besuchen u. Logan,

den wir von Manns Leuten nur alleine zu

Hause antraff, war sehr freundlich.

Abernds nach einem seel. Singstündgen, da sich

Nach der Gande des heut. Tages fühlen

Liessen, legten wir uns vergnügt zur Ruhe.

 

Montags, den 19ten May

Gieng ich mit Br. Weha mehere Verrichtung

Da hatte, dabey ich ihn helffen konnte

Zum Schumacher.

 

Dienstag, den 20ten May

Kamen wir wieder nach Hause. Gegen

Abend kamen Caspar Riet, /: der Schw. Ant.

Schmidtin Bruder:/ der nun hier in der

Nachbarschaft wohnt mit noch einem Mann zu

Uns. Ersterer lehnte sich ½ Buschel Welschkorn

Zum pflanzen. Sie schlieffen die Nacht

Bey uns.///

 

Donnerstag den 22ten May

Schlief wieder einer von mehrgedachten

Maquaischen Jonathons Familie bey uns.

 

Freytag, den 23sten May

Sprach ein Trader u. 2 Indianer welche in der

Schmiede zu thun hatten bei uns ein. Der

Trader war aus Oley, er kannte viele

Brr. U. war auch beym Br. Hussy[113] in

Die Schule gegangen. Wie er erzählte

Ist er bey seiner Traderey sehr unglücklich

Gewesen. Er kam von Allegene, da hätten

Ihn die Franzosen alles genommen; er aß

Bey uns zu Nacht u. ging hernach noch weg.

 

SAbbath, den 24ten May

Erquickten uns nach unserem Liebesmahl die

7 letzten Worte des Heilandes mit dem Liede

aus der neuen Lyturgie: Christus der uns seelig

macht.

 

Sontags, den 25ten May

Beteten wir früh die Lytaney. Nachmittags

Machte sich Br. Weha aufnden Weg nach

Dem Schumacher weil wir gehört, dass die

Felle noch da lägen um sie vielleicht

Noch selbst nach Tulpehocken zu bringen.///

 

Montags, den 26ten May

Ich und mein l. Gattermeyer machten uns diesen

Weg ein Liebesmahl erinnerten uns dabey

Des Geburthstages des liebsten Jüngers u.

Gedachten seiner mit zärtlich liebenden be-

Wegten Herzen. Weil Weha nicht wieder

Nach Hause kam, konnten wir leicht schliessen, dass

Er nach Tulpehocken gegangen.

 

Dienstag, den 27sten May

Fingen wir an unser Welschkorn zu hacken.

 

Mittwoch, den 28ten May

Erinnerten wir uns früh das vor 3 Jahren

An diesem Tage geschehenen Heimganges unseres

Liebsten Christels u. bathen uns auch bey Ge-

Legenheit der Collecte unter dem heutigen Wort

Des Heylandes die ewige Gemeinschaft mit Ihm u.

Der ganzen oberen Gemeine aus. Fingen auch

In Andenken dessen Abend vor dem Schlafengehen

Nach dem Brautgesang.

 

Donnerstag, den 29ten May

War ein extraordinaire heißer Tag welcher

Uns bey unserem Welschkorn hacken sehr warm

Machte.///

 

Freytag, den 30ten May

Hatten wir wie wirs wohl täglich gewohnt

Besonders viel Zuspruch von vorbeyreisenden

Indianern; Maquaisch u. Delawarisch. Heute war

Wieder auf ein mal sehr kühles Wetter u.

Br. Rösler war nicht recht wohl.

 

Sabbath den 31sten May

Die verwichene Nacht hatte es so stark

Gereisset, dass nicht allein unsre Bohnen,

Cucummner, usw. sondern auch alle unser Welsch

Korn draufgegangen u. wir also völlig

Noch einmal pflanzen müssen. Die Indianer

Den ihres schon ein bisgen in die Höh ists eben

So gegangen. Zu unserem Sabbath mchten wir

Uns besonders die Collecte unter den heutigen

Wort des Heylandes. Ich blieb ewig sizen an

Den Wunden Rizen. Seelig zu Nuze. Gegen

Abend hörten wir dass Conrad Weiser mit noch

10 Männern hier sey u. im Town logire

  1. auch bald von hier weiter aufs große

Eyland gehe, um daselbst oftbemeldeten Maquaischen

Jonathon eine Fence zu machen. Diesen Abend

Kam auch noch Br. Weha zu Hause dabey

Uns noch besonders erfreute, dass wir doch

Etwas obwohl wenig von unseren l. Herzen über

Den Bergen zu hören kriegen.///

 

Diarium von Schomoko

Junius 1755

 

Sontag, den 1. Juni

Vormittags heilten wir eine Lyturgie

Mit dem Gebeth zu unserem Vater, den

Übrigen Tag brachten wir in Ruhe zu.

 

Montag, den 2ten Jun.

Fiengen wir an unser erfrorenes Welsch

Korn nach zu pflanzen. Als wir aber ein

Stück gepflanzt hatten, hörten wir von

Einem weissen Manne aus unserer Nachbarschaft

Der in der Schmiede zu thun hatte, dass das

Nachpflanzen nicht nöthig wäre, weil es wieder

Ausschlinge u. so unterliessen wirs.

 

Dienstag, den 3ten Junius

Gegen Abend kam unser l. Br. Neusser

Mit dem alten Bt. Lösch von Tulpehocken hier an. Br. Weha

War ihnen mit einem Pferde biß zum

Schumacher entgegen gegange. Dieser Be-

Such mit den schönen Breifen u. Nachrichten

Von unserem lieben Geschwistern aus Bethlehem

Besonders der Hoffnung zu einem Abend///

Mahl machte uns keine geringe Freude.

Nach einem kurzen Abendsegen den uns Br. Neusser

Hielt, legten wir uns vergnügt zur

Ruhe.

 

Mittwoch den 4ten Jun.

Nach dem Frühstück gieng Br. Neusser

Zu unsers seelig. Br. Hagens Grabe

Dahin ihn Br. Rösler brachte.

Nachmittags hielt er uns einen recht niedlichen

Gemeintag. Dabey uns besonders die

Nachricht von Grundlegung des Jünger-

Hauses bey Nazareth it: der Verlaß

Der daselbst gehaltenen Con-

Ferenz sehr erfreulich waren.

Gegen Abend hatten wir ein seeliges

Liebesmahl u. Absolution u. nicht

Lange darauf speisste u. tränkte uns

Unser l. blutiger Mann Sacramentlich mit

Seinem heiligen Marter Leichnam u. Blute

  1. thät uns armen Sündern dabey recht sehr

reichlich zu gute. Halleluya.

 

Donnerstag, den 5ten Jun.

Bald nach dem Frühstück nachdem uns Br.

Neusser unter einem seeligen Nachgefühl dessen///

Was wir gestern Abends genossen noch ein Ab-

Schieds Viertelstündgen gehalten hatten, machte er sich

Mit seinem Reisebegleiter dem Vater Lösch wieder

Auf den Weg u. wurde von Br. Rösler biss

An den Königsberg 10 Meilen von hier mit einem

Pferde begleitet. Conrad Weiser mit seiner

Gesellschaft war von Otztonwakin wieder

Zurück kommen u. hatte die intendierte Fence

Nicht nöthig gehabt zu machen, weil er nur eine

Familie Indianer noch da gefunden, welche eben

Auch von da weg nach Tulpehockin zu ziehen ge-

Denkt.

 

Freytags, den 6ten Jun.

Da wir eben alle 3 in unserem Welschkorn ar-

Beiteten, besuchte uns Conrad Weiser u. that

Ganz freundschaftlich u. weil er uns zu einem Gegen-

Besuch invitirte, gieng gegen Abend die

Brr. Gattermeyer u. Weha zu ihnen, bey welcher

Gelegenheit er ihnen gesagt, dass er eben

In voller Arbeit sey, das Shamokin Land

Auszumessen, welches bey Br. Ludwigs hierseyn

Doch schon so gut als sein gewesen, es wäre

Damals nur die Zeit noch nicht gewesen, die izt

Sey.[114]///

 

Sonnabends den 7ten Juni

Ließ sich bey unserer Sabbathsfeyer wie

Auch die Tage her bey unseren gemeinschaftlichen

Versel singen immer noch fühlen was wir

Diese Woche genossen. Nachmittags kam

Logan zu uns u. wollte uns das auch

Sagen was mit dem Lande vorgingen. Er

Wünschte, das David herkäme, weil wir sonst

Der Sprache wegen einander nicht recht verstünden.

[inserted in margin: qu: Soll er nicht hier

reisen?]

 

Sonntag, den 8ten Jun

Diesen Morgen war C.W. wieder von hier ab-

Gereist. Wir beteten vormittags die

Gemein-Lytaney.

 

Montag, den 9ten Jun.

War der maquaische Jonathon mit seiner ganzen

Familie bey uns. Er zieht von Otztonwakin

Nach Tulpehocken. Er brachte alle s. Haus Rath

In unser Hauß auch etliche Hüner mit Küchelgen

Welches er alles bey uns ließ, ob wir gleich

Viele Einwendung dagegen machten. Die French

Margret war auch bey uns.

 

Dienstag, den 10ten Jun.

Machten wir unser erstes Heu. Br. Weha

Hat izt nicht viel in der Schmiede zu thun///

Und wir haben die Zeit her auch wenig Besuch

Von Indianern gehabt.

 

Freytag den 13ten Jun.

Kam Br. Ahamawad mit dem Br.Lechti

Von Wajomik zu uns. Br. Ahamawads

Fuß war sehr schlecht; sie waren hung-

Rich u. wir hatten auch schon eine gute Zeit

Her nichts als Welschkorn zu essen gehabt. Dann

Resolvirten wir, eins von unseren Kälbern

Zu schlachten; da wir sie ohnedem einige

Tage nicht gehabt hatten u. besorgt gewesen

Waren, dass sie von anderen verzehrt wären.

 

Sonnabends den 14ten Jun

Hatten wir 5 Brr. Zusammen, einen seeligen SAbbaths

L.Mahl. Abends kam der Schumacher u.

Brachte uns wieder 2 Buschl Maiz Mehl.

 

Sonntag den 15ten Jun

Weil der Schumacher Peter Glück bey uns

War, so hielt Br. Post eine Predigt von ver-

Lohrem Schaf, geosch. U. Sohn über das 15 Cap. Luc

Woraus das heutige Evangelium war.

 

Montag, den 16ten Jun.

Kam der French Margret ihr Enkel ein///

Sehr hübsch scheinender Mensch in grossen Regen

Zu uns u. blieb die Nacht bey uns.

 

Dienstag, den 17ten Jun.

Wollte sich Br. Ahamawad mit Br. Lessly

Wieder auf den Weg nach Wajomik machen

Weil es aber sehr regnerisch aussahe blieben

Sie heute noch da.

 

Montag den 18ten Jun

Früh traten sie ihre Reise an; weil Br.

Ahamawad wegen seines noch schlechten Fußes

In Canoe die Susquehanna nauf den Br. Lessly

Wenig treffen kann, ging Br. Weha ihnen

Zu Hüllfe mit.

 

Freytag den 20ten Juni

Heute so wir auch gestern haate ich u. Br.

Gattermeyer mit Heu machen zu thun, weil

Uns Br. Lessly die Wiese bey unserem Welsch

Korn feld abgemäht hatte.

 

Sabbaths den 21sten Jun

Hatten wir vormittags Besuch von einigen hungrigen

Delaware Indianern; es war uns den ganzen

Tag recht Sabbathisch.///

 

Sontags den 22ten Juni

Beteten wir die Gem. Lytaney. Dabey uns recht

Wohl war. Nachmittags sprachen 2 weisse Männer

Deren einer ein Engländer der anderer ein Niederteutscher

War mit etl. Maquaischen Ind. Bey uns ein. Sie wa-

Ren beordet allerhand zu kauffen vor die englische

Armee in Allegene. Der Engländer schien

Ein sehr hübscher Mann zu seyn [er erzählte uns] dass er die Brr.

David u. C. Friedr. Weit oben an der Susquehanna

Gesehen, auch den Br. Ahamawad in Wajomik.

Wir tractiren sie mit Milch beym Abschied

Sagten bemeldter Engländer noch, dass wenn er

Vor das, was wir ihnen gegeben könnte irgendwo

Unserem Brr. Was zu gute thun, solle er ihnen

Freuen; man konnte an ihn merken dass er schon

Mehr von Bethlehem gehört hatte.

 

Montags den 23ten Jun

Hatte ich u. Br. Gattermeyer neben unserer an-

Deren Arbeit noch mit Heu machen zu thun.

 

Dienstag, den 24ten Jun.

Nachmittags da wir aber unser letztes Heu herein ge-

Tragen hatten, kam unser Weha wieder von Wajo-

Mik zurück, dabey wir nicht allein erfuhren, dass sie

Glücklich hinauf gekommen, sondern dass sie auch unseren

  1. Christian Seidel u. David daselbst vor sich///

gefunden, als welche wir auch achte Tage

hier zu erwarten hätten.

 

Mittwoch, den 25ten Jun

Fingen wir an unser Welschkorn von neuem

Zu hacken. Es hat bisshero geschienen als ob gar-

Nichts daraus werden wollte u. fängt sich bey

Dem fast täglichen Regen nun an etwas zu erholen.

 

Donnerstag, den 26ten

Nachmittags wurden wir durch die erwartete

Ankunft deren beyden Herzen Christian Seidel

  1. Davids würklich erfreuet.

 

Freytag, den 27ten Juni

Es war uns nur ganz angenehm, dass wir unser

  1. Seidel u. David bey uns hatten; ersterer

erzehlte uns manches von Bethlehem u. anderen

Orten, woran wir herzliche Theil nahmen.

 

Sonnabends den 28ten Jun

Machte uns ihr Daseyn unseren Sabbath recht

Niedlich. Bey unserem L.. Mahl getröstete uns

Unser l. Seidel auch auf ein Abendmahl bey seinem

Hierseyn welche Nachrich auch ihren Effect auf unseren

Herzen hatte. Abends hielt er uns noch

Ein gesegnetes Viertelstündgen über die heutige Loosung

Mit der Collecte „Er komt auch noch heute. Von den///

Izt nicht mehr so raren Besuchen des Heylandes

Wie im Alten Testament.

 

Sonntag, den 29ten Junii

Früh beteten wir die Gem Lytaney u. brachten

Den übrugen Tag vergnügt zu. Vor dem Abendsegen

Redete Br. Seidel noch etwas über den heutigen

Text: Der Hölle eine Pestilenz…

 

Montag, den 30ten Jun.

Brachten wir mit welschkorn hacken zu dabey

Wir unseren l. Seidel u. David auch zu

Gehülffen hatten.

 

Julius

Dienstag den 1ten Jul

Continuirten wir mit Welschkorn hacken;

Wir haben einigerley Zuspruch von Indianern.

Abends kamen noch ein paar Männer die um

Nachtquartier bäthen. Einer von ihnen hatte

Schon die Brr. Predigen hören in Danesbury

Vor dem Abendsegen redete unser l. Herz Seidel noch

Etwas über die heutige Beschreibung unsers Geliebten:

Was ist das vor ein Mann? Kurz: Er ist es

Gar.

 

Mittwoch, den 2 Jul.

Wurden wir zumittags fertig mit Welschkorn

Hacken. Gegen Abend machten wir unseren hiesigen///

Indianer eine Mahlzeit nach unsren Vermögen

Mit Pfannkuchen u. Sapan u. Milch. Dabey sie

8 an der Zahl recht vergnügt waren. Unsre

  1. David Z. discurirte während Essen mit

ihnen in Maquaisch. Diesen Abend schliefen die

vorige Nacht bey uns gewesen 2 weiße Männer

nochmals bei uns. Nach ihrem Vorgeben suchte sie sich

in dieser Gegend Land.

 

Donnerstag, den 3ten Julii

Früh machten wir uns ein L.mahl weil wir mit

Welschkornhacken fertig waren. Nachmittags gingen

Dir Brr. David u. Weha etwa 6 Meilen von

Hier unser Canoe holen, welche seit Br Aha-

Mamads Reise nach Wayomik von dem Mann der

Ihn das erste Mahl hinauf gebracht noch nicht wieder

Gebracht worden. Br Gattermeyer u Rösler

Haben indeß mit unseren l. Seidel seeligen

Zeit-Vertreib mit Herzens u. anderen wichtigen Gesprächen.

Diese Nacht waren wir alleine, welches

Wir uns auch zu nuze machten

Freytag den 4ten Jul.

Waren wir vergnügt beysammen; es kam weiter nichts

Vor.

 

Sabbaths, den 5 Jul.

Hatten wir bey unseren Frühstück in der Nähe

Des Heylands dtliche recht gründliche Unterredungen

Über unsere Herzens- übrige Umstände; dabey///

Ein jedes sünderhafft und seelig erkannte warum

Der l. Heyland die Liebe der Brüder unterein-

Ander gebothen; wir brachten den Tag hernach

Recht Sabbatisch zu, u. beschlossen ihn mit

Einem recht gesegneten Liebes Mahl, Pedelavio

  1. überaus seeligen Genuss des Marter-

Leichnams u Blutes unseres l. Herrn.

 

Sonntag, den 6ten Juli

Hatten wir vormittags eine seelige Liturgie

Im Nachgefühl dessen womit wir gestern abends ge-

Segnet worden. Abends erfreute uns die heutige

Beschreibung unseres Geliebten: Vor Freude

Macher bey einer herzlichen Rede die unser l

Seidel darüber hielt.

 

Montag, den 7ten Jul.

Redete er abends über das ehutige wort des

Heylandes: Lassets bey einander bis zur Erndte…

 

Dienstag, den 8ten Jul.

Präparirten sich unsere l. Pilger so wie sie

Auch schon gestern wieder zu ihrer Reise

Nach Wayomick. Abends sagte uns unser

  1. Seidel noch etwas von unseren Geliebten nach

seiner heutigen Beschreibung: Der Trost sprach…

 

Mittwoch, den 9ten Jul.

Nachdem wir noch ein Abschieds L. Mahl gehalten

Reiste unser l. Seidel u. David wieder von///

Uns ab. Br. Weha begleitete sie biß

Labachpitos von wo er unsre Canoe

Wieder zurückbringt.

 

Donnerstag, den 10ten Jul.

Ging ich früh weil wir kein Mehl mahr

Hatten zu Schumacher, hielt auch etliche

Stunden da auf u kam Abends wieder

Nach Hause. Kurz vor mir war auch Br. Weha

Von seiner Begleitung wieder nach Hause kommen.

 

Freytag, den 11ten Jul.

Kam weiter nichts vor, als dass wir den Tag

Bey unserer Ordinarius Arbeit seelig zu brachen.

 

Sabbaths, den 12ten Julius

War es uns den ganzen Tag recht sabbatisch.

 

Sonntags, den 13ten Jul.

Beteten wir früh die Gem. Lytaney. Abends

Kamen 3 Maquaische Indianer zu uns welche

Die Nacht bey uns bleiben u. uns auch mit

Hirsch Fleisch beschenkten.

 

Montags, den 14ten Jul.

Fingen die Indianer an von John Harris’

Wieder zuruuck zu kommen, mit ihren geschenkt bekom-

Menen Mehl. Wir haben auch die 10 Tage als

Sie weg gewesen fast keinen Indianer ge-

Sehen.///

 

Dienstag, den 15ten Juli

Besuchte uns Labachpiter u. noch andere

Delawares, davon einige in der Schmeide zu

Thun hatten. Sie hatten auch Rumm mitge-

Bracht, welche sie aber auf der Eyalnd verzehr-

Ten, da wir sie dann wohl hörten aber doch in

Ruhe blieben.

 

Mittwoch, den 16ten Juli

Haben wir wie wieder einigerley Besuch ge

habt. Dass sie aber izt Mehl haben. Das können

wir wohl spüren.

 

Donnerstag, den 17ten Jul.

Kamen ein paar Familien Delaware Indianer

Die West Branche hinunter um weiter zu

Gehen. Weil es so wie auch die vorige Tage

Sehr heiss war, lagerten sie sich von fruuh

Bis gegen Abend vor unserem Hause u.

Sprachen auch fleissig bey uns ein. Es waren

Recht ordentliche Leute.

 

Sabbaths, den 19ten Juli

Thäten wir uns wieder auf Sabathisch was

Zu gute. Nachmittags kam auch unser l.

Schafman von John Harris wieder nach

Hause u. besuchte uns bald nach seiner Ankunft,

da dem die von unseren l. Seidel u. David///

zurück gelassene Grüße ausgerichtet

  1. das maquaische Briefgen von eben denselben

da er u. die seinigen der besonderen Liebe

unseres Gottes der s. Blut für uns

  1. alle Welt bergossen, versichert wurde

von Br. Gattermeyer vorgelesen wurden,

welches er auch mit besonderer Attention

anhörte.

 

Sonntag, den 20ten Jul.

Brachten wir seelig u. ungestört zu.

 

Montag den 21sten

Ging Br. Weha zum Schumacher weil

Er uns noch kein Mehl gebracht hatte.

 

Dienstag, den 22sten Jul

Hatten wir allerley Besuch von Indianern. Abends

Kam Br. Weha nach Hause u. brachte Mehl.

 

Mittwoch, den 23sten Jul.

Hatten such zu Nacht einige Indianische Weibs-Leute

Ohneweit unseres Hauses gelagert, die auch nur

Um Milch bey uns einsprachen.

 

Donnerstag, den 24sten Jul.

War der Schumacher bey uns. Er hatte

In der Schmeide zu thun; und ging wieder

Nach Hause.///

 

Freytag, den 25ten Julii

Brachte ich u. Br. Gattermeyer mit Welsch-

Korn häufeln zu.

 

Sabbaths, den 26ten Jul.

Ganz früh kam unser Nachbar Dottler

Zu uns u. brachte uns eine sehr fürchterliche

Nachricht wegen des Krieges in Allegene[115] u.

Meinte, dass es nun hohe Zeit sey von hier weg

Zu ziehen, u. in ein paar Stunden drauf kam ein

Anderer, der sich in s. Hause aufhält, u. re-

Petirte das selbe, u. beyde wurden halb unwillig

Darüber, dass sie uns keine Furcht ansehen konnten

Darum. Warum sollte wir uns denn fürchten?

Es ziehen würklich weisse Leute die ohneweit von

Hier jenseits der Susquehanna runter wohnen

Von ihren Pläzen weg. Wir brachten den

Tag in innerer u. äusserer Ruhe ungestört

Zu.

 

Sontags, den 27ten Jul.

Delectirten wir uns unter anderem gemeinschaftlich

An der Homilie über die Worte aus der Wunden

Lytaney: Dein Schweiß in Bußkampf, dünst

Uns über Leib u. Seel.[116]

 

Montags den 28ten Jul.

Br. Weha hatte gedacht heute von hier ab

Nach Tulpehocken u. gar nach Bethelehem zu///

Gehen. Es kamen aber Indianer u. weiße

Leute, die in der Schmiede zu thun hatten

So muste ers bis morgen verschieben.

 

Dienstag, den 29ten Juli

Früh reisste er mit ein paar Kästen

Hirschfellen ab. Br. Gattermeyer u. ich häufeln

Die Zeit neben unserer übrigen Arbeit an unserem

Welschkorn.

 

Mittwoch, den 30ten Jul.

Abends kam der Isaac Nutemer mit seinem Neger[117]

  1. noch 3 anderen Indianer von Nescopecko,

die Br. Rösler schon alle in Gnadenhütten gesehen

zu uns u. bleiben die Nacht bey uns. Br.

Rösler nahm Gelegenheit mit ihnen von

Gnadenhütten zu reden sie liessen sich aber nicht

Weit ein. Waren im übrigen freundlich u. ordentlich.

 

Donnerstag, den 31sten Jul.

War Br. Gattermeyer ein wenig unpässlich

/: es war der Anfang zu dem Fieber das er

nun noch hat:/ Im übrigen beschlissen

wir diesen Monath in der Nähe unseres

Marter Lammes seelig u. vergnügt.///

 

 

Diarium von Schomoko 1755

Augustus

Freytag, den 1sten August

 

Der heutige Character des Heylands: Christus

Ist mein Leben. Gab uns zum Anfang

Dieses Monaths einen seeligen Eindruck.

Sonst kam nichts besonders vor.

 

Sonnabend, den 2ten August

Die heutige Beschriebung, Mein Heyland!

War uns bey unsrer SAbbaths-Feyer auch

Recht schmackhaft. Abends kam Br.

Weha von Tulpehocken nach Hause.

Er brachte uns Briefe u. unter

Anderem auch die Memorabilia des Monaths

Junii u. Julii von unserem lieben Beth-

Lehem mit welches alles wir diesen

Abend noch lasen u. uns gar sehr dran

Ergötzten. Man kanns bald nicht mehr beschrei-

Ben wie gut das einen in Schomoko

Schmeckt.

 

Sontag, den 3ten August

Noch vor dem Frühstück besuchte Br.///

Gattermeyer unseren Nachbar Schafman

Und kriegte dabey Gelegenheit ihm

Etwas von der Seeligkeit die wir

Als arme Sünder im Heyland haben

Zu sagen. Es läst sich gut mit ihm

Reden u. wir glauben den Heyland

Macht auch selbst an seinem Herzen.

Den übrgen Tag brachten wir seelig

Zu.

 

Montag, den 4ten Aug.

Heute sahe man deutlich dass Br. Gatter-

Meyers Unpässlichkeit ein Fieber wär

Denn es stellte sich ordentlich über

Den anderen Tag wieder ein.

 

Dienstag, den 5ten Aug.

Lagerten sich gegen Abend eine Familie

Delaware Indianer vor unserem Hause.

Sie kamen von Tulpehocken u. hatte

beladene Pferde mit Maizen u.

Welschkorn, waren sehr hübsche ordentliche

Leute, weil es hernach regnete

Brachten sie ihre Sachen die Nacht in unser Haus.

 

Freytag, den 8ten Aug.

Wir sind die Woche fleissig mit///

Unserem Welschkorn häufeln gewesen

  1. wurden heute fertig.

 

Sonnabend, den 9ten August

Gegen Mittag kam ganz unvermuthet

Br. Lessly zu uns mit Briefgen

  1. Nachrichten von unserem l. Bethlehem.

Wir thaten uns an dem mitgebrachten

Gleich was zu gut u. Br. Rösler

Wurde auch zugleich auf den Synod

Nach Warwick invitiert. Abends hatten

Wir den Schafman bey uns zu essen

Das uns dem recht wohl zusammen war.

 

Sonntag, den 10ten August

Machte sich früh Br. Rösler und Lessli

Mit 2 Pferden auf den Weg nach War-

Wick zu.

 

Dienstag, den 12ten Aug.

Haben wir unsere Rüben gesäet.

 

Mittwoch, den 13ten August

Brachten wir in der Stille zu. Wir hatten

Verwichenen Sabbath bey unserem L. Mahl uns

Dessen was an diesen Tagen vor 28 Jahren ge-///

Schehen in Seegen erinnert u. ist uns

hernach ganz artig gewesen. Da wir hörten, dass

die eigentliche Feyer dieses Tages auch an

demselben SAbbath in Bethlehem gewesen.

 

Donnerstag, den 14ten Aug.

Heute Nacht schlief wieder der Englische Mann

Von Danesbury der auch vorigen Monath

Hier gewesen bey uns. Er war nach

Seiner Erzählung nunmehro kommen einen

Plaz an der Susquehanna zu beziehen,

fand es aber anders als er vermuthet

musste das mitgebrachte Geschirr wieder

verkaufen u. ging also von hier über

Gnadenhütten u. Nazareth wieder nach

Hause.

 

Mittwoch, [sic] den 15ten August

Dachten wir sehr viel u. fleissig an

Unsere Geschwister auf den Synod

In Warwick.

 

Sonnab., den 16ten August

Hatten wir einen sehr stillen Sabath.

Br Gattermeyer war auch heute ganz gesund oher-

Achtet sein Fieber die zeither ihn ziemlich

Angegriffen hatte.///

 

Sonntag, den 17ten August

Begruben die Indianer die Gebeine

Eines alten Ganai Ind. Nahmens Saeck

Der voriges Frühjahr bey John Harrisens

Gestorben u. dessen Gebein sie gestern

Hieher gebracht hatten. Weil sie auch

Rum mitgebracht, so fieng sich bald

Darauf ein ziemlich Gethös u. Lermen

An, welches etliche Tage u.

Nachte continuirt zu mal sich auch viel

Delaware Ind nach und nach eingfunden

  1. das zieml. Um unser Haus herum

Sind aber gegen uns doch ein

Bisgen bescheiden gewesen.

 

Donnerstag, den 21sten Aug

Fieng es wieder an still zu werden.

Sie wollten die leeren Rum Fässer in

Unser Haus bringen Wir hiessen sie aber

Damit fortgehen. Gegen Abend kamen

Die Brr. Rösler u Lessly zu unserer

Freude vom Synod zuruuck ziemlich

Naß von Regen. Sie erfreueten uns

Gleich mit einigen Brieffgen u. erzehlten

Uns manches zur herzlicher Theilneh-

Mung.///

 

Sonnab. Den 23sten Aug.

Unser Sabbath u. besonders unser Liebes-

Mahl wurde meist mit Erzehlungen

Was auf dem Synodo vorgekommen

Zu gebracht

 

Sonntag, den 24ten August

Weil Br. Lesslie morgen wieder von

Hier ab nach Bethlehem zu reisen

Gedachte u. Br. Weha sich auch resolvirte

Mit ihm zur Feyer des led

Brr. Festes dahin zu gehen, so präparierten

Sie sich heute zu ihrer Reise.

 

Montag, den 25ten Aug.

Reisten sie früh ab, u. nahmen ihren

Weg über Nescopecko u. Gnadenhütten

 

Mittwoch, den 27ten Aug.

Nachmittags hatte sich ein Indianer vor unser

Haus schlafen gelegt, so dass wir ihn

abends da wir aßen, um ihn auch etwas

zu geben, aufwecken mussten. Wir redten

mit ihm, kriegten aber kein wort Antwort,

er schlief die Nacht im Hause u. da wir

aufstunden legte er sich wieder vor///

die Thüre er ist hernach wieder weg-

gegangen.

 

Donnerstag, den 28ten Aug.

Hatten wir viel Besuch von Indianern

 

Freytag, den 29ten Aug.

Als led Brr. Fest machte sich Br. Rösler

In der Stille vor sich zu nuze.

 

Sonnab. Den 30ten Aug.

Der heutige Charakter des Heylandes: Meine

Psalmen, o dass ich 1000 Zungen hätte!

Gab uns bey unserer Sabbaths-Feyer einen

Seeligen Eindruck. Ohnerachtet es

Hier eine gute Zeit her nicht geregnet, so

War doch vorige Nacht die Susquehanna

So gewachsen dass der Indianer alle ihre Canoes

Waren fortgegangen, u. sie wuchs auch den ganzen Tag.

 

Sonntag, den 31sten Aug.

Die Homilie über die Worte: O ihr heilig 5

Wunden machtes wie Elisa wir gemeinschaftlich

Lasen war uns eine gesegnete Sonntags Fest.

Nachmittags ging Br. Gattermeyer in die

Stadt besuchen; er hatte mit einem Delaware///

Der ohnlängst von Allegene hieher

Gekommen u. ein ordentlicher Mann zu

Seyn scheint uns auch etl. Mal recht

Freundschaftlich besucht hat Gelegenheit

Zu einem schönen Gespräch gekriegt, da-

Bey ihn wohl gewesen.

 

September

Montag, den 1sten

Diese u. folgende Tage haben wir

Bey unserer Ordinairen Arbeit

Seelig zugebracht.

 

Freytag, den 5ten Sept.

Erwarteten wir unseres Weha zurück

Künft von Bethlehem. Unsre

Hoffnung war aber vergebens.

 

Sonnabends den 6ten Sept.

Hatten wir einen recht stillen SAbbath.

Wir haben den ganzen Tag keinen

Menschen gesegehn.///

 

Sonntag, den 7ten Sept.

Als Ehefest machte sich Br. Gatter-

Meyer in der Stille vor sich zu Nuze. Br. Rösler ging nüber

Nach der Stadt, den Schafman, der da

Selbst seinen Cousin einen sehr artigen

Jungen Indianer, den wir auch sehr lieb

Haben, hilfft ein Hus bauen, zu besuchen.

Er traf ihn aber nicht an; indeß

Erfreuete ihn doch das recht niedliche

Bezeigen bemeldten seines Cousins

  1. der seel. Br. Hagens Grab.

 

Dienstag den 9ten Sept.

Es war uns verwichenen SAbbath

Die Brücke die bey unserem Hause über

Den Graben zu unserem Welschkornfelde

Geht ganz von selbst eingebrochen;

Weil uns nun unentbehrlich, so

Hatten wir gestern u. heute daran

Zu bauen, um sie wieder brauchen

Zu können.///

 

Donnerstag, den 11. Sept.

Kam der Maquaische Jonathon mit seiner

Familie hier an.

 

Freytag, den 12ten Sept.

Heute musste Br. Gattermeyer einen

Krieger der mit nach Allegene gieng

An seinem Gewehr etwas bessern. Es

Waren davor selbe viel hier Indianer

  1. weiss. Letzte hatten sich auch ganz

indianisch gekleidet u. der Andrew

Montour war eigentlich ihr Commander

Welcher es auch sehr positiv befohlen, dass

Bemeldte Flinte müsste gebessert werden.

Wenn Br. Weha wäre zu Hause gewesen

Hätte er wohl mehr zu thun gegeben.

Sie haben sich nicht lange hier aufgehalten

  1. unser John Shikkellimi item John Petti

sind auch mit ihnen fort. Es ist auch noch

bey ihrem Hierseyn ein grosser schwarze Belt

of Wampum von den 6 Nationen hier ankommen,

der nach Philadelphia gieng, womit sie ihren

Sinn einmuthig gegen die Frencg zu streiten

Zu wissen thaten.///

 

Sonnabend, den 13ten Sept.

Hatten wir noch einigen Besuch von Krie-

Gern, weil noch einige zurück geblieben

Dabey wir aber in unseren Sabbath

Nicht gestört worden.

 

Sonntag, den 14ten Sept.

Weil Br. Gattermeyer an gedachten

Flinte noch was machen musste, beun-

Ruhigte es uns ein wenig in unser Sonntags-

Segen. Gegen Abend kam auch des

Maquaische Jonathons Frau u. wollte

Uns 2 Fäßer Rum in unser Haus

Bringen u. weil sie sonst alle ihre Sachen

Bey uns haben so dachte sie ein

Recht dazu zu haben. Sie musste sie

Aber wieder fort tragen.

 

Dienstag, den 16ten Sept.

Hatten wir bey unser Ordinarii Arbeit

Einen stillen Tag u. erinnerten uns

Auch der grossen Sache, die vor 14 Jahren

An diesem Tage geschehen zum Seegen vor

Unser Herzen.///

 

Freytag, den 19ten Sept.

Diese Tage haben wir viel Besuch

Von Indianern gehabt. Wir haben auch

Immer

Lermen von besoffenen gehört

Sind aber gar nicht incommodirt worden.

 

Sonnabend den 20ten Sept.

War es uns bey unserer Sabbaths

Ruhe recht wohl. Abends kam

Unser sehr erwarteter Br. Weha

Nach fast 4 wöchentlichem Ausblieben

Endlich gluucklich wieder bey uns an.

  1. die uns mitgebrachte Briefe
  2. Nachrichten von unseren l. Bethlehem

machten uns diesen Abend noch

eine nicht geringer Kinder Freude.

 

Sontag, den 21sten Sept.

Ging es wieder lustig bey den Indianern.

Wir wären auch bald gestört worden.

Es ging aber noch so ab.

 

Montag, den 22sten Sept.

War der Schumacher bey uns u.///

Sagte uns, dass er nach Tulpehocken

Gienge. Nachmittags kam unser Schafman

  1. sagte uns, dass er nach Lancaster

reisen würde. Wir hatten ein recht

vergnügt Gespräch mit ihm, sag-

ten ihm auch, dass er bald einen Besuch her

käme usw. Er sagte: er würde bald

einmal nach Bethlehem gehen.

 

Mittwoch, den 24ten Sept.

Es ist izt ziemlich einsam weil die Indianer

Meist auf der Jagd sind.

 

Donnerstag, den 25ten Sept.

Schlieffen zu Nacht 2 von Conrad Weissers

Söhnen bey uns. Sie waren sehr bescheiden u.

Wir auch gegen sie. Sie wollten zu

den Maquaischen Jonathon u. weil er eben

auch auf der Jagd war u. sie niemanden

kriegen konnten, der ihn suchte, machten

sie sich selbst auf den Weg, ihn im

Busch aufzusuchen.///

 

Freytag, den 26ten Sept.

Diesen Morgen hatten wir den ersten

Aber auch sehr starken Reiffe (?) weil

Wir heute die Ankunft unseres

  1. Br. Seidels vermuthet gieng

Weha ihnen mit 2 Pferden entgegen

Bis an den 20 Meilen Berg, kam

Aber alleine wieder.

 

Sonnabend, den 27ten September

Nachmittags kamen unsere l. Herzen

Christian Seidel, der mit dem Marcus

Kiefer zum hierbleiben mitbrachte

In Begleitung des Br. Samuel Herrs

Zu unserer Freude an. Ihre

Ankunft machte uns unseren Sabath

Den wir vormittags ohnedem nicht ge-

Niessen können, weil

Wir beständig Indianer im Hause gehabt,

nach recht Solenn denn unser l. herz

Seidel hielt uns diesen Abend noch

Ein recht seeliges L. Mahl, Fußwaschen///

  1. Communion, alles bey einem unaus-

sprechlichen Nähe unsers lieben blutigen

Herrn.

 

Sonntag, den 28ten Sept.

Vormittags hatten wir in Nachgefühl

Des gestrigen seel. Genusses eine

Lyturgie. Nachmittags gieng die

Brr. Rösler, Marcus u. Samul

Herr nüber in die Stadt u. besuchten

Auch des seeligen Br. Hagens Grab

Von den Indianern sind wenige zu Hause.

Wir brachten den Tag vergnuugt zu

  1. Br. Seidel hielt uns auch zum

Beschluß desselben ein recht seeliges

Lyturgisches Singstündgen.

 

Montag, den 29ten Sept.

Dachten nnicht allein die l. Herz Seidel u.

Samuel wieder auf ihre morgende

Abreise sondern unser l. Herz Gattermeyer

Der vor die Zeit durch den Br.

Marcus abgelöst ist, machte sich///

Auch fertig mit ihnen zu gehen.

 

Dienstag, den 30ten Sept.

Nach einem herzlichen u. gefuuhligen Morgen

Seegen nahmen sie von uns Abschied.

Br. Marx Kiefer begleitete sie

Ein Stuuck wegs.

 

Br. Röslers Relation

Von sein und seiner Brr. Philip Wesa und Marcus Kiefers

Letztes Aufenthalt in Shamokin und ihrer gnadigen Bewahr-

ung bey dem daselbst gegen Pensilvanisch ausgebrochenen

Wilden Krieger. Im Jahr 1755.

 

 

Shamokin war die letzten Jahre her, das gar nicht mehr, was es war, da die Brr. in der Absicht zur Ausbreitung des Evangelii unter den Indianern, die Schmiede da erbauten, u. da zu wohnen anfingen. Denn seit dem Hinscheiden des alten Schikellimi (der ein sehr ordentlicher Mann war, das Volck Gottes lieb u. auch Bethlehem besucht hatte u. auf dessen Invitation die Sache daselbst angefangen wurde) wohnte nur noch ein Überbleibsel von Indianern, wohl von vielerlei Nationen als Maquaien, Cayugen, Duddlern, Canairen, Mahikandern usw. aber meist durch die weißen Leute verdorben schlecht Volck da, und mit den Durchzügen sehr vieler Indianer dabey die Brr. fast unter allen nordamerikanischen wilden Nationen bekannt wurden (denn es war eine ordentliche Station der 6 Nationen, wenn sie gegen die Catabes zogen) hatte sich’s auch ganz geändert , sie hatten nur einen andern Weg und man sahe nur selten einen von weiten herkommenden Indianer daselbst, deswegen es auch würcklich an denen war, dass die bisherigen Haushaltung des Brr. daselbst sollte beschlossen und die Schmiede nächstes Frühjahr 1756 auf dazu aufgenommenes Proprieter Land zwischen Gnadenhütten und Wajomik zu ihren ersten Zweck sollte übergebracht werden. Der Ausgang aber hats gewiesen, dass es unseren lieben Herrn gefallen, durch den da ausgebrochenen Wilden Krieg unsern Plan vor die Zeit ganz aufzuheben, u. es mit Haus Schmiede, u. was wir da hatten, ein Ende zu machen, nachdem Er uns, seine arme Kinder, die wir zuletzt da wohnten, bey den schon würcklich angefangenen Mördereyern, ohne alle Furcht unter seinen Gnaden Flügeln bewahrt u. zu rechter Zeit sel. zu unserem Volck nach dem l. Bethlehem gebracht hatte. Und davon will hiermit zum Preise des guten Herrn eine etwas ausführliche Nachricht mittheilen.

Um die letzte des Septembris in gedachtem 1755 Jahr zogen viele uns ganz unbekannte Indianer hierher, darunter auch ganz indianisch gekleidete weiße Leute waren. Die Delawares, die in etl./ Städten ohneweit von hier in ziemlicher Anzahl gewohnt u. mit den Shamokischen Wilden nun harmoniert hatten, fingen nun auch an in hiesiger Wilden-Stadt ihren Aus- und Eingang zu haben. Unter anderen war von der Ohio, nach der dort englischer Seits verlorenen Schlacht, ein verständiger reicher Indianer nahmens Georg Delawaer hieher gezogen, der besuchte uns öfters, u. wir konnten aus allen Bezeigen gegen uns wahrnehmen, dass er uns lieb kriegte. Und weil seine Frau hier krank wurde, und er ein Kind von etwa 1 1/2 Jahr hatte, welches er oft zu uns brachte, so kriegten wir Gelegenheit ihn auch unsere Freundschaft auf mancherley Weise zu beweisen, welches wir treulich thäten.

Dieser kam den 11. October, da ich ganz allein zu hause war zu mir und sagte, dass sich französische Indianer hätten sehen lassen. Es wäre gut, wenn wir in Busch gingen u. diese Nacht unser Haus alleine ließen, wir möchten sonst unglücklich seyn. Und da dieser weg war, kam ein hiesiger mit uns gut bekannten jungen Cajuger und bath mich ihnen von der Speise zu geben, die ich eben kochte, er wolle uns auch zu Hülfe kommen, wenn die French Indians kämen und uns tod machen wollten. Ob ich nun wohl diese Reden nicht tief zu Herzen nehmen konnte u. es vor kindisch Geschwäz hielt, wie wir von den Indianern gewohnt waren, so konnte doch auch nicht ganz gleichgültig dabey seyn u. da meine Br. Wesa und Marx Kiefer nach Hause kamen, erzehlte ich ihnen, was man mir gesagt hatte. Es war mir aber nicht so, aus unserem Hause zu gehen, darinnen wir auch durch die Worte des Hlds vor heute und morgen: Sollte Gott nicht retten seine Auserwehlten. Gott der uns teuer hat auserwehlt. Er wird’s thun und sich nicht verstecken. Er zehlt wie oft ein Christ weint. bestärkt wurden, und wir legten uns recht zuversichtlich schlaffen. Den Morgen darauf aber mit Tages Anbruch geschahen in hiesiger Wilden Stadt, die eine kl. Englische Meile von unserem Hause war, auf einmal sehr viele Flinten Schüsse, welches uns ein wenig erschreckte. Da wir nun aufgestanden waren, so kam obgedachter Georg Delawar zu uns, u. auf die Frage, was das vor ein Schießen gewesen, sagte er:/// Es hätten diese Nacht alle Indianer mit geladenen Gewehr wegen der Franz. Indians gewacht, u. dasselbe nun losgeschossen. Da waren wir dann auch wieder ganz ruhig.

Es zogen sich aber die folgenden Tage fast alle Wilde von hier weg u. d. 16. October kriegten wir auf einmahl zu hören, dass gestern etwa eine Stunde wegs von uns jenseits der Susquehanna, 6 Plantagen von den Wilden überfallen, 31 Menschen theils jämmerlich ermordet theils sonderl. Kinder und junge Weibs Leute mit weggeführt worden, und nur ein Mann, der auch etl. Schüsse gekriegt da von gekommen. Dieses kriegten wir nicht nur zu hören, sondern es wurden auch würcklich blutige Mordinstrumente in unsre Schmiede gebracht, u. ein hier wohnender von der Duddler Nation hatte einen Schuß in sein Bein gekriegt. Da wurde es uns wohl ein bisgen grauserlich, aber was war für uns arme Kinder zu thun? John Shikkelimus, der nebst seinen Bruden Logon Chief in Schomokin war, kam und fragte: ob wir denn nicht bange wären, u. von hier weg wollte? Wir antworteten, dass wir ja bey ihnen wären, u. so lange sie dablieben, wollten wir auch da bleiben; da sagte er weiter nichts, kam aber mehrmalen sehr ängstlich in unser Haus, u. repetierte erstgedachte Frage.

Indeß hatte sich ein ganz fremder Indianer bey uns einlogirt, der kein Wort Englisch verstand und wir also gar nichts mit ihm reden konnten; Es war aber ein junger ordentlicher und sehr höflicher Mann, weil er sahe, dass unsre Hunde nicht im Hause bleiben durften, so ließ er seinen auch nicht `rein, u. wollte uns nicht gerne mit irgend was betrüben. Wir gaben ihm auch zu essen, was wir hatten, und er ging die 5 Tage, dass er bey uns war, nicht von Hause weg bis d. 22. October. sehr viele Indianer auch von der Susquehanna weit runter sich in Schomokin versammelten, darunter auch unser Freund Paxinous u. andere Bekannte von Wajomik und Nescopeco waren. Als diese in unser Haus kamen, machte er sein Geräth zusammen u. ging recht freundlich von uns. Wer dieser Indianer/// gewesen, u. was der Zweck seines Bey uns seyns gewesen, kann man nicht sagen. Wir haben manches über ihn gedacht und uns auch bey unseren hiesigen bekannten Indianern seinetwegen befragt, haben aber keine ordentliche Antwort gekriegt. Vielleicht war er uns zur Salve Garde gegeben. Das wird der l. Vater wissen, der auf mancherley Weise bewiesen, dass Er uns bewahrt haben wollte, und wir konnten auch nicht anders, als auf dessen Rath und Beystand es ankommen zu lassen. Dabey wir wohl nicht so sehr wünschten, als dass unsre l. Geschwister in Bethlehem unsre Umstände wissen möchten.

In dessen haben wir seit d. 16ten oft darüber conferiert, und am 28ten October abends, da wir ganz alleine waren, u. bey unserem Feuer beysammen saßen, redeten wir besonders, was in gegenwärtigen Umständen für uns zu thun sey. Es wollte sich aber zu nichts resolviren. Unser l. Marcus Kiefer glaubte fest, dass es keine Gefahr habe, und wir ganz ruhig seyn könnten. Br. Wesa war zu ängstlich; es war ihm auch nicht zu verdanken, denn er kriegte in seine Schmiede, das meiste zu hören, und musste gar mit Mord-Instrumenten umgehen. Und ich konnte nichts anders, als sie versichern, der l. Vater, der ja unsere Haare auf dem Haupte gezehlet, würde es recht schöne machen, uns nichts Leides geschehen lassen u. uns zu rechter Zeit mit Rath und That beystehen.

Da wir noch so redeten, kam ein engl. Ind. Trader ins Hauß u. erzehlte, eben itzt von den Allegene-Indian. In hiesiger Stadt ein Belt of Wampon angekommen, mit den Worten: Sie kämen mit einem scharfem Beil, man solle ihnen aus dem Wege gehen, sonst würde man verwundet werden. Da dieser wieder weg war, wurden wir schlüssig, dass einer von uns nach Tulpehocken zum Br. Georg Lösch gehen u. von da uns durch einen expressl. nach Bethlehem berichten sollte, wie es hier aus sähe. Weil nun die anderen mit Schreiben nicht gut fort konnten, so traf diese Reise mich ,und meine Brüder halfen diesen Abend noch, mich reisefertig machen. Da wir uns ziemlich spät wollten schlafeb legen, lasen wir uns noch die Gem. Texte /// von heute und morgen zu unserem grossen Trost, 1) aus den Seiten (??) des Buchs: Er rette mich von der Hand meines Bruders, denn ich fürchte mich vor ihm, mein Gott, der mir hat versprochen seinen Beystand jederzeit, Jacob blieb allein. Ein Engel Gottes von Himmel kam; Die Worte des Heilands: der Gewinnst der ganzen Welt kann uns den geringsten Schaden an der Seele nicht gut machen. Sey gut vor allen Schaden. Gedenket an Loths Weib.

Bey letzteren wurde ich bedenklich, u. sagte zu meinen Brüdern: Liebe Herzen, wenn ihr seht, dass es würklich gefährlich ist, so komt mir nach, denn ich sehe hier nichts um weswillen wir unser Leben dran setzen sollte. Ueberhaupt sind die Texte aus den Worten des Buches u. die Worte des Heilands, in gegenwärtiger Zeit so gewesen, also wenn sie gar besonders fuur uns wären:

 

Den 24.ten October vor Tage reiste ich mit dem Verlaß, dass ich den 28sten wieder hier seyn wollte, getrost ab! Br. Marrcus Kiefer begleitete mich noch ein Stückchen und beym Abschiede sahen wir die Sache noch so an, dass unser Mission in Schomokin noch nicht zu Ende wäre. Da ich aber 15 Meilen weit kam, wo auf dieser Seite des Susquehanna die ersten weißen Leute wohnten, fand ich alles in der äußersten Furcht und Schrecken u. die meisten schon auf der Flucht. Denn obgleich die erste Mörderey am 15ten nur 6 Platagen betroffen, die auf Indianer Land standen und die Leute auch vielmahl gewarnt worden, so war es nun auch denen, die in dortiger gegend auf Proprietor Land wohnten durch Indianer angesagt, dass wenn sie sich nicht fortmachten, es ihnen wie ersteren ergehen würde.

Ich hatte wohl gewünscht, dass meine Brüder in Shamokin diese Umstände gewusst hätten, konnte aber nichts anders, als meine Reise fortsetzen u. kam den 25ten October gegen Abend recht wohl bey Geschw. Georg Loeschs an. Diese freuten sich gar sehr, einen von uns zu sehen; denn allen Gehör nach, hatten sie geglaubt, wir wären schon beym Heyland. Heute hatte John Schikkellimy in Schamokin die Brr. ziemlich positiv heissen fortgehen, da hatte sich Br. Wesa auf den Weg gemacht, es mir noch zu sagen u. er kam gerade, da ich den 26ten noch am Schreiben war bey Georg Loeschs an, u. weil er sich resolvirte, gleich gradeswegs nach Bethlehem zu gehen, /// so war er selbst der Bothe, der den Brief dahin brachte.

Unser Marcus Kiefer war nun noch in Schamokin. Ich konnte also nicht anders als noch eine Reise dahin zu probiren, um ihn da abzuhohlen. Denn denn etwa sonst von unsren Sachen etwas zu retten, daran war nicht mehr zu denken, u. ich machte mich den 27. October frühe auf den Weg. Wer mich sahe, wiederrath mir diese Reise. Br. Joh. Jorde, der aus Libanon diese Ncht auch bey Löschs gewesen, begleitete mich ein wenig u. konnte in meinem Vorhaben gar nicht consentiren. Ich versicherte ihm aber, dass ich nach meinem Herzen handelte, u. der Hld. u. die l. Engel zu Gehülfen hatte u. so zog ich meine Straße. Da sind mir wohl bey die 60 families, die über die Berge herüber geflüchtet kamen in der grösten Armuth u. Elend begegnet, die fast einstimmig sagten, dass ich ja den Mördern in die Hände lieffe, u. viele bathen gar sehr, ich sollte doch nun kehren. Die meisten wussten auch schon, dass noch einer von uns in Shamokin wäre u. sagten: Gott wird euren Bruder schon erhalten, ohne dass ihr ihm zu Hülfe komt. Ein Täuffer, der mur mit seiner Familie unterem Thürnstein diesseits begegnete, sagte: er hätte noch viele Sachen zurück, würde aber recht nicht mehr umkehren, er dächte an Loths Weib. Dabey fiel mir doch sehr nachdenklich ein, dass ich grade mit diesem Wort des Hlds von Shamokin abgereist war; ich traf darauf noch zu einem english Trader, der bath mich gar sehr umzukehren, mit der Versicherung, dass, wenn mein Bruder noch an Ort und Stelle wäre, er außer aller Gefahr wäre, wenn er aber aus Shamokin gegangen so wäre er gewiß ermordet. (Es sind auch in dieser Gegend tagesdarauf schon Leute die wegen ihren Sachen noch einmahl umgekehrt sind, den Mördern in die Hände gefallen;) Da ich mich zur Rückkehr nicht resolvirte, nahm er recht mitleidig von mir Abschied. Ich ging aber nur noch etliche Meilen, da wurde mirs so mit meinem l. Hernn u. treusten Freunde rath zu halten, was ich thun sollte. Die heutigen Texte hiessen: Jacob hieß die Städte Priel. Gott im Gesuchte. Wenn ihr alles gethan habt,/// was auch befohlen ist, so sprecht: Wir sind schlechte Bediente, wir haben nur unsre Schuldigkeit gethan usw. Es wollte eben Nacht werden, ich satzte jenseits am Abhange des Thürnsteins mich auf einem Steine, mein teuerstes Herze war mir unaussprechlich nahe u. auf meine Fragen, da ich mich mit großer Ehrerbietigkeit das * (LOS) gebrauchte, hieß es ich sollte umkehren, welches ich nun auch getrosten Herzen that u. diese Nacht aufn Thürnstein, bey der letzten Familie, die über die Berge herüber kam, in Busche mein Quartier hatte. Den. 28ten. Kam ich gegen Abend wieder nach Tulpehokin u. fand in Br. Loeschs Hause schon Flüchtlinge u. die ganze Gegend in so einem Allarm als wenn schon hie u. da gemordet würde. Ich reiste auch bald weiter u. kehrte, da es nacht war in einem fremden Hause ein. Weil ich nun den Leuten mit Gewissheit sagen konnte, dass wenn auch gefahr wäre, sie noch nicht so nahe sey, so war ich sehr willkommen, u. sie sahen es vor eine Providenz Gottes an, dass sie wieder eine Nacht ruhig schlafen konnten. Den 29ten kam ich in lauter Regen Wetter übers Heidelberg bis zu Dan. Levant. Da traf ich den Br. Heinrich Frey an, der von Bethlehem geschickt war, mit Anton Schmidt , den er im Lande wo abholen sollte, zu uns nach Shomokin zu kommen. Er setzte auch, weil er hörte, dass Br. M. Kiefer noch da war, seine Reise fort, es war aber nicht möglich gewesen durch Tolpehokin weiter als zum Br, Loesch zu kommen; von da kehrten sie wieder zurück, u. ich kam den 30sten mit dem schönen Wort des Hlds: Eure Bürgerrecht ist im Himmel. Das ist ursach aller kirchl. Freuden sünderhaft wohl u. vergnügt bey meinen Geschwistern in dem l. Betlehem an.

Br. Marcus Kiefer war nun schon seit d. 25sten Oct. Ganz alleine in Shamokin. Als Br. Wesa weg war, ging er einmahl in die Indianer Stadt, da sahen ihm unsre sonst gut bekannte Wilde sehr mörderisch aus, u. war ihm nicht recht wohl da. Endlich zogen sich alle von da weg, so dass die Stadt ganz leer stand. Da war er sehr einsam u. fing an, was er konnte von unseren Sachen u. das Schmiede Handwerkzeug einzupacken, u. in die Erde zu vergraben. Ueber dem kam unsrer lieber Schafinam zu Hause (Er war ein Canai Indianer, dem die Brr. diesen Namen um seinen Schafs Art willen gegeben, er hatte sich sein Haus nahe zu unserem gebauet, hatte fast gar kein Verkehr mit den anderen Indianern, viel weniger hatte er sich in den Kriegs Umständen mit ihnen eingelassen; er und seine Frau sind auch wie Geschw. in unserem Hause aus u. eingegangen. Wir hatten ihm von Herzen die Tauffe in Jesu Tod gegönnt, wozu Br. Christ. Seidel diesen letzten Sommer auch vom Hld Erlaubnis hatte. Er war aber ohne unser Wissen gerade verreist u. so unterblibs., Er ist dieses Spätjahr 1755, wie wir gehört haben, ohneweit Harris’ Ferry aus der Zeit gegangen. Wir glauben, wie er sich hier ganz zu unserem Hütten gehalten, er auch dort mit theil dran kriegen wird) Dieser war unseren M. Kiefer zu großem Trost, u. da er sich endl. resolvirte auch fort u. nach Bethlehem zu reisen, begleiteten ihn dieser Indianer bis Nescopek. Da fanden sie alle Schomokischen Indianer vor u. noch viel andre vor sich, u. ein schönes Gefühl da. Schafinam kehrte von hier wieder zurück zu seiner Familie u. John Shikkelimus both sich an, ihn vollends bis Bethlehem zu begleiten u. sie kamen nun den, 15ten November glücklich daselbst an. Da sich alle Geschw. über Br. Marcus Kiefer, den man hier zu sehen kaum mehr vermuthete, gar sehr freute.

Man dachte wohl vor seiner Ankunft auf alle Weise, wie man ihm etwa zu Hülfe kommen möchte u. es wagten zu dem Zweck in der allergefährlichsten Zeit, die Brr. Schmick u. Heinrich Frey auf des Hlds und der Geschwister Ruff noch eine Reise nach Wajomik, um bey unserem Freund Paxchous eine Ansiehung zu thun, dass von da aus jemand zu ihm gehen möchte, u. er u. seine Leute waren gleich willig, auch das Leben für diese Brüder dran zu wagen, u. etliche machten sich würklich auf den Weg. Ob nun wohl die Ankunft Br. M. Kiefers auch ohne diesen Dienst erfolgt ist, so gehört doch die Bewahrung derer Brüder Schmick u. Henrich Freys auf ihrer gefährlich Reise u. Paxenoushens u. seiner Leute Willigkeit unter die Materien des Lobs der Güte unsers l. Vaters dessen Leuchte alle Dings sind, u. der thun kann was er will zum Besten seiner Kinder u. Jesu Sache auf dieser Welt!

 

[1] Interesting—given the interdiction on the importation of rum to Shamokin—according to the John H. Carter in “The Shamokin Traders” Proceedings of the Northumberland County Historical Society, 1945 (rpt. 1995) pp. 14-15 Allummapees had requested of the Colonial authorities that traders not be allowed to bring large quantities of rum to the Confluence. They agreed, and so only small quantities for personal consumption could be brought up the river. Shikellamy also wanted to make the confluence “dry.” (See also Colonial Records, Vol. III, p. 406, and pp. 501-2.)

[2] Jack’s Mountain,

[3] Shamokin Island, now Packer’s Island, lies in the North Branch of the Susquehanna River between present-day Sunbury and Northumberland. It is the site of the Shikellamy State Park Marina.

[4] Presumably this is to the south side of the North Branch, as Anderius’ mother’s hut is on Packer Island (and she is Delaware). Today this is Sunbury.

[5] They are coming from the Ohio region …

[6] Cherokees

[7] New France in 1740s was almost at its apogee and stretched from the Canadian Great Lakes down to New Orleans through the Midwest. The Cherokkes at this time would have been in West Virginia? Ohio?

[8] Mr Brainerd, Presbyterian minister

[9] Allumapees’s (Sasoonan’s) wife? Check where they lived…

[10] Allumapees, died 1747 in Shamokin, King of the Delawares, signed away the lands between the Lehigh and Duck creek to the British

[11] check this—Plattköpfe are the Chickasaw?

[12] check the story about Sassoonan and alcohol… he was an alcoholic and then foreswore the stuff and banned it from Shamokin (ha!)

[13] Bison meat… from where?

[14] August Gottlieb Spangenberg

[15] Ostonwakin, today Montoursville.

[16] Tolpehocken

[17] Schawanos=Shawnee

[18] Mohican

[19] Cherokees

[20] Is Anna Mack pregnant?

[21] August Gottlieb Spangenberg, Hagen and Joseph, a Moravian Indian

[22] Shamokin Creek

[23] a mountain outside Shamokin

[24] “Aus Zion bricht an, Der schöne Glanz GOttes” Psalm 50, v. 2 Luther translation.

[25] Mohawk?

[26] An Oneida expression of pleasure.

[27] Psalm 22 v. 29

[28] Catawbas

[29] ?????

[30] Fascinating detail of how Shikellamy learns the Christian days of the week, and respects their feast day by putting on his “Sunday best”.

[31] Find out what happened for 2 years –Hagen was left in Shamokin in November 1745 …

[32] He had horses????

[33] Inserted as marginal comment “

[34] Marginalia inserted…

[35] T’girhirdonti—adopted name of ????

[36] the land around Shamokin was not Proprietory land until the 1754 (east shore) and 1765 (west shore) CHECK!@!!!!!

[37] Stissik mountain, New York, on the border with Conneticut, near Schekomeko, Moravian Mohican village.

[38] Zinzendorf?

[39] This is identical with the entry for November 3rd???

[40] Interesting that this was originally included and then is edited out… see your Moravian Marriage paper…

[41] check the narrative…

[42] Shawnee

[43] interesting cultural exchange…

[44] Shawnee

[45] must be grandson

[46] T’girhonti=Spangenberg

[47] Zinzendorf, Weiser et al…

+

[48] [Spangenberg] T’ghirhodondi

[49] Spangenberg

[50] Conrad Weiser

[51] Allegheny

[52] Who is this?

[53] Quitapahilla, a branch of the Swatara Creek in Lebanon County. This trail between present-day Reading, Tulpehocken and Shamokin was frequently used by Weiser, Cammerhof, and also Shikellamy and Teedyuskung on their way to Councils in Philadelphia. For a detailed description of the trail, see Cammerhof’s Journal of 1748, Pennsylvania Magazine of History and Biography, 29 (1905): 160-179.

[54] Female Trader who was here and moved away in 1748????

[55] Tachnechdorus, Shikellimy’s eldest son.

 

[56] Name given to Br. Cammerhof, meaning “a good message” on April 15 1748 by the Six Nations at Onondago.

[57] The Nanticoke, an Algonquin people came from the Eastern Shore of the Chesapeake Bay in Maryland.

[58] Nescopeck on the North Branch of the Susquehanna.

[59] Interesting—check on this—who is sending him flour?

[60] Check this… Spagenberg is going where?

[61] Shikellimy is referring to the Single Brethren’s House in Bethlehem, which was erected in 1748.

[62] Oneida—Thank you

[63] Lapachpiton, Delaware, oldest son of Nutumer, described by Conrad Weiser later as the Chief of the Delaware Indians living near Catawissa.

[64] Catawbas

[65] melancholisch

[66] Logan’s wife

[67] ground corn–grits

[68] Wapwallopen, Luzerne County

[69] Check Bethlehem Diary for April 1749 for this…

[70] what does this mean???

[71] But they have… why is Zeisberger lying?

[72] Wonder where this is…

[73] sacrificing three stags.. to whom and why?

[74] Where is the mill in 1749?

[75] mocassin

[76] why? What were they all doing in Philadelphia?

[77] You have a record of this baptism in Geburts und Taufregister file…

[78] Quittapahilla Creek, which flows into the Swatara Creek and then into the Susquehanna south of Harrisburg. Is this the closest mill?

[79] Who are these people???

[80] Monocasy River, Maryland

[81] Conoy Indians

[82] On the West Branch near Madame Montour’s town. John Heckewelder in his Indian Names of Rivers Creeks and other Noted Places in Pennsylvania together with their Meaning (original MS Hist Soc Pa) claims that this is also the Lenape name for the West Branch, meaning the “river of long reaches”.

[83] Who is this?

[84] Which war?

[85] Interesting ethnographic detail—mourning clothes in black and brown

[86] whose was this?

[87] Where is this? On the West Branch near Muncy?

[88] Wow—what a response….

[89] Where is this?

[90] Andrew Montour

[91] who is there… Zeisberger?

[92] Interesting usage of Wounds imagery still in 1754.

[93] Very honest about his feelings!

[94] Zeisberger

[95] Which one? Lititz synod was later in the year…

[96] who is this? Great Island is a Shawnee settlement—see Kenny’s book on who was there and why…

[97] note heart and not soul….

[98] Why does Weiser stay with the Indians and not the Moravians?

[99] Who is this?

[100] Interesting—had anyone else discovered anthracite and ore before them? They claim that it was brass (alloy of zinc and tin)

[101] HA!!! The Moravians started Bethlehem Steel!!!!!! Jk….

[102] Cute—moskitoes and flies….

[103] Where is the sawmill?

[104] Flood! 4 feet of water!

[105] Paxinos?

[106] ? Meniolagomeka?

[107] Interesting that they are still drooling over the Wounds in 1755…

[108] Presbyterian minister… Reverend Brainerd

[109] Wonderful!!! Tea and sandwiches!

[110] Formerly the Wundenlitaney

[111] Very interesting—they try to get rid of the sifting period language but he still says t tastes good…

[112] Interesting—they are not wanting to be involved because of their sympathy with the Indians?

[113] Robert Hussey from Wiltshire, England. Teacher at the Moravian school in Oley, Pennsylvania. Married to Martha Hussey. See her memoir in Moraivan Womens Memoirs:

[114] Interesting—the Five Nations supposedly gave Weiser lots of land on the 1739 map from the Archives, but the Propieteries wouldn’t allow him to have it. Local oral history says that Shikellimy gave the Isle of Que to Weiser after they had both had a dream…. See the booklet on weiser at the confluence for details….

[115] Braddock’s defeat, July 9, 1755 on the Monogahela River.

[116] Find citation in Homilien… wow!

[117] Interesting.. slave?